DE72965C - Herstellung von Leimpatrizen - Google Patents

Herstellung von Leimpatrizen

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DE72965C
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Germany
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glue
clay
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dry
matrices
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DENDAT72965D
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English (en)
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E. GELINEK und W. GELII>EK in Komotau, Böhmen
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C33/00Moulds or cores; Details thereof or accessories therefor
    • B29C33/38Moulds or cores; Details thereof or accessories therefor characterised by the material or the manufacturing process
    • B29C33/3842Manufacturing moulds, e.g. shaping the mould surface by machining
    • B29C33/3857Manufacturing moulds, e.g. shaping the mould surface by machining by making impressions of one or more parts of models, e.g. shaped articles and including possible subsequent assembly of the parts

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Diese Leimpatrizen dienen zur Herstellung plastischer Gegenstände aus Papierstoff.
Um einen scharfen Abdruck einer Form bei einem möglichst geringen Druck zu erhalten, ist es nothwendig, dafs die dazu verwendete Patrize P (Fig. 2, Schnitt) in ihren Dimensionen um die Stärke der einzupressenden Platte concentrisch kleiner ist als die Form. Zu diesem Zweck wird eine in der Form überall gleich starke Schicht auf folgende Art hergestellt: Die trockene, nicht lackirte Gypsform wird mit dickem Thonwasser angefüllt, welches man unter fortwährendem Schwenken einige Secunden in ihr lä'fst. Der trockene Gy'ps entzieht während dieser Zeit dem dünneren Thonbrei das Wasser, wodurch sich der Thon überall in Form einer weichen Schicht auf der Gypsform ansetzt. Den überschüssigen dünnen Thonbrei giefst man dann ab und läfst das Ganze etwas trocknen. Diesen Vorgang wiederholt man einigemal so lange, bis die gewünschte Stärke der Thonschicht erreicht ist. Man hat somit für die Patrize die genaue Form, in welche dann, nachdem sie lackirt und geölt ist, der geschmolzene Tischlerleim eingegossen wird, welcher nach dem Erstarren als elastische Patrize dient.
Zur Entfernung der Thonschicht aus der Gypsform braucht man letztere nur gehörig trocknen zu lassen, wodurch der Thon sich zusammenzieht, Risse bekommt und sich dann leicht ablösen läfst.
In Fig. 2 zeigt c den Durchschnitt des in der Herstellung begriffenen Gegenstandes bezw. den Raum, den früher die Thonschicht eingenommen hat.
Zur Herstellung von Gegenständen mit Hülfe dieser Leimpatrizen werden Papierabfälle verwendet, welche (im Mengenverhältnifs von ca. 40 pCt.) durch Zusatz von · Collodin (Pflanzenleim, ca. 20 pCt), Thon (20 pCt.) und Mehl (20 pCt.) in eine plastische Masse verwandelt werden, in der Weise, dafs das feuchte Gemisch in einem besonderen Apparat bis zur Consistenz von Modellirthon gemahlen und geknetet und durch eine an den Austrittsstutzen angesetzte Düse hindurchgeprefst und so in die Form einer dünnen Platte gebracht wird. Diese Platten werden in Gyps- oder Metallformen F (Fig. 1 in Oberansicht und Fig. 2 im Schnitt) eingelegt und sodann mit der vorhin beschriebenen elastischen Leimpatrize P, Fig. 2, eingedrückt. Diese drückt die Papiermacheschicht c dicht an alle Flächen der Form an, wodurch ein ganz genauer Abdruck der Form entsteht. Auf diese Schicht wird eingeweichtes , langfaseriges Papier gelegt und durch die Leimpatrize auf der Papiermacheschicht befestigt. Darauf wird das eingeprefste Stück sammt der Form in einem Trockenofen und alsdann an der Luft vollständig getrocknet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Leimpatrizen, darin bestehend, dafs man die trockene, nicht lackirte Gypsform wiederholt mit Thonwasser anfüllt, schwenkt und nach Ansetzen einer Thonschicht etwas trocknen läfst, worauf man in die zunächst lackirte und geölte Form geschmolzenen Tischlerleim giefst, welcher nach dem Erstarren als elastische Patrize (P) dient, welche um die Dicke des herzustellenden Gegenstandes concen.trisch kleiner ist als die Gypsform.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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