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Elektrische Nachlaufsteuerung Zusatz zum Patent 69,1 189 Durch das
Eatent 691 189 ist eine aus einem Gleichstromnetz über ein die Soll-und die Iststellung
miteinander vergleichendes Schaltwerk gespeiste elektrische Nachlaufsteuerung bekanntgeworden,
bei der der Verstellbereich des einzustellenden Gegenstandes durch zwei Endlagen
begrenzt und zur Wiederherstellung des .durch eine i8o° überschreitende Stellungsdifferenz:
zwischen Gebier und Empfänger gestörten Folgesinnes (Gleichtrittes) des zu steuernden
Motors für jede Endlage ein Endlagenschalter ungeordnet ist. Jeden- dieser beiden
Endlogenschalter unterbricht in seiner Arbeitsstellung deinerseits den zugeordneten
Steuerstromkreis, andererseits schaltet er eine Steuerleitung für das den Motor
auf die-entgegengesetzte Drehrichtung schaltende Steuermittel an. Als- Steuermittel
für den zu steuernden Motor dienten zwei Relais, deren jedes über zwei Steuerleitungen
erregbar ist, vorn denen die eine über Beinen Ruhekontakt des Gegenrelais in der
einen Schaltwerkstellung des Empfängers ,angeschlossen ist, während die in der anderen
Schaltwerkstellung des Empfängers angeschaltete Steuerleitung über einen Arbeitskontakt
des eigenen Relais ,geführt ist, der in der Arbeitsstellung des entgegengesetzten
Endlagenschalters überbrückt ist.
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Die beiden Relais sind hierbei nicht nur für die Endlagen und die
Gleichtrittschaltung vorgesehen, sondern sie steuern auch gleichzeitig den Einstellmotor.
In der Praxis hat sich nun herausgestellt, daß, die Abfallzeiten der Relais zu ;groß,
sind. Wird der Gebier nach der einen Seite ,ausgelenkt, so erfolgt
zwar
die Nachsteuerung des einzustellenden Gegenstandes im richtigen Drehsinn, beim Erreichen
der Sollstellung läuft aber die Steuerung infolge der verhältnismäßig en--11 Kontaktstellung
des Schaltwerkes über diese Sollstellung hinaus und ,auf den Gegenkontakt auf. Statt
nun jetzt die Drehrichtung zu ändern und in die Sollstellung einzupendeln, läuft
der Motor in der gleichen Drehrichtung weiter, weil das einmal angezogene Relais
infolge seiner großen Abfallzeit noch nicht abgefallen ist und sich weiterhin über
den eigenen Um-schaltIzontakt selbst hält. Die Steuerung läuft demzufolge in die
Endlage und pendelt dort hin und her.
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Die Erfindung betrifft eine elektrische Nachlau fsteueruing nach Patent
691 i Sg mit Hilfe zweier Relais, bei der die beiden Relais beim Ansprechen der
zugehörigen Endlagenschalter den Gleichtritt des Einstellmotors mit der vom Geber
ausgeführten Verstellung erzwingen, während die Steuerung des Einstellmotors vom
Schaltwerk aus :erfolgt. Bei dieser Nachl.aufsteuerum;g läuft beim AuÜertrittfallen
der Steuerung der Einstellmotor zunächst im falschen Folgesinn bis zum Erreichen
der benachbarten Endlage weiter. Der zugehörige Endlagenschalter bringt ein Relais
zum Ansprechen, welches seinerseits den Einstellmotor umsteuert. Letzterer bewegt
nun im richtigen Folgesinn den einzustellenden Gegenstand in die Sollage.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel :des Erfindungsgedankens
dargestellt. Der den 'nicht mitgezeichneten Gegenstand einstellende Motor ist ein
Gleichstr omreihenschlußmotor mit dem Anker A und den beiden Feldwicklun,g:en F,
und F". Wird der Anker des Motors über die Wicklung F, angeschaltet, so :entspreche
seine Deehrichtung einer Nachdrehung des einzustellenden Gegenstandes im Uhrzeigersinne.
Wird der Anker A über die Wicklung F" angeschlossen, so kehrt sich der Folgesinn
der Steuerung um. Erreicht der einzustellende Gegenstand die Endlage I, so spricht
der Endlagenschalter GI an, öffnet seine Kontakte ä 1 und schließt gleichzeitig
seine Kontakte gi . In der Endlage II wird der EndlargenschalterG" betätigt, der
seine Kontakte ,g., öffnet und gleichzeitig seine Ko@ntaktegs' schließt. Zur Überwachung
der Endlage und der Gleichtrittschaltung dienen die beiden Relais C und D,. Das
Relais C stellt die Arbeitskontakte cl und c3 sowie die Ruhekontakte c., und e4
und entsprechend das Relais D .die Arbeitskontakte dl und d3 sowie i die Ruhel>ontakted
., und dl. Die Steuerung des Motors erfolgt in Abhängigkeit von der vorm Empfängersystem
gestellten Nocken-Scheibe N .in Verbindung mit einem vorn Einstellmotor nachg edrehten
zweistufigen Schaltwerk S mit den Kontakten s, und siI. Die Stellung der Nock:enscheibeN
gibt dabei die Sollstellung, die Stellung des Schaltwerkes S die Iststellung wieder.
Ist die Verstellung zwischen der Soll- und der Iststellung nur gering, so ist der
Widerstand W in den Motorstromkreis eingeschaltet. Bei größeren Abweichungen wird
der Widerstand W in an sich bekannter Weise kurzgeschlossen, und der Motor läuft
mit :erhöhter Geschwindigkeit nach seiner Sollstellung hin. Mit VW ist ein Vorschaltwiderstand
bezeichnet. Beim Übereinstimmen zwischen Soll- und Iststellung liegen ihre in der
Zeichnung durch Dreiecke angedeuteten Einstellmarken auf demselben Radius. Die Ableitungen
von den Federkontakten s, und sii und die Zuleitungen von dem einen Pol der Stromquelle
zu den beiden Köntaktstützen des Schaltwerkes S erfolgen über nicht mit,gezeichnete
Schleifringe bziv. Schleifkontakte.
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Wird der Geber z. B. nach rechts bewegt, so folgt ihm auch die mit
dem Empfänger gekuppelte Nockenscheibe N in gleichem Drehsinn nach und schließt
dabei den Kontakts". Der Anker A wird demzufolge über die Wicklung F, angeschaltet
und beginnt im Uhrzeigersinn so lange zu laufen, bis das vom Motor nachgedrehte
Schaltwerk ,S den Kontakt sii wieder freigegeben hat. In diesem Augenblick ist die
Sollstellung des einzustellenden Gegenstandes erreicht, und der Einstellmotor wird
gegebenenfalls :durch zusätzliche Bremsung zum Stillstand ,gebracht.
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Sind Geber und Empfänger um mehr als I äo° gegeneinander verstellt
worden, so läuft die Steuerung zunächst in die falsche Endlage und von dort aus
in die Sollstellung. Es sei wiederum angenommen, :daß zunächst der Kontakts" ,geschlossen
wird. Beim Erreichen der Endlage wird der E,ndlagenschalter GI betätigt, öffnet
seine Kontakte g, und schließt seine Kontakte- g,'. Die öffnung der Kontakte ,g1
bewirkt eine Unterbrechung des Motorstromkreises. Beim Schließen der Kontakte g1`
wird das Relais D an Spannung gelegt und schließt dabei seine Arbeitskontakte dl
und d3, sowie öffnet seine Ruhekontakte d. und d, Durch dl wird der über die Feldwicklung
FII führende linke Motorstromkreis geschlossen, während durch d., der über die Feldwicklung
F, führende rechte Motorstromkreis geöffnet wird. Der Einstellmotor bewegt sich
nunmiehr in der gegenüber vorher umgekehrten Drehrichtung nach der Sollstellung
hin. Kurz nach Beginn der Umkehrbewegung des Einstellmotors kehrt der Endlagenschalte@r,Gl
wieder in seine Ruhelage zurück, wodumch die Kontaktegi geschlossen, die Kontakte
gi geöffnet werden. Dias Zurückgehen des Endlagenschalters GI hat jedoch
keinen
Eiinfluß mehr auf die nun@m6hr im richtigen Folgesinn arbeitende Nachlaufsteuerung,
da .der über die FeldwicklungFl führende rechte Motorstromkreis durch @d2 auch weiterhin
unterbrochen bleibt. Das Relais D hält sich nach der öffnung der Kontakte gi über
die diesen parallel geschalteten, unter sich 'm Reihe liegenden Kontakte ,l, und
c4. Kommt das vom Einstellllmotor nachgedrehte Schaltwerk S in die zur Sollstellung
um 18o° versetzte Lage, so werden für kurze Zeit beide Kontaktes, und s11 durch
die Nockenscheibe N geschlossen. Diese Schaltung bleibt ,aber ohne Einfluß auf den
Steuersinn, da der Kontaktd2 auch weiterhin geöffnet bleibt. Öffnet dann der Kontakts",
so fällt das Relais D, ab, und seine Arbeitskontakte,di und dg werden wieder ,geöffnet,
seine Ruhekontakte,d2 und t14 geschlossen. Das weitere Einlaufen des Einstellmotors
in die Sollstellung geschieht dann über den Kontakt si.
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Bei entgegengesetzter Verstellung vollzieht sich das Einlaufen des
Einstellmotors in die Sollstellung unter Zuhilfenahme des Endlagenschalters @GI,
und des Relais C in der entsprechenden Weise.