DE726941C - Einrichtung zur stetigen Regelung des aus fein unterteilten Schaltstufen bestehenden Anfahr- und Bremswiderstandes von elektrischen Fahrzeugen - Google Patents

Einrichtung zur stetigen Regelung des aus fein unterteilten Schaltstufen bestehenden Anfahr- und Bremswiderstandes von elektrischen Fahrzeugen

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DE726941C
DE726941C DEA75720D DEA0075720D DE726941C DE 726941 C DE726941 C DE 726941C DE A75720 D DEA75720 D DE A75720D DE A0075720 D DEA0075720 D DE A0075720D DE 726941 C DE726941 C DE 726941C
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DE
Germany
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DEA75720D
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BBC Brown Boveri AG Germany
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BBC BROWN BOVERI and CIE
Brown Boveri und Cie AG Germany
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P1/00Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters
    • H02P1/02Details of starting control
    • H02P1/027Special design of starting resistor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)

Description

  • Einrichtung zur stetigen Regelung des aus fein unterteilten Schaltstufen bestehenden Anfahr- und Bremswiderstandes von elektrischen Fahrzeugen Es ist bekannt, --die Widerstände zum Anlassen und Bremsen elektrischer Fahrzeuge so zu unterteilen, (daß eine praktisch stufenlose Regelung ermöglicht wird und (daß dadurch die sonst bei Stufenschaltung erforderliche magnetische Blasung entbehrlich wird. DerWnderstand muß hierbei so fein abgestuft sein, daßsich zwischen (den einzelnen Widerstandsstufen keine Lichtbögen bilden können. Die Widerstandsstufen sind an Kontaktlamellen angeschlossen, die nebeneinander angeordnet einen Kollektor oder eine flache Kontaktbahn bilden, denen ider Strom durch Kohle- oder Kupferbürsten zugeführt wird. Für solche Regeleinrichtungen hat man bisher eine oder mehrere parallel geschaltete Bürsten verwendet, die bei ihrer Bewegung über die Kontaktbahn den Widerstand allmählich kurzschlossen. Diese aus dem normalen Fahrschalterbau entnommene Anordnung besitzt indessen bei der Anwendung auf eine Fernstufenregelung mit Widerständen große Nachteile. Auch die Verwendung von zwei getrennten Widerständen, deren jeder durch eine besondere Kontaktbürste geregelt wird, isst hier nicht brauchbar, flenn nimmt man an, daß die Bürste auf der höchsten Fahrstufe angelangt ist und der Führer bremsen will, dann muß idie Bürste zunächst in :die Nullstellung gebracht werden, in welcher sie gegen einen Anschlag bewegt und plötzlich verzögert wird. Erst darauf kann der Führer die Umschaltung auf Bremsen vornehmen und den Widerstand erneut verkleinern. Die Umkehrung .der Bewegung ist besonders dann ungünstig, wenn die Regelung selbsttätig arbeitet und die Bürste durch Federkraft in die Nullstellung gebracht wird. Ähnliche Schwierigkeiten treten auch bei (den sogenannten Feinstufensteuerungen für Wechselstromfahrzeuge auf, bei denen zwischen den einzelnen Transformatorstufen stufenlos geregelt werden soll. Auch hier muß, sobald die neue Stufe erreicht ist, eine Umkehrung der Schaltrichtung stattfinden. Man .hat sich hier (dadurch geholfen, daß man einen Zusatztransformator verwendet, der durch Veränderung und Umkehrung der Spannung einte Feinregelung gestattet. Die Umkehrung und Veränderung der Spannung erfolgt durch zwei gegenläufig bewegte Bürsten, idie über die Lamellen eines induktiven Spannungsteilers gleiten. Zwischen den Bürsten liegt @dann die Primärwicklung des Zusatztransformators, in der Spannung und Stromrichtung verändert werden.
  • An Stelle des induktiven Spannungsteilers wurden auch schon Ohmsche Spannungsteiler verwendet, die aus zwei hintereinander schaltbaren Widerstandsaibschnitten bestehen, die durch einen besonderen Schalter miteinander verbunden werden können. Auch bei diesen Widerständen werden zwei Kontaktbürsten verwendet, die an zwei Lamellenbahnen gegenläufig bewegt wenden können. Da es sich hier um Ohmsche Widerstände handelt, ,var es auch hier schon möglich, die Kontaktbürsten direkt miteinander zu verbinden. Wollte man jedoch einen solchen Widerstand außer für die Anfahrt auch gleichzeitig für das Bremsen verwenden, so würde sich ergehen, daß entweder oder Ohmsche Widerstandswert für den Bremsvorgang zu gering wäre oder, falls man diesen für das Bremsen bemessen würde, zuviel Zeit verstreicht, bis der Anfahrvorgang richtig einsetzt. Außerdem würde es Schwierigkeiten bereiten, die Umschaltung von Fahren und Bremsen vorzunehmen, da zu diesem Zweck entweder ein Malthesergetriebe oder eine besondere Kupplung mit Totganggetriebe erforderlich wäre.
  • Gegenstand der Erfindung ist eine Regeleinrichtung mit fein unterteilten Schaltstufen für stetige Regelung, insbesondere für den Anfahr- und Bremswiderstand von Fahrzeugen, unter Verwendung von zwei gegenläufig an den Widerstandslamellen des gleichen Widerstandes entlang geführten Bürsten und nur einer Kontaktlamelle für jede Widerstand.sanzapfung, wobei !diese NT:achteile dadurch vermieden werden, daß erfindungsgemäß die Stromzu- und -abführung am Anfang und Ende des Widerstandes erfolgt und die .die Lamellenbahn bestreichentden Bürsten elektrisch verbunden sind und daß die beim Bremsbetrieb in anderer Richtung als beim Fahrbetrieb aus (der Nullstellung heraus bewegten Kontaktbürsten in der Nullstellung gegen die Widerstandsmitte so verschoben sind, daß beide den gleichen Abstand von der Widerstandsmitte haben, so daß beim Schalten auf Fahren ein kleinerer Widerstand eingeschaltet wird .als zu Beginn des Bremsens.
  • In der Abbildung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch an einer Fahrzeugsteuerung mit Anfahr- und Bremswderstand mit flacher Schleifbahn dargestellt. Auf -dem feinstufigen Widerstand a, bei .dem der Einfachheit halber die Lamellen nicht besonders dargestellt sind, gleiten die beiden Wanderbürsten b1 und b2. Diese sind an dem Ketten- oder Seiltrieb c befestigt, der über die Rollen dl und d2 geführt ist. Die Bürsten b1 und b= gleiten auf (den Führungsschienen f1 und -f2 und sind elektrisch miteinander verbunden. Bei Drehung der Kurbel e im Uhrzeigersinn oder entgegen demselben wird sich die Bürste bi nach unten bzw. oben und die Bürste b2 nach oben bzw. unten bewegen. Die Schienen f1 und f2 sind durch die Leitung N leitend verbunden. Zufolge -dieser gegenläufigen Bewegung der Bürsten b1 und b2 werden in -dem Augenblick, in dem die durch Drehen der Rolle dl im Uhrzeigersi,nn bewegten Bürsten sich gegenüberliegen, beide die gleiche Kontaktlamelle berühren, so daß dann der ganze Widerstand ca eingeschaltet ist. Werden die Bürsten weiter verschoben, so wird der Widerstand von der Mitte aus nach beiden Seiten allmählich verringert, bis er ganz kurzgeschlossen ist, sobald die Bürsten an den Endlamellen s1 und s2 angelangt sind.
  • Auf der Triebwelle der Rolle d2 ist eine Kurvenscheibe g angebracht, mit welcher eine Rolle i dauernd in Eingriff gehalten wird und durch welche der Fahrbremsschalter 1a betätigt wird. Die Kurvenscheibe g besitzt eine Mittelstellung, bei der dieser Schalter h geöffnet ist (vgl. Abbildung). Wird die Kurbel e .entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht, so wird die Kurvenscheibe g ebenfalls entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn gedreht. Während sich dabei die auf den Schienen f1, f2 gleitenden Bürsten b1 und b2 aus der in der Abbildung dargestellten Grundstellung o heraus auf den Strecken x1 der Schienen f1, f2 nach oben bzw. unten in die gestrichelten Stellungen bewegen, wird die Rolle i nach unten gedrückt, wodurch der Schalter k in 'die obere Stellung gebracht und die Steuerung auf Fahren geschaltet wird. Es fließt jetzt ein Strom von der Fahrleitung h über den Stromabnehmer, Leitung i sowie über den Fahrbremsschalter h. und die Leitung in zur oberen Endlamelle s1 des Widerstandes a, von dort durch den oberen Teil des Widerstandes, Bürste b1, die Schienen f 2, f l zur Bürste b2 und den unteren Teil des Widerstandes a zum Fahrtwender n, und schließlich über den Fahrbremsschalter 1a zum Motoranker p und das Feld q zur Erde.
  • Beim Weiterdrehen der Kurbel e und der Rollen dl, d2 entgegen dem Uhrzeigersinn bewegen sich .die Bürsten b1 und b2 auf den Strecken F der Schienen f1, f2, @d. h. dem Fahrbereich, und zwar so lange, bis sie auf den Endlamellen s1 und s2 angelangt sind, wo der Widerstand a kurzgeschlossen ist. Dreht man die Kurbel e im Uhrzeigersinne zurück, so wird der Widerstand a allmählich vergrößert und der Fahrstrom kurz vor der Nullstellung o auf den Strecken x1 der Schienen f1, f2, d. h. der Übergangsstellung durch den Fahrbremsschalter h., der von der Kurvenscheibe g und der Rolle i gesteuert wird, wieder abgeschaltet.
  • Zum Bremsen wird die Kurbel e im Uhrzeigersinn weitergedreht, wobei zunächst auf den Wegstrecken x2 der Schienen f1, f2 die Rolle i des Fahrbremsschalters auf dem Teil der Kurvenscheibe g gleitet, die den kleineren Durchmesser hat und der Fahrbremsschalterk unter,der Wirkung der Felder w auf Bremsen geschaltet wird. Die Leitung m ist nun nicht mehr über die Leitung l mit derFahrleitungk, sondernunmittelbarmitErderverbunden. Die Stromrichtung im Motoranker p ist geändert. Beim Weiterdrehen der Kurbel e wird der Widerstand a genau wie für den Fahrbereich beschrieben, jedochinumgekehrterRichtung,von den Bürsten b1 und b2 allmählich kurzgeschlossen. Die Bürsten b1, b2 bewegen sich dabei auf den Strecken B, der Schienen f1, f2. Die Bürsten b1, b2 erhalten in der Grund- oder Nullstellung o eine aus --der Mitte des Widerstandes heraus verschobene Lage, so. daß je eine der Bürsten rechts und links von der Widerstandsmitte liegt, wie in .der Abbildung stark ausgezogen --dargestellt. . Durch diese Maßnahme wird erreicht, daß zu Beginn des Bremsens, nachdem die Bürsten,die Strecke x2 durchlaufen haben, der ganze Widerstand a eingeschaltet ist (vgl. untere gestrichelte Bürste b1 und obere gestrichelte Bürste b2, die sich in dieser Stellung gegenüberstehen). Zu Beginn des Fahrens ist dagegen ein geringerer Widerstand vorgeschaltet; die Bürste b1 befindet sich in .diesem Falle in der obersten gestrichelten Lage und die Bürste b2 in ider untersten. Dies entspricht den Bedingungen, nach welchen beim Bremsen ein größerer Widerstand erforderlich ist als beim Fahren. Anstatt .die Lamellen des Widerstandes nebeneinander in einer Ebene zu gruppieren, kann man sie auch nach Art der Kollektoren ringförmig gruppieren und die Bürsten auf drehbaren Brücken anordnen. Der Antrieb der Bürsten kann außer durch eine Handkurbel mittels eines Gestänges bzw. eines Ketten- oder Drahtzuges z. B. vom Führerstand eines Fahrzeugs aus bewegt werden. Im letzteren Falle wird vorteilhaft der Widerstand in der Mitte des Fahrzeugs angeordnet, ,damit er von den Führerständen an beiden Fahrzeugenden aus bedient werden kann. An Stelle des mechanischen Antriebes kann ebensogut ein elektrischer, Öl- oder Druckluftantrieb treten. Bei Vielfachsteuerung mit HarTdantrieb kann man über Kardanwellen o. @dgl. die Wagen miteinander verbinden und so von einem Führerstand aus mehrere Steuerungen, die auf die einzelnen Wagen verteilt sind, betätigen. Besonders hier ist es erwünscht, mit möglichst wenig Antriebsgestänge auszukommen. Dies wind dadurch erreicht, daß die Antriebsvorrichtung für den Widerstand auch ,die Fahrtwendüng übernimmt. Die Endlage der Bremsstellung ist normalerweise z. B. durch den Anschlag u begrenzt. Beim Bremsen können also @die Bürsten b1, b2 zunächst nur bis zu dieser Raststellung bewegt werden. Soll nun die Fahrtrichtung geändert werden, so kann dies, wie dargestellt, dadurch erreicht werden, (daß der Anschlag u federnd gemacht und als Stößel ausgebildet ist, der in Eingriff mit einem Sternrad t steht, das auf der Achse-des Fahrtwenders n sitzt. Die Endlamellen s1, s2 des Widerstandes a sind breiter ausgeführt, wodurch die Bürsten b1 und b2 in der Kurzschl.ußbremsste:llung weiterbewegt werden können, als zum Bremsen unbedingt erforderlich wäre. Bei dieser Weiterbewegung der Bürsten auf den Strecken FW der Schienen f1, f2 wird der Anschlag u entgegen ,der Feder bewegt und so der Fahrtwender n durch das Sternrad t jeweils in die ,andere Fahrtrichtung umgestellt. Die Stellung des Fahrtwenders kann durch Überwachungslampen dem Führer angezeigt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zur stetigen Regelung des aus fein unterteilten Schaltstufen bestehenden Anfahr- und Bremswiderstandes von elektrischen Fahrzeugen unter Verwendung von zwei gegenläufig an den Widerstandslamellen des gleichen Widerstandes entlang geführten Bürsten und nur einer Kontaktlamelle für jede Wi@derstandsanzaptung,dadurch gekennzeichnet, daß die Stromzu- und -abführung am Anfang und Ende des Widerstandes erfolgt und die die Lamellenbahn bestreichenden Bürsten elektrisch verbunden sind und daß die beim Bremsbetrieb in anderer Richtung als beim Fahrbetrieb aus der Nullstellung heraus bewegten Kontaktbürsten in der Nullstellung gegen die Widerstandsmitte so verschoben sind, daß beide den gleichen Abstand von der Widerstandsmitte haben, so daß beim Schalten auf Fahren ein kleinerer Widerstand eingeschaltet wird als zu Beginn des Bremsens. a. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Gruppierung der Wirderstandslamellen in einer ebenen Bahn die Bürsten (b1, b.) durch einen endlosen, über Rollen (dl, d2) oder Kettenräder geführten Seil- oder Kettenzug (c) bewegt werden. 3. 'Einrichtung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß bleichzeitig mit den Bürsten der Fahrbremsschalter (h) betätigt wird, der den Motorstromkreis in seiner Ruhestellung unterbricht und je nach Bewegungsrichtung der Bürsten auf Fahren oder Bremsen umgeschaltet wird. q.. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß beim Bewegen der Bürsten über die Kurzschlußbremsstellung hinaus der Fahrtwender (n) umgeschaltet wird.
DEA75720D 1935-04-04 1935-04-04 Einrichtung zur stetigen Regelung des aus fein unterteilten Schaltstufen bestehenden Anfahr- und Bremswiderstandes von elektrischen Fahrzeugen Expired DE726941C (de)

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DE (1) DE726941C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE947805C (de) * 1938-04-21 1956-08-23 Aeg Feinstufige Steuerung fuer Gleichstromfahrzeuge

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE947805C (de) * 1938-04-21 1956-08-23 Aeg Feinstufige Steuerung fuer Gleichstromfahrzeuge

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