DE724642C - Emulgiermittel - Google Patents

Emulgiermittel

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DE724642C
DE724642C DEC51609D DEC0051609D DE724642C DE 724642 C DE724642 C DE 724642C DE C51609 D DEC51609 D DE C51609D DE C0051609 D DEC0051609 D DE C0051609D DE 724642 C DE724642 C DE 724642C
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DEC51609D
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Inventor
Dr Georg Wiegand
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Gruenau Illertissen GmbH
Original Assignee
Chemische Fabrik Gruenau AG
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  • Emulsifying, Dispersing, Foam-Producing Or Wetting Agents (AREA)
  • Colloid Chemistry (AREA)

Description

Es ist bekannt, Eiweißspaltprodukte;, wie sie durch hydrolytischen oder enzymatischen Abbau von Eiweißstoffen erhalten werden, als oberflächenaktives Faserschutzmittel, bdspielsweise in der Textilindustrie, Rauchwarenzurichterei, Papierfabrikation oder vielen anderen Industriezweigen, zu' verwenden. Es ist auch weiterhin bekannt, daß man die Oberflächenaktivität dieser Verbindungen, die entweder Aminocarbonsäuren sind oder noch peptidartige Struktur zeigen, dadurch steigern kann, daß man die Wasserstoffatome, die sich an den in ihnen enthaltenen Amino- oder IminogTuppen befinden, ganz oder teilweise durch andere Atomgruppierungen substituiert. Beispiele für derartige Verbindungen sind die Produkte, die bei der Einwirkung von Fettsäurechloriden, Fettalkoholchlorkohlensäureestern, Sulfonsäurechloriden,
ao Benzylchlorid usw. bei Gegenwart von säurebindenden Mitteln auf Eiweißspaltprodukte entstehen. Die gesteigerte oberflächenaktive Wirkung dieser Kondensationsprodukte wirkt sich u. a. in einer gegenüber den Ausgangs-Stoffen erhöhten Schaum-, Wasch-, Netz-, Dispergier- und Egalisierwirkung aus. Außerdem zeichnen sich besonders die aus höhermolekularen Eiweißspaltprodukten erhältlichen Substitutionsprodukte durch eine gute Beständigkeit gegen Kalk-, Magnesia- und andere Salze sowie gegen Säuren aus.
Es wurde nun gefunden, daß man das Emulgiervermögen' dieser Kondensationsverbindungen dadurch weiter erheblich steigern kann, daß man sie mit organischen Verbindüngen vermischt, die mindestens eine Alkoholgruppe im Molekül tragen und die in Wasser nicht oder nur in einem beschränkten Verhältnis löslich sind.
Als derartige organische Verbindungen kommen beispielsweise in Frage: Butylalkohol und seine höheren Homologen, aromatische oder cycloaliphatische Alkohole, Terpenalkohole oder deren Derivate. Das Mischungsverhältnis kann innerhalb weiter Grenzen schwanken. Im allgemeinen genügt es, wenn zu dem Kondensationsprodukt die organische Verbindung mit mindestens einer alko-'holischen Hydroxylgruppe im Molekül in kleiner Menge zugesetzt wird.
An sich ist es bekannt, Mischungen von anderen oberflächenaktiven Mitteln, wie z. B. Seifen, Türkischrotölen, Sulfonaten u. dgl., mit in Wasser nicht oder schwer löslichen Verbindungen, die noch freie Hydroxylgruppen enthalten, für Emulgierzwecke zu benutzen. Wie Vergleichsversuche aber ergaben, sind nur bei Verwendung der Kondensations-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr. Georg Wiegand in Berlin-Grünau.
produkte aus höhermolekularen Eiweißspaltprodukten und höhermolekularen Fettsäuren u.dgl. einheitliche hochdisperse und dauernd haltbare Lösungen, die sich mit Wasser unter Bildung außerordentlich stabiler Emulsionen verdünnen lassen zu erzielen.
Die Verwendung- von Mischungen aus höhermolekularen Kondensationsprodukten von Eiweißspaltprodukten mit höheren Fettsäuren
to oder ihren Substitutionsprodukten oder Derivaten und Estern mehrwertiger Alkohole mit höhermolekularen Fettsäuren, die noch freie Hydroxylgruppen im Molekül enthalten, für Emulgierzwecke ist schon Gegenstand des Patents 663 065. Derartige Mischungen sollen daher hier nicht geschützt sein.
Beispiel ι
3500 Teile einer 500/oigen wäßrigen Lösung von oleyllysalbinsaurem Natrium werden mit 150 Teilen Methylcyclohexanol und 60 Teilen Oleinalkohol vermischt. In dieses Gemisch rührt man 1500 Teile Vaselinöl ein. Es entsteht eine einheitliche, klare, dauernd haltbare Lösung, die in Wasser unter Bildung einer hochdispersen Mineralölemulsion, die gegen Kalk-, Magnesia- und Chromsalze beständig ist, aufgelöst werden kann. Die Lösung findet Verwendung als Fettungsmittel für Leder, Rauchwaren oder textile Faserstoffe.
Läßt man den Zusatz von Methylcyclohexanol und Oleinalkohol weg, so erhält man keine einheitliche, klare Lösung bzw. bei dem Verdünnen mit Wasser eine Mineralölemulsion von wesentlich geringer Dispersität.
Beispiel 2
3500Teile einer wäßrigen 500/oigen Lösung eines Kondensationsproduktes aus Sojafettsäure mit lysalbinsaurem Natrium werden bei einer Temperatur von etwa 90° mit 200 Teilen Amylalkohol vermischt. In dem Gemisch löst man 1500 Teile Mineralöl auf. Es entsteht eine einheitliche, dauernd haltbare Masse von öliger Konsistenz, die ähnliche Eigenschaften hat wie das im Beispiel 1 genannte Präparat.
Beispiel3
100Teile einer wäßrigen 500/oigen Lösung eines Kondensationsproduktes aus hochmolekularen Eiweißspaltprodukten mit Sojafettsäure werden mit 30 Teilen Cetylalkohol, 20 Teilen Japanwachs, 20 Teilen Cyclohexanol und 200 Teilen Hartparaffin zusammengeschmolzen. Das Produkt bildet nach dem Erkalten eine einheitliche, dauernd haltbai'e Masse von wachsartiger Konsistenz, die nach erneutem Aufschmelzen in heißem Wasser unter Bildung einer dispersen Emulsion löslieh ist. Das Produkt findet Verwendung als [ Zusatz zu Appretur- und Schlichtelösungen j in der Textilindustrie. Da dessen Lösungen gegen Bittersalze beständig sind, ist es auch für Beschwerungsappreturen, brauchbar.
Läßt man bei der Herstellung des Produktes den Zusatz von Cetylalkohol und Cyclohexanol weg, so erhält man kein haltbares einheitliches Emulsionspräparat bzw. ■ wäßrige Emulsionen von wesentlich geringerer Dispersität.
Beispiel 4
80 Teile der 500/oigen wäßrigen Lösung eines Kondensationsproduktes von Eiweißspaltprodukten und Benzylchlorid werden mit
j 20 Teilen Benzylalkohol vermischt. Der Benzylalkohol mischt sich mit dem Kondensationsprodukt unter Bildung einer nahezu klaren Lösung, die als Emulgierungsmittel
j für wasserunlösliche Öle Verwendung findet.
Beispiel 5
60 Teile der 500/oigen wäßrigen Lösung eines Kondensationsproduktes von Eiweißspaltprodukten mit Oleylchlorkohlensäureester werden mit 40 Teilen Pineöl, das bekanntlich einen hohen Prozentsatz an Terpenalkoholen enthält, vermischt. Das Gemisch zeigt ein besseres Emulgiervermögen als jeder der Aus gangsstoffe.
Das Produkt findet Verwendung als Emul gierungsmittel für Kohlenwasserstoffe, Halogenkohlenwasserstoffe oder für esterartige wasserunlösliche Lösungsmittel.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verwendung von Mischungen aus höhermolekularen Kondensationsprodukten von Eiweißspaltprodukten einerseits und in Wasser nicht oder nur wenig löslichen organischen Verbindungen mit mindestens einer alkoholischen Hydroxylgruppe im Molekül andererseits als Emulgiermittel, ausgenommen die Verwendung solcher Mischungen, die aus noch freie Hydroxylgruppen enthaltenden Estern höhermolekularer Fettsäuren oder ihrer Derivate mit mehrwertigen Alkoholen oder ihren Derivaten und Kondensationsproduk- no ten aus höhermolekularen Eiweißabbauprodukten mit höheren Fettsäuren oder ihren Substitutionsprodukten oder Derivaten bestehen.
DEC51609D 1936-05-07 1936-05-07 Emulgiermittel Expired DE724642C (de)

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