DE720983C - Verfahren zum Wiederverwendbarmachen gebrauchter Korke - Google Patents
Verfahren zum Wiederverwendbarmachen gebrauchter KorkeInfo
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Description
- Verfahren zum Wiederverwendbarmachen gebrauchter Korke Die Wiederverwendung gebrauchter Korke für - Verschlußzwecke, soweit es sich um unbeschädigte Stücke handelt, stößt ,wegen der aufgenommenen Verunreinigungen, die sowohl färbender als auch geruchlicher Art sein können, meist auf erhebliche Schwierigkeiten.
- Besondere Aufmerksamkeit hat man dieser Frage im Brauereigewerbe geschenkt, da hier durch nicht sachgemäße Reinigung gebrauchter Korke sowohl in biologischer als auch in geschmacklicher Hinsicht eine ungünstige Beeinflussung der Beschaffenheit des Bieres zu befürchten ist. Die für die Wiederverwendung vorgesehenen Korke sind oft -längere Zeit infizierten Bierresten und infizierterLüft ausgesetzt. Ferner tritt auch durch das Auspichen der Fässer eine Verschmutzung der Korke in.
- Eingehende Untersuchungen zeigten nun, daß das im folgenden beschriebene kDmbinierte Reinigungsverfahren zum gewünschten Ziele führt.
- Man unterwirft die Korke zunächst einer Weiche in schwach alkalischer Lösung. Als besonders vorteilhaft haben sich Trinatriumphosphat und solches enthaltende Bäder erwiesen. Die Weiche wird bei Zimmertemperatur oder nur schwach erhöhter Temperatur durchgeführt. Die Dauer hängt von der Stärke der verwendeten Lösung, aber auch von dem Grad der Verunreinigung,der Korke ab. Vorteilhafterweise wird man diesen Vorgang über Nacht durchführen. Dem Einweichen in alkalischer Lösung folgt eine Wasserstoffsuperoxydbehandlung. Diese wird in saurer Lösung und in der Wärme durchgeführt. Man kann sich organischer und anorganischer Säuren bedienen und braucht bei der Abmessung des Säuregrades keineswegs so ängstlich zu sein, wie bei Faser- oder Webstoffen.
- Der stattfindende Vorgang kann nicht als eine einfache Bleiche aufgefaßt werden, zumal pech- und teerartige Stoffe sich bekannterweise nicht bleichen lassen. Vermutlich spielen hier physikalische Vorgänge, die durch chemische Einwirkung ausgelöst werden, eine ausschlaggebende Rolle..
- Die Verwendung der für die Weiche angegebenen" Reinigungsmittel ist zwar nicht neu. Nach den heutigen Erfahrungen ist es zur Entfernung mineralischer öle und Fette, zu denen auch die Brauereipeche zu zählen sind, jedoch nötig, die derart verunreinigten Gegenstände mit den Phosphorsalzlösungen zu kochen oder mindestens sehr heiß zu behandeln. Derartige Maßnahmen würden im vorliegenden Falle zu so starken Beschädig ung en und Angriffen führen, daß eine Wiederverwendung der Korke nicht mehr in Frage käme. Die kalte oder nur mäßig warme Weiche führt folgerichtig auch nicht zur gewünschten Reinigung, die eine Wiederverwendbarkeit der Korke ermöglicht. Nur in Verbindung mit der anschließenden Wasserstoffsuperoxydbehandlung gelangt man zum Ziele. Die Verwendung dieser beiden Behandlungsweisen ist daher ein wesentliches Merkmal der Erfindung.
- Es ist bekannt, die Auffrischung von Flaschenkorken durch Einweichen in schwach alkalischem Wasser und anschließende Wasserstoffsuperoxydbehandlung in neutraler oder alkalischer Lösung vorzunehmen. Es zeigt sich jedoch, daß die Behandlung im alkalischen Wasserstoffsuperoxydbad zwar eine Reinigungs- und Bleichwirkung auf die Korke ausübt. Jedoch werden die Korke auch bei verhältnismäßig kurzer Behandlungszeit bereits angegriffen, zum Teil sogar aufgerissen, geschrumpft und deformiert. Bei Behandlung in einem saueren Wasserstoffsuperoxydbad treten diese Nachteile nicht auf. Die Maßnahme, saure Wasserstoffsuperoxydbäder zu verwenden, war auch in keiner Weise naheliegend, dies um so mehr, da in fast allen Industriezweigen, in denen Wasserstoffsuperoxyd zu Bleich- und Reinigungszwecken zur Anwendung gelangt, fast nur alkalische Bäder in Gebrauch sind. Außerdem war es auch naheliegend, die N:achbehandlühg der alkalisch imprägnierten Korke im alkalischen Wasserstoffsuperoxydbad fortzusetzen. Ausführ ungsbeispiel Die Korke werden in einer i %igen Lösung von Trinatriumphosphat bei q.0° über Nacht eingeweicht. Alsdann werden die Korke kurz mit Wasser gewaschen und 30 Minuten lang bei 8o° in einem Bleichbad behandelt, welches im Liter 5 ccm Wasserstoffsuperoxyd q.0 %ig und 3 ccm konzentrierte Schwefelsäure enthält. Anschließend wird mit Wasser gespült und getrocknet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Wiederverwendbarmachen gebrauchter Korke durch eine vorzugsweise kalte Weiche in einer Lösung schwacher Alkalien, insbesondere von Trinatriumphosphat, und anschließende Behandlung mit einer Wasserstoffsuperoxydlösung in der Wärme, dadurch gekennzeichnet, daß man eine saure Wasserstoffsuperoxydlösung anwendet.
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