DE719084C - Verfahren zur Bestimmung der Kalibeduerftigkeit eines Bodens auf chemischem Wege und dazu verwendbare Extraktionsloesung - Google Patents

Verfahren zur Bestimmung der Kalibeduerftigkeit eines Bodens auf chemischem Wege und dazu verwendbare Extraktionsloesung

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DE719084C
DE719084C DEM147848D DEM0147848D DE719084C DE 719084 C DE719084 C DE 719084C DE M147848 D DEM147848 D DE M147848D DE M0147848 D DEM0147848 D DE M0147848D DE 719084 C DE719084 C DE 719084C
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soil
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Dr Hans Egner
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Merck KGaA
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E Merck AG
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    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N33/00Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00
    • G01N33/24Earth materials

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Description

  • Verfahren zur Bestimmung der Kalibedürftigkeit eines Bodens auf chemischem Wege und dazu verwendbare Extraktionslösung Das bisher beste und in Deutschland allein offiziell anerkannte Verfahren zur Bestiminung der Kalib,edürftigkeit eines Bodens ist das von N e u b a u e r (vgl. z. B. Die Keimpflanzenmethode, ein physiologisch-chemisches Verfahren zur Bestimmung der den Pflanzen zugänglichen Bodennährstoffe Kalium und Phosphorsäure. Von Dr. H. N e u -b a u e r, Verlagsgesellschaft für Ackerbau, Berlin I939). Nach N e u b a u e r werden 100 g Boden mit Sand ges echt und unter genau festgelegten Bedingungen auf dieser Unterlage 100 Roggenkö,rner zum Auskeimen gebracht. Nach 17 Tagen werden die erhaltenen Roggenpfla..nzchen verascht und in der Asche das Kalium bestimmt Die so erhaltene Kaliummenge wird als wurzellösliches Kalium bezeichnet. Das Verfahren ist geeignet zur Untersuchung von Großgrundbesitz mit großen, ausgeglichenen Schlägen.
  • Für Kleinbesitz mit kleineren und ungleichmäßigen Schlägen benötigt man eine billige Schnellmethode. Man hat deshalb bereits vielfach versucht, durch chemische Extraktionsmittel denjenigen Anteil des Kaliumgehalters des Bodens zu erfassen, der dem wurzellöslichen Kali entspricht, und durch eine einfache Kaliumbestimmung im so gewonnenen Extrakt die Kalibedürftigkeit des Bodens zu bestimmen. Die bekanntesten für diesen Zweck vorgeschlagenen Extraktionsmittel bestehen aus stark konzentrierten Salzlösungen.
  • Diese Verfahren haben jedoch bisher bei der praktischen Nachprüfung nicht befriedigen können, z. B. weil die erhaltenen Ergebnisse mit der Beurteilung nach dem Neubauer- Verfahren nicht übereinstimmten, öder weil die Bestimmung des Kaliums im gewonnenen Extrakt Schwierigkeiten macht, wie es der Fall ist bei Anwesenheit sehr großer Natriummengen bzw. von viel Kochsalz in den Extraktionslösungen.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahrenzur Bestimmung der Kalibedürftigkeit des Bodens durch Extraktion einer Bodenprobe und Bestimmung des Kaliumgehaltes im Extrakt, das in Parallelversuchen hervorragende Übereinstimmung zeigte mit dem Verfahren von N e u b a u e r und das eine Extraktionsflüssigkeit benutzt, in der eine Kaliumbestimmung ohne Schwierigkeiten durchführbar ist.
  • Gemäß der Erfindung ist die Bodenprobe mit einer Pufferlösung auszuziehen, die auf ein PH von etwa 2 bis 3 eingestellt ist.
  • Übliche Pufferlösungen, die das genannte, im Gegensatz zu den bekannten Extraktionsmittel mit hohem Chlornatriumgehalt stark saure PH gewährleisten, sind z. B. Gemische von Glycocolsalzsäure, Natriumzitratsalzsäure oder Kaliumbiphthalatsalzsäure. Besonders geeignet für den vorliegenden Zweck ist eine Puffermischung auf der Grundlage von Monochloressigsäure, z. B. bestehend aus einer Lösung, die 0,1 n an Monochloressigsäure und o,OI n an Calciummonochloracetat ist.
  • Die zur Anwendung kommenden Reagenzien und das Lösungsmittel (Wasser) müssen natürlich kalifrei sein. 1l der fertigen Extraktionslösung soll weniger als 0,1 mg K2O enthalten. Es ist von besonderem Vorteil, daß eine solche Lösung wegen des geringen Chemikaliengehaltes für den Versand z. B. einfach konzentriert angesetzt und erst kurz vor Gebrauch auf das richtige Maß verdünnt werden kann.
  • Im einzelnen gestaltet sich die Bodenuntersuchung auf Kalibedürftigkeit nach der Erfindung wie folgt: 5 g auf 2 mm gesiebte Feinerde werden mit 100 ccm Extraktionslösung bei Zimmertemperatur 2 Stunden in der Schüttelmaschine nach A r r h e n i u s geschüttelt. Als Extraktionsflaschen müssen solche aus kalifreiem Glas verw-endet werden. Die Fa. Schott, Jena, stellt Rollrandflaschen zu 150 com Inhalt mit Raupertverschluß für dieses Verfahren her. Zur Filtration verwendet man kali frei Filter.
  • Im Filtrat wird dann das gelöste Kalium nach einem der üblichen Verfahren der analytischen Chemie bestimmt. Es kommen hierfür z. B. kolorimetrische Verfahren, z.B. mit Natriumkobaltinitrit oder das Verfahren von Cameron und Failyerj Journ. of the Am. Chem. Soc., Bd. 25, (I903) S. 1063, in Frage, oder, insbesondere bei Reihenuntersuchungen, die Kalibestimmung mit Hilfe des von der Firma Zeiß in den Handel gebrachten Flammenphotometers nach S c h u h -k n e c h t - W a i b e l, das zu diesem Zwecke mit einem größeren Kondensor und mit einem empfindlicheren Galvanometer, z. B. dem Multifles-Galvanometer nach L an g e, ausgerüstet sein muß. Das Ergebnis der Analyse wird ausgedrückt in mg K2O in 100 g Boden.
  • Die Beurteilung der Kalibedürftigkeit des Bodens ergibt sich dann aus folgender Tabelle: mg IsZotloo g Boden Kali-Versorgung o bis 3 sehr schlecht, 3,1 bis 6 schlecht, 6,1 bis 12 mäßig, 12,1 bis 24 reichlich, über 24 sehr reichlich.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Bestimmung der Kalibedürftigkeit eines Bodens durch Extraktion einer Bodenprobe und Bestimmung des Kaltumgebaltes im Extrakt, dadurch gekennzeichnet, daß als Extraktionslösung eine Pufferlösung benutzt wird, die auf ein PH von etwa 2 bis 3 eingestellt ist.
  2. 2. Extraktionslösung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch I, bestehend aus einer Pufferlösung aus Monochloressigsäure und einem wasserlöslichen Salz, insbesondere dem Calciumsalz, dieser Säure.
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