DE717397C - Verfahren zur Luftbefeuchtung gasbeheizter Raeume - Google Patents

Verfahren zur Luftbefeuchtung gasbeheizter Raeume

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Publication number
DE717397C
DE717397C DEA84238D DEA0084238D DE717397C DE 717397 C DE717397 C DE 717397C DE A84238 D DEA84238 D DE A84238D DE A0084238 D DEA0084238 D DE A0084238D DE 717397 C DE717397 C DE 717397C
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DE
Germany
Prior art keywords
gas
heated
rooms
air humidification
water
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Expired
Application number
DEA84238D
Other languages
English (en)
Inventor
Guido Wuensch
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Askania Werke AG
Original Assignee
Askania Werke AG
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Publication date
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Publication of DE717397C publication Critical patent/DE717397C/de
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F24HEATING; RANGES; VENTILATING
    • F24FAIR-CONDITIONING; AIR-HUMIDIFICATION; VENTILATION; USE OF AIR CURRENTS FOR SCREENING
    • F24F6/00Air-humidification, e.g. cooling by humidification
    • F24F6/02Air-humidification, e.g. cooling by humidification by evaporation of water in the air
    • F24F6/04Air-humidification, e.g. cooling by humidification by evaporation of water in the air using stationary unheated wet elements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Air Humidification (AREA)

Description

  • Verfahren zur Luftbefeuchtung gasbeheizter Räume Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannte Luftbefeuchtung bewohnter Räume zu verbessern. Diese besteht im -einfachsten Falle darin, daß durch Verdunsten von Wasser für Luftbefeuchtung gesorgt wird. Bei .den bekannten Einrichtung en wird Wasser durch Vernebelung oder Zerstäubung fein verteilt und in dieser Form in regelbarer Menge in den Raum eingeführt, dessen Feuchtigkeit geregelt werden soll. Dieses Verfahren erfordert einen nicht unbeträchtlichen Energieaufivand, der um so größer ist, je vollständiger die Zer stäubung sein soll. Allein aus diesem Grunde scheiden die bekannten Zerstäubungsanlagen dieser Art für die Regelung der Luftfeuchtigkeitkleiner und kleinster Räume wegen des viel zu großen Aufwandes von vornherein aus. Hinzu kommt, daß eine solche Zerstäubungsanlage mit Wasser gespeist werden muß, und zwar nicht mit Leitungswasser , sondern mit chemisch reinem Wasser, weil sich sonst erfahrungsgemäß unangenehme Verkalkungserscheinungen bemerkbar machen. Schließlich haben solche Anlagen mehr :oder weniger alle den Mangel, daß das Wasser nach der Zerstäubung sich wieder zu grfl-Beren Tropfen vereinigt und sich an den Wanden und auf dem Fußboden niederschlägt.
  • Der Eifindung gemäß. soll deshalb ein ganz anderer Weg beschritten werden, und zwar ein. Weg, der auf der Erkenntnis beruht, daß zur Luftbefeuchtung gasbeheizter Räume der bei der Verbrennung des Heizgases gebildete Wasserdampf für die Luftbefeuchtung besonders geeignet ist und deshalb für diese unmittelbar herangezogen werden kann. Diabei macht es denn auch keinerlei Schwierigkeiten, über die leine Befeuchtung hinaus zu einer einwandfreien Regelung des Feuchtigkeitsgehaltes zu gelangen; denn es braucht' der Wasserdampf lediglich nach Maßgabe der gewünschten Luftfeuchtigkeit in den Raum eingeführt zu werden. Gleich-filtig um was für eine Gasbeheizzung, d. h. ttin Leas für einen Gasofen, es sich im einzelnen handelt, hräucht dieser im Abgaskanal innerhalb des zu beheizenden Rattmi,s nur eine Austrittsöffnung mit einer Stets: i'-klappe zti erhalten, die von einem Feuchtigkeitsmesser selbsttätig verstellt wird und den in den Raum eintretenden Abgasanteil entsprechend ändert.
  • Eine auf der Verwendung des durch Verbrennung gebildeten Wasserdampfes beruhende Regelung der Feuchtigkeit hat nicht nur den wesentlichen Vorteil, daß sie irgendeinen zusätzlichen Energieaufwand, wie -er für die Zerstäubung des Wassers notwendig ist, überüÜssig macht, sondern auch von einer Wasserzufuhr und insbesondere der Zufuhr chemisch reinen Wassers durchaus unabhängig ist. Diese beiden Umstände bringen eine: entscheidende Vereinfachung. durch die mit den denkbar einfachster. Mitteln eine zufriedenstellende Regelung auch in kleinen und kleinsten Räumen, d. h. .also auch dort ohne weiteres durchgeführt werden kann. wo von vornherein der Aufwand so klein wie möglich zu halten ist. Bemerkenswert ist noch der Vorteil, daß der Wasserdampf im Gegensatz zu zerstäubtem oder vernebeltem Wasser weder zti Verkalkungserscheinungen noch zu Niederschlägen oder Schwadenbildung Veranlassung gibt und somit trotz der Vereinfachung der '.Mittel eine nennenswerte Verbesserung der Luftbefeuchtung mit sich bringt.
  • Es ist bekannt, die Abgase von Gasöfen in den zu beheizenden Raum einströmen zu lassen, womit diesem auch Wasserdampf zugefiihrt wird. Im Hinblick auf die Gefahr gesundheitsschädlicher Einflüsse hat man es aber vielfach für notwendig gehalten, die Abgase vor ihrem Eintritt in den Raum von schädlichen Bestandteilen, wie z. B. schwefliger Säure, Kohlensäure, zu befreien. Dabei soll in dem einen Fall auch das in den Abgasen @entlia ltene Wasser zurückgehalten werden, während in einem anderen Falle der Wasserdampf und mit ihm die schädlichen Bestandteile kondensiert und das kondensierte Wasser in einem Gefäß gesammelt und abgezapft wird.
  • Die Gefahr gesundheitsschädlicher Wirkungen der Abgase eines Gasheizofens. wird im allgemeinen überschätzt. Berücksichtigt man. weiter, daß die für die Regelung der Luftfeuchtigkeit notwendigen Abgasmengen verhältnismäßig klein sind und ein Anteil von etwa i o bis z 5 °,'o der Gesamtabgasmenge im allgemeinen ausreicht, so scheint eine besandere Reinigung des Abgases vor Entritt in den.zu heizenden Raum entbehrlich. Außerdem aber geht die Erfindung mit den neuen Bestrebungen einher, etwa schädliche giftige) Bestandteile des Gases durch vorherige Gasreinigung zu beseitigen, so daß an der Verbrauchsstelle das Gas zu einem ülierwiegenden Teil aus Wasserstoff neben höheren Kohlenwasserstoffgin besteht und infolgedessen in der Hauptsache zu Wasserdampf verbrennt.
  • Die Zeichnung veranschaulicht schematisch ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes.
  • Ein Gasofen i beliebiger Konstruktion mit einem Brenner z hat für die Abführung der Gase in den Schornstein .ein Rohr 3. Dieses hat eine Öffnung .l, die ton einer Klappe 5 gesteuert wird. Die Klappe 5 ist durch ein Gestänge 6 o. dgl. mit einer in einen Rahmen,-eingespannten Zellstoffmembran 8 verbunden, welche auf die relative Luftfeuchtigkeit anspricht. Mit Zunehmen des Feuchtigkeitsgrades tritt die Membran 8 aus ihrem Rahmen seitlich heraus und verstellt über die Verbindung 6 die Klappe 5 im Sinne einer Schließung der öffnung 4., d. h. ini Sinne einer Verminderung des in den Raum eintretenden Abgasanteiles. Bei Abnehmen des Feuchtigkeitsgrades kehrt die Membran 8 in ihre Einspannebene immer mehr zurück und gibt dabei den Austritt eines größeren _@bg;tsanteiles in den beheizten Raum frei.
  • Die von der Membran 8 ausgeübten Kräfte sind .ausreichend zur Verstellung der Klappe 8, so daß eine V erstärkereinrichtuag nicht erforderlich ist. Selbstverständlich .steht nichts im Wege, mit einem mittelbar wirkenden. Regler zu arbeiten, d. h. von der Membran 8 oder einem sonstigen Feuchtigkeitsfühler einen der relativen Feuchtigkeit v-erhältnisgleicheii Impuls abzunehmen und mit diesem über einen Kraftschalter und einem Servomotor die Klappe 5 zu verstellen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Luftbefeuchtung gasbeheizter Räume. dadurch gekennzeichnet, daß der bei der Verbrennung des Heizgases gebildete Wasserdampf zur Befeuchtung benutzt und nach Maßgabe der --ewünschten Luftfeuchtigkeit in geregelter 14@Ienge in die Räume eingeführt wird.
  2. 2. Einrichtung zur --Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine im Abgaskanal t".3'# des Ofens innerhalb des zu beheizenden Raumes vorgesehene Austrittsöffnung mit eine:- Steuerklappe (5') versehen ist, die Voll einem Feuchtigkeitsmesser K selbsttätig verstellt wird.
DEA84238D 1937-09-19 1937-09-19 Verfahren zur Luftbefeuchtung gasbeheizter Raeume Expired DE717397C (de)

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DE (1) DE717397C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1983004298A1 (en) * 1982-06-04 1983-12-08 V. Kann Rasmussen Holding A/S A vent damper
DE3611709A1 (de) * 1986-04-08 1987-10-15 Fraunhofer Ges Forschung Lueftungseinrichtung fuer bedarfsorientierten luftaustausch

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1983004298A1 (en) * 1982-06-04 1983-12-08 V. Kann Rasmussen Holding A/S A vent damper
DE3611709A1 (de) * 1986-04-08 1987-10-15 Fraunhofer Ges Forschung Lueftungseinrichtung fuer bedarfsorientierten luftaustausch

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