DE715725C - Vorrichtung zum Anzuenden von festen Brennstoffen - Google Patents

Vorrichtung zum Anzuenden von festen Brennstoffen

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DE715725C
DE715725C DES131094D DES0131094D DE715725C DE 715725 C DE715725 C DE 715725C DE S131094 D DES131094 D DE S131094D DE S0131094 D DES0131094 D DE S0131094D DE 715725 C DE715725 C DE 715725C
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Germany
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grate
lighting
shaft
paper
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Expired
Application number
DES131094D
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English (en)
Inventor
Edwin Seifert
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EDWIN SEIFERT
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EDWIN SEIFERT
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23QIGNITION; EXTINGUISHING-DEVICES
    • F23Q13/00Igniters not otherwise provided for

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Solid-Fuel Combustion (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Anzünden von festen Brennstoffen Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, die das Anzünden der Brennstoffe bei mittels Kohle zu beheizenden Öfen erleichtern soll. Im allgemeinen verfolgt dieses Anzün rlen oder Anbrennen der Kohle dadurch, daß man auf den Rost eine größere Menge Holz oder Papier anhäuft und dieses anzündet. Sobald das Holz entflammt ist, legt man ein Stück Kohle darauf, läßt diese durchglühen, um hierauf weitere Kohlen nachzuschütten.
  • Es sind nun schon Vorrichtungen bekanntgeworden, durch die man diese altbekannte Technik des Anzündens verbessern will. Es ist bekannt, den Ofenrost teilweise, d.- h. an den Stellen, wo sich der zum Anzünden bestimmte Brennstoff nicht befindet, abzudekken. Die abgedeckte Luft wird aber nicht irgendwie zweckmäßig bei dem Anzündprozeß verwendet. sondern steigt nutzlos am Ende der Abdeckplatte nach oben, so daß praktisch nur die Zugluft zur Anzündung ausgenutzt werden kann, die unterhalb der Stelle hindurchtritt, ,auf der sich. der zum Anzünden bestimmte Brennstoff lie findet.
  • Dieser Nachteil- wird nun nach der Erfindung dadurch. vermieden, daß man. -einen besonderen, zeitweise den Feuerraum bildenden sowie das Anzündematerial und den anzuzündenden Brennstoff aufnehmenden Schacht verwendet und auf den Feuerungsrost aufbringt, durch den die gesamte Zugluft vereinigt und zwangsläufig leindurchgeführt wird. Der Schacht ist allseitig geschlossen, so äaß ein seitliches Ausweichen der Zugluft restlos verhindert wird. Da die übrige Rostfläche vollkommen abgedeckt ist, wird wegen des Schachtes die gesamte Luft gezwungen, durch den Schacht und infolgedessen auch durch den Zündstoff sowie den anzuzündenden Brennstoff hindurchzutreten.
  • Es sind allerdings Anzündevorrichtungen bekanntgeworden, bei denen auf den Rost Aufsätze aufgebracht werden, die jedoch nur der Aufnahme eines flüssigen Brennstoffes. beispielsweise von Petroleum, dienen sollen, welches dann den später auf den Rost aufzuschüttenden festen Brennstoff leicht zum Entzünden bringen soll. Hierbei ist die Luftzuführung so gewählt, daß sie seitlich an dem Flüssigkeitsbehälter vorbeistreift und dabei an den Außenkanten des Rostes in die Höhe steigt. Die Luftzuführung hat hier lediglich den Zii@eck, einen Sog zti= erziel.eii, damit die Verbrennungsgase .abgezogen werden. Somit ist die Anordnung hier ganz anders als beim Erfindungsgegenstand, ganz abgesehen davon, daß dieser ja ein ganz anderes Material. nämlich Holz oder Papier. zum Entflammen des eigentlichen Brennstoffes benutzen will.
  • Durch den Erfindungsgegenstand wird erstmalig erreicht, daß man mit einer möglichst geringen Holz- und Papiermenge auskommt, während bisher davon immer verhältnismäßig große Mengen nötig waren, um die ersten Kohlenstücke überhaupt zum Glühen zu bringen. Dieser bisherige Mangel beruhte im wesentlichen darauf, daß eine lediglich in der Mitte des Rostes angehäufte geringe Holz-und Papiermenge die Zugluft nur seitlich in die Höhe steigen ließ, da bekanntlich die Luft den Weg des geringsten Widerstandes nimmt. Die Folge davon war mangels des für die Verbrennung erforderlichen Sauerstoffes ein -Erlöschen der Flamme.
  • Diese Mängel werden nun durch die vorliegende Erfindung behoben, wonach die zur Verfügung stehende Rostfläche beim Anfeuern bzw. Anzünden der Kohle durch die erfindungsgemäße Vorrichtung verkleinert und erst nach erfolgtem Durchglühen der zum Anfeuern verwendeten Kohle auf die vollen Abmessungen vergrößert wird.
  • Die erfindungsgemäße Maßnahme ist derart, daß auf den Rost von Hand ein Rahmen aufgesetzt wird, der mit seinen Bodenplatten einen Teil des Rostes abdeckt und nur in der Mitte eine schachtähnliche Aussparung offenläßt, die zur Aufnahme von Papier, Holz und Anfeuerungskohle dient. Das Anfeuern erfolgt nveckmäßigerweise in der Weise, daß aus einer geringen Anzahl von dünnen Holzscheiten, Holzästen oder sonstigem Abfallholz sowie einer geringen Papiermenge in dem Schacht eine Art Brücke gebaut wird, auf welche zerkleinerte Kohlestücke aufgelegt werden. Der so gefüllte Rahmen wird dann auf den Rost aufgesetzt und das Papier angezündet. Nach etwa 2 bis g Minuten fängt die Holzbrücke Feuer und fällt nach kurzer Zeit zusammen, so daß, da das Papier inzwischen verbrannt ist, die Kohle direkt auf den Rost zu liegen kommt. die nun von der brennenden und glühenden Holzbrücke selbst angezündet und zum Glühen gebracht wird. Nach etwa 5 bis i o Minuten glüht die zerkleinerte Kohle, worauf man den Rahmen in die Höhe liebt und aus dem Ofen herausnimmt. Hierauf legt man in bekannter Weise Kohle oder Briketts nach, wobei die Zugluft nunmehr in vollem Umfang auf den Brennstoff einwirkt. Da die Ofentüren im allgemeinen eine geringere Breite als der Rost aufweisen, hat der Rahmen schwenkbaru Seitenteile, die beim Einführen hochgeklappt und beim Niedersetzen auf den Rost durch die Hand oder mittels der Brikettzange herabgeschwenkt werden. Beim Hochheben des Rahmens klappen die Seitenteile durch ihr eigenes Schwergewicht nach unten, wodurch der Rahmen ohne weiteres aus der schmaleren Tür herausgenommen werden kann.
  • Bei :Neubauten von Öfen ist es ohne weiteres möglich, zu beiden Seiten des Rostes schwenkbar Rahmenteile anzuordnen, die durch zu beiden Seiten der Tür angeordnete Hebel. von außen betätigt werden können. An den seitlichen Schachtwänden des einsetzbaren Rahmens sind zweckmäßigerweise besondere Luftkanäle angeordnet, um ein unerwünschtes Abdichten der Luftzuführung durch das eingelegte Papier zu verhindern. Der Rahmen ist zweckmäßigerweise aus gewöhnlichem Blech hergestellt, dessen einzelne Teile genietet, gefalzt oder gezogen sind. Der Handgriff besteht aus einem wärmeisolierenden Material, beispielsweise Asbest. Der Handgriff ist vorzugsweise an einem schwenkbaren Bügel. befestigt, der beim Einlegen von Holz, Papier iznd Kohle in die Höhe geklappt werden kann. Stehen Öfen mit gutem Zug zur Verfügung, so kann das Anfeuern ganz ohne Holz durchgeführt werden, wenn man als Brücke starkes Papier, z. B. Packpapier. verwendet.
  • Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
  • Abb. i zeigt die neue Vorrichtung in Draufsicht, Abb. 2 in Ansicht in Pfeilrichtung und teilweisem Schnitt A-B nach Abb. i._ Die Vorrichtung besteht aus einem Rahmen«, der an einer B:odenplatteh befestigt ist. Seitlich der Bodenplatte sind an Scharnieren c Seitenteile d und e gelenkig befestigt. An den Seitenwänden des Rahmens sind besondere Luftkanäle f angeordnet. Die Bodenplatte besitzt eine rechteckige Aussparung g. an deren Ränder die als Schacht wirkenden Wände des Rahmens (i mittels Nieten lt o. dgl. befestigt sind.
  • In einer der Seitenwände, und zwar zweckinäßigerwc.ise in der im Ofen nach vorn zu liegenden Seite, ist eine Öffnung Z angebracht, die dazu dient. einen kleinen Haken oder ein Werkzeug mit vorn umgebogenem Ende einzusetzen. wenn die Vorrichtung herausgezogen werden soll.
  • Im Innern des Schachtes ist in der Mitte ein Steg i angebracht, dar von einer Wand, und zwar vorzugsweise einer Längswand zur gegenüberliegenden Wand führt. Dieser Steg hat den Zweck, das Papier nicht durchrutsch en zu .lassen und nicht durch das aufliegende Holz zusammenzupressen. Außerd= ist an dem Innern des Schachtes noch eine Leisten angebracht, die dem Auflegen der aus Holz leerzustellenden Brücke dient.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung Am Anzünden von festen Brennstoffen unter Verwendung eines den Feuerungsrost teilweise abdekkenden Teiles, gekennzeichnet durch einen den Feuerraum zeitweise bildenden sowie das Anzündematerial und den anzuzündenden Brennstoff aufnehmenden Schacht (a), durch den die gesamte Zugluft zwangsläufig geführt wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die rostabdekkenden Seitenteile (d, ,e) mit der Bodenplatte (b) des Schachtes (a) gelenkig verbunden sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine oder mehrere im Innern des Schachtes (a) angeordnete Leisten (n) zur Auflage des Brennholzes.
DES131094D 1938-03-03 1938-03-03 Vorrichtung zum Anzuenden von festen Brennstoffen Expired DE715725C (de)

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