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Innenspangewindebohrer für Sacklöcher Es sind Gewindebohrer bekanntgeworden,
bei denen der Bohrerschaft als vollkommener Hohlzylinder ausgebildet ist, dessen
Hohlraum nach der Bohrerspitze zu in einen-sich nach unten hin erweiternden Hohlkegel
ausläuft. Eine weitere Vervollkommnung dieser Ausführung liegt schließlich darin,
daß für den Abfluß der .anfallenden Späne der an der unteren Bohrerspitze beginnende
und von außen 'her nach der Achse zu sich verjüngende Hohlkegel mittelbar oder unmittelbar
in eine Spanabflußbohrung .ausmündet, die nach dem Außenumfang des Bohrerschaftes
hin verläuft.
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Die letztgenannte Ausführung hatte den Zweck, die anfallenden Späne
nicht wie bei anderen Gewindebohrern durch eine den gesamten Gewindebohrer auf seiner
Achse durchziehende, zylindrische Bohrung abzubefördern, sondern schon kurz hinter
dem Führungsgewinde des Gewindebohrers, und zwar deshalb, damit nicht infolge der
in dem Hohlzylinder des vollkommen durchbohrten Gewindebohrers entstehenden Spansäule
einzelne Spanteilchen selbsttätig zwischen das Gewinde von Bohrer und Sackloch gelangen
können.
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Die erleichterte Spanabfuhr bei ,einem derartigen Innenspanbährer,
d. h. also bei einem Gewindebohrer, bei dem die Späne nicht am Außenumfang des Schneidgewindes
in besonderen, das gesamte Schneidgewinde überziehenden Spannuten hinausbefördert
werden, sondern im Innern, also in der Hohlbohrung des Gewindebohrers selbst, emporsteigen
und kurz über dem Gewinde durch ein oder mehrere seitliche Löcher auslaufen, wird
nun dadurc`li erzielt, daß der von der Bohrerspitze her etwa bis zum Ende des Schneid-
bzw. Führungsgewindes hohl gebohrte Bohrerschaft :der Erfindung gemäß die Form eines
Hohlkegels aufweist, der sich nach dem oberen Teil des Bohrerschaftes hin allmählich
erweitert.
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Die Zeichnung gibt den Erfindungsgegenstand in einem übertrieben dargestellten
Ausführungsbeispiel wieder. Es veranschaulicht
Abb. i den teilweise
geschnittenen Gewindebohrer in seiner Längsansicht, und zwar von der Seite gesehen,
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Abb. 2 denselben von vorn, Abb.3 in der Draufsicht.
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Der Schaft a des Gewindebohrers läßt am oberen Ende den üblichen Vierkant
b erkennen, während das untere Ende das eigentliche Schneid- bzw. Führungsgewinde
c aufweist. Für den erleichterten Anschnitt ist ein Gewindekegelstumpf d vorgesehen,
dem in bekannter Weise eine Anzahl. von Quernuten .e eingearbeitet ist, die schräg
zur Drehrichtung des Gewindebohrers verlaufen und nach unten hin offen sind sowie
je eine Schneidkante j aufweisen. Von der Bohrerspitze her zeigt der Gewindeböhrer
des gezeichneten Beispiels einen im Bereich der Quernuten liegenden, sich von außen
nach der Achse hin verjüngenden kurzen Hohlkegel nach Patent 65i 637, der einerseits
der Spalierfassung und andererseits der Einspannung des Gewindebohrers auf der Gewindeschleifmaschine
dient (siehe die strichpunktiert angedeutete Körnerspitze). Diesem Hohlkegel ä schließt
sich nun nach dem- Innern hin ein sich entgegengesetzt verjüngender, d. h. also
ein sich nach dem Bohrerschaft hin erweiternder Hohlkegel h an, der nach dem gezeichneten
Beispiel über dem Ende des Schneidgewindes in zwei Spanabflußbohrungen i .ausläuft.
Letztere haben, wie schon erwähnt, über dem Schneidgewinde c und dem im Beispiel
verstärkten Umfang des Schaftes k ihren lochartigen Auslauf.
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Die besondere Eigenart des Gewindebohrers, die gerade in der sich
nach oben hin erweiternden Ausführung des Innenkegels ht besteht, liegt nun darin,
daß durch diese allmähliche Erweiterung nach oben eine Anstauurig der angehäuften
Spanmenge vermieden wird. Die Erweiterung hat dabei den Vorteil der allmählichen
Auflockerung der angesammelten Spanmenge, wodurch dann gerade bei Sacklöchern das
Gewindeschneiden bedeutend erleichtert wird.
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- Selbstverständlich könnte nun entgegen der Zeichnung und Beschreibung
der Gewindebohrer auch derart gestaltet werden, daß die Spanabflußbohrungen nicht,
wie in der Zeichnung dargestellt, in einen verstärkten Schaft /# auslaufen, sondern
in den normalen Schaft, was besonders dann möglich wäre, wenn der Gewindebohrer
nicht zum Schneiden von Grobgewinde, sondern von Feingewinde gedacht wäre. Der in
diesem Fall ziemlich große Kerndurchmesser läßt bei einem andererseits geringer
bemessenen Hohlkegeldurchmesser eine stärkere Wandung zu und kann infolgedessen
von einer Verstärkung des Schaftes nach dem zeichnerischen Vorbild - ein Vorbild,
das nur zum Zwecke der Vermeidung eines Bohrerbruches herausgegriffen wurde - abgesehen
werden. Weiterhin kann naturgemäß auch der im Beispiel wiedergegbene kurze Hohlkegel
ä in Wegfall kommen.