-
Temperaturregler,für Luftfahrzeuge Es sind Temperaturregler bekannt,
bei denen ein Wärmefühler Kontakte schließt, die einen Motor, Solenoid o. dgl. einschalten,
der eine die Temperatur rebelnde Einrichtung be-@vegt, und.bei dem die kontaktgebenden
Teile einerseits mit dem Wärmefühler und andererseits mit der die Temperatur regelnden
Einrichtung verbunden sind. Bei den bekannten Temperaturreglern werden sogenannte
Messerkontakte zum Steuern des Motors verwendet. Demgegenüber sollen beim Erfindungsgegenstande
zum Schließen und Öffnen der Stromkreise Schleifkontakte ' Verwendung finden. Der
Temperaturregler nach der Erfindung soll eine Einrichtung schaffen, die insf)esondere
für Flugzeuge geeignet ist, die starken Erschutterungen ausgesetzt sind und ständig
ihre Lage ändern. Die bekannte Einrichtung ist für diese Zwecke nicht geeignet.
Sie verwendet außerdem einen Thermostat, der nur langsam erfolgende Längenänderungen
ausführt. Bei der bekannten Einrichtung ist daher zu befürchten, daß beim Berühren
der Messerlcontaktflächen eine starke Funkenbildung äuftritt und daß die Berührung
der Kontakte zunächst so lose ist, daß das* Ingangsetzen des H?lfsmotors nur stoßweise
erfolgen wird. Hinzu kommt, daß gerade bei Beginn der Stromschaltung die innige
Berührung der Kontaktflächen bei Verwendung in einem Flugzeuge durch Erschütterungen
des letzteren vereitelt werden kann. Die bekannten Messerkontakte müssen schnell
geschlossen werden. Dies kann aber durch die Längenänderung eines Thermostaten nicht
erreicht werden. Die Lösung .nach der Erfindung
zeichnet sich ferner
durch besonders gedrängte Bauart aus, die nur wenig Raum beansprucht. Die Durchbildung
des Erfindungsgegenstandes ist derart, daß mit ihr die Regelaufgabe sicher und zuverläsig
gelöst wird.
-
Gemäß der Erfindung sollen versetzt gegeneinanderliegende Kontakt-
und' Isolierflächen so angeordnet sein, daß die Schleifkontakte in der unw_rksamen
Stellung gleichzeitig auf den Isolierflächen aufruhen und bei Bewegung in der einen
Richtung der eine Kontakt und bei Bewegung in der anderen Richtung der andere Kontakt
geschlossen wird.
-
Wenn die durch den Motor bewegte Einrichtung den geschlossenen Bonakt
wieder öffnet, können vorzugsweise die nicht leitenden Leisten, Platten o. dgl.
höher liegen als die Kontaktschiene, so daß zur Überwindung dieses Hindernisses
eine erhöhte Kraft notwendig ist, die ein plötzliches Abheben des Kontaktes bewirkt.
Der Wärmefühler kann mit einem schwingenden Hebel in Verbindung stehen, der den
`Veg des Wärmefühlers vergrößert.
-
Auf der von der die Temperatur regelnden Einrichtung :bewegten Stange
o. dgl. können ein oder mehrere Kontäkte vorgesehen sein, die mit Kontaktfedern
zusaniinenarbeiten, auf denen an den Stellen ein Isolierstück angebracht ist, die
in der oder den Endstellungen der Stange die Kontakte berühren. Vorzugsweise ist
im Wege des Temperaturfühlers, der den Weg der Schleifkontakte begrenzt, ein Anschlag
vorgesehen. Bei Anwendung eines Dampfdruckwärmefühlers findet zweckmäßig ein solcher
Verwendung, dessen Drücke ein Vielfaches des Atmosphärendruckes betragen.
-
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise an
einem Wärinedruckfühler .in Verbindung mit nur zwei Kontakten veranschaulicht, und
zwar zeigt Bild i einen Schnitt durch ein Gerät nach der Erfindung, Bild 2 einen
Schnitt durch einen Teil der Einrichtung nach Bild i.
-
In der Zeichnung bedeutet i einen Behälter, der einen Hohlraum .l
umschließt. In diesem 'Hohlraum ist ein durch einen Deckel 3 abgeschlossenes balgartig
zusammendriickbares Wellrohr 2 angeordnet. Zwischen diesem Wellrohr und der Gehäusewand
des Behälters i ist eine leicht siedende Flüssigkeit vor-"(r eselien, deren Dampfdruck
sich mit der Temperatur ändert. Dieser Dampfdruck wirkt entgegen dem Drucke einer
Feder 5, deren Spannung durch eine Stellschraube 6 einstellbar ist und die den Wellrolirdeckel3
gegen den Anschlag 7 zu drücken versucht. 3 ist ein Deckel, mit dein eine Stange
8 verbunden ist, die an einen Hebel i i angreift, der uni eine Achse 12 drehbar
ist. Dieser Hebel ii ist an einem Ende zweiteilig ausgebildet. Jeder= dieser Teile
trägt versetzt zueinander ein seginentartiges Kontaktblatt 13, 1d.. Zwischen diesen
beiden Teilen des Hebels sind zwei Kontaktteile 15, 16 vorgesehen, die an rner Stange
17 sitzen. Diese Stange 17 steht in nicht dargestellter Weise mit einer Jalousie,
einem Ventilhebel, einem Schieber oder einer sonstigen Einrichtung in Verbmdung
derart, daß diese Stange der Bewegung dieser Einrichtung folgt. Dreht sich der Hebel
' rin Sinne des Uhrzeigers, so schließt das Kontaktblatt 13 mit dem Kontaktteil
15 einen Stromkreis, der in nicht dargestellter Weise einen Motor, ein Solenoid
o. dgl. in den Stromkreis einschließt. Dieses @ewegungsmittel bewegt in nicht dargestellter
Weise unmittelbar oder mittelbar die mit der Stange 17 in Verbindung stehende
Einrichtung, so daß nach einer bestimmten Verstellung der 1_etzten d'e Kontaktteile
13, 15 wieder voneinander getrennt werden. An die Kontaktblätter
13, 14 schließen sich Platten io und g aus Isolationsstoffen (Glas, Porzellan
o. dgl.) an, die etwas stärker sind als .die Kontaktblätter 13, 1.4, so daß
die Kontaktteile i;, 16, wenn sie an dese Isolationsplatten gela:ibvii, auf einen
Widerstand stoßen. Dies hat zur Folge, ctaß der Druck, d;r die Stange
17 bewegt, bzw. der Gegendruck des Wärniefiihlers oder seiner Feder. sich
uni ein bestimmtes Mail vergrößern muß, ehe der Widerstand überwunden werden kann,
den die Kontakte j,5. 16 an den Platten io, g finden. Hierdurch wird ein
plötzliches Öffnen des Stromkreise erreicht und damit die Bildung von Funken vermieden.
An der Stange 17 sind Kontakte 18, ig fest verbunden, die federnd an Kontaktschienen
2o, 21 entlang gleiten. Diese Kontakte liegen ebenfalls im Stromkreis des Motors
o. dgl., und zwar derart, daß der Strom nur fließen kann, wenn beide Kontakte mit
ihren zugehörigen Stromschienen in Verbindung stehen. An einer dieser Stroinsciiienen
ist eine Isolierung 22 vorgesehen. Wein) der Kontakt ig auf diese Isolierung stößt,
so wird der den Motor bewegende Stromkreis unterbrochen. Dies entspricht einer bestimmten
Stellung der Bewegungseinrichtung (Jalousie o. dgl.), so daß diese und der Motor
o. dgl. über eine bestimmte Stellung hinaus nicht mehr bewegt werden kann. Hierdurch
ist ermöglicht, daß der Hebel i i noch trotzdem eine Weiterbewegung ausführen kann.
Eine derartige Unterbrechung ist im ausgeführten Beispiel nur bei der einen Bewegungsrichtung
notwendig, weil eine weitere Bewegung :n der anderen Richtung durch den Ansatz 7
verhindert wird. In dieser Stellung ist der Strom immer abgeschaltet. Durch die
Stellschraube 6, die zur Regelung dIr Spannung
der Feder 5 dient,
kann der Regelbereich des Gerätes in bestimmten Grenzen eingestellt werden.
-
Für Flugzeuge ist es wichtig, daß dieser Regler bei allen vorkommenden
Höhenlagen zuverlässig regelt. Um hier eine genügende Genauigkeit zu erreichen,
soll im Raum 4 gemäß der Erfindung eine Verdampfungsflüssigkeit Verwendung finden,
die in dem gewünschten Regelbereich einen möglichst hohen Druck aufweist, so daß
die mit der Höhe sich ändernde Abnahme des Außenluftdruckes praktisch ohne Einfluß
auf di.e Regelgenauigkeit bleibt.