DE7127053U - Vorrichtung zur Bugelbehandlung von aus Futter und Oberleder bestehenden Schuh schäften - Google Patents
Vorrichtung zur Bugelbehandlung von aus Futter und Oberleder bestehenden Schuh schäftenInfo
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PATENTANWALT DIPL.-ING. H. SONNET . 56 WUf1PERTAL-BARMEN
Sirma Frobana, 56 Vuppertal-Barmen, Windhukstr. 88
Vorrichtung zur Bugelbehandlung von aus futter und Oberleder bestehenden
Schuhschäften
Sie Neuerung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Bügeiböhanaiuag von aus Futter und Oberleder bestehenden
Schuhschäften mit einem die Schäfte aufnehmenden Schuhformleisten und einem hierauf absenkbaren,
druckmittelbeaufschlagbaren Bügelkissen, wobei einerseits das sowohl heb- und senkbewegliche Bügelkleben
mitsamt seinen Antriebs- und Steuerelementen als auch die Antriebs- und Steuermittel eines ortsveränderbaren
Schuhformleistens innerhalb einer lediglich zur Bedienungsseiie
hin teiloffenen und deckenseitig lochblechabgedeckten,
sonst ringsum geschlossenen und zumindest auf beiden Seiten wärmestrafcjLgeschützten Gehäuseausführung untergebracht sind, daß anderseits das Bügelkissen
im Bereiche seiner rückwärtigen Stirnfläche durch eine
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lediglich eine der Umrissgestalt des Leistens in Vertikalrichtung gesehen entsprechende Einführöffnung
belassenen Abdeckplatte abgedeckt ist, daß ferner der Schuhformleisten auf einer in horizontaler
Ibese arbeitenden Einschußvorrichtung zur Überführung aus
einer Bereitschaftsstellung vor dem Gehäuse in eine Arbeitsstellung unterm Bügelkissen im Gehäuse und zurück
vorgesehen, und daß schließlich die Bügelkissenhubbewegung, die Antriebsbewegung der Einschußvorrichtung und
die BügelkAssenbeaufschlagung in zeitlich voneinander abhängiger
Veise elektronisch-pneumatisch sich selbst überwachend gesteuert ist.
Eine Vorrichtung zur Bügelbehandlung der eingangsbeschriebenen Gattung ist beispielsweise durch die Unterlagen
der deutschen Gebrauchsmusterschrift 7 033 703 bekanntgeworden.
Bei der dort wiedergegebenen Vorrichtung ist es gelungen, den BügeIvorgang von Futter und Oberleder
durch eine mechanische Vorrichtung durchführen zu lassen, bei der die dazu erforderlichen Bauelemente in
einer kompakten Bauweise in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht sind. Außerdem ist dabei für eine gute Belüftung
und für eine sich praktisch selbst überwachende Steuerung von Bügel- und Beschickungsvorgang gesorgt.
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Bekanntlich werden in einer solchen vorbekannten Vorrichtung Schuhschäfte verarbeitet, die
vorweg in einem sogenannten Aktiviergerät thermisch vorbehandelt worden sind, um den Schmelzkleber in
einen, eine Klebehaftung eraöglichenden Zustand zu
bringen«. Eine solche Bügelbehandlung mit voraktivierten Schuhschäften ist in der Praxis auch als gut zu
bezeichnen, und hat auch zu durchaus befriedigenden Ergebnissen geführt.
Durch die ständig fortschreitende Technik auch
auf dem Gebiete der Schuhschaftwerkstoffe und der Verbindungskleber, ist es jedoch für gewisse Ausgangsmaterialien
und für gewisse Kleberzusammensetzungen äußeret wichtig, daß für eine zuverlässige Entwicklung des Klebers
in der thermobehandelten Klebephase genaue Temperaturen bis zur Erreichung und zur vorübergehenden Beibehaltung
des Schmelzpunktes erforderlich sind. Die Übertragung des thermovorbehnndeltea. Schuhschaftes in
einem Aktiviergerät aus diesem in die Bügelvorrichtung kann da mitunter schon ausreichen, um ungewollte Temperaturabweichungen
zu bekommen, so daß bei gewissen Materialien und Klebern der Hafteffekt in frage gestellt
sein kann.
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Zu diesem Zweck ist es dann bereits durch, offenkundige
Vorbenutzung "bekanntgeworden, in der Bügelvorrichtung
einen beheizbaren Schuhformleisten vorzusehen,
um die im Aktivierer erzielte Temperatur während des Bügelvorganges nicht beizubehalten, sondern gegebenenfalls auch noch, anpassend regeln zu können. Dies ist damit
versucht worden, indem man in den Schuhformleisten mehrere auf den umfang verteilte Hei zsta"be eingearbeitet
hat. Hit solchen Heisstäben ist zwar eine Beheizung des Schuhformleistens möglich, setzt aber voraus, daß
hierzu eine aufwendige und teuere Begelsteuerung vorzuschalten ist, so daß der erzielte Erfolg in keinem Verhältnis
zum Aufwand steht.
Nachteilig bei einer Beheizung des Schuhformleistens mittels solcher Heizstäbe ist aber die Tatsache,
daß gewisse Heizüberschneidungen entstehen, weil sich die Strahlungsbereiche der Heizstäbe in Umfangrichtung
des Schuhformleistens teilweise überschneiden. Sie Folge davon ist, daß gewisse Zonen des Schuhformleistens überhitzt
werden, so daß die Schuhschaft« der Gefahr eines thermischen Schadens unumgänglich ausgesetzt sind.
Sie eingangskeschilderte Bügelvorrichtung arbei-
tet nach, dem Prinzip, daß in einem Aktivierer
thermisch vorbehandelte Schuhschäfte auf den Schuhformleisten der Bügelvorrichtung aufgezogen und dann
in der Vorrichtung dem Bügelvorgang unterzogen werden. Damit die Schuhschäfte aufgezogen werden können,
ist der Schuhformleisten auf einem in Horizontalebene bewegliche Verechiebeschlitten vorgesehen, <Lcv in
der Lage ist, in der Beschickungsstellung des Schuh-* formleistens diesen aus der Vorricht mg herauszubringen. Beim Bügelvorgang wird der Schlitten mitsaat dem
mit einem Schuhschaft bestückten Schuhformleisten in die Vorrichtung unter das Bügelkissen gefahren.
Sa nun in der Bügelphase das Bügelkissen pneumatisch beaufschlagt wi^d und unter sehr hohem Druck
arbeitet, besteht die Gefahr, daß der in Vertikalrichtung auf den Schuhformleisten wirkende Bügeldruck den
Schließdruck des den Schuhformleisten tragenden Verschiebeschlittens übersteigt mit der Folge, daß er geringfügig im Sinne seiner ßückz^sbewegung verschoben
wird. Dies ist insofern nicht wünschenswert, weil dann zwischen Futter und Oberleder eine Faltenbildung entsteht.
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In Erkenntnis aller geschilderten Kachteile besteht nun die technisch© Aufgabe der vorliegenden Neuerung darin, diese Hangelerscheinungen auszuschalten und
dafür zu sorgen, daß der Schuhformleisten in der Bügelphase sicher fixiert, d.h. unverrückbar gehalten werden
jcann.
Erreicht wird das Ziel der Neuerung zunächst in vorteilhafter Weise im wesentlichen dadurch, daß der
Schuhformleisten als im Innern einen sich zumindest über den Sehuhschaftanlagebereich, vorzugsweise jedoch von der
Schuhformleistenspitze aus bis ans rückwärtige Ende erstreckenden tankförmigen Füllraum zur Aufnahme eines
flüssigen, füllmengen- und damit wärmeregelbaren Wärmeleiters, nämlich öl aufweisender Hohlleisten ausgeführt
ist, wobei zur Erzielung absolut gleichmäßiger Wärmeabgabe der Schuhformleistenkörper um den Bereich des
Wärmeleiter-Füllraumes ringsherum gleichbleibende Werkstoff stärke besitzt, daß dabei als Wärmeenergieerzeuger
ein einziger, von der Rückseite her in den Füllraum des Hohlleistens ragender thenaostatgesteuerter elektrischer
Heizstab vorgesehen ist, und daß ferner der in Horizontalebene bewegliche Schuhformleisten in seiner unter
dem Bügelkissen eingefahrenen Press-Bügelstellung
gegenüber dem in Vertikalebene heb- und senkbeweglichen Bügelkissen mechanisch standortfixiert verriegelbar, d.h. rücklaufgesichert ist, und daß dabei
ferner diese Verriegelung zusammen mit dem Rückzughub des Schuhformleistens in Abhängigkeit vom
Bügelkissenlüfthub nachlaufgesteuert ist.
Durch die praktische Verwirklichung der Neuerung ist es damit zunächst gelungen, einen Schuhformleisten
so zu gestalten, daß die Gefahr der überhitzten Zonen vollkommen ausgeschaltet ist. Es ist
durch die Verwendung eines flüssigen Wärmeleiters vielmehr möglich, die Tempeabur sicher in den Griff
zu bekommen, ja, es >«rm sogar erstmalig dafür garantiert
werden, daß immer und mit absoluter Sicherheit am gesamten Schuhformleisten gleiche Temperatur
vorherrscht.
Der Neuerungsgegenstand stellt damit eine höchst »erteilhafte Weiterentwicklung des Gegenstandes des
Gebrauchsmusters 7 033 703 dar, indem diese Vorrichtung
nunmehr auch in der Lage ist, gewisse hochempflindliche
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Schsclspuskt in des» gewünschten HaBe auverläsBig,verarbeiten zu können. Gerade aber in diesem Funkt ist der
Neuerungsgegenstand der vorbekannten Vorrichtung überlegen, und stellt damit in seiner praktischen Verwirklichung eine echte Bereicherung des Standes der Technik
dar, dessen Fortschrittlichkeit auf der Handfliegt,, Es
ist mit dieser neuen Vorrichtung erstmalig möglich, die erforderlichen Temperaturen auch in dem gewünschten Maße
konstant zu halten.
In diesem ZusaramenhaT>g ist auch die
regelbarkeit des Flüssigwärmeleiters insofern von Bedeutung, als man damit auch den kritischen Bereich, nämlich die Zone oben auf dem Schuhformleisten bestens regeln kann, indem man beispielsweise die Fullmenge so
regelt, daß zwischen dem Fegelstand der Fullmenge und der oberen Wandung des Schuhformleistens noch ein freier
Luftraum verbleibt, der eine ixt Wärmedämmung bewirkt,
überhitzte Zonen können bei der neuen Vorrichtung damit in keiner Weise mehr auftreten.
Ein wesentlicher Funkt zur Möglichkeit der Garantierung gleichmäßiger Temperaturen liegt in der Tat-
sache begründet;, daß der Hohlforsleisten ro av.Hg»-
legt ist, daß der zumindest im Bereiche seine einen
flüssigen Wärmeleiter aufnehmenden Füllraumes ringsherum gleichbleibende Wandstärke besitzt, so daß die
erzeugte Wärme gleichmäßig ohne WärmeSchwankungen an
den aufgezogenen Schuhschaft abgegeben werden kann.
Neben der sicheren Wirkungsweise liegt die bauliche Wohlfeilheit auch nicht zuletzt darin begründet,
daß eine bei Heizstäben vorbekamiter Art unumgänglich
erforderliche vor-gö schaltete Pegel steuerung Hier entfallen
kann, weil beim Neuerungsgegenstand lediglich über einen einzigen Thermostaten gesteuert wird. Auch
der einzige Heizstab ist leicht zugänglich und austauschbar.
In baulicher Hinsicht kann eine praktische Verwirklichung beim Neuerungsgegenstand derart ausgeführt
werden, daß der Schuhformleisten als über den gesamten Ausdehnungsbereich seines Füllraumes hinweg gleichbleibende
Wandstärke aufweisender einstückiger Hohlkörper ausgebildet ist, in dessen rückwärtigem Wandungsteil
sowohl der Heizstab gelagert als auch. ein. Thermostat
aufgenommen ist, wobei zur Montagekupplung zwischen dem
Schuhformleisten und einer Tragplatte des Verschiebeschlittens bodenseitig am Hohlkörper Stsckkupplungsstifte
vorgesehen sind.
Die Neuerung kann überdies in einer Prallellösung ihren Niederschlag auch darin finden, daß der Schuhformleisten
über den Ausdshnungsbereich seines Füllraumes hinweg als lediglich rückwärtig eine durch eine Formflanschplatte
als Montageträger für einen Heizstab verschließbare öffnung aufweisender einstückiger Hohlkörper
von ringsherum gleichbleibender Wandstärke ausgebildet ist.
Dabei ist es zweckmäßig, wenn der Hohlformleisten bodenseitig einen Thermostaten eingebaut aufweist, und
über bodenseitige Steckkupplungsstifte mit einer Tragplatte des Verschiebeschli'Ctens kuppelbar ist.
Die Schuhformleisten beider erwähnten Ausführungsformen sind oberseitig rückwärtig mit einem unbeheizbaren
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Aufsatz versehen, der über Steckzapfenelemente mit dem
Hohlleisten verbunden sind und damit mit diesem zu einer einheitlichen Baueinheit vereint sind.
Auch ist es jetzt durch die praktische Verwirklichung der Neuerung gelungen, den Schuhformleisten und
das Bügelkissen in der Bügelstellung sicher mechanisch gegeneinander zu verriegeln, so daß damit die Forderungen
der Praxis nach Unverrückbarkeit des Schuhformleistens in der Bügelstellung voll erfüllt sind. Damit wird auch die
Gefahr der bisher drohenden F ltenbildung ausgeschaltet. Ferner wird insgesamt gesehen dadurch auch die Sicherheit
der Vorrichtung verbessert. Und schließlich JSb
ebenfalls dafür gesorgt, daß die Auflösung der Verriegelung und damit die Einleitung des Bückzughubes des Schuhformleistens
in Abhängigkeit vom Bügelkissenlüfthub nachlaufgesteuert ist.
In konstruktiver Hinsicht kann dabei die Neuerung in vorteilhafter Weise ihren Niederschlag beispielsweise
darin finden, daß zur mechanischen Verriegelung zwischen dem Schuhformleisten und dem Bügelkissen am bzw. nahe
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dem Ende des den Schuhformleisten tragenden Verschiebe-Schlittens
ein aufrechtes das Bügelkissen bzw. einen Bügelkissenrahmen in Pressbügelstellung hintergreifendes Arretierglied
vorgesehen ist.
Als besonders bevorzugte Ausführungsform kann eine Lösung derart verwirklicht worden, daß als Arretierglied
auf dem Verschiebeschlitten ein Anschlagwinkel vorgesehen ist, dessen einer Schenkel als Befestigungsschenkal
vnd dessen anderer Schenkel als mit dem Bügelkissen zusammenwirkender Arretier- oder Anschlagschenkel
ausgebildet ist.
Zusammenfassend ist es damit der Neuerung gelungen, eine vorteilhafte Weiterentwicklung des Gebrauchsmusters
7 033 703 vorzustellen, die auch dan ti
mit Vorteil und dem erwarteten Erfolg eingesetzt werden kann, wenn es darum geht, auch gewisse gleichmäßige Temperaturen
bei der Verarbeitung voraussetzende Werkstoffe und Kleber verarbeiten zu müssen. Auch die mechanische
Verriegelung ist hervorragend gelöst. Somit bietet sich der Neuerungsgegenstand als eine für die Praxis höchst
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brauchbare Lösung an und ist allen vorbekannten, insbesondere
jedoch denjenigen, die mit einer Vielzahl von im Leistenumfang eingearbeiteten Heizstäben mit überhitzten
Zonen arbeiten weit überlegen..
Im übrigen ist ein Ausführungsbeispiel des Neuerungsgegenstandes auf den beiliegenden Zeichnungen wiedergegeben;
dabei »eigen:
Fig. 1 eine schaubildliche Darstellung einer Bügelvorrichtung mit dem Schuhformleisten in einer Bereitschaft
sstellung vor dem Gehäuse,
Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung mit dem Schuhformleisten in der Arbeitslage unter dem
Bügelkissen,
Fig. 3 eine Seitenansicht der Bügelvorrichtung bei abgenommener Seitenverkleidung mit dem Schuhfcrmleisten
in der Arbeitslage,
Fig. 4 eine der Fig. 3 entsprechende Darstellung mit gelüftetem Bügelkissen,
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Pig. 5 eine Längsschnittdarstellung durch einen als
einstückiger Baukörper ausgebildeten Schuhformleisten für sich allein dargestellt,
Fig. 7 eine LängsscanittdarsteHung durch eine
weitere Ausfüiinrngaform eines Schuhföimleistens für
sich allein cLargsstsllt, und
Dabei ist zunächst mit 10 ein im wesentlichen quaderformiges Gehäuse bezeichnet, das oberseitig durch
ein Lochblech 11 abgedeckt; ist, vorderseitig eine Zugangsöffnung 12 besitzt ansonsten ringsherum xu einer
geschlossenen Bauweise ausgeführt ist. Im Innern dieses Gehäuses ist ein druckmittelbeaufschlagbares Bügelkissen
vorgesehen, welches höhenverstellbar am Ende einer Kolbenstange 14 eines Druckmittelaggregates 15 sitzt und längseinstellbar
auf einer Trägerplatte 16 vorgesehen ist.
Unterhalb dieses Druckkissens 13 befindet sich ein
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Schuhformleisten 17» cLer auf einer pneumatisch gesteuerten
Einschußvorrichtung 18 in Horizontalebene bewegbar
aufgenommen ist. Diese Einschußvorrichtung 18 ist als auf Schienen 19 geführter Schiebeschlitten ausgebildet.
Der Schuhformleisten 17 dient zur Aufnahme von bereits voraktivierten, aus Futter und Oberleder bestehenden
Schuhschäften 20.
Der Schuhformleisten 17 ist als Hohlformleisten ausgebildet, indem er im Innern einen Füllraum 21 zur
Aufnahme eines flüssigen Wärmeleiters 22, nämlich öl, ausgebildet ist. Der Hohlformleisten 17 ist als exnsfeücklger
Baukörper ausgeführt, wobei er in der rückwärtigen Wandung einen Heizstab 24 mit der Halterung
lagert sowie einen Thermostaten 27 daneben aufnimmt. Diese Ausführungsform ist in den Fig. 5 und. 6 deutlich
veranschaulicht.
Bei einer weiteren Ausführungsform gemäß den Fig.7
und 8 ist der dort wiedergegebene Hohlformleisten 117 rückseitig durch eine Formflanschplatte 23 verschlossen.
Diese Formplatte 23 dient als Träger für einen Heizstab 24,
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der von der rückwärtigen Seite her ins Innere des Schuhformleistens
eingreift. Die Halterung 25 kann zugleich auch als Füllstutzen ausgebildet sein. Der Hohlformleisten
17 bzw. 117» welcher ringsherum gleichbleibende Wandstärke
besitzt, ist über Steckzapfen 28 mit der .Tragplatte 26 des Verschiebeschlittens verbunden. Oberseitig
ist der Hohlformleisten 17 bzw. 117 durch einen unbeheizbaren
Aufsatz 29 ergänzt, der ebenfalls durch Steckzapfen 28 mit dem Hohlformleisten Iy verbunden ist.
Damit die Arbeitsstellung gemäß den Fig. 2 - Stauch sicher fixiert werden kann, wird es vorgeschlagen,
eine mechanische Verriegelung zwischen dem Schuhformleisten 17 und dem Bügelkissen 13 zu bewerkstelligen.
Dies wird dadurch erreicht, daß auf einer Trägerplatte des Schuhformleistens 17 an seinen am weitesten in die
Vorrichtung eingreifenden Ert.de ein Arretierglied in Gestalt
eines Anschlagwinkels 31, 32 vorgesehen ist. Wie insbesondere aus der Fig. 3 ersichtlich, hintergreilt
der Schenkel 31 des Anschlagwinkels 31, 32 in der Arbeitsstellung
des Bügelkiseens 13 einen Bügelkissenrahmen 33, so daß eine mechanische Verriegelung erzielt
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wird. Der vom Bügelkissen aufgebaute Preßdruck ist damit
nicht mehr in der Lage, den Schuhformleisten im Sinne
seiner Rückzugbewegung zu bewegen. Mit dem Schenkel 32 ist der Ansciilagwinkel auf der Trägerplatte 30 befestigt.
Die Auflösung der mechanischen Verriegelung kommt erst dann zustande, wenn das Bügelkissen 13 die in Fig.
wiedergegebene Lage einnimmt, d.h. wenn der Lüfthub bereits über einen Teil seines Lüftweges fortgeschritten
ist. In dieser Stellung erfolgt dann der Rückzug des Schuhformleistens
17 zurück in die in Pig. 1 dargestellte Bestückungsstellung.
Es versteht sich nicht zuletzt von selbst, daß die dargestellte und beschriebene Ausführungsform nur
als ein mögliches Ausführungsbeispiel für die praktische Verwirklichung der Neuerung anzusehen ist, das jecfr)ch
keinesfalxs allein hierauf beschränkt sein soll. Es sind vielmehr im Rahmen der Neuerung noch mancherlei andere
Ausführungen und Anwendungen möglich, die sich insbesondere auf die technische Ausführung der mechanischen
Verriegelung beziehen, die jedoch, sofern sie eine unver-
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rückbare Fixierung des Schuhformleistens gegenüber dem Bügelkissen in der Arbeitslage bewerkstelligen, und
deren Auflösung in Abhängigkeit vom Lüfthub durchführbar ist, sowie eine absolut gleichbleibende Temperaturabgabe
gewährleisten, als mit zur Neuerung gehörig angesehen werden.
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Claims (9)
1. Vorrichtung zur Büge!behandlung von. aus Putter
Oberleder bestehendes. Schuhschäften sit ines die
Schäfte aufnehmenden Schuhformleisten und einem hierauf
absenkbaren, druckmittelbeaufschlagbaren Bügelkissen, wobei einerseits das sowohl heb- und senkbewegliche Bügelkissen mitsamt seinen Antriebs- und Steuerelementen als
auch diu Antriebs- und Steuermittel eines ortsveränderbaren Schuhformleistens innerhalb einer lediglich zur Bedienungsseite hin teiloffenen und deckenseitig lochblechabgedeckten, sonst ringsum geschlossenen und zumindest
auf beiden Seiten wärmestrahlgeschützten Gehäuseausführung untergebracht sind, daß anderseits das Bügelkissen im Bereiche seiner rückwärtigen Stirnfläche durch
eine lediglich eine der Umrissgestalt des Leistens in Vertikalrichtung gesfehen entsprechende Einführöffnunge
belassenen Abdeckplatte abgedeckt ist, daß ferner der Schuhformleisten auf einer in horizontaler Ebene arbeitenden Einschußvorrichtung zur Überführung aus einer
Bereitschaftsstellung vor dem Gehäuse in eine Arbeitsstellung unterm Bügelkissen im Gehäuse und zurück vorgesehen, und daß schließlich die Bügelkissen»ihubbewegung,
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die Antriebsbewegung der Einschußvorrichtung und die
Bügelkissenbeauf schlagung in zeitlich voneinander abhängiger Weise elektronisch-pneumatisch sich selbst
überwachend gesteuert ist, dadurch gekennzeichnet
, daß der Schuhformleisten '17 bzw.117)
als im Innern einen sich zumindest über den Schuhschaftanlagebereich, vorzugsweise jedoch von der Schuhformleistenspitze
aus bis ans rückwärtige Ende erstreckenden tankförmigen Füllraum zur Aufnahme eines flüssigen, füllmengen-
und damit wärmeregelbaren Wärmeleiters 22,, nämlich öl aufweisender Hohlleisten ausgeführt ist, wobei
zur Erzielung absolut gleichmäßiger Wärmeabgabe der Schuhformleistenkörper um den Bereich des Wärmeleiter-Füllraumes
ringsherum gleichbleibende Werkstoffstärke besitzt, daß dabei als Wärmeenergieerzeuger ein einziger, von der
Rückseite her in den Füllraum 21 des Hohlleiöbens ragender
thermostatgesteuerter elektrischer Heizstab 24 vorgesehen
ist, und daß ferner der in Horizontalebene bewegliche Schuhformleisten in seiner tmter dem Bügelkissen 13 eingefahrenen
Press-Bügelstellung gegenüber dem in Vertikalebene
heb- und senkbrweglichen Bügelkissen mechanisch Standortfixiert verriegelbar, d.h. rücklaufgesichert ist,
- II -
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und daß dabei ferner diese Verriegelung zusammen mit dem Bückzughub des Schuhformleistens in Abhängigkeit
vom Bügelkissenlüfthub nachlaufgesteuert ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schuhformleisten (^7) als über den
gesamten Ausdehnungsbereich seines Füllrau-Haes (21)
hinweg gleichbleibende Wandstärke aufweisender einstückiger Hohlkörper ausgebildet ist, in dessen rückwärtigem
Wandungsteil sowohl der Heizstab (24) gelagert als auch ein Thermostat (27) aufgenommen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Montagekupplung zwischen dem
Schuhformleisten (17) und einer Tragplatte (26) des
Verschiebeschlittens (18,19) bodenseitig am Hohlkörper Steckkupplungsstifte (28) vorgesehen sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schuhformleisten (117) über den Ausdehnungsbereich seines Hillraumes (21) hinweg als lediglich
rückwärtig eine durch eine Formflanschplatte (23)
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als Montageträger für einen Heizstab (24) verschließbare öffnung aufweisender einstückiger Hohlkörper von ringsherum
gleichbleibender Wandstärke ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Hohlformleisten (117) bodenseitig
einen Thermostaten (27) eingebaut aufweist, und über
bodenseitige Steckkupplungsstifte (28) mit einer Tragplatte (26) des VerschiebeSchlittens kuppelbar ist.
einen Thermostaten (27) eingebaut aufweist, und über
bodenseitige Steckkupplungsstifte (28) mit einer Tragplatte (26) des VerschiebeSchlittens kuppelbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Hohlformleisten (17* bzw. 117) oberseitig
im rückwärtigen Bereich mit einem unbeheizbaren, mit dem Schuhformleisten zu einer einheitlichen Baueinheit
vereinigten Aufsatz (29) versehen ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der unbeheizte Aufsatz (29) durch Steckzapfenelemente
(28) mit dem Hohlformleisten (17 bzw. 117) verbunden sind.
8. Vorrichtlang nach Anspruch 1, dadurch gekenn-
- IV -
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zeichnet, daß zur mechanischen Verriegelung zwischen dem
Schuhformleisten (17) "und dem Bügelkissen (13) am bzw.
nahe dem Ende des den Schuhformleisten tragenden Verschiebeschlittens (18) ein aufrechtes das Bügelkissen
bzw. einen Bügelkissenrahmen (33) in Pressbügelstellung
hintergreifendes Arretierglied (31,32) vorgesehen ist.
9. VorAchtung nach Anspruch 1 und 8, dadurch gekennzeichnet,
daß als Arretierglied auf dem Verschiebeseiilitten.
(IS) sin Azischlagvinkel (31, 32)vorgesehen ist,
dessen einer Schenkel (32) als Bexöstigungsschenkel und
dessen anderer Schenkel (31) als mit dem BügeTkissen (13) zusammenwirkender Arretier- oder Anschiagschenkel ausgebildet
ist.
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7127653 η. io. 7i
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7127053U true DE7127053U (de) | 1971-10-14 |
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|---|---|---|---|
| DE7127053U Expired DE7127053U (de) | Vorrichtung zur Bugelbehandlung von aus Futter und Oberleder bestehenden Schuh schäften |
Country Status (1)
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