DE712587C - Verfahren zum Entarsenieren von schwefeldioxydhaltigen Gasen, insbesondere fuer das Kontaktverfahren - Google Patents

Verfahren zum Entarsenieren von schwefeldioxydhaltigen Gasen, insbesondere fuer das Kontaktverfahren

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DE712587C
DE712587C DEM140169D DEM0140169D DE712587C DE 712587 C DE712587 C DE 712587C DE M140169 D DEM140169 D DE M140169D DE M0140169 D DEM0140169 D DE M0140169D DE 712587 C DE712587 C DE 712587C
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DEM140169D
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Dipl-Ing Fritz Lechler
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GEA Group AG
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Metallgesellschaft AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/69Sulfur trioxide; Sulfuric acid
    • C01B17/74Preparation
    • C01B17/76Preparation by contact processes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

  • Verfahren zum Entarsenieren von schwefeldioxydhaltigen Gasen, insbesondere für das Kontaktverfahren Der Erfindung, .die sich auf die Entarsenierung von schwefeldioxydhaltigen Gasen, wie Röstgasen, durch Anlagerung arseniger Säure an Schwefelsäurenebel und deren Abscbeidung vorzugsweise durch Elektrofilter bezieht, liegt die Aufgabe zugrunde, Sicherheit dafür zu schaffen, daß. in dem Gas etwa noch vorhandene letzte Spuren von ärseniger Säure, die den Kontaktprozeß: schädigen könnten, .abgeschieden werden. Diese Aufgabe wird gemäß der. Erfindung dadurch gelöst, daß die zur Bildung des Säurenebels erforderliche oder fehlende Menge S O3 aus dem S O.-Gas selbst durch Oxydation mittels Ozon erzeugt wird, das dem S 09-Gas zugesetzt wird. Die Beigabe von Ozon zum Gas hat die Wirkung, daß sich aus dem S 02 und dem im Gas vorhandenen Wasserdampf Säurenebel bilden, die nach dem bekannten Grundsatz der Kernbildung eine Anlagerung der arsenigen Säure hervorrufen und zusammen mit dieser niedergeschlagen oder abgeschieden werden. Auf diese Weise wird erreicht, daß das aus der Entarsenierungsanlageabziehende Gas völlig von dem Arsentrioxyd befreit ist.
  • Die Entarsenierung selbst kann mechanisch, z. B. durch Kokslisten oder andere Abstreifer, oder aber elektrisch in einem Elektrofilter vorgenommen werden. Im letztgenannten Fall, bei dem gewöhnlich mehrere Elektrofilterstufen vorgesehen sind, empfiehlt es sich, dem S 02-Gas das Ozon vor der letzten Stufe der elektrischen Entarsenierung zuzusetzen.
  • Für die Zwecke der Herstellung von Schivefelsäureanhydrid ist es bekannt, ein schweflige Säure und Sauerstoff enthaltendes Gasgemisch, z. B. Röstgase, durch einen Ozonisator hindurchzuleiten bzw. mit Ozon in Reaktion zu bringen. Bei «der Erfindung handelt es sich nun nicht um die Herstellung von Schwefelsäureanhydrid, indem -die Gesamtmenge des in z. B. Röstgasen enthal.@ . tenen Schwefeldioxyds in Schwefeltrioxyd ti@tzgewandelt wird, sondern darum, sches efci= dioxydhaltige Gase, wie Röstgase, durch Anlagerung arseniger Säure an Schwefelsäure-`2' und deren vorzugsweise elektrische Abscheidung zti entarsenieren, indem lediglich die zur Bildung des Säurenebels erforderliche oder fehlende Menge S O, durch Oxydation, einer entsprechenden, also verhältnismäßig geringen Menge des S O. der Röstgase erzeugt wird.
  • Zwecks Abscheidung der Arsenverbindungen aus Röstgasen, die -durch eine mehrstufige Elektrofilteranlage gereinigt werden, ist es bekannt, den Gasen vor der letzten Elektrofilterstufe genügend Zeit zu lassen, um das Arsen in eine abscheidbare Verbindung umzusetzen. Man hat auch schon vorgeschlagen, Röstgasen zum gleichen Zweck vor dem letzten Elektrofilter fertiges Schwefeltrioxyd beizumischen.
  • Von diesen bekannten Vorschlägen unterscheidet sich das Verfahren nach der Erfindung grundsätzlich dadurch, daß durch Zugabe von Ozon zum SO,-Gas die zur Nebelbildung erforderliche oder fehlende Menge SOG aus dem SO.-Gas selbst erzeugt wird. Man hat .also SO> stets in statu nascendi zur Verfügung und erzielt auf diese Weise eine bessere Durchmischung des SO-Gases als bei der bekannten Zufuhr von fertig--m SO;;.
  • Der Einfluß des im Elektrofilter selbst durch die Sprühelektroden erzeugten Ozons ist für den beabsichtigten Zweck vernachlässigbar klein. Ein Elektrofilter, sei es auch noch so umfangreich, reicht auf keinen Fall aus. um dem Gas die nach der Erfindung nötige Ozonmenge zuzuführen, man wird vielmehr Ozonisatoren an sich bekannter Art ,einsetzen, die mit einer Teilspannung des das Elektrofilter speisenden Gleichrichters betrieben werden können, um das Verfahren nach der Erfindung durchzuführen.
  • Es ist schon der nicht zum Stande der Technik; gehörige Vorschlag gemacht worden (Patent ,-o i s62 ), bei der vorzugsweise eIektrischen Reinigung von schwefeldioxydhaltigen Gasen, wie Röstgasen, die zur Herstellung von Schwefelsäure bestimmt sind, den Gasen auf ihrem Reinigungswege vor Bildung ileri..flüssigen Säure, z. B. bei Anwendung `i cri 'Elektrofiltern, vor dem auf die eIektr-ische Entarsenierung folgenden Gastrockner durch Ozonisatoren Ozon zuzusetzen, um die Gewinnung einer entfärbten, von Verunreinigungen freien Säure zu ermöglich.°n. Bei dem Verfahren nach der Erfindung ist nun nicht die Reinigung der SO.,-Gase von organischen, die gewonnene Schwefelsäure verfärbenden Verunreinigungen das Ziel, sondern bezweckt wird eine Verbesserung und Beschleunigung der Abscheidung von arseniger Säure, nachdem es sich gezeigt hat, dah die zur Bildung der Säurenebel, denen sich die arsenige Säure anlagert, erforderliche oder fehlende Menge S 03 aus dem SO.-Gas selbst mit Hilfe von dem SO-Gas zugesetztem Ozon erzeugt werden kann. Diesem andersg erichteten Ztveck entspricht es auch, daß bei dem Verfahren nach der Erfindung bei Verwendung eines mehrstufigen Elektrofilters zur Entar senierung der Ozonzusatz zum SO.-Gas vorzugsweise vor der letzten Elektrofilterstufe der Entarsenierung erfolgt, während bei dem erwähnten älteren Vorschlag das Ozon dem Gas zweckmäßig erst nach der Entarsenierung zugesetzt werden soll, also an einer Stelle des Gasweges, an der auf die Anlagerung arseniger Säure an Schwefelsäurencbel und ihre Abscheidung nicht mehr eingewirkt werden kann.

Claims (1)

  1. PATPNTANsPizUCHE: i. Verfahren zum Entar senier en von schwefcldioxydhaltigen Gasen, wie Röstgasen, durch Anlagerung arseniger Säure an Schwefelsäurenebel und deren Abscheidung, insbesondere durch Elektrofilter, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Bildung des Säurenebels erforderliche oder fehlende Menge SO.; aus dem SO-Gas s1111-)st durch Oxydation mittels Ozon erzeugt wird, das dem SO-Gas zugesetzt wird. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet. daß bei Verwendung eines mehrstufigen Elektrofilters der Ozonzusatz zum SO-Gas vor der letzten Elektrofilterstufe der Entarsenierung erfolgt.
DEM140169D 1937-12-22 1937-12-22 Verfahren zum Entarsenieren von schwefeldioxydhaltigen Gasen, insbesondere fuer das Kontaktverfahren Expired DE712587C (de)

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