DE7123034U - Ofen zur Erwärmung von niedrig- bis hochlegierten Stählen und NE-Metallen - Google Patents
Ofen zur Erwärmung von niedrig- bis hochlegierten Stählen und NE-MetallenInfo
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Description
Firma Industrieofenbau Löcher u. Co. oHG., 5912 Hilchenbach,
In der Erzebach 7
<^0fen zur Erwärmung von niedrig- bis ho chi e giert en
Stählen und NE-Metallen>
Bei den bekannten öfen zur Erwärmung von Schmiedestählen
oder ISE-Metallen wird die Ofenkammer mittels Heizgasen kontinierlich
aufgeheizt, und die Wärme wird von der Ofenkammer auf das Wärmgut übertragen. Die Ofenanlagan erfordern einen
großen Platzbedarf, und die Erwärmungszeiten sind verhältnismäßig
lang, so daß eine starke Verzunderung des Wärmgutes auftritt.
Aufgabe der vorliegenden Neuerung ist es vor allem, die bekannten Ofenanlagen zur Erwärmung von Stählen oder
NE-Metallen dahingehend zu verbessern, daß eine Verkürzung der Erwärmungszeiten und eine Verkleinerung der öfen erzielt
werden.
Gegenstand der Neuerung ist demgemäß ein Ofen zur Erwärmung
von niedrig- bis nocnlegierten oteiileu uxid «IS-Met al lcü,
auf dessen Umfang Brennkammern mit Impuls-Hochgeschwindigkeitsbrennern zur unmittelbaren und impulsweisen Beaufschlagung des
Wärmgutes mit Gasflammen angeordnet sind. Die Gasflammen werden mit hoher Geschwindigkeit, vorzugsweise mit 80-120 rn/sek., auf
das Wärmgut gerichtet, und als Heizgase werden Hochtemperaturgase bis vorzugsweise 1700 C verwendet.
Bedingt durch die sehr große Gasflammengeschwindigkeit und τ die große Temperaturdifferenz zwischen Flammen und Wärmgut wird
eine hohe Aufheizgeschwindigkeit der Werkstücke erzielt, die zum Beispiel bei hochlegierten Edelstahlen bei 13-15 mai/min
mit gleichmäßiger Burchwärmung auf eine Schmiedeteniperatür
von 11500G liegt. Die Aufheizgeschwindigkeit von Stählen dieser
Art beträgt bei den bisher eingesetzten gas- oder ölbeheizten Ofenanlagen lediglich 1 -1,5 mm/min.
Durch die impulsweise Beaufschlagung des Wärmgutes mit den Gasflammen werden Verbrennungen der Wärmgutoberfläche ausgeschlossen.
, Einem weiteren Merkmal der Neuerung zufolge sind die Brennkammern
mit den Impuls-Hochgeschwindigkeitsbrennern abptandsgleich in Seihen hintereinander in Längsrichtung des Ofens eingebaut.
Die Steuerung der Zündimpulse erfolgt durch elektrische bzw. elektronische Steuereinrichtungen.
Die Neuerung wird nunmehr anhand der sie beispielsweise wiedergebenden Zeichnung ausführlich beschrieben, und zwar zeigt
Fig. 1 einen Querschnitt durch einen neuerungsgemäßen
Ofen, während
Fig. 2 einen Schnitt nach Linie II-II der Fig. 1 veranschaulicht.
Der Ofen 1 besteht aus einem Oberteil 2 mit der Ofenkammer 3 sowie einem Unterteil 4 mit dem Herdboden S. Da3 Oberteil
2 ist in Haubenteile 2a, 2b, 2c, 2d aufgeteilt, die von dem Unterteil 4 abgenommen werden können, so daß Ofenkammer 3 und
Herdboden 5 "beispielsweise zur Durchführung von Eeperaturen
und Reinigungsarbeiten frei zugänglich sind. Auf dem Umfang der Ofenkammer 3 sind in der Ofenauskleidung 6, die aus hochfeuerfesten Steinen, Stampf- und Gießmassen besteht, Brennkammern
7 mit eingebauten Impuls-Hochgeschwindigkeitsbrennern 8 angeordnet, wobei sich die Brennkammern 7 mit den Brennern 8 in
drei Reihen 9*10,11 abstandsgleich über die ganze Länge des
Ofens erstrecken. Die Impuls-Hochgeschwindigkeitsbrenner 8 weisen je eine Gasleitung 12 auf, die an eine gemeinsame Versorgungsleitung
13 angeschlossen ist, sowie eine Luftleitung 14. Eine elektrische Zündsinrichtung 15 zündet jeweils das Brenngas-Luftgemisch
in der Brennkammer 7» das durch eine im vorderen Teil der Brennkammer 7 angeordnete Düse 16 in die Ofenkammer
strömt. Die Impuls-Hochgeschwindigkeitsbrenner 8 können mit allen Heizgasarten betrieben werden. Die den Brennern8 zugeführte
Heizgasmenge wird elektrisch bzw. elektronisch gesteuert.
Zur Wärmeisolierung des Ofens 1 dienen auf dem Umfang des Ober- und Unterteils 2,4 angeordnete Isolierungen 17 aus
Asbest o.dgl..
Die Stahlblöcke 18, die zum Beispiel auf eine Schmiedetemperatur von 11500O gebracht werden sollen, werden mittels
nicht dargestellter mechanischer oder hydraulischer Transportvorrichtungen durch den Ofen 1 geschoben. Die aus den Düsen
der Brennkammern7 mit einer Geschwindigkeit von etwa 120 m/sek \
austretenden Gasflammenstrahlen 19 treffen auf die Schmiedeblöcke
16 mit einer Temperatur von ca. 16000C und einer Geschwindigkeit
von 80-120 m/sek auf. Durch diese große Gasflammgeschwindigkeit und die große Temperaturdifferent
zwischen den Gasflammen 19 und den Schmiedeblöcken 18 wird eine hohe Aufheizgeschwindigkeit der Schmiedeblöcke 18 er-
zielt, die bei hochlegierten Edelstahlen bei 13-15 mm/min mit
einer gleichmäßigen Durchwärmung auf eine Schmiedetemperatur von II50 C liegt« Durch, die impulsweise Beaufschlagung der
Schniedeblöcke 18 mit den Gasflammen 19 sind Verbrennungen an
der Oberfläche der Schmiedeblöcke 18 ausgeschlossen.
In den einzelnen Brennkammern 7 wird das zügeführte
Gas-Luftgemisch bis zu 80% verbrannt, während die Restverbrennung bis zu 60 mm vor den Brennkammerdüsen 16 erfolgt.
Die Ofentemperatur liegt ungefähr 1500C unter
Wärmgutendtemperatur, so daß bei Betriebsstörungen keine
unerwünschte zusätzliche Aufheizung des Wärmgutes durch die Schamotte-Speichorwärme erfolgt.
Der neusangsgemäße Ofen zeichnet sich gegenüber den bekannten
öfen durch folgende Vorteile βυ-r :
Der Ofen weist eine gedrängte Bauweise bei großer Leistung auf, da die Erwärmung 10-fach sctvnflüer erfolgt als bei den bisher
eingesetzten öfen mit Gas- oder ölfeuerung. Durch die große
Aufheizgeschwindigkeit wird eine ft st zunderfreie Erwärmung
des Wärmgutes erzielt. Der neue Ofen ist bei Arbeitsbeginn sofort betriebsbereit und erfordert durch die direkte Beaufschlagung
des Wärmgutes und die kleine Ofenkamiaer einen geringesen
Energieverbrauch als die bekannten öfen.
Die Neuerung betrifft auch Abändermngen der im beiliegenden
Schutzanspruch 1 umrissenen Ausführungsform und bezieht
sich vor allem auch auf sämtliche Neuerungsmerkmale, die im einzelnen — oder in Kombination — in der gesamten Beschreibung
und Zeichnung offenbart sind.
Schut ζansprüche
Claims (5)
- 341 Pü/GSchut zansprücheΛ. Ofen zur Erwärmung von niedrig- bis hochlegiertön Stählen tind NE-Metallen, dadurch gekennzeichnet, daß derselbe eine Ofenkammer (3) aufweist, auf deren: Umfang Brennkammern (7) mit Impuls-Hochgeschwindigkeitsbrenr-ern (8) zur unmittelbaren und impulsweisen Beaufschlagung des Wärin^ites (18) mit Gas flamm en (19) angeordnet sind.
- 2. Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Brennkammern (7) m-<-t den Impuls-Hochgeschwindigkeitsbrennern (8) in Längsrichtung des Ofens (1) hintereinander in Reihen angeordnet sind.
- 3. Ofen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Brennkammern (7) abstandsgleich in Längsrichtung eingebaut sind.
- M-. Ofen nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3» gekennzeichnet durch eine elektrische bzw. elektronische Steuerung der Zündimpulse der Impuls-Hochgeschwindigkeitsbrenner.
- 5. Ofen nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch eine elektrische bzw. elektronische Steuerung der Heizgasmenge.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7123034U true DE7123034U (de) | 1973-03-15 |
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ID=1269094
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE7123034U Expired DE7123034U (de) | Ofen zur Erwärmung von niedrig- bis hochlegierten Stählen und NE-Metallen |
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|---|---|
| DE (1) | DE7123034U (de) |
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- DE DE7123034U patent/DE7123034U/de not_active Expired
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