DE712262C - Einrichtung zur elektromotorischen Fernsteuerung eines Gegenstandes mit grosser Folgegeschwindigkeit des ferngesteuerten Gegenstandes und dessen genauem statischem Einlauf in die Synchronlage mit dem Geber - Google Patents

Einrichtung zur elektromotorischen Fernsteuerung eines Gegenstandes mit grosser Folgegeschwindigkeit des ferngesteuerten Gegenstandes und dessen genauem statischem Einlauf in die Synchronlage mit dem Geber

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DE712262C
DE712262C DES124345D DES0124345D DE712262C DE 712262 C DE712262 C DE 712262C DE S124345 D DES124345 D DE S124345D DE S0124345 D DES0124345 D DE S0124345D DE 712262 C DE712262 C DE 712262C
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    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D3/00Control of position or direction
    • G05D3/12Control of position or direction using feedback
    • G05D3/121Control of position or direction using feedback using synchromachines (selsyns)
    • G05D3/122Control of position or direction using feedback using synchromachines (selsyns) without modulation

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  • Connection Of Motors, Electrical Generators, Mechanical Devices, And The Like (AREA)

Description

  • Einrichtung zur elektromotorischen Fernsteuerung eines Gegenstandes mit großer Folgegeschwindigkeit des ferngesteuerten Gegenstandes und dessen genauem statischem Einlauf in die Synchronlage mit dem Geber . Bekanntlich bereitet das Einlaufen einer Steuerung in ihre Synchronlage Schwierigkeiten, wenn dies mit großer Folgegeschwindigkeit bei gleichzeitig großer statischer Genauigkeit erfolgen soll. Hierzu wird in der Regel eine Kontaktanordnung benutzt, bei der die Ruhestellung der Kontakte abhängig ist von der Folgegeschwindigkeit. Ist letztere groß, so müssen die Kontakte weit stehen, dann ist aber die statische Genauigkeit klein, ist`sie klein, so können die Kontakte zwar eng stehen; die Steuerung neigt dann aber zu Pendelungen.
  • Es ist weiterhin bekannt, _durch Änderung der Ankerspannung des Steuermotors brauchbare Drehzahlstufen zu erhalten. - Abgesehen von großen Leistungsverlusten und Platzbedarf der dabei erforderlichen Spannungsuntersetzungsmittel ist hierdurch eine Drehzahluntersetzung bei Berücksichtigung noch einwandfreien Anlaufes und Normallast nur in engen Grenzen möglich. Da bei entsprechender Unterspannung das Drehmoment erheblich zurückgeht, dürfen auch keinerlei Belastungsschwankungen auftreten. Stellenweise Getriebeschwergängigkeit würde jedenjedenfalls schon eine Betriebsstörung zur Folge .falls Bei einer weiteren bekannten Einrichtung zur Ferneinstellung beliebiger Gegenstände finden ein dauernd laufender Antriebsmotor und mehrere zwischen diesem und dem einzustellenden Gegenstand angeordnete, durch Kontaktgabe am Empfänger eines Fernübertragungssystems gesteuerte Elektromagnetkupplungen Verwendung. Damit die Verstellung des einzustellenden. Gegenstandes mit verschiedenen Geschwindigkeiten erfolgen kann, ist für die niedrige Geschwindigkeit nur eine einzige solche Kupplung eingeschaltet, während bei größeren Abweichungen zwischen vorgegebener und nachgebildeter Bewegung mehrere Kupplungen gleichzeitig eingeschaltet sind, die -dann einen einzustellenden Gegenstand über ein Additionsgetriebe beeinflussen. Bei dieser bekannten Einrichtung findet also ein ständig laufender Motor Verwendung, der demzufolge auch ständig Leistung verbraucht. Als weiterer Nachteil kommt hinzu, daß dieses geschwindigkeitsändernde Mittel einen sehr erheblichen. Aufwand an Einzelteilen und damit auch einen großen Platzbedarf zur Folge hat.
  • Es ist weiterhin ein zweistufig in der Drehzahl verstellbarer Motor mit willkürlicher Stufenwahl bekannt. Die beiden Drehzahlstufen «:erden dabei durch Steuerung eines irn :Motor eingebauten Planetengetriebes erreicht, die durch einen ebenfalls im Motor eingebauten Magneten erfolgt. Der Motoi selbst weist einen Verschiebeanker auf, der von dem Elektromagneten entgegen der Wirkung einer Feder aus seiner normalen Ruhelage verschoben werden muß, um dadurch :die niedere Drehzahlstufe einzuschalten. Die Einschaltung des Untersetzungsgetriebes erfolgt dabei willkürlich, und zwar gleichzeitig mit dem Einschalten des Motors. Ein Verschiebeanker versucht sich bekanntlich immer in die Mitte des Feldes einzustellen. Die hierbei auftretende Kraft muß also vom Elektromagneten zusätzlich zur Federkraft noch überwunden werden, und zwar so lange, wie die niedere Drehzahlstufe eingeschaltet ist. Es findet demzufolge ein nicht umbeachtlicher ständiger Leistungsverbrauch statt. Beim Abschalten des Elektromagneten läuft die Abtriebswelle dann mit der höheren Drehzahl. Nachteilig ist noch, daß Verschiebeankermotoren einen abnormalen Motorenbau bedingen.
  • Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur elektromotorischen Fernsteuerung eines Gegenstandes mit großer Folgegeschwindigkeit des ferngesteuerten Gegenstandes und dessen genauem statischem Einlauf in die Synchronlage mit dem Geber. Erfindungsgemäß wird hierbei ein auf zwei Drehzahlstufen unter Elektromagnet- und Federwirkung einstellbarer Motor durch ein zweistufiges, unter dem Einfluß der Größe der Fehlstellungen zwischen vorgegebener und nachgebildeter Bewegung stehendes Kontaktwerk so gesteuert, d.aß innerhalb des den Einlauf in die Synchronlage begünstigenden Langsamlaufbereiches des Motors die Motorachse unter Wirkung :der Feder über einen Untersetzungsantrieb den Gegenstand antreibt, während für größere Fehlbeträge zwischen den Bewegungen der Elektromagnet die Unmittelbare Kupplung der Motorachse mit dem fern zu verstellenden Gegenstand bewirkt.
  • Das Neue der erfindungsgemäßen Einrichtung liegt also darin, daß ein an sich bekannter, auf zwei Drehzahlstufen schaltbarer Motor in den Stufen mittels Feder- und Elektromagnetwirkung so umschaltbar ist, daß er für die Lösung der Erfindungsaufgabe mittels zweistufigen Kontaktwerkes verwendbar ist, nämlich für eine Einrichtung für das Einlaufen einer ferngesteuerten Anlage in die Synchronlage mit dem Geber mit großer Folgegeschwindigkeit bei gleichzeitig großer statischer Genauigkeit der Schlußeinstellung.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgedankens dargestellt. Es zeigt Fig. i den grundsätzlichen Aufbau der Steuerung, Fig. 2 den Aufbau der Umschaltkupplung und Fig. 3 ein Schaltbild der Steuerung.
  • i ist der Geber und 2 der Empfänger eines an sich bekannten Fernübertragungssystems. Mit dem Empfängeranker ist eine --,#ocken-Scheibe 3 verbunden, welche bei einer Drehung derselben zunächst die Kontakte d. bzw. 5 und bei einer größeren Verdrehung des Gebers i gegenüber dem Empfänger 2 die Kontakte 6 bzw. ; schließt, die auf einer Scheibe 8 befestigt sind. Ein Steuermotor 9 stellt einmal über eine weiter unten näher beschriebene Kupplungsvorrichtung io und ein Untersetzungsgetriebe i i die Scheibe 8 nach und stellt gleichzeitig über ein weiteres Getriebe 1.2 einen Gegenstand 13 ein.
  • Die Rückstellung der Kontakte d. bis ; kann natürlich auch in anderer an sich bekannter Weise erfolgen. Ebenso kann ein anderes zweistufiges Kontaktwerk Verwendung finden, und weiterhin kann der Empfängeranker auch unmittelbar von der Welle eines Gerätes, z. B. eines Rechengerätes, verstellt werden.
  • Der Motoranker 9 (Fig. 2) treibt einen Magnettopf 14 an, der eine über zwei Schleifringe i5 und 16 gespeiste Spule 17 -trägt. Gleichzeitig wird über ein aus den Stirnrädern 18, 19, 20 und 21 bestehendes Unter, setzungsgetriebe eine Konushülse 22 angetrieben. Die Antriebsachse 23, die mit der Motorwelle keinerlei starre Verbindung besitzt und frei in der Getriebe- und M agn.ettopfanordnung gelagert ist, trägt an dem in den Magnettopf 1q. hineinragenden Ende eine Magnetankerscheibe 2q. aus Weicheisen, die bei Erregung der Spule 17 von derselben angezogen wird. Um ein Kleben der Ankerscheibe 2..1. zu verhindern, ist auf ihrer Kupplungsseite eine dünne Messingscheibe 25 aufgelötet. Auf der Antriebsachse 23 ist ferner ein Konus 26 so befestigt, daß er 'bei angezogener Ankerscheibe 2¢ mit der Konushülse 22 gerade .außer Eingriff ist, während bei Abfall derselben durch eine Feder 2; die aus den Teilen 22 und 26 bestehende Kupplung in Eingriff gebracht wird. Die Kupplung läßt dabei einen elastischen Stufenwechsel :ohne Schwächung des Abtriebdrehmoment:es zu.
  • In der Fig. 3 sind gleiche Teile mit denselben Bezeichnungen versehen. wie in den vorhergehenden Figuren. Der Steuermotor 9 besitzt für Rechts- und Linkslauf die beiden Erregerwicklungen 28 und 29. Mit 30 und 3, sind zwei Relais bezeichnet, die je zwei Arbeitskontakte Sod und 3ob bzw. 3111 und 3ib sowie je einen Ruhekontakt 30c bzw. 31c betätigen. Der Anschluß des Steuermotors 9 erfolgt an die beiden Leitungen 3a und 33 einer Wechselstromquelle 34.
  • Da die Magnetspule 17 mit Gleichstrom erregt ist, ist ihr Anschluß an die Wechselstromquelle 34 über einen Transformator 35 und eine Gleichrichteranordnung 36 erfolgt. Ist für die Speisung der Magnetspule von vornherein Gleichstrom vorhanden, so können die Teile 35 und 36 in Wegfall kommen.
  • Wird der Empfängeranker :2 (Fig. i) entgegen dem Uhrzeigersinne verdreht, so schließt die Nockenscheibe 3 zunächst den Kontakt 4 für den Feinbereich: Der Kontakt 4 übernimmt dann-, wie aus der Fig. 3 ersichtlich ist, direkt die Motorsteuerung. Wird die Verdrehung des Empfängerankers z größer, so spricht der Kontakt 6 an, während der Kontakt q. wieder wirkungslos wird. Mit dem Schließen des Kontaktes 6 wird das Relais 3o betätigt, wodurch die Kontakte 30" und 30b geschlossen, 3oe dagegen geöffnet werden. Das Schließen des Kontaktes 30b bewirkt einen Stromfluß in der Magnetspule 17, wodurch die Ankerscheibe 24 entgegen der Wirkung der Feder 27 angezogen wird, d. h. die Antriebsachse 23 läuft jetzt mit der gleichen Drehzahl wie der Steuermotor g. Wird der Empfängeranker 2 in entgegengesetztem Sinne verdreht, so wiederholt sich der obige Vorgang, nur daß jetzt die Kontakte 5 und 7, das Relais 31 und seine zugehörigen Kontakte wirksam wenden und sich die Drehrichtung des Motors g umkehrt.
  • Der Hub des Kupplungsmagneten 17, 24 und das damit verbundene Verschieben der Antriebsachse 23 beim Umkuppeln kann sehr klein gewählt werden, wodurch der Kupplungsvorgang vollkommen stoßfrei vor sich geht. Es genügt beispielsweise hierfür schon ein Hub von 0,3 mm. Die Kupplungsvorgänge selbst erfolgen weich und elastisch ohne ruckartige Beschleunigung oder Verzögerung, da in beiden Fällen die Beschleunigungs- bzw. Verzögerungsmomente durch Gleiten der Kupplungselemente abgefangen werden. Wenn die erfindungsgemäße Steuereinrichtung von der großen Folgegeschwindigkeit über die kleine Folgegeschwindigkeit in ihre Synchronlage einläuft, ergibt sich ein Einpendeln von höchstens einer Schwingung.
  • Es ist selbstverständlich dafür Sorge zu tragen, daß Konushüls,e a2 und Konus 26 hinsichtlich ihres Neigungswinkels einwandfrei übereinstimmen. Erforderlichenfalls können auch noch besondere Materialien auf die beiden Kupplungsteile aufgebracht werden. Für viele Fälle kann es, auch zweckmäßig sein, :dieumlaufenden Kupplungselemente und das Untersetzungsgetriebe ganz oder teilweise im Steuermotor unterzubringen, was sich durch Verlängerung seines Gehäuses ermöglichen läßt.

Claims (2)

  1. PAT.rNTAIISPRUCHr: i. Einrichtung zur elektromotorischen Fernsteuerung eines Gegenstandes mit großer Folgegeschwindigkeit des ferngesteuerten Gegenstandes und' dessen genauem statischem Einlauf in die Synchronlage mit :dem Geber, dadurch gekennzeichnet, daß ein auf zwei Drehzahlstufen unter Elektromagnet- und Federwirkung einstellbarer Motor durch :ein zweistufiges, unter dem Einfluß der Größe der Fehlstellungen zwischen vorgegebener und nachgebildeter Bewegung stehendes Kontaktwerk so gesteuert wird, da3 innerhalb des den Einlauf in die Synchronlage begünstigenden Langsam-laufbereiches des Motors die Motorachse unter Wirkung der Feder über einen Untersetzungsantrieb den Gegenstand antreibt, während für größere Fehlbeträge zwischen den Bewegungen der Elektromagnet die unmittelbare Kupplung der Motorachse mit dem fern zu verstellenden Gegenstand bewirkt.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch Verwendung einer Konuskupplung, deren Hub sehr klein gewählt ist.
DES124345D 1936-09-29 1936-09-29 Einrichtung zur elektromotorischen Fernsteuerung eines Gegenstandes mit grosser Folgegeschwindigkeit des ferngesteuerten Gegenstandes und dessen genauem statischem Einlauf in die Synchronlage mit dem Geber Expired DE712262C (de)

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