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Kühlschrank Die Erfindung bezieht sich auf Kühlschränke mit wenigstens
zwei auf verschiedene Temperaturen zu kühlenden Kammern zur Aufbewahrung von Lebensmitteln.
Gemäß der Erfindung wird eine dieser Kammern so angeordnet, daß sie nicht auf die
für Lebensmittelfrischhaltung normal angewendete Temperatur herabgekühlt wird, die
gewöhnlich zwischen + i° und + q.° C liegt, sondern daß sie auf einer darüberliegenden
Temperatur, z. B. i5° C, gehalten wird, derart, daß den frisch zu haltenden Nahrüngsmittelnmöglichst
wenig Wasser entzogen wird. Dabei wird aber wenigstens in dieser wärmeren Kammer
eine Strahlungsvorrichtung angeordnet, die L'ltraviolettstrahlen aussendet, welche
die N=ahrungsmittel mittelbar oder unmittelbar treffen und auf diese Weise gegen
Verderben sichern.
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Die Erfindung ist durch die Zeichnung beispielsweise veranschaulicht,
die einige Ausführungsformen der Erfindung wiedergibt. Es ist Fig. i ein senkrechter
Schnitt durch einen Kühlschrank gemäß der Erfindung, Fig. z ein Längsschnitt durch
eine ultraviolette Strahlungsvorrichtung, die vorzugsweise bei der praktischen Ausführung
der Erfindung benutzt wird; Fig. 3 ist ein Schnitt nach Linie 3-3 in Fig. i ; Fig.
4 ist ein senkrechter Teilschnitt durch eine weitere Ausführungsform, Fig. 5 ein
waagerechter Schnitt nach Linie 8-8 in Fig. ,4, Fig. 6 eine Abwicklung des Randteils
eines Temperaturregelungsknopfes, Fig. 7 ein Thermometer mit Bezeichnungen, die
eine Beziehung zu den Rufschriften auf dem Stellknopf aufweisen,
l
ig. 8 "#itie wesenhafte Darstellung der "lemperaturregclungsglieder für eine Kältedes
Kompressionstyps, Fig. t; eine wesenhafte Darstellung das in Verbindung mit der
Anordnun- nach Fig.B Verwendung finden kann.-;' fler Einstellknopf ist dabei in
Ansicht von der Fhene 12-i2 In Fig. 8 aus gesehen.
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Bisher hat es sich als nicht praktisch möglich erwiesen. eine L'ltraviolettlanipe
in einen Kühlschrank einzubauen, die eine für die Behandlung und Erhaltung von Flüssigkeiten
Lind organischen Stoffen wirksame Strahlung zu entwickeln imstande gewesen wäre;
die entsprechenden Geräte arbeiteten mit hohem @#@"attverbrauch und belasteten demnach
die Kälteanlage zu stark, als daß sie wirtschaftlich brauchbar "ewesen wären. Weiter
erzeugen ultraviolette Lampen, die die wünschenswerte Strahlung zur Behandlung und
Erhaltung von Flüssigkeiten und organiscli.°li Siotfen entwickeln, gleichzeitig
übermäßige Mengen von Ozon, das manche Teile des Kühl-"chrankes angreift und auch
manche organischen Stoffe zerstört, z. B. Fettsäuren, und somit eine schädigende
Wirkung auf solche Fettsäuren usw. enthaltenden Nahrungsmittel ausübt.
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Nun ist eine elektrische Entladungsvorrichtung bzw. ein elektromagnetischer
Generator entwickelt worden, der imstande ist, ultraviolette Strahlung ohne Erzeugung
merklicher Ozonmengen oder wesentliche Wärmeausstrahlung zu erzeugen. Eine solche
Vorrichtung eilthält ini allgemeinen einen evakuierteil Kolben, der wenigstens teilweise
aus einem @!"erkstotf bestellt, der imstande ist, ultraviolette Strahlen bis zu
25oo Angström durchzulassen und die darunterliegenden kurzen Strahlen zu verschlucken.
Der Kolben enthält dabei eine Gasfüllung, der eine Spannung aufgedrückt werden kann,
die ausreicht, das Gas zu ionisieren und eine Strahlung bei Frequenzen zu erzeugen,
die wesentlich höher liegen als die des sichtbaren Spektrums. Die vorzugsweise in
der ultravioletten Lampe verwendeten Gase sind Neon, Argon und Quecksilberdampf;
es können aber an Stelle voll Neon und Argon irgendwelche Edelgase Helium, Crypton
und lenon od=r Gemische aus diesen treten. Der Spannungsabfall in der Röhre während
des Betriebes beträgt beispielsweise 500 Volt. Vorzugsweise findet ein strombegrenzender
Transformator Anwendung, der für eine Anlaßspannung von 200o Volt geeignet ist.
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Der Gasdruck in der Röhre beträgt z. B. bei Raumtemperatur gegen 8
inin O. S. absolut. Ein Strom voll beispielsweise 25 i\Tillianipere wird durch das
Gas hindurchgeschickt. Es wurde festgestellt, daß die Röhre im Betriebe die Temperatur
des lfittels annimmt, in dem sie untergebracht ist, doch kann sie auch beispielsweise
bei einer Temperatur arbeiten, die um 3 bis 6`- über der Teinperatur des Mittels
liegt. Die Kolben werden ..crzugsweise aus einem eisenfreien Bort@-silikatglas hergestellt.
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Durch geeignete Bemessung der Beziehungell zwischen Spannung, Strom,
Druck und Betriebstemperatur sowie Verwendung eines Glases beispielsweise der oben
beschriebenen Art wird bewirkt, daß die Entladungslampe eine Ultraviotettstrahlung
erzeugt, die in hohem Maße innerhalb des Bandes zwischen 2500 und
31oo Angström liegt. Etwas weniger als 4o°/" der Strahlung liegen im Bereich des
Bandes voll etwa 2530 bis 254o Angströni, das das äußerst kräftige Quecksilberband
darstellt.
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Die ultravioletten Strahlungen, im besonderen die von den Quecksilberlinien
im Bereich voll 2530 bis 254o Angström, die in dieser Weise von der Vorrichtung
emittiert werden, sind wesentlich weniger intensiv als die, die durch irgendeine
der üblichen gegenwärtig gebräuchlichen Methoden erzeugt werden, z. B. die des Ouarz-Oueclzsilberdainpf-Lichtes
oder des elektrischen Lichtbogens, und es werden daher ungewöhnliche Ergebnisse
erzielt. Versuche mit dieser ultravioletten Lichtquelle zeigen, daß sie nur wenig
Wärme erzeugt, weil der Wirkungsgrad der Röhre zur Erzeugung von Strahlungen im
Bereich des Bandes von 253o bis 254o Angström-Einheiten hoch ist; infolgedessen
wird nur ein geringer Teil der Energiezufuhr in Wärmeenergie umgesetzt. Die ultraviolette
Lichtquelle dieser Art hat auch eine ausgesprochen keimtötende `Wirkung auf alle
Bakterien mit Ausnahme solcher, bei denen der LTmwanilungsvorgang von der Lichtwirkung
abhängig ist. Gleichzeitig hat sie keine merklich schädigende Wirkung auf den Träger
der Bakterien, sei es ein vegetabilischer, sei es ein animalischer Träger. Auch
erzeugt die Strahlung keine Haut- oder Bindehautentzündung des Menschen. Durch Versuche
ist auch weiter bewiesen, daß die Vorrichtung die Eigenschaft hat, den Vitamin-D-Gehalt
verschiedener Nährmittel, wie Milch, Pflanzenöl, Butter usw., zti steigern.
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Durch Verwendung eines geeigneten Behälters z. B. aus eisenfreiem
Borosilikatglas geeigneter Dicke zwecks Ausfilterung voll Strahlungen wesentlich
unter a5oo Angströni kann die Otielle in Kühlanlagen zur Filterung der Luft, der
Nahrungsmittel und Flüssigkeiten sowie zur Steigerung des Vitamingehalts dieser
Stoffe und Flüssigkeiten unter Erzeugung von nur wenig Ozon so verlegt werden, daß
der chemische Zustand der Stoffe
und Flüssigkeiten nicht im schädigenden
Sinne verändert wird, daß auch zu beanstandender Geschmack oder Geruch der Nährstoffe
verhütet wird. Infolgedessen kann man die zur Speicherung der Lebensmittel dienende
Kammer gegen die äußere Atmosphäre abschließen. Die bei 2537 Angström liegende Ouecksilberlinie,
die in großen Mengen durch die Vorrichtung erzeugt wird, reicht aus für eine Ionisierung
von Stickstoff, Sauerstoff: und Wasserstoff und demnach zu deren Sterilisierung,
ohne daß dabei Sauerstoff freigemacht würde, der sich mit anderen chemischen Stoffen
zur Bildung schädigender Stoffe verbinden könnte; denn die 2537-Quecksilber-Linie
liegt in der Nähe der Resonanzlinie des Stickstoffs, Sauerstoffs und Wasserdampfes.
Eine Belastung der Kühlanlage mit Rücksicht auf die Ventilation des Aufnahmeraumes,
die bisher als notwendig galt, entfällt demnach, wenn die hier in Frage kommende
Ultraviolettstrahlungsvorrichtungverwendetwird. Außerdem wird infolge ihrer Wirksamkeit
und weil der Spannungsabfall zwischen den Elektroden zur Ionisierung des Gases Verwendung
findet, wodurch beheizte Elektroden u. dgl. unnötig werden, der Wattverbrauch der
Vorrichtung nur gering sein und ein unzulässiger Temperaturanstieg im Kühlschrank
verhütet werden.
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In dem Kühlschrank i der Ausführung nach Fig. i und 2 ist eine Kammer
2 niederer Temperatur vorhanden, in der ein Verdampfer 3 untergebracht ist. Diese
Kammer dient zur Aufnahme von Gegenständen, die nicht leicht Wasser abgeben, wie
in Flaschen oder in Paketen befindliche Nahrungsmittel. Eine zweite Kammer 4 des
Schrankes i wird auf verhältnismäßig hoher Temperatur gehalten und dient zur Aufbewahrung
von Nahrungsmitteln, die bei Aufbewahrung in der üblichen N iedertemperaturkammer
eines Kühlschrankes leicht Wasser abgeben und verdorben werden. Vorzugsweise zwecks
Luftumwälzung durchbrochene Platten 5 dienen in den Kammern 2 und 4 zum Auflegen
der aufzubewahrenden Nahrungsmittel. Die Kammern 2 und 4 werden gewöhnlich durch
eine Tür io dicht abgeschlossen.
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Im Beispiel bewirkt eine Kompressionskältemaschine, die bei 6 wesenhaft
dargestellt ist, einen Umlauf von Kältemitteln durch den Verdampfer 3. Dadurch werden
Flüssigkeiten in Eisschalen 7 zum Gefrieren gebracht, und es wird der Schrank i
mit den Nahrungsmitteln 9 gekühlt. Ein Temperaturregler bekannter Art sorgt für
die Innehaltung einer bestimmten Temperaturhöhe. Die Kammern 2 und 4 werden durch
eine Zwischenwand i i getrennt, die vorzugsweise aus einem halbporösen Stoff besteht,
beispielsweise einer Kohlenstoffverbindung oder Gemischmasse. Die vom Verdampfer
3 gekühlte Luft kühlt zunächst die Kammer 2 und bewegt sich langsam durch die poröse
Zwischenwand i i, so daß sie auch die Kammer 4 kühlt.' Infolge des beschränkten
Umlaufs der gekhlten Luft in der Kammer 4 und des Eindringens von Wärme in die Kammer
durch die Schrankwandungen ist die Kammer 4 wärmer. Dadurch, daß man eine bestimmte
Temperatur in der kälteren Kammer 2 aufrechterhält und die Größe der Zwischenwand
i i entsprechend wählt, kann man auch die Temperatur der wärmeren Kammer 4 regeln.
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Dadurch, daß man die Wandung i i aus einem Werkstoff herstellt, der
eine Kohlenstoffverbundmasse darstellt, erfolgt eine Absorption der Speisegerüche
in der umlaufenden Luft. Vorzugsweise ist die Wand i i auswechselbar, da ihre absorbierenden
Eigenschaften mit der Zeit nachlassen. Deshalb dienen zur Stützung der Zwischenwand
i i, die angehoben und herausgezogen werden kann, wenn sie erneuert oder entfernt
werden soll, um statt der getrennten Kammern 2, 4 eine einheitliche Kammer zu schaffen,
Winkeleisen 12.
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In der kälteren Kammer 2 ist eine Ultraviolettlampe 13 zur Behandlung
der darin untergebrachten Lebensmittel 9 angeordnet. Diese Strahlungsvorrichtung
kann waagerecht in der kälteren Kammer angeordnet werden und bewirkt eine Sterilisierung
und Frischhaltung der Lebensmittel 9 durch unmittelbare Strahlung sowie eine Sterilisierung
der in der Kammer 2 umlaufenden Luft. Ein Teil der Strahlen wird dabei auch durch
die durchbrochene Stützplatte 5 hindurchgehen und auf die auf der Zwischenwand i
i aufgelegten Stoffre einwirken.
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In der wärmeren Kammer 4 sind ultraviolette Strahlungskörper 17 in
senkrechter Lage angebracht, die in die durch die Platten 5 gebildeten Unterabteilungen
18 ihre Strahlen entsenden und auf die Stoffe 9 einwirken. Die Vorrichtungen 17
sind ähnlich der Strahlungsvorrichtung in der kälteren Kammer 2.
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Durch Unterbringung der Ultraviolettstrahlungsvorrichtung z. B. der
beschriebenen Art in der kälteren Kammer 2 kann man: die Nahrungsmittel darin für
längere Zeit infolge der Sterilisation frisch erhalten, als wenn man sie nur durch
Niedertemperatur frisch zu halten sucht; die Notwendigkeit, in den Gefäßen 7 Flüssigkeiten
zum Gefrieren zu bringen, macht jedoch die Niedertemperatur wünschenswert. Weiter
dient die kalte Kammer üblicherweise zum Aufbewahren von Butter und Getränken, wie
Milch usw. Werden diese Stoffe in ultraviolette Strahlen
durchlassenden
Behältern aufbewahrt oder unii:itteibar der Strahlung ausgesetzt, so können sie
auch therapeutisch durch die LTltraviolettstrahiung behandelt werden, um darin Vitanllll
1) zu erzeugen. Da die Vorrichtung 13 nur weilig Energie verbraucht und nur geringe
Wärme und wenig Ozon erzeugt, wird iaie t\'ärinebelastung der Kältemaschine 6 nicht
wesentlich gesteigert, und die Kammer a braucht nicht zur Abführung von Ozon belüftet
zu werden. Dadurch entfällt jede 11'.irmebelastung der Kältemaschine 6 durch die
Strahlungsvorrichtung.
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Dadurch, daß man L'Itraviolettstraliluilg5-vorrichtungen 1 7 in der
Kammer .l unterbringt, kann in,-in diese auf einer viel höhereil "Temperatur halten,
als plan sie bis jetzt für notwendig hielt, um die Nahrungsmittel finit Sicherheit
frisch zu halten. Dadurch entfällt die Wasserentziehung aus den Nahrungsmitteln,
und die Stoffe können für lange Zeiträume in gutem Zustande gehalten «-erden. Die
Verwendung von Ir ltraviolettstrahlung zwecks Verhütung des Wachseils von Bakterien,
Schimmel u. dgl. verhütet weiter ein Verderben der Nahrungsmittel. Außerdem wird
weniger Energie dadurch verbraucht, daß man die Kammer .4 bei einer höheren "Feniperatur
betreibt, als wenn man sie mit der normal für notwendig gehaltenen Temperatur in
Betrieb hält, selbst wenn die Strahlungscorrichtungen 1 7 etwas Energie verbrauchen
und eine schwache Wärmebelastung für die Kältemaschine 6 bedeuten.
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Die gleichen Vorteile der Verwendung einer ultraviolette Strahlen
erzeugenden Vorrichtung, wie sie oben für die kalte Kammer 2 e rw. *iliiit wurden,
gelten auch für die Kaminer-j, beispielsweise insofern, als sie normal (licht abgeschlossen
bleiben kann, weil die Vorrichtung 17 nur sehr wenig Ozon erzeugt.
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Wenn aus irgendeinem Grunde die Kälteurzeugun- versagt und die Temperatur
in den Ka ininer n w"<il ist, so nimmt auch der Druck des ()ueclzsiiberdatnpfes
in den Röhren zu und damit (lie Stärke der L"ltraviolettstralilung, wodurch die
auf Frischhaltung der Nahrungsmittel wirkenden Eigenschaften der Röhre wachsen.
Demnach werden die Nahrungsmittel für lange Zeit sicher frisch gehalten, und zwar
gerade dann, wenn es am notwendigsten ist, nämlich wenn die Kälteerzeugung ver-@ügt.
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Jlit lZücksicht auf die Tatsache, daß der Charakter der ultraviolette
Strahlen erzeugenz# (1("' Lampen 1; oller 1; von Wichtigkeit ist, lein alle die
erwünschten Ergebnisse zu erzielen. atii dis es liier ankommt, reicht es nicht aus,
irgendeine Art einer ultraviolette Strahlen (u-zeugenden Lampe zu verwenden. @ilrzu
gs@c-eise besitzt eitle derartige Lampe einen Kolben 14. aus einem Glas, das Strahlen
vorn Wellenlängen über 23oo Angström durchlüßt. (lagegen nahezu alle Strahlungen
unterhalb dieser Wellenlänge verschluckt. Durch Verschlucken der kurzen UItravialettstrahlen,
nämlich derjenigen unterhalb 25oo Angström, wird die Erzeugung einer beträchtlichen
Menge von Ozon unterbunden und damit (las Verderben oder die unerwünschte Geschmackv
er# iiii(lerting durch chemische Veränderung oder Ozoneinwirkung vermieden. \i'ie
bereit: erwähnt. ist ein eisenfreies Borosilikatglas geeignet.
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In dem Kolben 14 ist ein Paar von Hauptelektroden 15 all den beiden
Enden eingeschlossen. Die Elektroden «-erden vorzugsweise durch Einführungsdrähte
aus einem Werlcstof, wie Wolfraindraiit, gehalten. Die Einführungsdrähte führen
durch die Röhreilwandung und bilden Außenkontaktstücke. Die Elektroden selbst können
zylindrisch oller rolirför niig aus einem guten Leiter hergestellt sein, z. B. einem
.Metall, wie Eisen. Aluminium oder Nickel. Der Kolben hat vorteilhaft eine langgestreckte
Forin entsprechend Fig. -2.
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111 dein Kolben 1d. ist ein ionisierbares -Mittel enthalten, z. B.
ein Gasgemisch aus 6o°," Neon und -o°/, Argon, untermischt mit Ouecksilberdampf
mit Rücksicht darauf, daß öuecksilber die Stärke der L'ltraviolettstrahiung und
im besonderen ini Bereich von 2330 und 2.34o Angström steigert. Edelgase aus der
Gruppe Helium, Neon. Argon. Crypton und Nenon oder irgendein Gemisch aus diesen
kann die angegebene NeC;ii-Ai""i3ii-Mischting ersetzen. Der absolute Druck des Gemisches
sollte bei Raumtemperatur niedrig sein, z. B. gegen 8 mm O. S. betragen oder in
der Nähe dieses Druckes liegen.
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Bei der Nahrungsmittelbehandlung zwecks Bakterienzerstörung ohne schädigende
Einwirkung auf die Nahrungsmittel wird den Elektroden ein Potential aufgedruckt
und die Energieduelle so geregelt, daß iliögliclist wenig schädigende Strahlungen
entstehen. Wenn der Röhrenkolben eilte Länge entsprechend der Abmessung des Kühlschrankes
bei einem Innendurchmesser von etwa 1,2; cln und einer Wanddicke von etwa i min
aufweist, wird der Strom auf eine geringe Dichte eingeregelt, nämlich zwischen 1o
und .Io Miniampere oder unter .Io NLlilliampere(cm°-. In einem besonderen Beispielsfalle
war die Stromstärke in jeder Röhre von .16 cm Länge ,43 llilliampere bei einem Spannungsabfall
von et«-a 5oo \ -olt. Zweckmäßig findet ein Transforinator mit Strombegrenzung
und einer Kapazität Anwendung, der es gestattet. im Anfang 2ooo Volt zuzuführen,
um das Zünden zti sichern.
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Die so betriebene L'Itraviolettt-orrichtung
liefert
Strahlungen, die im Mindestmaß schädigend auf die Nahrungsmittel wirken, weil die
darin erzeugten Strahlungen durch den Werkstoff der Hülle von unerwünschten Bestandteilen
durch Filterung befreit werden. Die erzeugten Strahlungen haben dann einen großen
Gehalt an Strahlen von über z5oo bzw. zwischen 25oo und z8oo Angströin, und diese
sind besonders wirksam bezüglich der Bakterien- und Keimtötung, dagegen schwach
bezüglich der Erzeugung unerwünschter Geschmacks- oder Geruchsveränderungen in den
bestrahlten Nahrungsmitteln.
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Die Intensität der Strahlungen läßt sich so regeln, daß diejenigen,
die keimzerstörend wirken, in einem Zeitabschnitt wirksam werden, der kleiner ist
als derjenige, den irgendwelche schädigenden Strahlungen, die nicht vom Glas verschluckt
werden, brauchen, um eine schädigende Einwirkung auszuüben. Demnach können die auf
Bakterien wirkenden Strahlungen bei der erzeugten Intensität dazu benutzt werden,
daß die.Nahrungsmittel in dem Kühlschrank den Strahlungen nur für einen Zeitabschnitt
ausgesetzt werden; der lang genug ist, um eine so gut wie vollständige Oberflächensterilisierung
herbeizuführen, ohne dagegen irgendwelche schädigenden Wirkungen auf die Nclirungsmittel
zu haben oder eine Veränderung des chemischen Zustandes herbeizuführen, der zu einem
nicht einwandfreien Geschmack oder Geruch führen könnte.
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Die oben beschriebene Verkörperung der Erfindung schafft also einen
Kühlschrank mit zwei Kammern, die auf verschiedenen Kühltemperaturen gehalten werden,
um zwei verschiedene Klassen von Nahrungsmitteln aufzubewahren, wobei ultraviolette
Strahler vorgesehen sind, durch die der Inhalt des Kühlschrankes behandelt und frisch
gehalten wird mit dem Erfolge, daß der Inhalt einer wirksamen Behandlung unterworfen
wird und daB doch die Belastung der Anlage und der gesamte Kraftverbrauch nicht
anwächst. In dem Zweitemperaturenkühlschrank werden von den Nahrungsmitteln ausgehende
Gerüche usw. wirksam aufgezehrt, und es braucht nur ein Kühlglied Anwendung zu finden.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. ,4 und 5 weist der Kühlschrank ,4o
eine Kühlkammer 41 auf, in der ein Kühlglied oder Verdampfer 42 durch Temperaturunterschiede
einen Kreislauf der gekühlten Luft herbeiführt. Die Kühlkammer zur Aufnahme der
Nahrungsmittel ist von einem Metallfutter :I3 umschlossen, das wiederum zweckmäßig
spiegelnd zu dem schon geschilderten Zweck ausgebildet wird.
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Eine Tür 4.5 schließt die Kühlkammer nach der Vorderseite zu ab. Zur
Abstützung der zu behandelnden Stoffe dienen Roste 4.6, die den Umlauf der Luft
nicht beeinträchtigen.
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Die ultraviolette Strahlen aussendenden Strahlungsvorrichtungen 13
und 17 der früheren Ausführungen sind bei .I7 im Raum 41 in senkrechter Lage angeordnet,
und zwar im Beispiel in der einen hinteren Ecke. Sie schneiden die Gitter oder Gitterplatten,
doch können sie auch an einer oder mehreren Seitenwandungen liegen oder auch waagerecht
angeordnet sein wie bei der Ausführungsform nach Fig. i, je nachdem es sich für
die Keimfreihaltung der Nahrungsmittel zweckmäßig erweist.
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Bei senkrechter Anordnung werden die Strahlungsvorrichtungen wieder
zweckmäßig durch Metallgitter geschützt. Ihre Strahlen fallen dann zum großen Teil
unmittelbar, zum anderen Teil nach Reflexion vom spiegelnden Futter auf die Nahrungsmittel,
so daß eine wirksame Strahlung gesichert wird.
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Der Verdampfer .I2 kann neben seiner Aufgabe, den Schrankraum 41 zu
kühlen, gleichzeitig zur Aufnahme von Schalen 48 dienen, in denen Wasser oder sonstige
Flüssigkeiten enthalten sind, die zum Gefrieren gebracht werden sollen. Zur Regelung
der Temperatur des Kältemittels dient ein Einstellknopf 49, durch dessen Einstellung
herbeigeführt werden kann, daß die Temperatur einen bestimmten Grad unabhängig von
der Außentemperatur erreicht.
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Bei der beispielsweisen Ausführungsform ist eine Sonderkammer 5o von
der Hauptkammer 41 durch 'schlecht wärmeleitende Wände 51 abgeteilt. Der schlechte
Wärmeleiter ist im besonderen so gewählt, daß der Wärmedurchgang durch die Wände
nicht verhindern kann, daß die Temperatur in dieser abgeteilten Kammer erheblich
höher liegt als in der Hauptkammer 41. Die Kammer 5o enthält wie die Kammer d i
einen Verdampfer 52, der an eine Kältemaschine angeschlossen ist, die gänzlich
unabhängig von der sein kann, durch die die Hauptkammer .1.i gekühlt wird. Im besonderen
besteht die Vorrichtung in an sich bekannter Weise aus einem Motor 53 mit Kompressor
54., der Kältemitteldampf unter hohem Druck zu einem Kondensator 55 treibt, der
durch einen Lüfter 56 mit Luft umspült wird, so daß eine Verdichtung des Kältemittels
erfolgt. Das kondensierte -Mittel gelangt dann zu einer Expansionsvorrichtung 57,
von dort zum Zierdampfer 52 der Kammer 5o und von hier aus wieder in dampfförmigem
Zustand züm Kompressor.
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Zur Regelung der Temperatur des Verdampfers und damit der Temperatur
der abgeteilten Kammer 5o ist eine Regelvorrichtung 58 (Fig. 4.) vorgesehen. Sie
enthält einen Kolben 59 mit einem in Berührung mit der
Oberfläche
des Verdampfers 52 stehenden dehnbaren .Mittel. Der Kolben 59 ist durch eine enge
Leitung 6o mit einem dehnbaren Balg 6i (Fig. 8=) verbunden. Der Kolben
59
wird also unmittelbar durch die Verdainpfertelnperatur sowie auch durch
die Temperatur der in dessen Nähe befindlichen Luft beeinflußt. Das dehnungsfähige
Mittel wird demnach zur Wirkung kommen, wenn ein warmes Nahrungsmittel, z. B. ein
Braten 62, in die Kammer So zwischen die Wandteile des Verdampfers 52 gelegt wird
oder auch wenn die Wärme in der Kammer So aus anderen Gründen einen festgelegten
Wert erreicht.
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Der Balg 61 greift an einem Schwenkarm (13 an, auf den all der anderen
Seite eine Druckfeder 6.4. wirkt. Ein Kippschalter 65 ist mit dein freien Ende des
Hebels 63 verbunden; dieser trägt einen beweglichen Kontakt 66, der mit einem ruhenden
Kontakt 67 zusammenwirkt und auf diese Weise einen Stromkreis vom Netz 7o aus über
Leitungen 68 und 69 für den Motor 53 herstellt oder unterbricht. Die gesamte Steuereinrichtung
liegt zweckmäßig in einem Metallgehäuse 71,
aus dem die Leiter herausgeführt
sind. Demnach wird der Kompressor in oder außer Tätigkeit nach Maßgabe der Temperatur
des .Mittels ein Kolben 59 sein, so daß für eitle gleichbleibende Behandlungstemperatur
eine ini wesentlichen gleichbleibende Durchschnittsteniperatur an allen Punkten
der Hilfskammer ,5o herrschen wird.
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Zweckmällig sollte aber auch diese Durchs s chnittsteniperatur für
die Reglereinrichtung einstellbar sein, so daß man für verschiedene Behandlungstemperaturen
in der Kammer sorgen kann; diese werden gewöhnlich zwischen etwa 16 bis 33° C: liegen,
und zwar nach 'Maßgabe der Jahreszeit und der Unterbringung des Kühlschrankes. Es
ist also eine Teniperatureinstellvorrichtung angeordnet. Sie bestellt im Beispiel
aus einer in der WanciUng des Gellättses 71 verschraubbaren Welle 2, die am inneren
Ende mit einem Federteller 73 auf die Feder 64 wirkt und am äußeren Ende einen Einstellknopf
74 trägt.
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Dreht man die Welle 72 im Uhrzeigersinn, so vergrößert nian die Spannung
der Feder ti-I. Dann werden die Kontakte 66, 67 schon bei einer hölivren "Temperatur
im Verdampfer geschlossen werden. während bei Drehung der Welle 72 ini entgegengesetzten
Sinn die Federvorspannung sinkt und die Verdampfer-Z, geringer sein wird, um die
Schließung der Kontakte 66, 67 herbeiführen zu können.
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l?in bei ;6 all (las Gehäuse 7 i angelenhter Hebel 75,
der durch einen Lenker ; 7 mit dein Hebel h3 verbunden ist, greift bis unter den
Federteller 73. \Vird die Welle 72 entgegeil dem C'hrzeigerdrehsinnweit
genug bewegt, so trifft der Teller 73 auf den Hebel 75 und nimmt ihn mit, wodurch
er entweder den allgelenkten Hebel 63 so weit mitnimmt, daß er die Kontakte 66,
67 schließt oder daß er sie verhindert, die Schließlage zu verlassen. Dadurch: wird
dann gesichert, daß der Kompressor 54. unabhängig von der Temperatur der Kammer
So urid des Verdampfers 52 dauernd arbeitet.
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Bei der praktischen Ausführung der Erfindung wird zweckmäßig ein Thermometer
78 (Fig.7), das die Behandlungstemperatur anzeigt, an irgendeiner geeigneten
Stelle der K aminer .[o untergebracht, z. B. all der Tür .I5. Dieses 'hliermoineter
ist in der üblichen Weise geeicht (die angeschriebenen Ziffern bedeuten im Beispiel
Grade nach Fahrenheit und zeigt daneben eine Eichung nach drei Zonen A,
B und C (s. Fig. ,^). Zone r1 umfallt in Celsiusgraden Temperaturen von etwa
35 bis 43', ZoneB Temperaturen zwischen 26 und 35' und Zone C Temperaturen von
18
bis 26''. Am Einstelll>nopf 7.I sind Aufschriften angebracht, z. B. -Aus-,
-Zartmacheiv, (Abhängen), -Frischlialten°. _ Die Zartinachteniperatur erfaßt die
Temperaturgin zv iscli.n 13 und 16- derart, daß. der Braten 62 in den mundgerechten
Zustand gebracht oder bewirkt wird, daß @\aliruiigsmittel in der Kaminur aufbewahrt
werden, die nicht so kalt aufbewahrt ztt werden brauchen wie in der Haupthammer
.11. Offenbar wird bei einer Einstellung des Knopfes 74 auf diese Stellung kein
Gefrieren in der Kammer stattfinden können. Wenn ein Nahrungsrnittel daher b.J einer
Einstellung auf kältere Temperatur 111 die Kammer eingebracht wird, so wird etwa
vorher darin befindlicher Frost zum -Verschwinden gebracht. Die Frischkaltstellung
ist eine solche, bei der die Temperatur beispielsweise unter 7 bis S@ C liegt, z.
13. znischea 4. und --, wenn Fleisch o. 4-l. für eine verhältnismäßig lange
Zeit aufbewahrt werden soll, ohne daß aber doch irgendwelche merklichen Veränderungen
daran eintreten können.
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Im Beispiel ist der Knopf gemäß Fig.6 und 8 am Rande mit entsprechenden
Aufschriften versehen. Die Einstellung des 1sonipressors ändert sich also nach aaßgabe
der Behandlungstemperatur, und es wird eitle gröllere Kühlwirkung dann der Kainnier
So zugeführt, wenn die Durchschnittstemperatur darin hoch ist.
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Weiter ist es wünschens-,vert, mit dem Knopf 74 ein Zeitwerk zu verbinden,
derart. claß eine Rückstellung des Knopfes auf die Frischlialtlage selbsttätig herbeigeführt
wird. wenn beispielsweise die Kammer eitle aasreichend lange Zeit auf einer Temperatur
für
das Zartmachen zwischen 13 und 16° ehalten war. Durch die Rückstellung
kommt dann die Temperatur wieder auf die tiefere Temperatur, etwa zwischen 5 bis
io°, oder auf eine Temperatur entsprechend der im Hauptkühlraum 41, um eine ungünstige
Einwirkung auf die Speise dadurch zu vermeiden, daB sie zu lange auf einer verhältnismäßig
hohen Temperatur gehalten wird. Um diese Zeitdauer. des Haltens auf einer Zartmachteinperatur
in der Kammer 50 vor Herabsetzung der Temperatur auf normale Kühlschranktemperatur
zu regeln, ist im Beispiel das Zeitwerk (Uhr) 84 angebracht, das einen einstellbaren,
normal ruhenden Zeiger 85 aufweist, der nach Maßgabe einer besonderen Gebrauchsanweisung
(bei 86 angedeutet) eingestellt -wird, z. B. auf 3 Tage, innerhalb deren das Fleisch
62 zartgemacht -werden soll. Die Uhr hat -weiter einen beweglichen Zeiger 87, der
beim Einbringen des Fleisches 62- in die Kammer 5o in die gleiche Stellung
gebracht wird wie der Zeiger 8:5. Wenn man einen Anlaßknopf 88 eindrückt, so schließt
man dadurch einen Schalter $9 (Fig. 9@) und setzt die Uhr in Gang, deren Zeiger
87 sich entgegen dem üblichen Uhrzeigerdrehsinn in Richtung auf die Nullstellung
bewegt.
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Erreicht der Zeiger 87 die Nullstellung, so schließt er einen Stromkreis
go und schaltet eine Schaltspule gi an eine Stromquelle 92 z. B. über einen Kontakt
g3.- Der Anker 94 der Schaltspule hebt eine Klinke 95 aus einer Zahnstange 96 aus,
und die Feder 97 vermag nun den Einstellknopf 74 aus der Zartmachstellung in die
Frischhaltstellung zu bringen, <ia sie durch eine Blattfeder 99 gegen
ein Zahnrad 58 auf der Welle 72 gedrückt wird. Infolge des elastischen Eingriffs
zwischen der Zahnstange 96 und dem Rad 98 ist eine Einstellung der Behandlungstemperatur
möglich. Wenn diese hoch liegt, so läßt sich beispielsweise die Zartmachung auf
der Skala A bewirken, d. h. mit stärkerer Kühlwirkung, als -wenn die Behandlungstemperatur
niedrig liegt. Um z. B. von der A-Zartmachtemperatur auf den entsprechenden B-Zustand
überzugehen, wird die Zahnstange aus dem Rad 98 ausgehoben, und wenn die Klinke
95 eine Schulter i oo an der Zahnstange 96 trifft, so wird, falls die Stange
in Eingriff mit dem Rade 98 ist, der Zeiger ioi am Gehäuse 71 sich auf die Marke
io2 der Skala B einstellen statt auf die der Skala A entsprechende Zartmachkennzeichnung
103.
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Um eine Einstellung des Punktes zu ermöglichen, an den die Feder den
Einstellknopf 74 bringt, -wenn die Spule 9i die Zahnstange 96 auslöst, ist zweckmäßig
in einem Anschlag io5 (Fig. 9) eine Einstellschraube io4. vorgesehen, so daß eine
Rückführung des Knopfes durch die Zahnstange nur so -weit möglich ist, bis die Anschlagfläche
io6 des Knopfes gegen die Schraube 104 trifft. Hierdurch -wird dann die gewünschte
Frischhalttemperatur für das Fleisch nach der Zartmachung gesichert, und es ist
möglich, Veränderungen in der Behandlungstemperatur zu bewirken. Beispielsweise
wird bei höherer Behandlungstemperatur gewünscht werden, den Knopf 74 bis zu einer
Stelle zurückzuführen, an -welcher die verlangte Aufbewahrungstemperatur der Skala
A mit der Marke ioi zusammenfällt; hierzu ist die Schraub;. 104 an dem Anschlagteil
io5 zurückzuschrauben. Bei niedrigerer Behandlungstemperatur dagegen kann die Schraube
104 so weit vorgeschraubt werden, daß sie den Rückweg des Einstellknopfes 74 schon
begrenzt, wenn die verlangte Frischhalttemperatur auf der B-oiler C-Skala mit der
Marke ioi zusammenfällt.
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Es ist im Beispiel zwar eine gesonderte wärmeisolierte Kammer
50 vorgesehen, die auf einer anderen Temperatur gehalten werden kann als
die Hauptkammer, und zwar gänzlich unabhängig von der Temperatur in dieser, doch
kann nach Wunsch die Einrichtung so getroffen werden, daß in der Kammer 5o keine
andere Kühlwirkung stattfindet als die durch Wärmeübertragung durch die Wandungen
51. In einem solchen Falle zeigt sich, daß eine gemäßigte Temperatur in der Kammer
5o herrschen wird, die für die Fleischzartmachung geeignet ist. Auf alle Fälle ist
es wünschenswert, ein Thermometer 107 an der Stirnwand des Gehäuses 71 anzuordnen,
so daß der Uhrzeiger 87 auf die gewünschte Zartmachungszeit nach Maßgabe der Gebrauchs.nweisung
eingestellt wird bzw. wenn keine unabhängigen Kühleinrichtungen für die Kammer 5o
vorgesehen sind, derart, daß das Fleisch in der Zartmachungskammer nach Maßgabe
der Gebrauchsanweisung für die richtige Zeit belassen wird.
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Man kann auch weiter so vorgehen, daß man das zartzumachende Fleisch
in der verhältnismäßig warmen Kammer .4 bei der Zweitemperaturenkühlv orrichtung
i der Fig. 1, 2 und 3 behält und, nachdem die gewünschte Wirkung erzielt wird, das
Fleisch dann in die Niedertemperaturkammer 2 einbringt, wo es bis zur Verwendung
auf der gewünschten Frischhalttemperatur belassen wird.
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Wiederum bei einer weiteren Ausführungsform kann die untere Zwischenwand
aus nicht durchbrochenem Werkstoff hergestellt -werden entsprechend der Platte i
i in Fig. i, so daß das Fleischstück im unteren Teil des Kühlschrankes in verhältnismäßig
kurzer Zeit nach Maßgabe der Gebrauchsanweisung zart wird, dabei aber gegen Verderben
durch die Aus-
| serahlungcn der unteren Teile der 'Ultrav iolett- |
| strahlen erzeugenden Vorrichtungen geschützt |
| wird. Nachdem der gewünschte Grad des |
| Zartmachens erreicht worden ist, kann das |
| I1 leischstück fit aus dem unteren Teil lieraus- |
| g(:-notninen und in den oberen Teil des Schran- |
| kes verbraucht werden, wo es bis zum Ge- |
| brauch auf der niederen bzw. Frischlialtteni- |
| heratur gehalten wird; dabei ist es auch hier |
| gegen Verderben noch durch die L'ltraviolett- |
| ausstrahlungen gesichert. |
| Uni Verderb°n durch Bakterien zu ver- |
| hüten und gleichzeitig die Enzvme anzuregen |
| oder zu aktivieren, die auf die gewünschte |
| Zartinachung hinarbeiten, ist eine ultra- |
| violette Strahlet! erzeugende Vorrichtung ;9 |
| gemäß Fig.4 vorgesehen, die nur klein zu |
| sein braucht, aber im übrigen zweckmäßig den |
| obenerwähnten Strahlungserzeugern 13, 17 |
| und .F; entspricht. Dieser Strahlenerzeuger |
| ;@) liegt vorteilhaft unmittelbar an der Ober- |
| seite der Kammer 5o unter dem Kasten 38 |
| und ist daran durch eine Haltevorrichtung 8o |
| befestigt. Damit die sterilisierte Luft alle |
| Teile des Fleisches 62 erreicht, liegt dieses |
| vorteilhaft auf einem Gitter o. dgl. 81, das |
| durch Füße 8.2 im Abstande von dem Boden |
| der haminer 5o gehalten wird. Im Betriebe |
| kreist die Luft in der durch Pfeile angedeu- |
| teten tVeise in der Kammer, d.li. sie sinkt |
| l;ings der kalten Seite des Verdampfers 5z |
| nach unten und steigt voin Fleisch nach oben |
| zur L-ltraviolettlaniL)e;c9. Die 1;ebenkammer |
| ;o ist vorteilhaft mit einer besonderen Tür 83 |
| versehen, die unabhängig von der Tür .15 der |
| F '- auptl:aninirr zti öffnen ist. |
| Der Kühlschrank nach dieser Ausführung |
| gibt also eine besondere Kammer zum Zart- |
| machen von I..leiscli, die unabhängig für einen |
| bestinfiniten Zeitabschnitt auf einer höher lie- |
| genden "Temperatur gehalten werden kann als |
| die I-lauptkaninier, wobei aber diese Tempe- |
| ratur selbsttaig auf die Temperatur der |
| #-laupthainitier abgesenkt wird, uni das Fleisch |
| irisch zu halten, nachdem, dieses während der |
| "l_:trtmacliuiigszei t doch gegen Verderben durch |
| (lasetvünschte Band von C-ltraviolettstrah- |
| ü.ngen <gesichert war; die Wellenlänge dies@#r |
| @:ralilen wird im wesentlichen zwischen 25o,! |
| und 300<i Angserönn liegen. |
| trenn es auch wünschenswert ist, neben Gier |
| "hcmli@ratur auch die Feuchtigkeit in der |
| i@auniner zu steuern, so hat doch die Erfah- |
| l ung gezeigt. (a11,1 hei Kühlschränken für den |
| Iiausgc-Iira:uch finit verhältnismäßig klein °r |
| Nahrungsmittel- oder Fleischbehandlung,- |
| k2iinniei-, worin also finit anderen Worten da' |
| zti behandelnde Nahrungsmittel einen zieni- |
| iir@ gn@l@en !-eil de: Rauminhaltes der Kain- |
| »trr alusiiillt, dahin z. ß., weint ein normal gL- |
| @,chilittunes I Icischstiick für Hausgebrauch |
in die verhältnismäßig kleine Kammer 5o der Fig.4 und 5 eingelegt wird, eine hohe
Feuchtigkeit etwa zwischen 8o bis 97'/, erhalten bleibt, was völlig für die Erzielung
der Zartniachung des Fleisches in 3 oder .1 Tagen ausreicht. Irgendwelche merkliche
Entfeuchtung oder dergleichen Wirkungen wurden dabei nicht beobachtet.
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.Naturgemäß können auch die Verdampfer ihr Kiiltemittel von einer
einzigen Einheit finit Kompressor, Kondensator und Expansionsvorrichtung erhalten,
um die Kammern 5o und .4m auf den unterschiedlichen T eniperaturen zu halten.
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Wenn man eine derartige Anordnung für einen Haushaltskühlschrank verwendet,
@o würde der Verdampfer 42 der für die tiefere Temperatur und der Verdampfer
52 der für die höhere "heniperatur sein; die \@erdampfjr würden in freier
Verbindung miteinander stehen, so daß in beiden immer ini wesentlichen der gleiche
Druck herrscht. Dabei würden die Verdampfer finit der zwischen beiden bestehenden
Verbindung und Zufuhr von flüssigem Kältemittel so angeordnet werden, daß dieses
beispielsweise vom Kondensator 55 bevorzugt zum Verdampfer 42 statt zum Verdampfer
52 fließt. Das läßt sich beispielsweise so erreichen, daß man den Anschluß zum Verdampfer
42 an der Verzweigungsstelle auf einen tieferen Punkt legt als den _^,nschluß zum
Verdampfer 52.
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Soll eine Kälteerzeugung lediglich ini Verdampfer -.a erfolgen, so
läßt man flüssiges Kältemittel nur zu diesem fließen. Der Verdampfer 52 aber
bleibt trocken, und es kann keine Verdampfung von Kältemittel in ihn! stattfinden.
Die Überhitzung des Kälteinittcldampfes im Verdampfer 52 beeinflußt den niedrigen
Betriebsdruck des Verdampfers 42 nicht. Soll auch Kälte im Veerdarnpfer
52 erzeugt werden, so wird zunächst der Verdampfer -2 im wesentlichen mit
flüssigem Kältemittel durch die Anordnung gefüllt, die ihr, den Vorzug gibt, und
dann wird auch flüs;iges Kältemittel zum Verdampfer 5 2 geleitet, so dall in ihn!
eine Verclampfung erfolgen kann. Dadurch, daß man den Verdampfer .12 mit flüssigem
Kältemittel füllt, wird eine Kondensation von darin befindlichem dampfförmigem Kältemittel,
die sonst durch den höheren Druck bewirkt werden würde, der vGil der Verdampfung
im Verdampfer 5, 2 herrührt. nunmehr vermieden.
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Man erkennt hieraus, daß der Temperaturunterschied zwischen der Kammer
5o zum 7:atrtinaclieii des Fleisches und der Hauptkanimer 4m sich auf verschiedene
Wrise aufrechterhalten läßt, nämlich entwedf-r durch gänzlich voneinander unabhängige
Kälteerzeugungseinrichtttngen in den Kammern
oder durch eine gemeinsame
Kompressor-Kondensator-Einheit und getrennte Verdampfer in den Kammern oder dadurch,
daß man eine Kälteeinrichtung nur in die Kammer 4i verlegt und die Kühlung der zweiten
Kammer nur durch den Wärmedurchgang durch die Wand 51 bewirkt. Im letzten Falle
würde die Wand natürlich nicht stark wärmeleitend ausgeführt werden, damit die gewünschte
mäßige Temperatur in der Kammer 50 eintritt.