DE711568C - Plastizieren von Emulsionspolymerisaten von Butadienen - Google Patents

Plastizieren von Emulsionspolymerisaten von Butadienen

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DE711568C
DE711568C DEI57502D DEI0057502D DE711568C DE 711568 C DE711568 C DE 711568C DE I57502 D DEI57502 D DE I57502D DE I0057502 D DEI0057502 D DE I0057502D DE 711568 C DE711568 C DE 711568C
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DE
Germany
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butadienes
plasticizing
polymers
emulsion polymers
emulsion
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Expired
Application number
DEI57502D
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English (en)
Inventor
Dr Erich Gartner
Dr Albert Koch
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Publication of DE711568C publication Critical patent/DE711568C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08CTREATMENT OR CHEMICAL MODIFICATION OF RUBBERS
    • C08C19/00Chemical modification of rubber
    • C08C19/08Depolymerisation

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)

Description

  • Plastizieren von Emulsionspolymerisaten von Butadienen Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zu!m Plastizieren der Emulsionspolymerisate von Butadienen bzw. der Emulsionsmischpolymerisate von Butadienen mit anderen polymerisierbaren Verbindungen. Derartige Polymerisate neigen im Gegensatz zu Naturkautschuk dazu, beim Lagern an der Luft in nicht mehr plastische und dadurch schwer verarheitbare Produkte überzugehen. Diese Erscheinung kann zwar durch Anwendung von Antioxydationsmitteln, wie z. B. Phenyl-ß-naphthylamin, verhütet werden; dadurch bleibt aber der Nachteil der ungenügenden Plastizität bestehen, und andererseits können unter diesen Bedingungen aus den Polym@erisaten nur schwer die optimalen Werte bei der Vulkanisation herausgeholt werden. Der für die gute Verarbeitbarkeit von Naturkautschuk ausschlaggebende Plastiziereffekt, hervorgerufen durch oxydativen Abbau beim Walzen, konnte daher bei synthetischen Kautschuksorten der oben beschriebenen Arten nicht erreicht werden.
  • Es wurde nun gefunden, daß dieser Effekt erzielt werden kann, wenn man die erwähnten Emulsionspolymerisate in Gegenwart von Antioxydationsmitteln einer oxydativen Behandlung bei erhöhter Temperatur unterwirft. Das Arbeiten im Autoklaven mit Druckluft soll hierbei ausgenommen sein. Da die Antioxydationsmittel durch die beschriebene Behandlung verbraucht werden, liegt @es im Sinne der Worte »... in Gegenwart von ... «, daß das Verfahren- nur so lange durchgeführt wird, wie noch Antioxydationsmittel vorhanden sind. Es muß überraschen, daß dieser Plastiziereffekt, der bei Naturkautschuk in Abwesenheit der Antioxydationsmittel erzielt wird, ti:' diesem Fall nur in Gegenwart derselben_ireicht werden kann. Es kommt hinzu, d"@ .i., beiden synthetischen Kautschuken derbeschriea benen Art nebenher keine Beeinträchtigung in den mechanischen Eigenschaften der Vulkanisateerhalten wird. Das erfindungsgemäße Verfahren gestattet also, aus den erwähnten synthetischen Kautschuken das Optimum hinsichtlich der Verarbeitbarkeit und der Festigkeitswerte der daraus hergestellten Polymerisate herauszuholen.
  • Unter dem Begriff Antioxydations.mittel werden alle solche Produkte verstanden, welche, eine Oxydation und die damit verbundene, Cyclisierung (Verminderung der Plastizität) des synthetischen Kautschuks beim Lagern an der Luft verhindern und daher besser Anticyclisierungsmittel genannt werden. Als Anti-. oxydationsmittel haben sich z. B. Plienylß-naphthylamin und tertiäres p-Amylphenolsulfid (bzw. -disulfid) als brauchbar erwiesen. Es ist zur Erzielung des gewünschten Effektes gleichgültig, in welcher Form die oxydative Behandlung durchgeführt wird. Der gewünschte Effekt kann beispielsweise dadurch herbeigeführt werden, daß durch Walzen oder Kneten dauernd neue, dem Sauerstoff der Luft ausgesetzte Oberflächen geschaffen werden. Eine weitere Ausführungsform besteht darin, daß man die Anticyclisierungsmittel den von der Herstellung her in Emulsionsform vorliegenden Polymerisaten beimischt und dann die Mischung in krümeliger Form ausfällt; in diesem Fall besitzt das Polymerisat an sich schon eine große Oberfläche, f e nach der Wirksamkeit der Anticyclisierungsmittel sind mehr oder weniger hohe Temperaturen erforderlich. So erhält man z.,B. bei Anwendung von Phenyl-ß-naphthylamineinen brauchbaren Plastiziereffekt bei Temperaturen von i2o bis 130°, während bei Anwendung von tertiärem p-Amylphenolsulfid bereits beiTemperaturen von 8o bis 9o° die gewünschte Wirkung erreicht wird.
  • Eine Beschleunigung des. oben beschriebenen Effektes kann dadurch erzielt werden, daß man den Polymerisaten zusätzlich noch sauerstoffübertragende Stoffe beimischt. Als Beispiele hierfür seien Dinitrobenzol, Peroxyde, wie Benzoylperoxyd, sowie Terpentinöl genannt.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden, Natriumpolymerisate von Butadienen einer oxydativen Behandlung zu unterziehen. Diese Behandlung dient jedoch-einem anderen Zweck, als dies bei den Emulsionspolyrnerisaten gemäß der Erfindung der Fall ist. Natriumpolymerisate von Butadienen sind nicht oder nur in untergeordnetem Maße cyclisiert und besitzen daher auch im allgemeinen eine ge-. nügende Plastizität. Bei diesen Produkten 'känn , daher, je nach den jeweiligen Bedingungen, durch die oxydative Behandlung nur eine Aufspaltung der einzelnen Fadenmoleküle oder eine Verkettung der Fadenmoleküle untereinander durch Sauerstoff, also eine Art Vulkanisation, erfolgen. Bei Emulsionspolymierisaten gemäß vorliegender Erfindung bewirkt dagegen die oxydative Behandlung unter den beanspruchten Bedingungen, daß die Cyclisation aufgehoben wird, das heißt, daß Bindungen zwischen den einzelnen Fadenmolekülen aufgespalten werden und hierdurch die Plastizität erhöht wird.
  • Beispiel i Ein Emulsionsmischpolymerisat aus Butadien und Styrol wird unter Zusatz von etwa i bis 3 0% Phenyl-ß-naphthylamin etwa zehnbis fünfzehnmal durch ein eng gestelltes, auf etwa 120° geheiztes Walzenpaar eines Walzwerkes mit hoher Friktion (etwa 1:1,5) durchgeführt.
  • Hierbei werden Produkte erhalten, die sich gegenüber den unbehandelten Mischpolymerisaten durch eine größere Weichheit und Plastizität auszeichnen und infolgedessen die Füllmittel auf der Walze viel leichter als das unbehandelte Produkt aufnehmen.
  • Derselbe Effekt wird erzielt, wenn man das Mischpolyinerisat aus Butadien und Styrol durch ein Mischpolymerisat aus Butadien und Acrylsäurenitril ersetzt.
  • Beispiel 2 2o Gewichtsteile eines öligen Kondensationsproduktes aus 104 Gewichtsteilen Styrol und 9¢ Gewichtsteilen Phenol, welches nach dem Verfahren des Patents 695 178 hergestellt wurde, werden in Benzol gelöst. Diese Lösung wird auf ein 2 mm dickes Fell eines,synthetischen Kautschuks aufgespritzt, welcher durch Emulsionspolymerisation von Butadien und Styrol hergestellt wurde und 30,b Phenyl-ß-naphthylamin enthält. Die Mengen werden so bemessen, daß auf ioo Gewichtsteile Polymerisat etwa i Gewichtsteil des eingangs erwähnten öligen Kondensationsproduktes kommen. Das Fell wird dann 30 Minuten lang in einer Trockenapparatur ,auf i 2o bis 130° unter Luftzutritt erhitzt. Das Produkt wird hierdurch durchsichtig und zeigt beim Verarbeiten eine erhöhte Plastizität.
  • Das erwähnte Kondensationsprodukt aus Styrol und Phenol kann auch dem synthetischen Latex einverleibt werden und dann gemeinsam mit dem Kautschuk ausgefällt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zum Plastiziercn.vonEmulsions- polymerisaten. von ButadIenen bzw. Emul- sionsmischpolymerisaten von Butadienen mit anderen polymerisierbaren Verbindun-
    gen, dadurch ;gekennzeichnet, daß die Polymerisate in Gegenwart von Antioxydationsmitteln einer oxydativen Behandlung bei erhöhter Temperatur unterworfen werden, wobei das Arbeiten im Autoklaven mit Druckluft ausgenommen ist.
DEI57502D 1937-03-20 1937-03-21 Plastizieren von Emulsionspolymerisaten von Butadienen Expired DE711568C (de)

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DEI57502D DE711568C (de) 1937-03-20 1937-03-21 Plastizieren von Emulsionspolymerisaten von Butadienen

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DEI57502D DE711568C (de) 1937-03-20 1937-03-21 Plastizieren von Emulsionspolymerisaten von Butadienen

Publications (1)

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DE711568C true DE711568C (de) 1941-10-03

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ID=25944963

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DEI57502D Expired DE711568C (de) 1937-03-20 1937-03-21 Plastizieren von Emulsionspolymerisaten von Butadienen

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DE (1) DE711568C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE952938C (de) * 1943-02-28 1956-12-27 Bayer Ag Verfahren zum Stabilisieren von durch Emulsionspolymerisation gewonnenem Kunstkautschuk

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE952938C (de) * 1943-02-28 1956-12-27 Bayer Ag Verfahren zum Stabilisieren von durch Emulsionspolymerisation gewonnenem Kunstkautschuk

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