DE71150C - Klareisapparat mit Bewegung des Wassers in den Zellen durch regelmäfsiges Entfernen und Zusetzen desselben - Google Patents
Klareisapparat mit Bewegung des Wassers in den Zellen durch regelmäfsiges Entfernen und Zusetzen desselbenInfo
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- DE71150C DE71150C DENDAT71150D DE71150DA DE71150C DE 71150 C DE71150 C DE 71150C DE NDAT71150 D DENDAT71150 D DE NDAT71150D DE 71150D A DE71150D A DE 71150DA DE 71150 C DE71150 C DE 71150C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F25—REFRIGERATION OR COOLING; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS; MANUFACTURE OR STORAGE OF ICE; LIQUEFACTION SOLIDIFICATION OF GASES
- F25C—PRODUCING, WORKING OR HANDLING ICE
- F25C1/00—Producing ice
- F25C1/18—Producing ice of a particular transparency or translucency, e.g. by injecting air
- F25C1/20—Producing ice of a particular transparency or translucency, e.g. by injecting air by agitation
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Thermal Sciences (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Zusetzen desselben.
Obgleich man bei der künstlichen Eisbereitung das dazu verwendete Wasser destillirt
und dann sofort gefrieren. läfst, pflegt das Eis
doch voller Blasen zu sein, . welche von den beim Frieren frei werdenden, vorher aufgelösten
Gasen herrühren.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, diese eingeschlossenen Gase sofort in dem Moment
ihrer Entstehung von dem Eis abzuspülen.
Fig. ι bedeutet einen Querschnitt und Fig. 2 einen theilweisen Längsschnitt. Die Apparate
sind in ihrer Anbringung an einer Reihe von Gefrierzellen nach dem Linde'sehen System
dargestellt..
A A sind Gefrierzellen, welche in einer Anzahl von Querreihen in dem Eisbildner angeordnet
sind. Diese Gefrierzellen werden durch Rahmen B getragen, welche wieder mittelst
Räder C auf seitlich des Eisbildners E angebrachten Winkeleisenschienen D ruhen. F ist
eine an der Seite des Eisbildners befindliche Welle, G eine Reihe von um das Ende g
schwingenden und die Rollen g1 tragenden Hebeln, die mit ihren anderen Enden durch
Stangen H an harmonikaartig zusammenklappbare Gefäfse /angeschlossen sind. Die Rollen g1
werden durch eine auf der Welle F sitzende Daumenscheibe J bewegt, deren Abwickelung
in Fig. 3 dargestellt ist. Die Curve dieser Daumenscheibe ist auf ihrem halben Umfange
ein Kreis, steigt dann stetig und gleichmäfsig auf einen Theil des Umfanges von ungefähr
io8° an, verläuft hierauf wieder zwischen weiteren 36 ° cylindrisch und fällt schliefslich
wieder zwischen 36° auf den ursprünglichen Durchmesser. Obgleich dies nach den angestellten
Versuchen die besten Verhältnisse für die Curve sind, so kann dieselbe doch beträchtlich
anders gestaltet sein, ohne das Wesen der Erfindung zu berühren. Dieses besteht in
der Daumenscheibe /, dem Hebel G, der Verbindungsstange H und dem Blasebalg /, womit
am besten jede Reihe von Gefrierzellen versehen wird, wie Fig. 2 zeigt. Ein biegsamer
Schlauch K verbindet den Blasebalg mit dem metallenen Rohr L; letzteres trägt eine Reihe
von kurzen Zweigrohren, welche mit einem am besten aus Glas bestehenden Cylinder M in
Verbindung stehen. Dieser Cylinder hat ein Fortsatzrohr, welches unten in eine Düse N
endigt. O O ist ein oder besser mehrere Balken, welche die Rohre / tragen und an den
Seiten des Eisbildners angebracht sind. Sie werden an jedem Ende durch Bügel P und
diese wieder durch Stangen Q, Hebel R und Laufrollen S unterstützt. Von diesen sind die
Hebel R mit ihren Zapfen an der Wand des Eisbildners drehbar befestigt.
Die Wirkungsweise des Apparates ist folgende: Die mit Wasser gefüllten Gefrierzellen sind
in dem Eisbildner derart angeordnet, dafs sie auf den Rollen C vorgeschoben werden können.
In jede dieser Eiszellen taucht eine Düse N ein, sofern sie nicht zurückgezogen sind, was
dadurch geschehen kann, dafs ein Stift durch das in der Stange T befindliche Loch V ge-
steckt wird, wenn dasselbe durch eine Oeffnung in der Unterlage U hindurchgetreten ist.
Ein zweiter Stift W ist immer durch das Ende der Stange T gesteckt. Die Hebel G werden
mittelst der fortwährend umlaufenden Welle F und der auf ihr befindlichen Daumenscheibe /
gehoben und gesenkt. Dadurch, dafs diese Daumen unter verschiedenen Winkeln zu einander
auf der Welle befestigt sind, sind immer zwei von den Hebeln an ihrem tiefsten und
zwei andere an ihrem höchsten Punkt oder in einer der Zwischenstellungen. Es wird dadurch
die Stange H abwechselnd gehoben und gesenkt und die Blasebälge / daher ausgedehnt
oder zusammengeprefst, so dafs sie Luft durch Rohre K entweder einsaugen oder ausstofsen.
Die in einer Reihe befindlichen Cylinder M sind zusammengenommen im Inhalt ungefähr
so grofs, als der Inhalt eines Blasebalges I ausmacht. Es ergiebt sich daraus, dafs bei jeder
Bewegung der Blasebälge, wenn die Düsen N in das Wrasser tauchen, das in den Cylindern M
befindliche Wasser heftig in die Zellen hinein ausgestofsen wird, auf den Boden herabsinkt
und an den Seiten wieder aufsteigt, wobei es alle Blasen, welche sich an der Oberfläche des
Eises bilden, abspült. Sobald der Eisblock vollständig gefroren ist, wird der Balken O
gehoben und ein Splint durch das Loch V gesteckt, um ihn gehoben zu erhalten, so dafs
die Düsen nicht mehr in das Wasser tauchen, wo sie sonst einfrieren würden. Ebenso wird
der Hebel G durch einen Splint oder in anderer Art hochgehalten, so dafs er nicht mehr
von dem Daumen / berührt wird.
Periodisch wird eine Reihe von Gefrierzellen herausgenommen, da ihr Inhalt ausgefroren ist,
worauf alle zurückbleibenden Reihen vorgeschoben werden. Dabei würden die Düsen N
und die Cylinder M entweder zerbrochen oder sonst verletzt werden. Es wurden deshalb bei
den ersten Versuchen diese Gefäfse und Düsen schwingend eingerichtet, so dafs sie bei Seite
geschoben werden konnten, wenn die Eiszellen unter ihnen hindurch passirten. Es zeigte sich jedoch, dafs die Düsen an den
Rändern der Eiszellen häufig festfroren, wenn sie über denselben wegstrichen, und infolge
dessen abgerissen wurden. Um dieses zu verhindern , wird der Mechanismus R, S, Q, P, T
wie oben beschrieben angewendet. In dem Augenblick, wo die Rolle C auf die Rolle S
trifft, wird die letztere gehoben und damit auch der Hebel R, sowie die Stangen Q und T,
an welchen mittelst des Bügels P der Balken O mit allen seinen Rohren L und Behältern M
befestigt ist. Durch richtige Wahl der Abmessungen und Stellung der Rollen 5 wirkt
diese Einrichtung so, dafs die Enden der Düsen N bis über den Rand der Gefrierzellen
gehoben werden (siehe das vordere Ende der Fig. 2). Fig. 2 zeigt zwei Stellungen des
Apparates, die eine, in welcher die Düsen in ihrer tiefsten oder Arbeitsstellung sind und in
das Wasser der Gefrierzellen eintauchen, die andere mit über die Gefrierzellen emporgehobenen
Düsen, um diese unten frei hindurch passiren zu lassen.
Claims (3)
1. Ein Klareisapparat mit Bewegung des Wassers in den Zellen durch regelmäfsiges
Entfernen und Zusetzen desselben, dadurch gekennzeichnet, dafs entsprechend den
Zellenreihen im Gefrierapparate je eine Reihe durch Daumen und Hebel bewegte
Blasebälge angeordnet ist, welche in mit Düsen JV versehene Kammern M, während die Düsen in die Zellen eintauchen, abwechselnd
Wasser einsaugen und ausstofsen, wobei die Düsen und Wasserkammern
beim Vorschieben der Gefrierzellen A selbstthätig über den Rand derselben
gehoben werden.
2. Eine Ausführung des unter 1. bezeichneten Klareisapparates, bei welcher die Daumen
so eingerichtet sind, dafs sie während einer halben Umdrehung dem Blasebaghebel keine Bewegung, dann eine langsam ansteigende,
hierauf Stillstand und endlich eine schnelle Abwärtsbewegung ertheilen, so dafs das Wasser langsam angesaugt, aber
schnell ausgestofsen wird.
3. Eine Ausführung des unter 1. gekennzeichneten Klareisapparates, bei welcher zum Anheben
der Düsen beim Vorschieben der Gefrierzellen Hebel R angeordnet sind,
welche beim Zusammentreffen ihrer Rollen 5 mit den Rollen C der Zellehrahmen das
auf Balken O ruhende und durch Schläuche K mit den Blasebälgen / verbundene Rohrsystem
L I nebst Kammern M derart heben, dafs die Zellen A sich unter den Düsen
fortbewegen können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE71150C true DE71150C (de) |
Family
ID=344476
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT71150D Expired - Lifetime DE71150C (de) | Klareisapparat mit Bewegung des Wassers in den Zellen durch regelmäfsiges Entfernen und Zusetzen desselben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE71150C (de) |
-
0
- DE DENDAT71150D patent/DE71150C/de not_active Expired - Lifetime
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