DE710833C - Vorrichtung zum Giessen von Flusseisen und Stahl in Blockformen - Google Patents

Vorrichtung zum Giessen von Flusseisen und Stahl in Blockformen

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Publication number
DE710833C
DE710833C DEN38485D DEN0038485D DE710833C DE 710833 C DE710833 C DE 710833C DE N38485 D DEN38485 D DE N38485D DE N0038485 D DEN0038485 D DE N0038485D DE 710833 C DE710833 C DE 710833C
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DE
Germany
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mold
steel
casting
intermediate container
casting mold
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Expired
Application number
DEN38485D
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English (en)
Inventor
Johannes Haag
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
NEUNKIRCHER EISENWERK A G VORM
Original Assignee
NEUNKIRCHER EISENWERK A G VORM
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Publication date
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Publication of DE710833C publication Critical patent/DE710833C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D23/00Casting processes not provided for in groups B22D1/00 - B22D21/00
    • B22D23/006Casting by filling the mould through rotation of the mould together with a molten metal holding recipient, about a common axis

Description

  • Vorrichtung zum Gießen von Flußeisen und Stahl in Blockformen Die. Erfindung betrifft eine weitere Ausgestaltung der im Patent 686764 beschriebenen Erfindung. Die Vorrichtung nach dem Hauptpatent dient zum Gießen von Flußeisen und Stahl in am Boden geschlossene Blockformen und weist einen mit der Gießform zu vereinigenden und gemeinsam mit ilu zu schwenkenden Zwischenbehälter von bestimmter Form auf.
  • Derartige Zwischenbehälter ergeben eine Reihe von Vorteilen, zu denen insbesondere die Möglichkeit gehört, das Metall bis nahe an den Erstarrungspunkt abkühlen zu lassen, ehe .es in die endgültige Form gebracht wird, wobei infolge der großen Oberfläche, die das Metall im Zwischenhehälter aufweist, eine weitgehende Entfernung der noch von der Frischung her im Metall gelösten Gase stattfindet. Stahlblöcke, die unter Verwendung derartiger Zwischenbehälter vergossen wurden, zeigen eine sehr geringe Lunkerbildung und einen außerordentlich geringen Gasgehalt, sind also sehr hochwertig.
  • Nun bietet die Notwendigkeit der Beschaffung derartiger Zwischenbehälter jedoch einen gewissen Nachteil, der .nicht so sehr in den Kosten dieser zusätzlichen Vorrichtungen besteht, denn diese Kosten sind, an den Vorteilen gemessen, recht gering, sondern vielmehr in der Platzfrage,. denn die Zwischenbehälter müssen möglichst in dem von Kränen bestrichenen Raum der Gießerei untergebracht sein, der regelmäßig beschränkt ist.
  • Deshalb ist @es im höchsten Maße wülnschenswert, mit einer verhältnismäßig geringen Anzahl von Zwischenbehältern den ganzen Betrieb zu bewältigen. Das aber setzt eine hohe Leistung der einzelnen Behälter voraus. Diese Leistung kann nur erreicht werden, wenn die Verbindung zwischen dem Behälter und der Gießform rasch bewerkstelligt werden kann. Die einfache Vorrichtung gemäß der Erfindung ermöglicht diese rasche und sichere Verbindung von Zwischenbehälter und Gießform. Sie besteht darin, daß eine schwenkbare Zulaufrinne nvischen dem schwenkbaren Zwschenbehälter und der Gießform angeordnet und so gestaltet und gelagert ist, daß die Rinne unter dem Einfluß der Schwerkraft eine Stellung einzunehmen sucht, die nahezu ihrer Betriebsstellung entspricht, wobei der an der Gießform anliegende Schenkel der Zulaufrinne in Ausnehmungen im Innenrad der Gießform paßt.
  • Schwenkbare Zulaufrinnen sind an sich in Hüttenhetriehen für andere Zwecke schon angewendet worden. Bei der Erfindung aber handelt es sich um die Lösung der oben geschilderten Aufgabe, die Leistungsfähigkeit der Zwischenbehälter zu erhöhen.
  • In der folgenden Beschreibung ist an Hand der beiliegenden Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung erläutert. In der Zeichnung zeigt Abb. i einen Querschnitt durch die mit dem Zwischenbehälter verbundene Gießform in der Stellung, in der die Verbindung herbeigeführt wird, Abb.2 den oberen Teil der Gießform in vergrößertem Maßstabe und Abb.3 den Bewegungsvorgang beim Ein-und Ausfahren der Gießform.
  • Der schwenkbare Zwischenbehälter V mit dem Arm F, der die Gießform I( aufnehmen kann, ist auf einem Bock C gelagert. Die Gießform I\' ist mit der Kante des Behälters V durch einen Bügel B verbunden. Dieser Bügel ist um .eine Achse A drehbar, die in Lagern ruht, die entweder am Rande des Zwischenbehälters oder am Bock befestigt sind. Der Bügel B ist so ausgebildet, daß er unter dem Einfluß der Schwerkraft immer die in den Abb. i und 2 gezeigte Stellung einzunehmen bestrebt ist, die bei dem Ausführungsbeispiel dadurch erreicht wird, daß der untere Schenkel des Bügels verdickt ist, während sein oberer Schenkel spitz zuläuft. Die Gießformrandung weist innen eine Ausn.ehmung E auf, in welcher der eine Schenkel des Bügels, beim Ausführungsbeispiel der verdickte, hineinpaßt.
  • Bei der in Abb. i gezeigten Stellung ist der Zwischenbehälter leer; die Gießform ist soeben mit ihm verbunden worden. Zum Füllen des Behälters wird er gemeinsam mit der Gießform um ungefähr 9o` in Richtung des Pfeiles P geschwenkt.
  • Aus der Abb.3 ist die `'Wirkungsweise der Vorrichtung beim Ein- und Ausfahren der Gießform zu erkennen. Wenn der Zwischenbeh,ältereine neue Gießform empfangen soll, dann wird diese zwischen den Ständern des Bockes C !ein Stück hindurchgefahren. Dabei schlägt die Außenkante der Gießform an den BügelB, der sich aus der gestrichelt gekennzeichneten Stellung l in die Stellung 11 schwenkt und der Gießform den Weg freigibt. Die Gießform wird dann zwischen den Ständern des Bockes weiter hindurchgefahren, bis sie den Bügel freigibt, so daß er wieder in die Stellung I zurückschwingt. Dann wird die Gießform in der entgegengesetzten Richtung bewegt, bis sie die Stellung nach den Abb. i und 2 einnimmt. Damit ist die Verbindung zwischen dein Z«.rischenbehälter und der Gießform geschaffen, die das Gießen unter Vermeidung des frei fallenden Gießstrahls erlaubt. Um das gemeinsame Schwenken von Form und Behälter zu ermöglichen, werden beide durch die Arme F o. dgl., vorzugsweise selbsttätig, miteinander verbunden. Während dieses Vorganges ruht die Form auf .einem fahrbaren Untergestell, das unter Umständen auch mit den Armen F verankert und gemeinsam mit der Form geschwenkt werden kann.
  • Nach dem Füllen der Form befindet sie sich wieder in ihrer senkrechten Lage und kann nun in verschiedener Weise von dem Zwischenbehälter gelöst werden. Zunächst wird die Verankerung mit dem Behälter aufgehoben, und dann wird die Form in derselben Richtung, in der sie auf den Behälter zugefahren wurde, weitergefahren, wobei nunmehr ihre linke Innenkante den Bügel in die Stellung II schwenkt. Es ist klar, daß sofort eine frische, leere Form mit derselben Förderrichtung an den Zwischenbehälter gebracht und mit ihm verbunden werden kann. Erlauben die Platzverhältnisse diese Wegrichtung illcht, dann wird die Form zunächst aus der Stellung der Abb. i etei-as nach rechts verfahren, bis der Bügel die Stellung I in Abb.3 unter dem Einfluß seiner Schwerkraft annimmt. Bewegt er sich jedoch nicht selbständig, weil z. B. sein oberer Schenkel am Rande des Behälters festgebacken ist, dann kann man ihn durch Anfahren der linken Gießformkante an seinem unteren Schenkel. frei machen. Mit einem Haken läßt er sich dann ohne weiteres von Hand in Stellung II bringen, und die Form kann nach' links zurückgefahren werden.

Claims (2)

  1. PATLNTAi1 SPRÜCiiL: i. Vorrichtung zum Gießeis von Flußeisen und Stahl in am Boden geschlossetise Blockformen nach Patent 686.-64 unter Verwendung einer schwenkbaren Zulaufrinne, dadurch gekennzeichnet, daß die Zulaufrinne zwischen dem schwenkbaren Zwischenbehälter (V) und der Gießform (h') angeordnet und so gestaltet und gelagert ist, daß die Rinne unter dem Einflu.ß der Schwerkraft Birne Stellung einzunehmen sucht, die nahezu ihrer Betriebsstellung -entspricht, wobei der an der Gießform anliegende Schenkel der Ztilaufrinne in Ausnehmungen im Innenrand der Gießform paßt.
  2. 2. Vorrichtung ,nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Zul.aufrinne an dem dem Zwischenbehälter zugekehrten Schenkel verjü g t.
DEN38485D 1935-08-11 1935-08-11 Vorrichtung zum Giessen von Flusseisen und Stahl in Blockformen Expired DE710833C (de)

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DE (1) DE710833C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE965952C (de) * 1946-07-18 1957-07-25 Daniel Waeles Verfahren und Vorrichtung zum Giessen von Koerpern, insbesondere von Vollkoerpern aus Nichteisenmetallen und -legierungen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE965952C (de) * 1946-07-18 1957-07-25 Daniel Waeles Verfahren und Vorrichtung zum Giessen von Koerpern, insbesondere von Vollkoerpern aus Nichteisenmetallen und -legierungen

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