DE710329C - Sicherheitseinrichtung fuer die Schmierung von Pleuellagern von mehrzylindrigen Brennkraftmaschinen - Google Patents
Sicherheitseinrichtung fuer die Schmierung von Pleuellagern von mehrzylindrigen BrennkraftmaschinenInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01M—LUBRICATING OF MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; LUBRICATING INTERNAL COMBUSTION ENGINES; CRANKCASE VENTILATING
- F01M1/00—Pressure lubrication
- F01M1/06—Lubricating systems characterised by the provision therein of crankshafts or connecting rods with lubricant passageways, e.g. bores
-
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- F01M1/00—Pressure lubrication
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Description
- Sicherheitseinrichtung für die Schmierung von Pleuellagern von mehrzylindrigen Brennkraftmaschinen Bei schnell laufenden Brennkraftmaschinen wird häufig das Schmieröl in die zwischen den Kurbelzapfen liegenden Gehäuselagerzapfen der Kurbelwelle eingeführt und durch Kanäle in der Kurbelwelle den Pleuellagern zugeleitet. Durch Störungen in der Zuführung durch Verstopfen der Kanäle an den Gehäuselagern oder durch zu großes Spiel in diesen Lagern können Störungen in der ölzuführung auftreten und hierdurch die Sicherheit des Betriebes gefährdet werden.
- Es sind bereits Sicherheitseinrichtungen vorgeschlagen worden, die bei Versagen der Ölzufuhr die Brennkraftmaschine stillsetzen sollen. Die bis jetzt bekanntgewordenen derartigen Einrichtungen weisen jedoch verschiedene Fehler auf und haben sich in der Praxis nicht immer als unbedingt sicher erwiesen, da durch Verstopfen der Ölkanäle oder durch zu großes Lagerspiel der öldruck noch nicht so wesentlich beeinflußt wird, daß die Abstellvorrichtung in Tätigkeit tritt. Bei den bekannten Vorrichtungen ist außerdem der Aufbau verhältnismäßig unzweckmäßig, da durch Anordnung der Sicherheitsvorrichtung an dem freien Kurbelende der Maschine dieses nicht für andere Zwecke, z. B. den Antrieb weiterer Vorrichtungen usw., Verwendung finden kann. Auch das Andrehen der Maschine muß deshalb durch eine besondere Welle erfolgen.
- Nach der Erfindung wird eine Sicherheitseinrichtung vorgeschlagen, die den Aufbau der Maschine in keiner Weise nachträglich behindert und andererseits eine unbedingte Sicherheit gegen auftretenden Ölmangel aufweist. Das Neue besteht darin, daß in den Gehäuselagerzapfen durch den Druck des Schmieröls beaufschlagte Kolben vorgesehen sind, durch welche besondere Teile beeinflußt werden, die der Fliehkraft unterworfen sind und welche auf ein Regelglied für die Leistung der Maschine oder ein Abstellglied wirken. Zweckmäßigerweise werden nach der Erfindung die Kolben in den Gehäuselagerzapfen der Kurbelwelle federbelastet- und durch den öldruck in der Betriebsstellung gehalten, in welcher die Abstellteile durch Sperrglieder verriegelt werden, die mit dem Kolben verbunden sind.
- Nach der Erfindung kann ferner am Maschinengehäuse ein Ring vorgesehen sein, mit welchem das der Fliehkraft unterworfene Glied beim Auslösen der Sicherheitseinrichtung in Berührung kommt und dadurch das Abstellen oder Abdrosseln der Maschine herbeiführt.
- Die Erfindung ist insbesonders wertvoll bei Fahrzeugen, bei denen der Lauf des Motors nicht nach dem Geräusch beurteilt werden kann. Bei derartigen Fahrzeugen werden die durch Ölmangel usw. hervorgerufenen Schäden meist erst dann bemerkt, wenn nicht ;nur das Pleuellager zerstört ist, sondern viel weitergehende Schäden vorliegen, wie Zerstörung von Pleuelstange, Kolben, Zylinder, Gehäuse. Diesen Zerstörungen vorausgehende Schäden können auch nicht ohne weiteres durch besondere Anzeigevorrichtungen am öldruckmesser oder ähnlichen Geräten mit Sicherheit festgestellt werden. Durch die Sicherheitseinrichtung nach der - Erfindung wird schon die Entstehung von Pleuellagerschäden durch Ölmangel zeit Sicherheit verhindert und damit der Grund für größere Zerstörungen beseitigt.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Sicherheitseinrichtung nach der Erfindung beispielsweise schematisch größtenteils im Schnitt dargestellt.
- Es bedeuten i das Gehäuse .einer Brennkraftmaschine, 2 den Gehäuselagerzapfen der Kurbelwelle dieser Maschine, 3 ein Gehäuselager, 4 einen Zufuhrkanal für Drucköl im Gehäuse. 5 und 6 sind Kurbelzapfen; 7 ist eine Axialbohrung in dem Gehäuselagerzapfen 2. 8 ist die Fortsetzung des Schmiäerölkanals 4 in dem Gehäuselagerzapfen. 9 und i o sind Axialbohrungen in den Kurbelzapfen 5 und 6. 11 und 12 sind Pleuelstangen mit den Pleuellagern 13 und 14. Die Bohrungen 9 und i o sind durch die Endstücke 15 und 16 bzw. 17 und 18 verschlossen. i9 und 2o sind Verbindungskanäle zwischen der Axialbohrung 7 des Gehäuselagers 2 und den Axialbohrungen 9 und io der Kurbelzapfen 5 und 6. 21 ist ein in die Bohrung 7 eingesetztes Formstück, das durch die an seinem einen Ende angebrachte Scheibe 22 die Bohrung 7 nach der einen Seite abschließt und das an seinem anderen Ende ein Gewinde 23 trägt, auf welches die Scheibe 24 aufgebracht ist, die die Bohrung 7 an dem anderen Ende abschließt. Die Scheibe 24 besitzt schräg angeordnete Kanäle 25. In der Bohrung 26 des Formstücks 21 ist ein Kolben 27 verschiebbar angeordnet, gegen den sich unter dem Druck einer Feder 28 ein Stift 29 legt, der außerdem in einer Bohrung 3o der Scheibe 22 geführt ist und an seinem rechten Ende einen Kegel 31 trägt. In einer senkrecht zu der Bohrung 26 angeordneten Bohrung 32 des Formstücks 21 ist ein Stift 33 angeordnet, der eine Eindrehung 34 und eine Verlängerung 35 besitzt. Der Stift 33 steht unter dem Druck der Feder 36, die ebenso wie die Verlängerung 35 und ein Teil der Länge des Stifts 33 in der Bohrung 38 der Kurbelwange 39 liegt. Die Bohrung 38 ist durch eine Scheibe 40 verschlossen.
- 41 ist ein Ring, der durch mehrere Schrauben 42 an dem "Gehäuse i befestigt ist. 43 und 44 sind Isolationsstücke, 45 ein Kontaktstück, das zwischen dem Bund 46 der Schraube 42 und der Mutter 47 gehalten wird, 48 ein Schmierloch im Zapfen 6.
- Die Wirkungsweise der in der Abbildung gezeigten Vorrichtung ist folgende. Solange durch die Kanäle 4 und 8 in die Bohrung 7 genügend öl zugeführt wird, so daß in der Bohrung 7, den Kanälen i9 und 20 sowie den Bohrungen 9 und i o ein genügender öldruck vorhanden ist, wird durch diesen öldruck, der durch die Kanäle 25 vor dem Kolben 27 zugeführt wird, der Stift 29 entgegen dem Druck der Feder 28 so weit nach rechts gedrückt, daß derselbe in die Nut 34 des Stifts 33 eingreift. Der Stift 33 wird dadurch entgegen der Wirkung der Fliehkraft in der in der Abbildung gezeigten Stellung gehalten. Die Feder 36 dient dazu, bei niedriger Drehzahl den Stift 33 an der gezeichneten Stelle zu halten, auch wenn wegen des noch :niedrigen Öldrucks der Stift 29 durch den Kolben 27 noch nicht nach rechts bis zum Eindringen in die Nut 34 verschoben ist.
- Sobald der öldruck vor dem Kolben 27 infolge irgendwelcher Störungen in der Ölzufuhr unter ein bestimmtes Maß sinkt, wird der Kolben 27 und der Stift 29 durch die Feder 28 nach links verschoben, so daß der Kegel 31 aus der Nut 34 heraustritt. Dadurch wird der Stift 33 unter der Einwirkung der Fliehkraft entgegen dem Druck der Feder 36 nach außen gehen und durch seine Verlängerung 35 mit dem Ring 41 in Berührung kommen. Infolgedessen wird der an das Kontaktstück 45 angeschlossene Stromkreis geerdet. Dadurch wird in bekannter Weise auf das Regelglied der Maschine im Sinne der Verminderung der Leistung auf ein bei der verringerten Ölzufuhr eben noch, wenn vielleicht auch nur für kurze Zeit, zulässiges Maß eingewirkt oder ein Abstellglied für die Maschine betätigt.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCISG: i. Sicherheitseinrichtung für die Schmierung von Pleuellagern von mehrzylindrigem Brennkraftmaschinen, insbesondere bei Kraftfahrzeugen, bei -welcher das Schmieröl in die zwischen den Kurbelzapfen liegenden Gehäuselagerzapfen der Kurbelwelle eingeführt und durch Kanäle in der Kurbelwelle den Pleuellagern zugeleitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß in den Gehäuselagerzapfen (2) durch den Druck des Schmieröls beaufschlagte Kolben (27) voT-gesehen sind, durch welche der Fliehkraft unterworfene, auf ein Regelglied für die Leistung der Maschine oder ein Abstellglied wirkende Teile (33) beeinfußt werden.
- 2. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolben (27) in den Gehäuselagerzapfen der Kurbelwelle federbelastet sind und durch den öldruck in der Betriebsstellung gehalten werden, in welcher die Abstellteile (33) durch mit den Kolben verbundene Sperrglieder (29) verriegelt sind.
- 3. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ring (41) am Maschinengehäuse vorgesehen ist, mit welchem das der Fliehkraft unterworfene Glied (33) beim Auslösen der Sicherheitseinrichtung in Berührung kommt und dadurch das Abstellen eder Abdrosseln der Maschine herbeiführt.
Priority Applications (1)
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1939
- 1939-04-07 DE DEM144775D patent/DE710329C/de not_active Expired
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