DE710122C - Palladium-Eisen-Legierungen als Dauermagnete - Google Patents

Palladium-Eisen-Legierungen als Dauermagnete

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Publication number
DE710122C
DE710122C DEK134267D DEK0134267D DE710122C DE 710122 C DE710122 C DE 710122C DE K134267 D DEK134267 D DE K134267D DE K0134267 D DEK0134267 D DE K0134267D DE 710122 C DE710122 C DE 710122C
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Germany
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palladium
iron
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alloy
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Expired
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DEK134267D
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English (en)
Inventor
Dr Rer Nat Werner Jellinghaus
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Krupp Stahl AG
Original Assignee
Krupp Stahl AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C5/00Alloys based on noble metals
    • C22C5/04Alloys based on a platinum group metal

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Hard Magnetic Materials (AREA)

Description

  • Palladium-Eisen-Legierungen als Dauermagnete Bei den bekannten, für Dauermagnete verwendeten Stahllegierungen wird die @erforderliche hohe i,'-,oerzitivkraft entweder durch Abschrecken (Martensithärtung) oder durchAusscheidungshärtung, die im allgemeinen durch AbschreckenundAnlasseai hervorgerufen wird, erzielt. Es ist auch eine für die von Dauermagneten geeignete Legierung be- kanntgeworden, die 750/0 Platin und 250/0 Eisen enthält. Es war jedoch nicht bekannt, daß die Dauermagneteigensch.aften auf einer überstrukturumwandlung heruhten.
  • Nach der . Erfindung werden zur Herstellung von Dauermagneten aus Eisen und Palladium 'bestehende ferromagnetische Legierungen verwendet, deren Gehalte an Eisen und Palladium ungefähr im Verhältnis ihrer Atomgewichte stehen. Ein Teil des Palladiums kann durch Platin ersetzt werden. @ In diesem Falle muß die Zusammensetzung der Legierungen so sein, daß die Gehalte an Platin und Palladium zueinander und die Summe ihrer Gehalte zum Eisengehalt ungefähr im Verhältnis ihrer Atomgewichte stehen. In diesen nur aus Mischkristallen bestehenden Legierungen wird nun durch Wärrnebehand-Jung eine Umwandlung bewirkt, durch welche die aus regellos gelagerten Atomen aufgebauten Mischkristalle in Kristalle mit regelmäßiger Atomanordnung übergeführt werden, ohne daß sich die Zusammensetzung der Mischkristalle ändert. Diese Umwandlung der Mischkristalle,. die überstrukturumwändlung genannt wird, bewirkt das Auftreten von inneren- Spannungen, das zu einer Erhöhung derKoerzitivkraft führt. DiezurEinleitungder Überstrukturumwandlung geeignete Wärm@ebehandlung besteht in einer Abkühlung vorn hoher Temperatur mit nachfolgendem Anlassen ,auf niedrigere Temperatur. Die Anlaßtemperatur muß so gewählt werden, daß zwar die Umordnung der Atome im Mischkristall vor sich ,geht, jedoch die dadurch erzeugten Spannungen noch erhalten bleiben. Das Anlassen kann fortfallen, wenn die Abkühlung so langsam erfolgt, daß die Atome Zeit haben, sich während der Abkühlung im Kristall zu ordnen.
  • Als Ausführungsbeispiel des Erfindungs gegenstandes wird ,eine Legierung mit 34,30/a Eisen und 65,7% Palladium genannt, die das Atomverhältnis r : r aufweist. Diese Legierung besitzt im Güßzustand, also nach Abkühlung von der Schmelztemperatur, eine Koierzitivkraft von etwa 2 O,ersted. Durch mehrstündiges Anlassen bei 5oo° C wird in dieser Legierung die überstrukturumwandlung herbeigeführt und die Koerzitivkraft auf 26o O,ersied erhöht. Der Palladiumgehalt kann z«-.-schen etwa 6o und 700;o und der Eisengehalt, entsprechend zwischen etwa 30 und 400/0 e schwanken.
  • Als weiteres Ausführungsbeispiel sei eine, Legierung angegeben, die 27% Eisen, 25,80,'o Palladium und 47,20/0 Platin enthält. Durch 5stündiges Anlassen der im Gußzustand befindlichen Legierung konnte die Koerzitivkraft von io Oersted auf 565 Oersted erhöht werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Die Verwendung einer.aus Eisen und Palladium bestehenden ferromagnetischen Legierung, deren Gehalte an Eisen und Palladium zueinander ungefähr im Verhältnis ihrer Atomgewichte stehen und bei der durch Abkühlen von hoher Temperatur undnachfolgendesAnlassen bei iniedrigerer Temperatur oder durch langsame Abkühlung von hoher Temperatur eine Überstrukturumwandlung herbeigeführt worden ist, zur Herstellung von Dauermagneten.
  2. 2. Die Verwendung einer im Anspruch i angegebenen Legierung, bei der jedoch das Palladium teilweise durch Platin ersetzt ist mit der Maßgabe, daß die Gehalte an Platin und Palladium zueinander und die Summe ihrer Gehalte zum Eisengehalt im Verhältnis ihrer Atomgewichte stehen, für den Zweck nach Anspruch i.
  3. 3. Die Verwendung einer Legierung aus 3o bis 4o% Eisen und 7o bis 6o% Palladium, bei der durch die im Anspruch i angegebene Behandlung eine überstrukturumwandlung erzielt worden ist, für deri Zweck nach Anspruch i.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
NL8204468A (nl) * 1981-12-14 1983-07-01 Elect & Magn Alloys Res Inst Elektrische weerstandlegering, werkwijze voor de bereiding daarvan en werkwijze voor de vervaardiging van een elektrisch weerstandselement.

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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NL8204468A (nl) * 1981-12-14 1983-07-01 Elect & Magn Alloys Res Inst Elektrische weerstandlegering, werkwijze voor de bereiding daarvan en werkwijze voor de vervaardiging van een elektrisch weerstandselement.

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