DE70877C - Aufbewahrungs- und Trinkgefäfs - Google Patents
Aufbewahrungs- und TrinkgefäfsInfo
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- DE70877C DE70877C DENDAT70877D DE70877DA DE70877C DE 70877 C DE70877 C DE 70877C DE NDAT70877 D DENDAT70877 D DE NDAT70877D DE 70877D A DE70877D A DE 70877DA DE 70877 C DE70877 C DE 70877C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65D—CONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
- B65D45/00—Clamping or other pressure-applying devices for securing or retaining closure members
- B65D45/02—Clamping or other pressure-applying devices for securing or retaining closure members for applying axial pressure to engage closure with sealing surface
- B65D45/16—Clips, hooks, or clamps which are removable, or which remain connected either with the closure or with the container when the container is open, e.g. C-shaped
- B65D45/20—Clips, hooks, or clamps which are removable, or which remain connected either with the closure or with the container when the container is open, e.g. C-shaped pivoted
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Sowohl beim Ausschänken gashaltiger Getränke, namentlich des Bieres aus den Aufbewahrungsbehältern
in die Trinkgefäfse als auch während der Zeit, in welcher der Inhalt aus dem Trinkgefäfs ausgetrunken wird, geht
ein Theil der im Getränk befindlichen Gase (Kohlensäure) verloren, wodurch die gesundheitliche
Güte und der Geschmack des Getränkes beeinträchtigt wird. Das Ausschänken von Bier durch Rohrleitungsapparate hat ferner
den Nachtheil, dafs das durch die Leitung gedrückte Bier verunreinigt wird, weil die Leitung
nie ganz rein ist.
Es wird daher hiermit ein ganz neues Ausschankverfahren vorgeschlagen, nämlich das
gashaltige Getränk aus den gröfseren Behältern, in welche es nach seiner Herstellung gefüllt
worden ist, zum Consumvertrieb unmittelbar in Trinkgefäfse zu füllen, welche mit einem
Deckelverschlufs versehen sind, und welche das Getränk längere Zeit frisch in sich aufbewahren
können. Im besonderen soll sich also der Bierausschank in der Weise gestalten, dafs
das Bier aus den Fässern, sei es vom Brauer, sei es vom Gastwirth, direct in die verschliefsbaren
Trinkgefäfse gefüllt und in diesen bis zum Einzelconsum durch die Kundschaft aufbewährt
wird. Hierdurch wird der Flaschenbezw. Bierdruckapparatenausschank entbehrlich, und das Bier hat nichts von seinem ursprünglichen
Gehalt an Kohlensäure verloren, wenn es getrunken wird.
Der gleichzeitig als Aufbewahrungs- und Trinkgefäfs dienende Behälter kann aus einem
der gebräuchlichen Materialien, Glas, Thon, Porcellan, hergestellt sein und besitzt einen
Henkel a, welcher den Verschlufsdeckel b trägt. Letzterer besitzt in einer Ringnuth einen Gummiabdichtungsring
c, mit welchem er auf dem Gefäfsrande aufliegt und somit das Gefäfs nach
aufsen hin abschliefst. Auf dem Deckel ist das eine Ende eines Armes d befestigt, dessen
anderes Ende gelenkig am Gefäfshenkel angebracht ist. Hierdurch ist der Deckel derartig
am Gefäfs befestigt, dafs er, wie gebräuchlich, auf den Gefäfsrand nieder- oder von diesem
ab hochgeklappt werden kann. Während der Trinkpausen wird also der Trinker den Deckel
niedergelegt halten, damit das Gasentweichen infolge des Abdichtungsringes verhindert werde.
Soll dagegen das Gefäfs als Aufbewahrungsbehälter dienen, also während der Zeit von
seiner Füllung bis zu seiner Entleerung durch den Trinker unbenutzt stehen bleiben, so wird
die eigentliche Verschlufseinrichtung angewendet.
Diese besteht aus einem Verschlufshaken e, welcher entweder am Gefäfs hängen und über
den Deckelrand gehakt werden kann oder umgekehrt mit dem Deckel gelenkig verbunden
sein und an die Gefäfswand festgehakt werden kann, und aus einem eigenartig angeordneten
Druckhebel f.
Derselbe ist am hinteren Ende des Tragearmes d schwebend aufgehängt (Fig. 2) und
hängt mit seinem unteren schwereren Winkelarm für gewöhnlich nach abwärts (Fig. 3).
Soll die Abdichtung des Deckels auf dem Gefäfsrande hergestellt werden, so bringt man den
unteren Winkelarm des Hebels über den Deckel und läfst letzteren auf das Gefäfs nieder.
Es liegt alsdann der Quersteg f1 des Hebels
zwischen dem hinteren Deckelrand und Tragarm d und bewirkt, da er etwas stärker ist,
als die Entfernung zwischen Deckel und Tragearm beträgt, ein Abdrücken des Deckels vom
Tragearm. und Niederpressen des hinteren Deckelrandes auf den Gefäfsrand. Infolge
dessen ist der gegenüberliegende Theil des Deckelrandes etwas vom Gefäfsrand abgehoben
und mufs durch den dort befindlichen Verschlufshaken e niedergelegt werden, womit der
Deckel völlig luftdicht auf dem Gefäfsrand niedergehalten ist.
Wird der Verschlufshaken gelöst und der Deckel abgehoben, so fällt der Druckhebel von
selbst in seine ursprüngliche freie Lage zurück und das Gefäfs kann wie jedes gewöhnliche
Trinkgefäfs benutzt und während der einzelnen Trinkpausen dennoch durch den Dichtungsring
c wirklich geschlossen gehalten werden.
Damit das Zurückfallen des Druckhebels ff1
mit Sicherheit erfolgt, besitzt entweder der Tragearm d oberhalb des Deckels ein Gelenk d\
Fig. 3 und 6, oder der Hebel ist in einem Schlitz des Armes d gelagert (Fig. i, 4 und 5).
Im ersteren Falle wird der Deckel beim Anheben etwas vom den Hebel ff1 tragenden
Theil des Armes d abgezogen und der Hebelsteg f1 gleitet vom Deckelrand hinab. Im
zweiten Falle gleitet der Hebel bei angehobenem Deckel in seinem Lagerschlitz nach
unten und somit sein Steg fl von dem Deckelrand
ab.
Verschiedene Getränke, wie Schaumweine, Limonaden, lassen sich wegen ihres starken
Schäumens nicht gut von oben in das Gefäfs eingiefsen, sondern sollen durch eine untere
verschraubbare oder . sonstwie verschliefsbare engere Oeffnung g, Fig. 5, eingefüllt werden,
nachdem der dichte Deckelverschlufs hergestellt worden ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Aufbewahrungs - und Trinkgefäfs für gashaltige Getränke, dadurch gekennzeichnet, dafs der mit einem elastischen Dichtungsring (c) versehene Deckel (b) mittelst eines an einem Deckelscharnierarm (d) drehbar gelagerten und zwischen letzteren und den Deckel einlegbaren Hebelgliedes (ff1) und mittelst eines diesem Hebel gegenüber befindlichen Hakenverschlusses (e) auf den Gefäfsrand luftdicht schliefsend niedergeprefst werden kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE70877C true DE70877C (de) |
Family
ID=344224
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT70877D Expired - Lifetime DE70877C (de) | Aufbewahrungs- und Trinkgefäfs |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE70877C (de) |
-
0
- DE DENDAT70877D patent/DE70877C/de not_active Expired - Lifetime
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