DE70875C - Dampfmaschinen-Kolbenluftpumpe mit nach abwärts gerichteter Wasserbewegung - Google Patents

Dampfmaschinen-Kolbenluftpumpe mit nach abwärts gerichteter Wasserbewegung

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DE70875C
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DENDAT70875D
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A. COLLMANN in Wien
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B25/00Regulating, controlling or safety means
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B2250/00Accessories of steam engines; Arrangements or control devices of piston pumps, compressors without crank shafts or condensors for so far as they influence the functioning of the engines
    • F01B2250/009Condenser pumps for steam engines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 14: Dampfmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom l. Februar 1893 ab.
Bei den bisher gebräuchlichen Dampfmaschinen-Luftpumpen bildete der mitten im Kolbenhub eintretende Schlag des Wassers gegen die Ausströmventile stets die Ursache unruhigen Pumpenganges. Um dies zu vermeiden, sind bei vorliegender Ausführung die aus dem Condensator saugenden Ventile oben am Pumpencylinder oberhalb des Kolbens angebracht, während die nach unten sich öffnenden Druckventile im Kolben selbst derart liegen, dafs die nach unten gerichteten Wasser- und Luftströmungen einen Stofs nicht aufkommen lassen.
Bei der Ausführung der Kolben-Luftpumpe (Fig. 1) sind, entgegen der gebräuchlichen Anordnung, die Saugventile s, die aus dem Condensator C saugen, oben am Pumpencylinder angeordnet, und saugt der nach abwärts gehende Kolben zuerst das Wasser und dann die Luft aus dem Condensator aus.
Bei der Aufwärtsbewegung des Kolbens wird nun zuerst die angesaugte Luft im Pumpencylinder comprimirt und so in sanfter Weise durch die im Kolben angebrachten, nach unten sich öffnenden Druckventile d zuerst das Wasser und dann die Luft wieder ausgeprefst. Nach Befinden könnte auch durch ein vom Kolben in seinen letzten Bewegungsabschnitten nach aufwärts geöffnetes kleines Ueberströmventil die comprimirte Luft des schädlichen Raumes überströmen.
Diese nach unten gerichtete Wirkung der Pumpe bedingt erstens, dafs sowohl beim Ansaugen aus dem Condensator, als auch beim Auspressen des Wassers und der Luft aus dem Pumpencylinder eine sanfte expandirende odercomprimirende Luftwirkung die Wasserbewegung einleitet, und zweitens, dafs sowohl durch die Saug- als Druckventile — welche sich alle nach unten gegen Federdruck öffnen —■ zuerst das Wasser und dann die Luft ausgeprefst wird, so dafs diese Ventile vor dem Schliefsen sich unter der durchströmenden Luft sanft auf ihre Sitze aufsetzen.
Es ist daher weder beim Oeffnen noch beim Schliefsen der Ventile ein Stofs zu befürchten, und da auch, während des Pumpenhubes, kein plötzliches Anschlagen der Wassermassen an die Ventile eintritt, so ist ein ruhiger Gang selbst bei hoher Hubzahl zu erwarten.
Das Wasser kann nun entweder unmittelbar nach unten oder durch den unteren Kanal 0, Fig. ι, seitlich frei abfliefsen, oder es kann durch entsprechende Leitung nach oben geführt werden, wobei es gut ist, möglichst nahe am Pumpenraum Druckventile g und darüber einen Windkessel W einzuschalten.
Diese neuartige, nach unten wirkende Ventilkolbenpumpe hat möglichst kleinen schädlichen Raum, indem die Ventile s und d in einander greifend angeordnet sind. Der Kolben kann entweder, wie in Fig. 1, nach unten hohl sein, wobei stets Luft unter dem Kolben bleibt, oder er kann, wie im Ausführungsbeispiel Fig. 2, unten derart flach gestaltet sein, dafs bei jedem Hubende alle Luft unten entweicht.
Unten am Kolben ist ein nach aufwärts gestülpter Ring angegossen, welcher einen Raum i bildet (Fig. 1), der sich stets mit Wasser füllt, und so, trotzdem dafs Luft unter dem Kolben steht, es verhindert, dafs durch die undichten Pumpenringe Luft über den Kolben gelangt, also eine stete Wasserdichtung dieses Kolbens gebildet wird.
Der Pumpenantrieb kann entweder, wie in Fig. 3 gezeigt, wie gewöhnlich, von oben erfolgen, wobei es gut ist, das Dampfrohr L tangential in den Condensator münden zu lassen, oder es kann, wie in Fig. 2 angedeutet, die Kolbenstange der Pumpe — z. B. als Rohr — nach unten verlängert werden und hier der Antrieb erfolgen, was namentlich bei Verticalmaschinen vortheilhaft sein dürfte.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Eine Luftpumpe für Dampfmaschinen, bei welcher oberhalb des Kolbens die Saugventile s liegen, die aus dem Condensator saugen, im Kolben selbst aber die ebenfalls nach unten sich öffnenden Druckventile (d) angebracht sind, derart, dafs durch die stets nach unten gerichteten Wasser- und Luftströmungen jeder Stofs in der Pumpe vermieden wird.
    Eine Ausführungsform der zu 1. bezeichneten Luftpumpe, bei welcher am Kolbenkörper unten ein Ring angeordnet ist, welcher einen Raum (i) bildet, der, sich mit Wasser füllend, die Kolbendichtungsrmge stets unter Wasser hält und so eine gute Dichtung derselben sichert.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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