DE708685C - Verfahren zur Entfernung von Schwefeldioxyd aus Gasen aus Edeleanu-Anlagen - Google Patents
Verfahren zur Entfernung von Schwefeldioxyd aus Gasen aus Edeleanu-AnlagenInfo
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- C10G—CRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
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Description
- Verfahren zur Entfernung von Schwefeldioxyd aus Gasen aus Edeleanu Anlagen Der Betrieb einer Edeleanu-Anlage, in der Kohlenwasserstoffe mittels flüssigen Schwefeldioxvds oder dieses enthaltender Lösungsmittelgemische extrahiert bzw. entparaffiniert «erden, bringt es mit sich, daß laufend Gase, wie Luft und leichte Kohlenwasserstoffgase, in das Lösungsmittel hineingelangen und im Kondensator bzw. im Kondensatordrucksammler angereichert werden. Auch auf dem Wege über Regel- und Meßinstrumente, deren Verwendung das Einblasen von Gasen in den Lösungsmittelstrom notwendig macht, gelangen diese in den Kondensatordrucksammler. Ein solches Instrument dient beispielsweise im Rahmen einer nach dem Edeleanu-Verfahren arbeitenden Entparaffinierungsanlage der Einstellung des Mischungsverhältnisses von Schwefeldioxyd zum Hilfslösungsmittel, beispielsweise zu Benzol.
- Die in den Lösungsmittelumlauf gelangenden Gase erhöhen den Druck des Kondensatorsystems und erschweren die Ausdampfung des Lösungsmittels und die Kompressionsarbeit der Schwefeldioxvdkompressoren.
- Bisher wurden die Gase mit Hilfe eines einfachen Entlüftersvstems abgeblasen. Auf den Kondensatordrucksainmler -war ein tiefgekühlter Wärmeaustauscher aufgesetzt, durch welchen die mit Schwefeldioxyd gesättigten Gase ins Preie abgeblasen wurden. Entsprechend dein Gesamtdruck des Systems und entsprechend der Temperatur des Kühlers enthielten dann die-Gase noch etwa und mehr Prozent Schwefeldioxyd. Das Abblasen wurde von Hand nach Bedarf eingestellt, wenn der hondensatordruck das normale Maß von etwa.I. atü überschritt.
- Die v*Orliegende Erfindung schlägt ein Verfahren zur selbsttätigen ständigen Entfernung dieser Gase unter Vermeidung von Verlusten an Schwefeldioxvd vor. Es besteht darin, daß die Gase ülyer einen Vorkühler, der im wesentlichen dein früheren Entlüfter entspricht, mit Hüfe eines Kompressors angesaugt und auf höheren Druck verdichtet und dann durch einen zweiten Kühler unter solchen Druck- und Temperaturbedingungen geleitet «-erden, daß das in den Gasen enthaltene Schwefeldioxyd praktisch vollständig. verflüssigt wird. Hierzu stellt man den: Druck durch ein Reduzierventil konstant auf etwa io bis i3 ata und die Temperatur auf etwa -1o bis -30' ein. Das verflüssigte Schwefeldioxyd gelangt in den Drucksammler zurück. Ein Verlust an Schwefeldioxyd wird beim Abblasen von Inertgasen auf diesem Wege vermieden. Die Gase selbst entweichen, nachdem sie von Schwefeldioxyd befreit sind, über das Reduzierventil in die Atmosphäre.
- Der Kompressor wirkt gleichzeitig als Zunießf)unipe für den zweiten Hochdruckkühler, da er niit gleichbleibender Drehzahl betrieben wird. Dieser zweite Kühler ist so zu bemessen, daß er auch darin das Schwefeldioxyd vollständig niederschlägt, wenn der Kompressor reines Schwefeldioxyd ansaugt. Gelangt nun reines Schwefeldioxyd in den zweiten Kühler, so sinkt bei seiner `Verflüssigung der Druck stark ab, wobei sich das selbsttätig arbeitende und auf einen konstanten Druck eingestellte @e<lttzierventil schließt, so dal das Entlüftungssy stein von der Atniospliäre abgeschlossen ist und kein Schwefeldioxyd entweichen kann.
- Die Kompression der Inertgase auf liölierc Drucke hringt gleichzeitig den Vorteil mit sich, daß man diese Druckgase für die obererwähnten Meß- und F,,egelinstritnieiite verwenden kann. Zu diesem Zwecke wird c.in Teil der komprimierten und von Schwefel-'lioxvd befreiten Gase vor dein Reduz.erventil abgezweigt. Über das Meßinstrument gelangen diese Gase zurück in den Kondensator und von dort in den Drucksammler, um abgesaugt zu werden. In diesem Falle zirkulieren somit Inertgase durch das Entlüftungssystem auch dann, -,venn von außen keine Luft in die Anlage eindringt.
- Zweckmäßig werden beide Kühler des Abblasesvstenis als Fraktionierkolonnen ausgebildet, die in ihrem unteren Teil mit Raschigringen gefiillt sind und in deren oberen Teil eine Kühlvorrichtung untergebracht ist.
- Die Röhrenkühlanlagen in den Kolonnen werden in Anlagen, in denen tiefgekühltes flüssiges Schwefeldioxyd vorhanden ist, also z. B. bei Betrieb von Entparaffinierungsanlagen oder in Ettraktionsanlagen,in denen Leichtöle extrahiert werden, am besten durch Durchleiten des kalten flüssigen Schwefeldioxyds gekühlt. Man kann jedoch auch so vot;gehen, daß inan Schwefeldioxyd aus dein Sainniler in die Kühleinrichtung einspritzt und zwecks Kühlung absaugt, vorzugsweise mittels des Kompressors, der auch zum Absaugen und Komprimieren der Niederdruck-= dämpfe aus der Lösungsmittelwiedergewinnungsanlage dient.
- Eine geeignete Ausrüstung des Kondensatordrucksammlers im Sinne der Erfindung ist in der beiliegenden Zeichnung dargestellt.
- Auf den Sammler S ist eine Kolonne K1 aufgesetzt, die etwa zur Hälfte mit Raschigringen gefüllt ist. In den oberen Teil ist ein beispielsweise mit Schwefeldioxyd gekühlter Röhrenkühler eingebaut, so daß ein Teil des in den Gasen enthaltenen Schwefeldioxyds kondensiert wird und in den Sammler zurückgelangt.
- Die Abgase aus der Kolonne K, werden in dem Kompressor P auf etwa io ata oder höher komprimiert und gelangen dann in die zweite Kolonne K2. Diese wird in ihrem oberen Teil auf einer Temperatur gehalten, bei welcher <las in den Gasen noch enthaltene. Schwefeldioxyd praktisch vollständig kor= densiert. Das Kondensat fließt in den untersten Kolonnenteil, aus dem es über das Ventil Ci, das selbsttätig durch eine Cberlaufeinrichtung im Kolonnenboden geregelt werden kann, entnommen und in den Sammler zurückgeleitet wird.
- Die praktisch scli\vefeldioxydfreie@i Gase verlassen den Kühler über das Ventil L'.., oder auch zum Teil Tiber Leitung I, um als Druckgas einem Meßinstrument zugeführt zu werden. Wird von dem Kompressor (aus dem Kühler Kt) reines Schwefeldioxyd angesangt oder mit diesem zusammen nur solche Mengen Inertgase wie für die Entnahme über die Leitung L vorgesehen ist, so schließt sieh das Ventil h= selbsttätig.
Claims (1)
- YATENTANSL'IZUCII: Verfahren zurEntfernungvon Schwefeldioxyd aus den in Edeleanu-Anlagen aus dem Kondensatordrucksammler durch Abblasen gewonnenen und in einem Kühler von einem 'feil der darin enthaltenen Lösungsmitteldämpfe befreiten Gasen, dadurch gekennzeichnet, daß aus dem Kondensatordrucksammler die Gase ständig über einen Vorkühler abgesaugt und auf. höheren. Druck, vorzugsweise etwa 1o bis 1 5 at, komprimiert und durch einen zweiten Kühler unter solchen Druck- und Temperaturbedingungen geleitet werden, daß das in den inerten Gasen enthaltene Schwefeldioxyd praktisch vollständig verflüssigt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEE53211D DE708685C (de) | 1939-12-13 | 1939-12-13 | Verfahren zur Entfernung von Schwefeldioxyd aus Gasen aus Edeleanu-Anlagen |
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Publications (1)
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| DE708685C true DE708685C (de) | 1941-07-26 |
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| DEE53211D Expired DE708685C (de) | 1939-12-13 | 1939-12-13 | Verfahren zur Entfernung von Schwefeldioxyd aus Gasen aus Edeleanu-Anlagen |
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1939
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