DE708205C - Vorrichtung zum Ausrichten des jeweils obersten Blattes eines Stapels von zu praegenden vorgedruckten Papierblaettern in Praegemaschinen - Google Patents
Vorrichtung zum Ausrichten des jeweils obersten Blattes eines Stapels von zu praegenden vorgedruckten Papierblaettern in PraegemaschinenInfo
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Description
- Vorrichtung zum Ausrichten des jeweils obersten Blattes eines Stapels von zu prägenden vorgedruckten Papierblättern in Prägemaschinen Es sind bereits die verschiedenartigsten Vorrichtungen zum Ausrichten des jeweils obersten Blattes eines Stapels von zu prägengen vorgedruckten Papierblättern in Prägemaschinen, bei denen das jeweils zu prägende, bereits ausgerichtete Blatt durch Greifer @erfaBt und unmittelbar in die Prägelage gefördert wird, bekanntgeworden.
- U. a. wurden für diesen Zweck auch schon optische Einstellvorrichtungen verwendet, bei denen beispielsweise mittels Projizieren eines Lichtbündels auf eine Druckplatte bzw. Druckboden: die richtige Lage des Druckbogens festzustellen war. Hierbei bedurfte es aber einer besonderen Ausbildung der Druckplatte und Abgrenzung des Druckfeldes, was eine wesentliche Mehrarbeit bedeutete und .außerdem die Einstellung der Druckbögen nicht mit genügender Genauigkeit ermöglichte.
- Auch zum Erreichen des gleichen Zwecks bekannte Projektionsapparate oder Registerbeobachtungsgeräte, bei denen durch Prismen und Spiegel die Merkpunkte des Blattes auf einer Mattscheihe o. dgl. erkennbar werden, stellten ebenfalls mehr oder weniger zeitraubende und schwierig zu handhabende Einrichtungen dar.
- Des ferneren wurden bereits Nadel- und Zeigervorrichtungen benutzt, deren Handhabung ebenfalls zu umständlich und unzuverlässig war. Die Einstellung des obersten Stapelbla.ttes nach diesen Nadel- und Zeigervorrichtungen war meist rein gefühlsmäßig und erforderte viel Zeit und peinlichste Sorgfalt. Diese Nadel- und Zeigervorrichtungen waren auch insofern recht unzuverlässig, da sie durch Anstoßen usw. leicht beschädigt werden konnten und so nicht mehr genau waren, wodurch dann sehr oft Beschädigungen des Papiers auftraten. Teilweise war es auch erforderlich, derartige Nadelvorrichtungen stets erst wieder aus dem Arbeitsbereich zu führen und danach
in Schwalbenschwanzführung das optische Gerät aufgehängt ist, das aus dem Hauptkörper in und dem Nebenkörpern besteht. Die beiden Körper jn und n des optischen Gerätes sind auf der Querbrücke o unabhängig voneinander verschiebbar.lvicder einzuschwenken, wodurch gleichfalls Ungenauigkeiten auftraten. Alle diese Mängel werden erfindungsgemäl? dadurch beseitigt, daß di-- genaue Prägelage des jev,:;ils obersten Stapelblattes durch das Verschieben des den Stapel tragenden Tisches gegenüber einer oberhalb des Stapels ange- ordneten. hinsichtlich ihrer Wirkungsweise an sich bekannten optischen Einstelleinrichtung festgestellt trtid gesichert wird, wobei das Verschieben des den Stapel tragenden Ein- stelltisches gegenüber einer heb- und senk- baren Grzz idplatte z. B. durch Drehen von an der Grundplatte gelagerten Handgriffspin- dein erfolgt, dis mit dem Einstelltisch in Ver- bindung stehen. Auf der Zeichnung ist die Erfindung bei- spielsweise veranschaulicht, und zwar stellen dar: Abb. z Seitenansicht der Vorrichtung in Verbindung mit der Prägemaschine, Abb. 2 die Vorderansicht der Vorrichtung zum Einstellen des Papierblocks, Abb. 3 dic Draufsicht auf den V; rstelltisclt der Vorrichtung. ' Abb..l die Seiteransieht dazu, --1#bb.5 die Ansicht des mittels eines Ge- uichtes gehaltenen Papierstapels, Abb. 6 und ; dis Draufsicht .auf das zwei- nilige optische Gerät im teilweisen Schnitt, Abb. S di,- Seitenansicht des optischen Ge- rätes mit eitigebatztcni Okular und Abb. 9 die Vorderansicht des Okulars. An einer an sich bekannten Prägemaschine a ist seitlich ein Träger b angebaut, der die Vorrichtung zum Einstellen der Papierblocks und diesen selbst trägt. Dis Vorrichtung zum Einstellen des Papier- blocks besteht aus den Führungsböcken e, cl, in denen die Spindeln c1, dl gelagert sind, die in Muttern f, 1l einer Grundplatte e singrei- fen; auf dieser liegt ein den Pap'_lerstapel tra- gender Einstelltisch n. Um ein Verkanten der Grundplatte c zu vermeiden, sind die Muttern in den Führungsböcken c, cl geführt. Die Grundplattes= ist sowohl durch Handbetrieb als auch durch ein Getriebe selbsttätig je- wcils nach der Höhe des auf dem Einstell- tisch g ruhenden Papierstapels x verstellbar. Von dem Einstelltisch a wird .auch das Rohr 1t getragen, das ebenfalls in senkrechter Rich- tung und jeweils entsprechend der Papier- stapelliölie verstellbar ist. Durch die Stutzen i des Rohrs h. erfolgt das Ansatzgen der zu prä- genden Blätter. Das Rolir k steht zu diesem Zwecke durch den Schlauch k1 (Abb. t) mit einer Pumpe in Verbindung. Oberhalb der Führungsböcke c-, cl sind je zwei Stützen k, kt atrgeordnet, die durch Schienen 1, h verbunden sind. Diese tragen die nach vorn und rück- wärts verschiebbare (2u@erbr "ticke o, unter der - Zum bequemen und genauen Einstellen des optischen Gerätes ist an der Querbrücke o eine Skalap vorgesehen. Das Feststellen des Gerätes geschieht mittels der Stellschrauben q (Abb. 8).
- Der auf dem Einstelltisch g ruhende Papierstapel x wird gegen seitliches Verschieben durch verstellbare Winkelstücke r gesichert. Um den Papierstapel auch von oben gegen ein ungewolltes und vorzeitiges Sichtockern zu sichern, sind Gewichte s (Abb. 5), zweckmäßig zwei, vorgesehen. Diese ruhen lose auf dem Papierstapel x und können infolge ihrer exzentrischen Lagerung mittels eines Gestänges allmählich gehoben werden, so daß während des Ansaugens eines zu prägenden Blattes die Belastung des Papierstapels allmählich aufgehoben und damit ein leichtes Wegfördern durch den Greifer a1 ermöglicht wird.
- Der Einstelltisch g liegt auf der Grundplatte 2 auf und ist auf dieser verschiebbar. Mit der Grundplatte e stehen laschenartig die nach oben verkröpften Winkelstücke ,u, u1 (Abb.3 und 4.) in fester Verbindung, in denen Lageraugen vorgesehen sind. In diesen Lageraugen sind die Gewindedrehköpfe v, v1 drehbar gelagert, durch die Handgriffspindeln t, t1 hindurchführen. Auch am Einstelltisch g sitzen Winkelstücke u°, a3 mit Lageraugen für Drehköpfe h=, v', durch die die Handgriff spindeln t, t1, jedoch ohne Gewinde und mit geringerem Durchmesser ebenfalls hindurchragen und deren Enden mittels Splinte ,14,,u5 o. dgl. so befestigt sind, daß beim Drehen der Handspindeln die Drehköpfe gegeneinander verschoben werden, w3-durch der Einstelltisch g zusammen mit dem Papierstapel x auf der Grundplatte e nach Belieb-en hin und her bewegt werden kann. Um nun das bisher gebräuchliche Durchstechen der Markierungspunkte auf den zu prägenden Bogen und deren Aufstecken zu vermeiden, findet nach der Erfindung ein optisches Gerät Anwendung, in dessen Hauptkörper m das Okular tv neingebaut ist, während der okularlose Nebenkörpern vorn verschlossen ist.
- Die beiden Körper des Gerätes sind so an der Verbindungsbrücke o aufgehängt, daß sie mit ihren Objektiven l! in einer Achse liegen. Soll die Einstellung des zu prägenden Blattes erfolgen, so werden die beiden Objektive genau über den aufgedruckten Marki-rungspunkten x1 der zu prägenden Blätter ein- und festgestellt. Die Markierungspunkte fallen jetzt in die Objektivlinse und vermöge der Spiegel,yl werden die Markierungspunkte in Gegenspiegely2 übertragen, wobei der durch das Objektiv des Nebengerätes n aufgenommene und weitergespiegelte Markierungspunkt durch eine seitlich angebrachte Linsey3 einer gleichen, gegenüberliegenden Linse des Hauptkörperstiz zugeworfen, durch die Umkehrlinse y4 in das Blickfeld des Okulars iv tritt. Der von dem Objektiv des Hauptgerätes nz aufgenommene Markierungspunkt fällt unmittelbar von dem Spiegel y1 in die Umkehrlinse y3 und von hier aus ebenfalls in das Blickfeld des Okulars w.
- Um die beiden Markierungspunkte genau vergleichen zu können, sind in. dem Okular iv zwei nebeneinanderliegende Ringe wl vorgesehen; die durch die Objektivey aufgefangenen Markierungspunkte x1 können nun so ausgeglichen werden, daß sie, wie dies auf der Abb. 9 mit strichpunktierten Linien dargestellt ist, sich mit den Ringen decken, woraus sich ergibt, daß die Lage des zu prägenden Blattes nunmehr richtig ist.
- Bei nicht richtiger Lage des Blattes würden auch die von den Objektiven aufgefangenen Markierungspunkte x1 im Okular u, ungleichmäßig bzw. außerhalb der Ringe w1 liegen; in solchem Falle hat das genaue Einstellen des Einstelltisches g mittels der Handgriffspindeln t, il zu erfolgen.
- An Stelle des Okulars w kann auch eine Mattscheibe Verwendung finden, derart, daß die Markierungspunkte x1 auf dieser dein bloßen Auge erkennbar ;erscheinen und unter Zuhilfenahme von auf der Mattscheibe ebenfalls vorgesehenen Ringen o. dgl. verglichen werden können.
- Der gesamte Arbeitsvorgang ist demnach wie folgt: Nachdem auf den Einstelltisch g eine be- liebige Menge zu prägender Blätter aufgestapelt ist, wird zunächst mittels Handantriebes der P:apierstapelx in eine solche Höhe zu den Saugstutzen i gebracht, daß beim Ansaugen das zu prägende oberste Blatt sich leicht abheben kann. Hiernach wird nun das optische Gerät -mit seinen Objektiven y so eingestellt, daß diese sich genau über den Marki@erungspunkte,n x1 (s. Abb. I und 2 Pfeilrichtung) befinden. Das Blickfeld des Okulars iv läßt dies genau und übersichtlich erkennen und kann eine gegebenenfalls ungleichmäßige Lage des Blattes durch entsprechendes Verschieben des Einstelltisches g mittels der Handgriffspindeln t augenblicklich berichtigt werden. Die Prägemaschine wird nunmehr in Betrieb gesetzt; nachdem zunächst die Ansaugstutzen i das oberste Blatt angehoben haben, wird es in unverrückbarer Lage von dem Greiferal :erfaßt, der Prägeplattea2 zugeführt und dort vom Greifer a3 übernommen. Nach Rückgleiten des Greifersal, der dabei gleichzeitig das Blatt glättet, erfolgt alsdann das Prägen des Blattes durch den Prägestempel a1, worauf das Ablegen des Blattes in den Stapelkasten a5 durch .den Greifer a3 erfolgt.
- Nach der Erfindung ist @es also möglich, stets in kürzester Zeit die zu prägenden Blätter in die genaue Prägelage- zu bringen, worauf dann selbsttätig das Anlegen, das Prägen und das Ablegen folgt.
- Zum Bedienen der mit der Prägemaschine in Verbindung stehenden Vorrichtung ist nur noch eine Arbeitskraft erforderlich, dn° trotzdem weit bessere Arbeitsleistungen zu erzielen vermag, wie dies bisher bei Verwendung mehrerer Arbeitskräfte der Fall war, so daß die Anschaffungskosten einer solchen Vorrichtung von den zu erreichenden Vorteilen bei weitem überragt werden.
Claims (1)
- PATrNTANSPRÜCEIE: I. Vorrichtung zum Ausrichten des jeweils obersten Blattes eines Stapels von zu prägenden, vorgedruckten Papierblättern in Prägemaschinen, bei denen das jeweils zu prägende, bereits ausgerichtete Blatt durch Greifer @erfaßt und unmittelbar in die Prägelage gefördert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die genaue Prägelage des jeweils obersten Stapelblattes durch das Verschieben des den Stapel (x) tragenden Einstelltisches (ä) gegenüber einer oberhalb des Stapels ,angeordneten, hinsichtlich ihrer Wirkungsweise :an sich bekannten optischen Einstelleinrichtung (o, m, @n) festgestellt und gesichert wird. z. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschieben des Einstelltisches (ä) gegenüber einer heb- und senkbaren Grundplatte (e), durch Drehen von an der Grundplatte (e) gelagerten Handgriffspindeln (t, il) erfolgt, die mit dem Einstelltisch (g) in Verbindung stehen. 3. Vorrichtung nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die H:andgriffspindeln (t, t1) in um ihre senkrechte Achse drehbaren Gewindeköpfen (v, v1) bzw. Drehköpfen (v2, v;) geführt werden, die paarweise in den am Einstelltisch (g) angebrachten Winkelstücken (1z2, u-') sowie in den nach oben verkröpften, mit der Grundplatte (e) fest verbundenen Winkelstücken (u, a1) gelagert sind. q.. Vorrichtung nach Anspruch I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der .auf dem Einstelltisch (g) ruhende, seitlich von verschiebbaren Winkelstücken (r) gehaltene Papierstapel oben durch Gewichte (s) belastet wird, wobei während des Abziehens des jeweilig obersten zu prägenden Blattes die Gewichte allmählich selbsttätig gehoben werden und so die Belastung dies Papierstapels (x) innerhalb dieser Zeit unterbrochen wird. 5. Vorrichtung nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß die optische Einstelleinrichtung über dem Blattstapel (x) an einer winkelförmigen, in der Abziehrichtung der Blätter verschieb- und feststellbaren Querbrücke (o) :aufgehängt ist, deren Enden auf Schienen (l, h) gleiten, die von den Führungsböcken (c, cl) für die heb- und senkbare Grundplatte (e) getragen werden. 6. Vorrichtung nach Anspruch t bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die optische Einstelleinrichtung aus einem Hauptkörper (m) und einem Nebenkörper (n) besteht, deren in einer Geraden liegenden Objektive (y) die Markierungspunkte (x1) auffangen und mittels der Spiegel (y1, y2) Bier Auffang- bzw. Umkehrlinse (y4) zuführen, von wo sie in das Blickfeld des Okulars (w) fallen. 7. Vorrichtung nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der vorn Nebenkörper (ia) aufgefangene Markierungspunkt (x1) durch die Seitenlinse (y3) von einer gleichen Seitenlinse im Hauptkörper (m) aufgefangen wird.
Priority Applications (1)
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| DE708205C true DE708205C (de) | 1941-07-15 |
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1938
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