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Leuchte für explosionsgefährdete Räume Die elektrischen Leuchten mit
glühenden Metalldrähten stellen eine Gefahr in Räumen mit explosionsgefährlichen
Gasen dar. Wird der Glaskörper der Leuchte zerstört, so können durch die glühenden
Metalldrähte die explosionsgefährlichen Gase entzündet werden. Man hat Konstruktionen
vorgeschlagen, bei denen die Löschungdes Glühdrahtes durch Wasser oder unter Druck
gehaltene Kohlensäure erfolgt oder die Glühlampe von einem besonderen Schutzgas
umgeben ist. Derartige Konstruktionen haben einen verwickelten Aufbau und infolgedessen
einen hohen Herstellungspreis.
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Durch die Erfindung wird die Aufgabe, eine explosionssichere Leuchte
zu schaffen, auf einem neu-en Weg gelöst, der zu einer einfachen Konstruktion der
Leuchte führt. Erfindungsgemäß ist die Lichtquelle in einem druckfesten Gehäuse
angeordnet und gibt von dort das Licht an einen aus dem Gehäuse druckfest herausgeführten
Lichtleiter aJb, der das Licht einem Lichtverteiler derart zuleit-et, daß sich die
explosiven Gase bei Zerstörung des Lichtverteilers nicht entzünden können.
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Es ist bekannt, an Beleuchtungskörpern mit mehreren Leuchtstellen,
z. B. Kronleuchtern zur Zimmerbeleuchtung, eine einzige in einem Glaskörper angeordnete
Lichtquelle zu verwenden, von der aus das Licht über Glasarme an Strahlungskörper
weitergeleitet wird, jedoch ist bisher nicht erkannt worden, Lichtleiteranordnunggen
für Leuchten in explosionsgefährdeten Räumen zu verwe#nden. Außerdem ist die bekannte
Anürdnung für explos-ionsgefährdete Räume völlig unbrauchbar, da die Gefahr besteht,
daß bei
Beschädigung des empfindlichen, die Lichtquelle enthaltenden
Glaskörpers der Glaskolben der Lichtquelle zerstört und damit
| die explosionsgefährlichen Gase der Umg.v |
| bung entzündet werden können. |
| Z> |
| Es ist ferner ein medizinisches Gerät |
| einer Lichtleiteranordnun- bekannt. |
| derartiges Gerät ist jedoch für explosions- |
gefährdete Räume ebenfalls völlig unbrauchbar. Denn das Gehäuse des Geräts ist in
keiner Weise druckfest. Vielmehr erfordert dieses Gerät Geralde eine gute Verbindung
z3
des Gehäuseinnenraumes mit dem Außenrau-m zur Belüftung der Lichtquelle,
so daß die explosiven Gase völlig ungehindert eindringen und bei Zerstörung der
Lichtquelle entzündet werden können.
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Durch die Erfindung ist - eine Leuchte unter Verwendung einer
Lichtleiteranordnung Z>
geschaffen worden, die in explosionsgefährdeten Räumen
vollkommen betriebssicher arbeitet. Neben einem einfachen Aufbau hat die erfindungsgemäße
Leuchte den weiteren Vorzug, daß sie keiner Wartung bedarf, da die sonst bei Leuchten
für explosionsgefährclete Räume verwendeten zusätzlichen Löschmittel entbehrlich
sind. Im Gegensatz zu den bekannten Leuchten mit Lösehmitteln sind keine Hilfseinrichtungen
notwendig, die das Löschmittel aufnehmen, beim Entweichen des Lösch#mittels im unversehrten
Zustand der Leuchte die Spannung abschalten und bei Zerstörung des Glaskörpers die
Löschmittel in Wirksamkeit setzen. Die Leuchte gemäß der Erfindung hat somit ein
kleines Gewicht und ist infolgedessen mit kleinen Kosten herstellbar.
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Bei der explosionssicheren Leuchte gemäß der Erfindung kann das Licht
durch eine liandelsübliche Glühlampe erzeugt werden und mit Hilfe von Spiegeln dem
als Lichtleiter dienenden durchsichtigen Körper zugeführt werden.
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Eine andere vorteilhafte Ausführungsform der Leuchte besteht darin,
daß das Licht in einem rohrförmigen, zugleich als Lichtleiter dienenden durchsichtigen
Körper erzeugt wird. Zweckmäßig hat der rolirförnlige Körper cine solche lichte
Weite und das in dem Rohr befindliche lichterzeugende Mittel eine solche Entfernung
von der Lichtausstrahlungsstelle, daß bei Zerstörung des Lichtleiters an der Lichtausstrahlungsstelle
Explosionsflammen, die im Innern des Rohres durch Entzünden von eingedrungenen Gasen
an dem lichterzeugenden Mittel entstehen, nicht nach außen dringen können. Für den
rohrförmigen Lichtleiter eignet sich insbesondere als lichterzeugendes Mittel eine
Gasentladungsstrecke. Die Gasentladung kann man mit derartig kleinen Strorndichten
erfolgen lassen, daß in dem Rohr Temperaturen, die ein Zünden der explosionsgefährlichen
Gase bewirken, nicht a,uftreten. Die Elektroden der Gasentladuhgsh65trecke lass-en
sich so bemessen, daß auch sie ihrer Erwärmung keine Temperaturen anhrlic n ler
1 en die Gase zum Anlaß Zünden geben. der explosionsge Vorteilhafte Einzelheiten
der Leuchte gemäß der Erfindung sind bei der Erläuterung der in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiele hervorgehoben.
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Die Zeichnung zeigt drei Ausführungsbeispiele gemäß der Erfindung.
Das Ausführungsbeispiel der Fig. i stellt eine Leuchte mit einer handelsüblichen
Glühlampe dar. Die Ausführungsbeispiele der Fig. 2 und 3
sind Leuchten, bei
denen das Licht durch Leuchtkörper in Sonderausfü#hrung erzeugt wird.
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Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. i ist i ein geschlossenes, nicht
zerstörbares Schutzgehäuse z. B. aus Metall, in das elektrische LeitUngen 2 eingeführt
sind. Im Innern des Schutzgehäuses befindet sich eine handelsübliche GlühlamPe
3, die in eine nicht dargestellte Fassung eingeschraubt ist. Der untere Teil
des Gehäuses hat eine Lichtauslaßöffnung 4. Das von der GlühlamPe 3 erzeugte
Licht wird durch einen durchsichtigen Körper 5 (Lichtleiter) aus dem Innenraum
des Schutzgehäuses durch die Lichtauslaßöffnung4 herausgeleitet, teils auf unmittelbarem
Wege, teils durch Reflexionen innerhalb des durchsichtigen Körpers. Das Licht wird
zweckmäßig dem Lichtleiter durch Spiegel , zugeführt, die ihm gegenüber,
6,
und an ihm selbst, 7, angeordnet sind. Der Lichtleiter
5 ist außerhalb des explosionsgefährlichen Raumes als Lichtausstrahler
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ausgebildet. Der Lichtausstrahler 8 ist in an sich bekannter Weise
von einer Schutzvorrichtung 9, z. B. einem Drahtkorb umgeben.
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Bei dem Gebrauch der Leuchte kann höchstens nur der Teil
8 des Lichtleiters zerstört werden, der aus dem Schutzgehäuse i herausragt.
Im Falle einer Zerstörung dieses Teiles ist keine Gefahr der Entzündung, der explosionsgefährlichen
Gase vorhanden. Zweckmäßig wird die Lichtauslaßöffnung 4 so eng gemacht, daß eine
Zertrümmerung der in dem Schutzgehäuse befindlichen LamPe 3 unmöglich ist.
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Bei der Leuchte gemäß der Erfindung kann der durchsichtige Körper
aus Glas -bestehen. Es können auch statt dessen Stoffe hoher Plastizität, z. B.
organische Stoffe, als Lichtleiter verwendet werden. Ein solcher Stoff ermöglicht
es, die LichtdurchlaßÖffnung 4 größer zu machen. Tritt nämlich bei der Verwendung
eines solchen Stoffes eine Zerstörung des Lichtverteilers ein, so ist infolge
der
Plastizität praktisch ausgeschlossen, daß auch der Lichtverteiler an der in der
Lichtauslaßöffnung4 befindlichen Strecke, die die Explosionssicherhe.it gewährleistet,
zerstört wird.
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Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig.2 ist io ein geschlossener Glashohlkörper,
der aus einem rohrförmigen Glasteil ii und einem kolbenförmigen Glasteil 1:2 besteht.
Der Glaskörper io hat eine dicke Wandstärke. Der rohrförmige Glasteil i i ist an
der Außenseite verspiegelt, während der kolbenförmige Glasteil 12 unverspiegelt
ist. Eine Umhüllung 13,
z. B. ein Metallrohr, schützt den rohrförmigen Glasteil
ii gegen Zerbrechen. In dem rohrförmigen Glasteil ii ist das liohterzeugende Mittel
untergebracht. Bei dem in der Zeichnun- dargestellten Ausführungsbeispiel ist das
lichterzeugende Mittel von einem Glühdraht 14 gebildet, der die Zuführungsleitungen
15, 16 hat. Das von dem Glühdraht erzeugte Licht gelangt teils auf unmittelbarem
Wege, teils durch Reflexionen in der Glaswand aus dem Rohr in den kolbenförtnigen
Teil 12 des Glaskörpers, der zum Ausstrahlen des Lichtes dient. 17 ist eine Schutzeinrichtung
für den kolbenförmigen Glasteil 12.
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Bei der in der Fig. 2 dargestellten Leuchte kann - lediglich
der kolbenförmige Teil 1.2 des Glaskörpers beschädigt werden. Damit bei Beschädigung
dieses Glasteiles die explosionsgefährlichen Gase durch die Umgebung der Leuchte
nicht entzündet werden, wird erfindungsgernäß dem Glasrohr ii eine kleine lichte
Weite gegeben und das lichterzeugende Mittel 14, 15, 16 in einer gewissen
Entfernung von dem kolbenförmigen Teil 1:2 angeordnet. Die lichte Weite des Glasrohres
und die Entfernung des lichterzeugenden Mittels werden derart gewählt, daß 'beim
Zerbrechen des kolbenförmige'n Glasteils etwa an dem Glühdraht entstandene Explosionsflammen
infolge der Abkühlung der Wände des Glasrühres nicht nach außen dringen können.
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Um auch eine Umlenkung der radial von dem Glühdraht ausgehenden- Strahlen
in Richtung der Rohrachse zu erreichen, wird erfindungsgemäß die Außenfläche des
Glasrohres i i schraubenfarmig ausgebildet. Eine solche Form des Glasrohres ist
in dem Teilschnitt der Fig. 3 dargestellt. In dieser Figur sind zwei radiale,
von dem Glühdraht ausgehende Strahlen eingetragen, die durch mehrere Reflexionen
aus dem Glasrohr i i in den kolbenförmigen Glasteil 12 gelangen. Diese Ausführungsform
des Glaskörpers bietet eine weit größere Lichtausbeute als ein Glaskörper mit zylindrischer
Außenfläche.
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An der Leuchte g gemäß der Erfindung kann man an Stelle des Glühdrahtes
eine Gasentladungsstrecke vorsehen. Ein derartiges lichterzeugendes Mittel hat den
Vorzug, daß es eine erheblich kleinere Betriebstemperatur hat als der Glühdraht.
Insbesondere bei mit Niederdruck arbeitenden Gasentladungsstrecken ist die Gastemperatur
verhältnisiziKßig niedrig. Bei derartigen Entladungsstt,#clzen liegt zwar die Gastemperatur
noch in der Nähe der Entzündungstemperatur der Gase. Sobald aber bei Zerstörung
des Glaskörpers der Gasdruck innerhalb des Glasrohres abnimmt, nimmt sofort die
Entzündungstemperatur Werte an, die eindringende explosionsgefährliche Gase nicht
entzünden können. Es ist daher bei Leuchten,- die mit derartigen Gasentladungsstrecken
versehen sind, nicht unbedingt notwendig, daß das Glasrohr über die ganze Länge
durch eine Umhüllung explosionssicher gekapselt ist. Es genügt, das Glasrohr in
der Nähe der Elektroden mit derartigen Schutzmaßnahmen zu versehen. Auch ist es
nicht notwendig, daß die Gasentladung in einem Rohr mit kleiner lichter Weite und
die Elektrode in einem hinreichenden Abstand von dem zerstörbaren Teil des Glaskörpers
angeordnet sind. In diesem Fall ist aber -Voraussetzung, daß die Elektroden derart
bemessen sind, daß die in ihnen auftretenden Erwärmu-ngen keine Entzündungen der
explosionsgefährlichen Gase verursachen können. Ein weiterer Vorzug der explosionsgeschützten
Leuchten mit Gasentladungsstrecken besteht darin, daß ihre Betriebskosten kleiner
sind als die der Leuchten ,mit Glühdrähten. Auch haben die Leuchten mit Gasentladungsstrecken
einen einfacheren Aufbau als die anderen Leuchten.