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Leuchtröhre mit Text Die Erfindung betrifft eine Leuchtröhre mit Text.
Es sind bereits mit Gas oder Dampf gefüllte Röhren kleiner Abmessungen bekannt,
in welchen ein Text vorgesehen ist. Auch sind Röhren bekannt, in welchen ein Träger
angeordnet ist, auf dem eiii Text vorgesehen ist, dessen Buchstaben auf dem Träger
durch einen fluoreszierenden Stoff gebildet werden, der die Gestalt von Buchstaben
hat. Als Träger kann dabei gegebenenfalls die Innenwand der Röhre dienen.
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Wenn derartige Röhren an eine hohe Wechselspannung angeschlossen werden,
wird der fluoreszierende Stoff, aus dem der Text gebildet ist, stark aufleuchten,
während bei geeigneter Wahl der Gas- oder Dampffüllung letztere nur wenig Licht
ausstrahlt. Ein Nachteil der bekannten Röhren ist jedoch, daß sie für den Betrieb
eine hohe Spannung erfordern, so daß Hochspannungstransformatoren nötig sind. Dies
erhöht die Kosten der Anlage, weil den für Anlagen mit hoher Spannung erforderlichen
Vorschriften genügt werden muß.
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Die Erfindung betrifft eine derartige Röhre, die jedoch derart ausgeführt
ist, daß sie ohne weiteres an die normale Netzspannung (22o Volt) angeschlossen
werden kann.
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Die Röhre gemäß der Erfindung ist in der Hauptsache dadurch gekennzeichnet,
daß ihre vorzugsweise zylindrischen Hauptelektroden mit Hilfs-oder Zündelektroden
zusammenarbeiten, wobei die in oder in der Nähe einer Hauptelektrode gelegene Hilfselektrode
über einen Widerstand oder eine
Selbstinduktion mit der Anschlußklemme
verbunden ist, an der die andere Hilfselektrode liegt, und zwar derart, daß die
Röhre unmittelbar an die normale Netzspannung ange§chlossen werden kann: In Fig.
i der Zeichnung ist eine derartige Röhre beispielsweise dargestellt, während Fig.
2 ein Elektrodensystem von anderer Ausbildung als in Fig. i zeigt.
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Die Röhre i ist an beiden Enden mit einem Röhrensockel versehen, der
in einem Quetschfuß 2 endet, in dem je zwei Zufuhrdrähte eingeschmolzen sind. Die
Zufuhrdrähte 3, 4 sind mit den Elektroden 5, 6 der Röhre verbunden und tragen diese.
Die Elektroden bestehen je aus einem Metallzylinder, dessen Durchmesser ein wenig
kleiner als derjenige der Röhre i ist. Die Röhre i ist mit einem Gas, einem Dampf
oder einem Gas- oder Dampfgemisch niedrigen Drucks gefüllt. Vorzugsweise wird als
Gasfüllung eine Mischung von Argon und Neon angewandt, welche während des Betriebes
selber nahezu kein Licht ausstrahlt. Die Zufuhrdrähte 3 und 4 sind über die Leitungen
7, 8 mit den Klemmen 9 des Netzes verbunden. In einem der Zufuhrdrähte, 3, befindet
sich ein Widerstand io, der bei normalen Textröhren die Größenordnung von 2000 Ohm
hat, welcher Wert von der Röhrenlänge abhängig ist.
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In jeden Röhrensockel ist ein zweiter Draht ii bzw. 12 eingeführt,
von denen jeder zu einer Hilfselektrode 13, 14 führt, welche in der Hauptelektrode
5 bzw. 6 vorgesehen ist.
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Jede Hilfselektrode kann aus einem Metallstäbchen bestehen, das in
der zugehörigen zylindrischen Hauptelektrode, in der Nähe der Wand derselben, vorgesehen
ist. Die Leitung i i führt über einen Widerstand 15 von der Größenordnung von io
ooo Ohm zur Klemme 9, mit welcher die andere Hauptelektrode 6 verbunden ist, während
der Draht 12 über einen entsprechenden Widerstand 16 zur anderen Klemme 9 führt,
die mit der Hauptelektrode 5 verbunden ist.
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Bei der Ausführung nach Fig. 2 besteht das Elektrodensystem aus einer
in der zylindrischen Hauptelektrode 6 vorgesehenen zylindrischen Hilfselektrode
14. Der Zylinder 14 kann aus Blechmetall oder aus Metallgaze bestehen. Es hat sich
gezeigt, daß das Zünden der Röhre durch die Zylinderform der Hilfselektrode erleichtert
wird.
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Der Text wird von einem in die Gestalt des anzugebenden Wortes gebogenen
dünnen Stäbchen oder Röhrchen 17 aus Glas oder sonstigem geeignetem Material gebildet,
das an den Stellen, die aufleuchten sollen, an der Vorderseite oder an der Vorder-
und Rückseite mit einer Schicht fluoreszierenden Stoffes bedeckt ist.
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Man kann diesen Stoff derart wählen, daß er örtlich mit verschiedenen
Farben aufleuchtet, so daß ein in verschiedenen Farben aufleuchtender Text erhalten
wird.
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Die Lagerung des Textröhrchens 17 in der Röhre i kann in verschiedener
Weise erfolgen. Bei der Ausführungsform der Zeichnung ist das eine Ende des Stäbchens
17 an einem kräftigen Stützdraht 18 festgeschmolzen, welcher außen um die Elektrode
5 herumläuft und am Lager der Hilfselektrode 13 angeschweißt ist. Das andere Ende
des Stäbchens 17 endet frei in einer kleinen Metallhülse i9, die an einem Stützdraht
2o angeschweißt ist, der zum Stützdraht der Hilfselektrode 14 führt. Es ist selbstverständlich,
daß diese Lagerung des Textstäbchens auch anders sein kann, aber es empfiehlt sich
immer, das eine Ende dieses Stäbchens fest und das andere Ende frei zu lagern, damit
Formänderungen des Stäbchens 17, welche bei Erwärmung auftreten können, aufgenommen
werden können.
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Beim Einschalten der Röhre tritt erst eine Entladung zwischen den
Hilfs- und Hauptelektroden ein, worauf infolge der Ionisation der Gasfüllung das
Rohr entzündet wird, wodurch die Buchstaben aktiviert werden und ein starkes Licht
aussenden in einer Farbe, welche von der Art des fluoreszierenden Stoffes abhängt.
Die Gasfüllung der Röhre leuchtet dabei sehr wenig auf.
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Der Druck der Gasfüllung und der Durchmesser der Röhre 1 werden zusammen
mit dem Gesamtinhalt der Röhre so gewählt, daß eine Wirkung der Röhre bei normaler
Netzspannung möglich ist. Für ein normales, zu diesem Zweck geeignetes Rohr, bei
welchem der Text aus einem einzigen Wort, z. B. »Toilette«, besteht, beträgt der
Energieverbrauch etwa 3 Watt, so daß Röhre, Aufbau und Energieverbrauch sehr billig
sind. Die Röhre kann mit nicht gezeichneten Endkappen auf einem Halter aus Holz
oder Metall montiert werden, an dessen Unter- oder Rückseite die Widerstände io,
15 und 16 angebracht werden können.
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Mit normaler Netzspannung im Sinne der Beschreibung werden Spannungen
gemeint, die nicht unter 220 Volt liegen. Für niedrigere Netzspannungen soll ein
kleiner Transformator benutzt werden, welcher die Spannung auf etwa 200 bis 220
Volt erhöht. Für Röhren anomal großer Länge ist gegebenenfalls ein Erhöhen der Spannung
erforderlich.