DE706909C - Verfahren zum Nachgiessen von Leichtmetallbarren - Google Patents
Verfahren zum Nachgiessen von LeichtmetallbarrenInfo
- Publication number
- DE706909C DE706909C DEA89369D DEA0089369D DE706909C DE 706909 C DE706909 C DE 706909C DE A89369 D DEA89369 D DE A89369D DE A0089369 D DEA0089369 D DE A0089369D DE 706909 C DE706909 C DE 706909C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- metal
- refilling
- light metal
- metal bars
- pouring
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 title claims description 24
- 239000002184 metal Substances 0.000 title claims description 24
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 4
- 238000005266 casting Methods 0.000 claims description 8
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 claims description 6
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 12
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 6
- 229910052782 aluminium Inorganic materials 0.000 description 5
- XAGFODPZIPBFFR-UHFFFAOYSA-N aluminium Chemical compound [Al] XAGFODPZIPBFFR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 5
- 239000000463 material Substances 0.000 description 4
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 3
- 230000007547 defect Effects 0.000 description 3
- OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N Carbon Chemical compound [C] OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 2
- 239000004566 building material Substances 0.000 description 2
- 239000010439 graphite Substances 0.000 description 2
- 229910002804 graphite Inorganic materials 0.000 description 2
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 2
- 238000002844 melting Methods 0.000 description 2
- 230000008018 melting Effects 0.000 description 2
- 238000013021 overheating Methods 0.000 description 2
- 238000005096 rolling process Methods 0.000 description 2
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 2
- 229910000838 Al alloy Inorganic materials 0.000 description 1
- 229910001018 Cast iron Inorganic materials 0.000 description 1
- VYZAMTAEIAYCRO-UHFFFAOYSA-N Chromium Chemical compound [Cr] VYZAMTAEIAYCRO-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N Copper Chemical compound [Cu] RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 238000010521 absorption reaction Methods 0.000 description 1
- 238000000137 annealing Methods 0.000 description 1
- 239000010425 asbestos Substances 0.000 description 1
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 description 1
- 229910052802 copper Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000010949 copper Substances 0.000 description 1
- 210000003298 dental enamel Anatomy 0.000 description 1
- 239000011810 insulating material Substances 0.000 description 1
- 238000004900 laundering Methods 0.000 description 1
- 229910001338 liquidmetal Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000000155 melt Substances 0.000 description 1
- 150000002739 metals Chemical class 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 230000001681 protective effect Effects 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
- 229910052895 riebeckite Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 1
- 238000007711 solidification Methods 0.000 description 1
- 230000008023 solidification Effects 0.000 description 1
- 239000010902 straw Substances 0.000 description 1
- 239000002023 wood Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D21/00—Casting non-ferrous metals or metallic compounds so far as their metallurgical properties are of importance for the casting procedure; Selection of compositions therefor
- B22D21/002—Castings of light metals
- B22D21/007—Castings of light metals with low melting point, e.g. Al 659 degrees C, Mg 650 degrees C
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D39/00—Equipment for supplying molten metal in rations
- B22D39/02—Equipment for supplying molten metal in rations having means for controlling the amount of molten metal by volume
- B22D39/026—Equipment for supplying molten metal in rations having means for controlling the amount of molten metal by volume using a ladler
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Resistance Heating (AREA)
Description
- Verfahren zum Nachgießen von Leichtmetallbarren Es ist bekannt, daß sich beim Gießen .von Leichtmetallbarren, insbesondere von Barren oder Blöcken aus Aluminium, sog. Lunker bilden, die sich gerade bei diesem Metall besonders schädlich auswirken. Während es z. B. beim Eisenguß leicht möglich ist, die nicht sehr starke Erstarrungskruste über den Lunkern zu durchbrechen und durch Nachgießen von. Eisen ein homogenes Gußstück herzustellen, so bedarf es doch auch hierbei schon großer Sorgfalt. Weit schwieriger liegt der Fall bei einem stärker schwindenden Metall, insbesondere bei Leichtmetallen, und namentlich bei Aluminium. Die Hauptschwierigkeiten liegen hier darin, daß der Guß schnell oberflächlich oxydiert, und d.aß eine Gasaufnahme stattfindet, so daß durch beide Ursachen eine feste Verbindung zwischen der nachgegossenen Metallmenge und dem Hauptteil des Blocks nicht mehr eintritt, und dann beim Walzen der nachgegossene Materialpfropfen wieder herausschießt.
- Unter diesen Umständen war es bisher nicht zu vermeiden, daß insbesondere bei Aluminiumguß sehr große Verluste stattfanden. Das machte sich um so unangenehmer bemerkbar, als die Mängel gewöhnlich erst in einem späteren Arbeitsstadium entdeckt wurden, wenn nämlich die durch Auswalzen erhaltenen Bleche nicht zu benutzen waren. Hier trat dieser Fehler nach dem Glühprozeß in Form von großen Blasen oder in Form N an Oxydeinschlüssen oder durch Abtrennung des nachgegossenen Metalles äußerst verlustbringend in Erscheinung. Zur. Vermeidung dieses letzteren Materialfehlers könnte man Nachgießmetall in einem gesonderten Schmelzofen auf einer höheren Temperatur halten. In der Praxis bereitet diese Möglichkeit jedoch dadurch sehr große Schwierigkeiten, da das Nachgießmetall in analytischer Beziehung nicht genau dieselbe Zusammensetzung haben kann wie das Metall aus dem Schmelzofen für den Barrenguß. Außerdem besteht bei einem überhitzten N achgießmetall die große Gefahr, daß im nachgegossenen Teile des Barrens doch noch eine Gasaufnahme stattfindet. Schon aus diesem Grund war at-ch ein für das Nachgießen von Eisen oder Kupfer geniachtzr Vorschlag hier nicht zu verwenden. das zum Nachgießen bestimmte Metall so hoch wie möglich zu überhitzen.
- Andererseits hat inan auch llaßnaliinen getroffen, alle \acliteile dadurch ztt vcrnieiden, daß man eine Abkühlung des Kokilleninhaltes in unerwünschter Richtung zu verhindern versuchte, indem man den Fornicnboden besonders rasch kühlte oder umgekehrt den oberen Teil der Form besonders waren hielt. Man hat auch Kühlkokillen, Kippkokillen und Kokillen finit seitlichem Einguß konstruiert, uni damit die Schmelze itniner so langsam einzuführen, daß mir immer eine dünne Schicht in der Form noch flüssig war. Doch könnten diese 'Maßnahmen nur beschränkte Anwendung finden, und das namentlich bei einem so stark schwindenden .Material wie Aluminium. Selbstverständlich ist es auch, daß wenn Leichtmetallbarren mit zu kaltem Metall nachgegossen werden, dal3 sich dann das Nachgiel:ünetall nicht finit dem Barren verbindet.
- Aber auch noch ein anderer, wichtiger Unistand war zu beachten. Bei der Durchführundes Nachgießens mußte inan sich auch des richtigen Werkzeuges bedienen. 'Man konnte hierbei nicht so verfahren, daß inan einen Gießkessel oder fahrbaren Tiegelofen v erwendet hätte, tlen man etwa von einer festen Längsführung hätte tragen lassen. Eine solche Vorrichtung wäre viel zu schwerfällig und zum Nachgießen gar nicht zu benutzen. Zitni Nachgießen kann nur ein handlicher, in jede Stellung zu bringender Gießlöffel verwendet werden. Es ergab sich also hierdurch die Notwendigkeit, zum Nachgießen von Leichtmetallbarren das nachzugießende Metall mittels regelbar zu beheizenden Gießlöffels stetig und ohne L`berhitzung des nachzugießenden Metalles zuzuführen.
- Es ist bekannt, Gießtiegel oder Kokillen anzuwärmen oder auch ortsfeste Gießrinnen warm zu halten, aber diese 'Maßnahmen sind zum Nachgießen von Leichtmetallbarren nicht geeignet.
- Es kommen an sich -zwei Ausführungsformen in Betracht, nämlich einmal mittel elektrischer @@' itlerstan<islieizung, das andere \4a1 mittels Gasheizung. Praktisch empfiehlt sich aber nur die erstere, da es auf eine genaue Temperaturregelung des Löffelinhaltes ankommt und sowohl eine zu starke Abkühlung, als auch eine t'berhitzung vermieden werden muß. Eine Ausführungsform eines elektrisch beheizten Gießlöffels nach der Erfindung ist in Abb. i und 2 im Längsschnitt und Draufsicht schematisch und beispielsweise dargestellt. Hierbei ist i der eigentliche Löffel mit seitlichen Ausgiissen 2; 3 ist der Löffelstiel mit Verlängerung ,4.
- Der Gießlöffel i, der im übrigen beliebig ausgestaltet sein kann, besteht in der gezeichileten Ausführungsform innen, bei 5, .aus einem Baustoff, der gegen das flüssige Metall genügend widerstandsfähig ist, und für den namentlich Graphit in Frage kommt. Es kann aber auch Chroninickelstahl oder Chromguß oder ein hoch hitzebeständiger, insbesondere temperaturwechselbeständiger Werkstoff aus Email sein. Min Falle man Eisen verwendet, muß dies finit einer Schutzauskleidung aus pulverisiertem Graphit oder aus Schlämmkreide versehen werden.
- Uni den so hergestellten inneren Gießlöffel herum sind die Heizspiralen 6 angeordnet, die in Isolierstoffen 7, wie Asbestmassen o. dgl., liegen. Außen folgt dann noch ein 'Mantel S aus Eisenblech, Stahlblech, Gußeisen oder einem sonst geeigneten Baustoff.
- Der Löffelstiel 3 In tellt zweckmäßig aus einem Eisenrohr 9, <las mit Isoliermasse to gefüllt ist und in dieser die beiden Stromleitungen ii enthielt. Die Verlängerung .T des Stiels kann auch Holz sein, um sie bequemer anfassen zti können. Sie läßt in Bohrungen die Leitungen io durchgehen. Die Verbindung zwischen 3 und :4 braucht nicht lösbar zu sein. 12 sind die Kontakte, um die Vorrichtung an eine passende Strohquelle anzuschließen. Hier muß auch ein regulierbarer Heizwiderstand eingeschaltet «erden, der nicht nietgezeichnet ist; denn cla die Temperatur des flüssigen Nachgießinetalls bei Beinaluminium wie auch bei Aluminiumlegierungen in gewissen Grenzen schwankt, so muß der Nacligiel31öffel für jeden hier in Betracht kommenden 7weck regulierbar sein, wozu eben ein solcher Heizwiderstand benötigt wird.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Nachgießen von Leichtmetallbarren, dadurch gekennzeichnet, daß das nachzugießende Metall mittels regelbar zu beheizenden Gießlöffels stetig und ohne L herhitzung des nachzugießenden Metalls zugeführt wird.
- 2. Gießlöffel zum Nachgießen nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Anwendung der elektrischen Widerstandsheizung.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA89369D DE706909C (de) | 1939-04-19 | 1939-04-19 | Verfahren zum Nachgiessen von Leichtmetallbarren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA89369D DE706909C (de) | 1939-04-19 | 1939-04-19 | Verfahren zum Nachgiessen von Leichtmetallbarren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE706909C true DE706909C (de) | 1941-06-09 |
Family
ID=6950563
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA89369D Expired DE706909C (de) | 1939-04-19 | 1939-04-19 | Verfahren zum Nachgiessen von Leichtmetallbarren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE706909C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1992004148A1 (de) * | 1990-09-12 | 1992-03-19 | Maschinenfabrik Müller-Weingarten Ag | Dosier- und beschickungseinrichtung für druckgiessmaschinen |
| DE102021000655B4 (de) | 2021-01-29 | 2022-12-01 | Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Körperschaft des öffentlichen Rechts | Gießkelle zum Schöpfen und Gießen flüssigen Metalls und Verfahren |
-
1939
- 1939-04-19 DE DEA89369D patent/DE706909C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1992004148A1 (de) * | 1990-09-12 | 1992-03-19 | Maschinenfabrik Müller-Weingarten Ag | Dosier- und beschickungseinrichtung für druckgiessmaschinen |
| DE102021000655B4 (de) | 2021-01-29 | 2022-12-01 | Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Körperschaft des öffentlichen Rechts | Gießkelle zum Schöpfen und Gießen flüssigen Metalls und Verfahren |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3536879C2 (de) | ||
| DE706909C (de) | Verfahren zum Nachgiessen von Leichtmetallbarren | |
| DE824546C (de) | Verfahrn und Anlage zum kontinuierlichen Giessen von Metallplatten | |
| DE625014C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Auskleiden von Lagerschalen | |
| DE846900C (de) | Giessform fuer das stetige Giessen von Metallen | |
| DE855151C (de) | Giessform und Verfahren zur Herstellung von Stahlbloecken | |
| DE925856C (de) | Giessform zur Herstellung hochwertiger Staehle | |
| DE892230C (de) | Verfahren zum Stranggiessen metallischer Werkstoffe | |
| DE2147548A1 (de) | Verfahren zum Feinen und Gießen von Stahl sowie eine Anordnung zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE1902116A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Stranggiessen | |
| DE467363C (de) | Spritzgussmaschine mit Metallfoerderung in die Gussform durch Verdraenger und Steigrohr | |
| DE811490C (de) | Vorrichtung zum Zufuehren des schmelzfluessigen Giessgutes in die Giessform beim Stranggiessen | |
| DE869541C (de) | Beheizte Giessform zum stetigen Giessen von Metallen | |
| DE753987C (de) | Vorrichtung zum Angiessen von Maschinenteilen | |
| DE496314C (de) | Verfahren zur Waermebehandlung fester oder halbfluessiger Gussbloecke unter Anwendung von Hochfrequenzstroemen | |
| DE655540C (de) | Vorrichtung zum Ausbessern von Gussstuecken auf fluessigem Wege | |
| DE416337C (de) | Verfahren zum Schmelzen und Giessen von Metallen, insbesondere von Aluminium | |
| AT266358B (de) | Verfahren zum Gießen von Metallblöcken | |
| DE876892C (de) | Verfahren zum Giessen von Bloecken, Barren od. dgl. | |
| DE492776C (de) | Elektrischer Ofen zum Schmelzen und Erschmelzen von Glas, Wasserglas, Zement und anderen Stoffen | |
| DE707096C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Plattieren von Aluminiumlegierungen mit Reinaluminium | |
| DE846439C (de) | Vorrichtung zum Herstellen von Verbundmetallstraengen | |
| DE600593C (de) | Verfahren zum Giessen von Kupferbrammen | |
| DE706908C (de) | Verfahren zum Herstellen von Stahlbloecken, insbesondere von legierten Staehlen | |
| DE498446C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Giessen von Metallen und keramischen Massen nach dem Schleuderverfahren, unter anderem fuer zahntechnische Zwecke |