DE705979C - Verfahren zum mechanischen Trennen von grobkoernigen Stoffgemischen - Google Patents
Verfahren zum mechanischen Trennen von grobkoernigen StoffgemischenInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B03—SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
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Description
- Verfahren zum mechanischen Trennen von grohUrnigen Stoffgemischen Sowohl in der trocken- als auch in der naßmechanischen Aufbereitung von grobkörnigenStoffgemischen, insbesondere Mixieralgernischen, ist ein Verfahren zum mechanischen Trennen bekannt, bei dem das Verfahren auf die sofortige Abschexdung nur reinen Gutes und reiner Berge abgestellt und das verbleibende Zwischengut, in das die Grenzschichten zwischen Haltigem und Unhaltigem absichtlich mit hineingenommen werden, weiter nach bekannten Verfahren aufbereitet wird. Wenn auch hierbei neben dem reinsten Gut einerseits und den reinen Bergen andererseits das Zwischengut in größeren Mengen anfällt, so kann doch auch bei diesem Verfahren das Zwischengut trotz dieses größeren Anfalles wirtschaftlich aufbereitet werde=n. Dieses bekannte Verfahrnen ist somit auch durch die Abführung und Aufbereitung der Grenzschichten der bei der Naßaufbereitung anfallenden Gutsteile gekennzeichnet.
- Gegenstand der Erfindung ist die Vereinigung dieses bekannten naßmechanischen Trennverfahrens mit der haftmechanischen Aufbereitung für grobkörnige Stoffgemische von 5 bis ioomm Korngröße, bei der a) die Unterschiedlichkeit der einzelnen Gutsbestandteile des Gemisches hinsichtlich ihrer Benetzbarkeit mit Wasser zunächst erzeugt oder verstärkt wird durch eine Vorbehandlung des Staffgernisches mit wäßrigen Lösungen oder Emulsionen von in der Schwirnmaufbereitungals Sammler bekannten wasserlöslichen, organischen Stoffen; b) die derart vorbehandelten Stoffgemische mit Wasser abgespült und dadurch hinsichtlich ihrer Haftfähigkeit an hydrophilen erstarrenden oder hydrophoben erhärtenden bzw. erstarrenden Haftmassen künstlich unterschiedlich. gemacht werden;
vermöge ihrer verschiedenen Ilaftfäbigkeff'@ auf den Haftmassen getrennt werden.c) die Stoffgemische anschließend aufs; hydrophobe erhärtende oder hydrophile ex" .- starrende Haftmassen, aufgebracht durch die'e, - Ein derartiges Haftverfahren ist bereits vorgeschlagen worden, jedoch gehört dieser Vorschlag noch nicht zum Stande der Technik. Zwar sind an sich haftmechanische Aufbereitungsverfahren, die mit einer zähflüssigen, aus organischen Stoffen bestehenden Haftmasse arbeiten, bereits bekannt. Jedoch eignen sich diese nicht für gröbere Stoffgemische von 5 bis ioomm Korngröße.
- Durch die vereinigte Anwendung des naßmechanischen und dieses haftmechanischen Aufbereitungsverfahrens ergeben sich neue Möglichkeiten der weiteren Trennung des Zwischengutes, weil das haftmechanische Aufbereitungsverfahren im Gegensatz zum naßmechanischen eine Trennung unabhängig von der scheinbaren Wichte der Körner gestattet. Während also beispielsweise bei der naßmechanischen Steinkohlenaufbereitung flache oder porige Schieferstücke im Mittelgut verbleiben, weil sie eine geringere Wichte vortäuschen, als ihrem Aschengehalt entspricht, können diese Anteile haftmechanisch ohne weiteres aus dem Mittelgut wieder ausge; schieden werden. Allgemein ausgedrückt wird also die Grenze, die der nahmechanischen Trennung durch die Gleichiilligkeit aschenreicher Anteile mit großem Porenvolumen mit aschenärmeren, aber dichten Anteilen gezogen ist, durch die anschließende haftmechanische Aufbereitung überwunden.
- Bei der Anwendung der haftmechanischen Aufbereitung auf das bei der naßmechanischen Aufbereitung anfallende Zwischengut kann es daher vorteilhaft sein, die bei der Naßaufbereitung auftretenden Grenzschichten gesondert abzuführen und für sich getrennt haftmechanisch aufzubereiten. Auch eine weitere Abänderung der bisher vorgenommenen Klassierung nach Korngrößen bei der naßmechanischen Aufbereitung kann unter dem Gesichtspunkt der nachfolgenden Trennung der Zwischenerzeugnisse nach ihrer Haftfähigkeit vorgenommen werden, indem entweder weiter auseinander liegende Korngrößen zusammengefaßt oder umgekehrt neue Kornklassen zur Erzielung eines echten Mittelgutes hei der vereinigten Anwendung beider Verfahren erzielt werden. Beispiel Es seien die Ergebnisse mitgeteilt, die mit einem Zwischen--ut einer Kohlensetzwäsche er-
insofern besonders deutlich, als dieses Geinisch infolge der hohen Wichte der Mittelgutkohle und wegen der ungünstigen Form des tauben Begleitgesteins nach dem bisher bekannten Verfahren der Kohleaufbereitung nicht weiter getrennt werden könnte. Das genannte Zwischengut der Kohlensetzwäsche in einer Körnung von 4o bis 8o mm enthielt 42 0Jo Asche. Es wurde nach der Erfindung haftmechanisch zu 66 Gewichtsprozent in ein Konzentrat mit nur 26% Asche und zu 3:10-ö in Abg;i>>ge mit 730'o Aschengehalt aufbereitet. Die Vorbehandlung des Zwischengutes vor der Aufgabe auf die Haftmassen der haftmechanischen Aufbereitungsvorrichtung bestand in diesem Falle lediglich in einem Abspülen mit Wasser, so daß also das Gemisch naß auf die Haftmassen gegeben wurde. Sofern die natürlichen Haftunter; schiede zwischen Kohle und Berge gegenüber der Haftmasse nicht ausreicht, empfiehlt sich, eine künstliche Verschärfung der Trennbarkeit der Haftbarkeit hervorzurufen durch Behandlung des Zwischengutes mit wäßrigen Emulsionen aliphatischer oder aromatischer organischer Flüssigkeiten.wurden, welches haftmechanisch nach @@Erfindung weiter aufbereitet wurde. Die- 9..'Versuch zeigt die Vorteile der Erfindung
Claims (3)
- PATENTANSPIZ VCHE: i. Verfahren zum mechanischen Trennen von grobkörnigen Stoffgemischen, insbesondere Mineralgemischen, dadurch gekennzeichnet, daß ein naßmechanisches Verfahren auf die sofortige Abscheidung nur reinen Gutes und reiner Berge abgestellt und daß das verbleibende Zwischengut, in das die Grenzschichten zwischen Haltigem und Unhaltigem mit hin- 1 eingenommen werden, haftmechanisch aufbereitet wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die gesonderte Abführung und Aufbereitung der Grenzschichten der bei der Naßaufbereitung anfallenden Gutsteile.
- 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die für die naßmechanisehe Aufbereitung nach der i Wichte erforderliche Klassierung (Trennung nach Korngrößen) unter Berücksichtigung der Erfordernisse des Haftvorganges erfolgt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT705979X | 1937-09-25 |
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| DEB184593D Expired DE705979C (de) | 1937-09-25 | 1938-09-13 | Verfahren zum mechanischen Trennen von grobkoernigen Stoffgemischen |
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1938
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