DE70528C - Selbstthätige Ausrückvorrichtung für Garn weifen - Google Patents
Selbstthätige Ausrückvorrichtung für Garn weifenInfo
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- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65H—HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
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Description
Die gesammten Mechanismen sind an einer Traverse B befestigt, welche zwischen den
Maschinenwänden A A gelagert ist.
Fig. 4 zeigt die Stellung der Mechanismen beim Gang der Weife. Die Ausrückstange E
steht am weitesten rechts. Der Klöppel N ist aus dem Bereich der Zangen G und F. Die
Schieberstange D wechselt, da sie beständig hin- und hergeht, fortwährend ihren Stand,
während die Ausrückstange E feststeht. Die Schieberstange ist hier in der äufsersten Stellung
rechts gezeichnet. . Die Riemengabel U hat beim Gang der Weife die in Fig. 4 gezeichnete
Stellung; sie befindet sich in der Einkerbung F1 der Ausrückplatte F.
Fig. 5 zeigt die Leerlaufstellung der Weife, und zwar sind die Mechanismen so gezeichnet,
dafs der Klöppel und der Gebindhebel zu gleicher Zeit ausrückt. Die Wirkung ist dabei
folgende:
Infolge Fadenbruchs ist der Klöppel N zwischen die Zangen G F gefallen und die
trichterförmige Zange G nach links gedrängt worden, desgleichen die Äusrückstange E, auf
welcher sie befestigt ist, und somit auch der Winkel T, welcher die Riemengabel aus der
Kerbe V geworfen und ausgelöst hat. In demselben Augenblick, also als Klöppel N
zwischen die Zangen G F fiel, senkte sich aber auch die Gebindfalle e in die Kerbe f des
Zählrades g und zog den GebindausrUckhebel c niederwärts, so dafs er auf die Nabe 1 des
Stöfsers zu liegen kam und mitgenommen wurde. Hierdurch wurde der Ausrückwinkel T
so gedreht, dafs er die Riemengabel U aus der Kerbe V1 warf, wodurch die Gabel in die
Gewalt der Feder W, Fig. 2, kam und die Ueberführung des Riemens auf die Leerscheibe
beschleunigt wurde. Also Klöppel N und der Gebindhebel c rücken in der gezeichneten
Stellung in demselben Augenblick aus. Der Stöfser α ist so eingestellt, dafs der Winkel T
in demselben Bogen schwingt, wenn der Klöppel N ausrückt und wenn der Gebindhebel c
ausrückt. Sobald die Riemengabel nun nach rechts schwingt, legt sich das Dreieck h auf
den vorderen Theil des Gebindhebels und hebt den hinteren Theil desselben in die Höhe, wodurch
er dann aus dem Bereich des Stöfsers a gelangt ist.
Die Wirkung auf die Riemengabel ist nun dieselbe, ob Klöppel oder Gebindhebel einzeln
oder, wie hier gezeichnet ist, zu gleicher Zeit ausrücken.
Rückt lediglich der Gebindhebel aus, so gilt die gezeichnete Stellung (Fig. 5), nur mit dem
Unterschiede, dafs der Klöppel gehoben sein müfste; rückt lediglich der Klöppel aus, dann
gilt ebenfalls die gezeichnete Stellung, nur müfste dann der Gebindhebel hochstehen.
An der glatten Vorderseite der Traverse B sind drei oder mehrere Winkel C angeschraubt,
in denen eine Schieberstange D und eine Ausrückstange E eingelagert sind, und zwar derartig,
dafs die Schieberstange D oben und die Ausrückstange E unten angeordnet ist.
Beide Stangen sind mit Stofsplättchen F und G versehen.
Die Stofsplättchen F und G der Stangen D und E sind so zu einander gestellt, dafs sie
eine Art Zange bilden und dafs sie sich bei der Gangstellung annähernd berühren, nicht
aber an einander stofsen, so dafs also die beständig hin- und hergehende Schieberstange D
nur dann eine Fortbewegung der Ausrückstange E bewirkt, wenn ein anderer Körper
zwischen die beiden Stofsplätlchen beider Stangen fällt. Geschieht dies, dann weicht die
Ausrückstange E nach links und rückt so viel weiter, als das Mafs des hineingefallenen Körpers
ausmacht.
Derjenige Gegenstand, welcher durch Einfallen zwischen die Stofsplättchen F und G
ein Verschieben der Ausrückstange E und damit ein Stillstehen der Weife bewirken mufs,
ist der Klöppel N des Waagebalkens O, über welchen der Faden läuft.
Der Klöppel N ist beim Gang der Weife aufserhalb des Bereiches der Stofsplättchen F
und G, er fällt aber sofort zwischen dieselben, sobald der über das vordere Ende P des
Waagebalkens O hinweggleitende Faden abreifst oder abläuft.
Zur Sicherung des präcisen Einfallens des Klöppels N zwischen die Stofsplättchen F
und G ist längs der Schieberstange D ein Leitdraht Q angebracht. Derselbe kann auf
der Schieberstange selbst befestigt werden oder auch an der Spulenplatte oder an der Traverse
feststehend angeordnet sein.
Die Ausrückstange E steht nun vermittelst des Zapfens R und des Gelenkstückes 5 mit
dem um seine Achse schwingenden Ausrückwinkel T in Verbindung, welcher so angeordnet
ist, dafs er die Ausrückgabel U aus der Kerbe F1 der Ausrückplatte V wirft, sobald
er nach links gezogen wird.
Kommt nun also der Klöppel N des Waagebalkens O zwischen die Stofsplättchen F und G,
so erfolgt Stillstand der Weife dadurch, dafs die Riemengabel U unter Mitwirkung einer
Spiralfeder W in die Ruhestellung nach rechts gebracht wird, wobei der Treibriemen auf die
Leerscheibe gleitet.
Der Klöppel N nimmt den Raum zwischen den beiden Stofsplättchen F und G so lange
ein, bis der Faden wieder aufs Neue über den Waagebalken geführt ist, alsdann hebt er sich,
und die Einrückung der Weife wird durch Umstellen der Riemengabel U bewirkt, welche
in die Einkerbung F1 der Ausrückplatte V
gebracht wird. Dabei wird der Ausrückwinkel T nach rechts verschoben, die an ihm
befestigte Ausrückstange E mufs ihm folgen und gelangt wieder in die Gangstellung.
Zum Zweck der Gebindausrückung ist. die Schieberstange D weiter noch mit folgenden
Mechanismen verbunden.
Die Schieberstange D ist durch Halsstück u. s. w. X fest mit dem Wellchen Y verbunden
, welches in zwei Führungsstücken Z ^ eingelagert ist und mit der Schieberstange D
beständig hin- und hergeht. Auf dem rechtsseitigen runden Ende des Wellchens Y ist ein
Stöfser α aufgekeilt.
Weiter ist auf dem beweglichen Ausrückwinkel T ein Lager b aufgeschraubt, in welchem,
in Zapfen drehbar, der Gebindausrückhebel c gelagert ist, welcher an seinem hinteren
Ende durch Zugstange d mit der Gebindfalle e in Verbindung steht und sich mit
derselben hebt und senkt. Bei Hochstellung der Gebindfalle e geht der auf der Welle Y
sitzende Stöfser α unter dem Gebindhebel c hinweg, ohne ihn zu berühren. Fällt aber die
Gebindfalle e in die Vertiefung f des Zählrades g, so senkt sich der Hebel c herab in
den Bereich des Stöfsers a, welcher ihn eine bestimmte Strecke nach links wegstöfst; dieser
Bewegung mufs der Ausrückwinkel T folgen und dabei die Riemengabel U aus ihrer Einkerbung
in der Ausrückplatte V drängen, so dafs dann, wie bei Fadenbruch, der Riemen
auf die Leerscheibe geschoben wird.
Um nun den Gebindaüsrückhebel c sogleich nach gethaner Dienstleistung aus dem Bereich
des Stöfsers α zu bringen, ist auf dem oberen Schenkel der Ausrückgabel U das Dreieck h
befestigt, welches durch Aufschlagen auf den Hebel c beim Rechtsgang der Ausrückgabel U
den Gebindausrückhebel c zurück in die Arbeitsstellung
bringt, . in welcher der Stöfser a frei unter ihm hinweggeht. Zur Erleichterung
des Betriebes ist ein hölzerner Ausrückstab /, Fig. 2, angeordnet, mit welchem das Ein- und
Ausrücken der Weife von jedem Stand der Arbeiterin aus erfolgen kann. Ein Holzstab /
ruht auf einem durch die Riemengabel U geschlagenen Stift m und auf einem Trageisen η,
das man an der Spulenplatte befestigt.
Die Schieberstange D der vorderen Seite der Weife ist mit derjenigen H der hinteren Seite
durch Querleisten ο verbunden, so dafs beide Schieberstangen ein Gatter bilden und von
einem Antrieb zu bewegen sind.
Die vorstehend erläuterten Mechanismen können auch als Bänder und Fadenwächter
an Streckmaschinen, Vorspinnmaschinen etc., wie überhaupt für alle geeigneten Spinnereimaschinen
Verwendung finden.
Patent-Ansprüche:
1. Eine Ausrückvorrichtung für Garnweifen, bei welcher die Stillsetzung der Weife bei
dem Bruch eines Fadens mittelst eines auf die Ausrückgabel (U) wirkenden Ausrückwinkels
(T) erfolgt, der durch einen Fadenwächter (O N) bethätigt wird, indem derselbe
eine beständig hin- und hergehende Stange (D) mit einer an dem Ausrückwinkel
angreifenden Stange (JE) kuppelt.
2. Eine Ausrückvorrichtung für Garnweifen der unter ι. bezeichneten Art, bei welcher
die Stillsetzung der Weife auch noch bei der Gebindeausrückung dadurch selbstthätig
erfolgt, dafs der auf dem Ausrückwinkel (T) angebrachte Gebindehebel (c) in den Bereich
eines mit der Stange (D) in Verbindung stehenden Anschlages (a) gelangt, so
dafs die für die Ausrückung erforderliche Bewegung von der Stange (D) aus auf den
Ausrückwinkel übertragen wird.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Claims (1)
- KAISERLICHESPATENTAMT.KLASSE 76: Spinnerei.An den Garnweifen wird von den Spinnern bemängelt, dafs die Weifen die Kräfte der bedienenden Person zu stark in Anspruch nehmen , dafs sie für Garne von hoher Nummer oder von. geringer Haltbarkeit zu schwerfällig sind, und dafs infolge dieser Fehler eine zu geringe Production erzielt wird, weil immer nur eine kleine Spindelzahl innerhalb einer Weife eingelagert werden kann. Diese Mängel haben in der Hauptsache ihren Sitz in dem Apparat zum selbsttätigen Ausrücken der Weife, und zwar entsteht die Schwerfälligkeit im Betriebe der Weife dadurch, dafs sämmtliche als Fadenwächter functionirende Waagebalken zu einem Gesammtmechanismus ausgebildet und in einem beweglichen Schlitten gelagert sind. Dieser Gesammtmechanismus mufs wegen eines jeden einzelnen Fadenbruchs in Thätigkeit treten, und zwar sowohl beim Abstellen, als auch beim Einstellen der Weife.Bei der nachstehend beschriebenen Garnweife werden nun diese Mängel dadurch beseitigt, dafs die Anordnung eines Gesammtmechanismus gänzlich aufgegeben ist, und dafs Waagebalken und Mechanismus zum Ein- und Ausrücken von einander getrennt sind. Die gemeinsame Einlagerung der Waagebalken in den Schlitten, sowie dieser selbst fällt überhaupt fort. Es ist hier die directe Benutzung der Fadenwächterhebel (Waagebalken) zum Ausrücken ausgeschlossen worden, und . es sind als Ersatz des Schlittens zwei leicht bewegliche Stangen angeordnet, welche gegen einander arbeiten und von denen lediglich die untere zum Ausrücken und Einrücken der Weife dient.Durch diese Anordnung erhalten die Waagebalken eine grofse Empfindlichkeit, da sie infolge dessen in grofser Leichtigkeit ausgeführt werden können. Die Ein- und Ausrückung aber verursacht sehr geringen Kraftaufwand, weil. statt eines schweren Schlittens nur eine leichte Stange zu verschieben ist.In den beiliegenden Zeichnungen ist in Fig. 1, 2 und 3 die Gesammtanordnung der Weife und in Fig. 4 und 5 das Zusammenspiel der hauptsächlichsten Mechanismen in ihren verschiedenen wesentlichen Stellungen dargestellt. Fig. ι ist eine Seitenansicht,Fig. 2 eine Vorderansicht undFig. 3 ein Grundrifs der Weife.
• Fig. 4 zeigt die Gangstellung undFig. 5 die Leerlaufstellung der wesentlichen Mechanismen, und zwar ist je in Fig. 4 und 5 eine Vorderansicht, eine Oberansicht und eine Ansicht von der Seite, auf welcher die Gebindausrückung liegt, unter Weglassung des an ,dieser Seite liegenden Gestelles gezeigt.Die Wirkungsweise der Ausrückung beruht nun darauf, dafs sowohl bei einem Fadenbruch als auch zur Gebindausrückung eine Ausrückstange E bewegt wird, welche die Riemengabel bethätigt, so dafs diese den Riemen von der Fest- auf die Leerscheibe führt. Es ist eine Schieberstange D vorhanden, welche beständig hin- und hergeht, während die Ausrückstange von derselben nur dann mitgenommen wird, wenn entweder Klöppel N des Waagebalkens O zwischen die Mitnehmerzangen G und F fällt oder wenn ein an ihr befestigter Stöfser α auf einen Hebel c wirkt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE70528C true DE70528C (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT70528D Expired - Lifetime DE70528C (de) | Selbstthätige Ausrückvorrichtung für Garn weifen |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE70528C (de) |
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- DE DENDAT70528D patent/DE70528C/de not_active Expired - Lifetime
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