DE705263C - Verfahren zum Schlichten von Kunstseide - Google Patents

Verfahren zum Schlichten von Kunstseide

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DE705263C
DE705263C DET46621D DET0046621D DE705263C DE 705263 C DE705263 C DE 705263C DE T46621 D DET46621 D DE T46621D DE T0046621 D DET0046621 D DE T0046621D DE 705263 C DE705263 C DE 705263C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M15/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M15/01Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with natural macromolecular compounds or derivatives thereof
    • D06M15/15Proteins or derivatives thereof

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

  • Verfahren zum Schlichten von Kunstseide Es ist bekannt, daß Lösungen von Eiweißstoffen, z. B. Leimoder Casein oder deren Gemische, zum Schlichten von Kunstseide verwendet werden. In der Regel werden diesen Substanzen Weichmachungsmittel oder hygroskopische Mittel zugesetzt, um die Sprödigkeit der durch die Eiweißstoffe nach dem Trocknen gebildeten Filmschicht zu beheben. Zur Verbesserung des Schlichteffektes hat man auch vorgeschlagen, Casein in Verbindung mit einem dextrinisierten stärkehaltigen Material und einem hygroskopischen Mittel züz verwenden. Ebenso' ist der Zusatz von wasserlöslichen Amiden zu Lösungen von Proteinstoffen, gegebenenfalls in Verbindung mit Wechmachungsmitteln, bekannt.
  • Wenn auch mit derartigen Schlichten in vielen Fällen brauchbare Ergebnisse erhalten werden können, so hat es sich doch gezeigt, daß in den Fällen, in denen hohe Ansprüche an die geschlichteten Garne gestellt werden, wie z. B. bei langen Ketten und dicht eingestellten Werken, der mit diesen Schlichten erzielte Effekt hinter dem zurückbleibt, den man mit den heute allgemein bekannten Leinölschlichten erreicht. Trotz des Vorzuges der leichten Entschlichtbarkeit und der guten Lagerbeständigkeit, den die auf Eiweißbasis aufgebauten Schlichten gegenüber den Leinölschlichten aufweisen, konnten daher diese bis heute nicht völlig .entbehrt werden. Es wurde nun gefunden, daß man den Schlichteffekt erheblich verbessern kann, wenn man als Weichmacher den Eiweißstoffen einwertige aliphatische Alkohole mit mehr .als 8 Kohlenstoffatomen im Molekül zusetzt. Diese Stoffe sind bisher in der Textilindustrie als Weichmachungs- und Glättemittel empfohlen worden. Da sie kein Filmbildungsvermögen besitzen, haben sie als Schlichtemittel keine Wirkung.
  • In Verbindung mit Eiweißstoffen lassen sich dagegen mit den Alkoholen haltbare Schlichtmassen herstellen, die im Gegensatz zu den mit den bisher üblichen Weichmachern keine lästige Schaumwirkung zeigen und einen außerordentlich günstigen Schlichteffekt geben. Die mit derartigen Schlichten behandelte Kunstseide (Viscosekunstseide, Kupferkunstseide oder Acetatseide) zeichnet sich durch einen guten Fadenschluß, eine sehr gute Weichheit und eine sehr gute Glätte aus; außerdem besitzt sie die bei den auf Eiweißbasis aufgebauten Schlichten in der Regel vorhandenen Vorzüge der leichten Entschlichtbarkeit und Lagerbeständigkeit. Obwohl mit einer nach diesen Angaben zusammengestellten Schlichtmischung befriedigende Ergebnisse erzielt werden können, hat es sich in manchen Fällen .als vorteilhaft erwiesen, dem Ansatz noch hygroskopische Mittel, wie Äthylenglykol, Glycerin, Polyglykol oder Polyglycerin, zuzufügen. Des weiteren wurde die Beobachtung gemacht, daß man zweckmäßig den pH-Wert der Schlichtflötte auf 7,5 bis 9,5 hält. Durch diese Maßnahme wird eine gleichmäßigere Schlichtung sowie eine Verbesserung d:r Glätte und des Fadenschlusses erreicht. Zur Einstellung des gewünschten PH-Wertes lassen sich Alkalien oder alkalisch reagierende Salze verwenden.
  • Beispiele i. iokg Tafelleim werden in rol Wasser nach vorherigem Quellen bei Wasserbadtemperatur gelöst und in die heiße Lösung unter ständigem Rühren 2 kg Laurylalkohol eingetragen. Hierauf fügt man eine Lösung voll 400- Borax in 1o 1 Wasser hinzu. Diese Mischung, die beim Erkalten eine gleichmäßige gelatinöse Masse ergibt, wird jetzt mit Wasser auf q.00 1 gebracht und die Lösung so lange mit Natronlauge versetzt, bis Phenolphthaleinpapier deutlich gerötet wird.
  • In das auf 6o' erwärmte Bad werden 3o kg Viscosekunstseide eingelegt und etwa 1/2 Stunde darin belassen. Hierauf werden die Stränge ausgeschwungen, kurz angestreckt und bei 50 bis 6o' getrocknet. Nach dem Trocknen zeigt die Ware einen guten Fadenschluß und eine ausgezeichnete Glätte und ist ohne weiteres als Kettmaterial zu verwenden.
  • 2. 15 kg Casein werden mit der gleichen Menge Wasser unter Zusatz von i 1 konzentriertem Ammoniak in der Wärme gelöst und der Lösung 15k- Glycerin und unter ständigem Rühren 2,5 kg Oleylalkohol zugefügt. Man verdünnt mit Wasser von etwa 35° auf 3oo 1 und schlichtet auf diesem Bad Acetatkunstseide in der oben geschilderten Weise.

Claims (1)

  1. PATE`TA N SP1,UC11 Verfahren zum Schlichten von Kunstseide, dadurch gekennzeichnet, daß man hierfür wäßrige Flotten zweckmäßig von einem PH 7,5 bis 9,5 verwendet, die Eiweißstoffe, wie Albumin, Gelatine, Leim oder Casein, einwertige aliphatische Alkohole mit mehr als 8 Kohlenstoffatomen im Molekül sowie gegebenenfalls hygroskopische Mittel, wie Äthylenglykol, Glycerin, Polyglykol und Polyglycerin, enthalten.
DET46621D 1936-03-21 1936-03-21 Verfahren zum Schlichten von Kunstseide Expired DE705263C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE870688C (de) * 1941-08-26 1953-03-16 Roehm & Haas G M B H Verfahren zum Schlichten

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE870688C (de) * 1941-08-26 1953-03-16 Roehm & Haas G M B H Verfahren zum Schlichten

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