DE704137C - Konservierung von Gruenfutter - Google Patents

Konservierung von Gruenfutter

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Publication number
DE704137C
DE704137C DEI62241D DEI0062241D DE704137C DE 704137 C DE704137 C DE 704137C DE I62241 D DEI62241 D DE I62241D DE I0062241 D DEI0062241 D DE I0062241D DE 704137 C DE704137 C DE 704137C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
silo
green fodder
nitrite
nitrate
compounds
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEI62241D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Georg Janning
Dr Friedrich Wilhelm Stauf
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Priority to DEI62241D priority Critical patent/DE704137C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE704137C publication Critical patent/DE704137C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K30/00Processes specially adapted for preservation of materials in order to produce animal feeding-stuffs
    • A23K30/10Processes specially adapted for preservation of materials in order to produce animal feeding-stuffs of green fodder
    • A23K30/15Processes specially adapted for preservation of materials in order to produce animal feeding-stuffs of green fodder using chemicals or microorganisms for ensilaging

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Fodder In General (AREA)

Description

  • Konservierung von Grünfutter Es ist bekannt, Grünfutter durch Zusatz von Säuren bzw. Zucker zu konservieren. Säuren sind insbesondere für den Landwirt unangenehm zu handhaben, bei der Verwendung von Zucker ist die notwendige Sicherheit bei der Silierung nicht stets vorhanden.
  • Die Erfindung beruht auf der Beobachtung, daß die Silierung von Grünfutter bei Gegenwart von Stickoxyden sehr günstig verläuft. Es gelingt daher eine weitgehende Erhaltung von Grünfutter, wenn man bei dessen Einlagerung anorganische und/oder organische, gegebenenfalls komplexe Nitrite oder Additionsverbindungen von Stickoxyden, wie Fe N O S 04, insbesondere Natrium-, Kalium-oder Calciumnitrit, oder Nitrate oder ähnliche in dem im Grünfutter herrschenden sauren Medium Stickoxyd abspaltende Verbindungen zusetzt. Es genügen Mengen, die oft weit unter 10/0 liegen, um auch bei eiweißreichen Pflanzen eine Silierwirkung zu erzielen.
  • Außer den bereits genannten Verbindungen sind beispielsweise tlthylnitrit, \ itrosylchlorid, N itrosylschwefelsäure oder N itritosalze der Schwermetalle geeignet. In den zur Verwendung kommenden Verbindungen muß der an das Stickoxyd gebundene Rest tierphysiologisch unschädlich sein.
  • Überraschenderweise wurde festgestellt, daß die Stickoxyd abspaltende Gruppe schon nach wenigen Tagen im Futterstock chemisch nicht mehr nachweisbar ist, so daß eine schädigende Wirkung z. B. durch Nitrite ausgeschlossen ist.
  • Die Anwendung der genannten Verbindungen als Grünfutterkonservierungsmittel kann in üblicher Weise, z. B. :durch vorheriges Auflösen in Wasser, besonders. aber auch durch unmittelbares Einstreuen in den Futterstock, erfolgen.
  • Bei letztgenannter Anwendungsweise werden die Verbindungen zwecks Erzielung einer gleichmäßigen Verteilung zweckmäßig gestreckt. Als Streckmittel kommen z. B. inerte Trägerstoffe, die gleichzeitig absorbierend , wirken können, wie Kieselgur, Aktivkohle, Kieselkreide, Bleicherden, wie Fullererde, in Betracht. Auch tierphysiologisch erwünschte Mineralsalze, wie z. B. nicht sauer reagie-
    sende Phosphate, Chloride oder Sulfate sowie
    andere als Griinfutterkonservierungsinittel ge-
    eignete Stoffe, z. B. Zucker, können mit den
    gemäß der Erfindung zu %-erweitdenden Stick-
    stoff-Sauerstoff-Verbindungen gemischt wer-
    den. Die Streckmittel bzw. Lösemittel für die
    Stickstoff-Sauerstoff-Verbindungen müssen so
    gewählt werden, daß sie aus der Stickstoff-
    Sauerstoff-Verbindung nicht vorzeitig Stick-
    ox-,-de frei Irrachen.
    Durch die Verwendung der genanntenVer-
    bindungen wird im Vergleich zu den bekann-
    ten Silierniitteln, wie Schwefel- oder Salz-
    säure, ein dweißreicheres Futter erhalten, so
    dar: auch die Verwendung von sauren, Stick-
    oxyd abspaltendeil Verbindungen, wie Nitro-
    .vlsch wefelsä ure, einen Fortschritt gegenüber
    den früher ver«endettn Säuren darstellt.
    Die Verwendung von wasserlöslichen -Ni-
    z' mit Säureainiden bzw. den Formiaten
    als Grünfutterkonservierungsmittel wird aus-
    geschlosseh, da die Anwendung solcher- Mi-
    ,#clitiligen bereits Gegenstand älterer Vor-
    schläge dv r Erfinder ist.
    Ausfiihrungsbeispiele
    i. Zu iooo ';frisch nesclniitteneln Klee,
    der in einen Silo eingebracht wurde, «-erden
    in üblicher Weise o,03",° Natriuninitrit in
    wässerigerLösung zugegeben. Nach 4Wochen
    wird der Silo geöffnet und ein S:lofutter finit
    ei11e1n p11=4,2, 1.93 °'°'lilcllsäur, und 0,50 °°
    1:,ssigsätire erhalten. \ itrit und Nitrat
    konnte nicht nachgewiesen werden. Das
    silierte Fttttei- enthielt keine Buttersäure.
    =. Zu iooo kg frisch geschnittenem Klee,
    der in einen Silo eingebracht wurde, wird in
    üblicher Weise eine Mischung von 2 kg Zucker
    'lud 0,3 kg N atriunniitrit durch Eintreuen
    zugegeben. Nach 6 Wochen wird der Silo
    geöffnet und ein Silofutter mit eitlem 1)1l=4,.1,
    i,59°;'° Milchsäure arid 0,42°j° Essigsäure er-
    halten. Nitrit und Nitrat konnte nicht nach-
    gewiesen «erden. Das silierte Futter enthielt
    keine Buttersäure.
    3. Zu iooo kg frisch geschnittenem Klee,
    der in einen Silo eingebracht wurde, wird in
    üblicher Weise eine Mischung von 2 kg Phos-
    phorsaurem Kalk und 0,3 kg Natriumnitrat
    durch Einstreuen zugegeben. Nach 6Wochen
    wird der Silo geöffnet und ein Siloftitter mit
    ellleal 1?ll = 4, j@, I,@O° ° Mlllh@allre und
    o,46"; ° Essigsäure erhalten. Nitrit und Ni-
    trat konnte nicht nachgewiesen werden. Das
    silierte Futter enthielt keine Buttersäure.
    4. ZU iooo kg frisch geschnittenem Klee,
    der in einen Silo eingebracht wurde, werden
    0,10,' , ° N itrosylscliwefelsiitire zugegeben. Nach
    ()Wochen wird der Silo geöffnet und ein Silo-
    tutter illit eine.nl pll =..4,13, i,50°/° Milchsäure
    und o,05 °1° Essigsäure erhalten. Nitrit und
    Nitrat konnte nicht nachgewiesen werden.
    Das silierte Futter enthielt keine Buttersäure.
    5. Zu iooo kg frisch geschnittenem Klee,
    der in einen Silo eingebracht wurde, werden
    o, i ","° Nitrosylchlorid zugegeben. Nach
    6-Woclien wird der Silo geöffnet und ein Silo-
    futter mit einem pll = -4, 1, 1,29°/° Milchsäure
    und o,48°/° Essigsäure erhalten. Nitrit und
    Nitrat konnte nicht nachgewiesen werden.
    Das silierte Futter enthielt keine Buttersäure.
    6. Zu iooo kg frisch geschnittenem Klee,
    der in einen Silo eingebracht wurde, werden
    in üblicher «'eise o,i °,1° Natriumnitrat in
    Wasser gelöst zugegeben. Nach 6 Wochen
    wird der Silo geöffnet und ein Silofutter finit
    einem pll = 4,6, 1,7 °/° Milchsäure und 0,56°1u
    Essigsäure erhalten. Nitrit und Nitrat konnte
    nicht festgestellt werden. Das silierte Futter
    enthielt keine Buttersäure.
    7. Zu iooo kg frisch geschnittenem Klee,
    der in einen Silo eingebracht wurde, wird in
    üblicher Weise eine Mischung von 1,5 kg Cal-
    ciumformiat, o,5 kg N atriumformiat und
    0,3 kg N atriummtrat in Wasser gelöst zuge-
    geben. Nach 6 «lochen wird der Silo geöff-
    net und ein Silofutter mit einem pii = 4,31,
    1.42°/° Milchsäure und o,39°/° Essigsäure er-
    halten. \ itrit und Nitrat konnte nicht nach-
    gewiesen «-erden. Das silierte Futter enthielt
    keine Buttersäure.
    B. Zu iooo kg frisch geschnittenem Klee
    wird eilte Mischung von 1.5 kg Calcium-
    foriniat, o,8 kg Natriuninitrat und 0,4 kg se-
    kundäres Calciumphosphat in üblicher Weise
    durch Einstreuen zugegeben. Nach 6 Wochen
    wird der Silo geöffnet und ein Silofutter mit
    eineue pii = 4, 2, 1,5 °o Milchsäure und 0,45 °I°
    Essigsäure erhalten. Es konnte weder Butter-
    säure noch Nitrit oder \ itrat nachgewiesen
    werden.
    9. Zu iooo kg frisch gemähtem Weidegras,
    das in einen Silo eingebracht wurde, wird
    eine Mischung von 1,7 kg Calciumformiat und
    0,9 kg N atriumnitrat eingestreut. Nach
    6 Wochen wird der Silo geöffnet und ein Silo-
    futter Init einem p11=4,4, 1,78°;°'lilchsäure
    und o,-20/, Essigsäure erhalten. Nitrit und
    Nitrat konnte nicht nachgewiesen werden.
    Das silierte Futter enthielt keine Buttersäure.
    io. Zu iooo kg frisch gemähtem Wiesen-
    gras, das in einen Silo eingebracht wurde,
    wird eine 'Mischung von i kg Natriumphos-
    phat und 0,4 kg N atriunmitrit eingestreut.
    Nach 6 Wochen wird der Silo geöffnet und
    ein Silofutter mit einem p11=4,3, 1,16°/°
    Milchsäure und o,32°/° Essigsäure erhalten.
    Nitrit und Nitrat konnte nicht nachgewiesen
    werden. Das silierte Futter enthielt keine
    Buttersäure.
    i i. Zu iooo kg frisch gemähtem Futter-
    gemenge, das in einen Silo eingebracht wurde,
    werden o,6 kg Natriumnitrit eingestreut. Nach 6 Wochen wird der Silo geöffnet. und ein Silofutter mit einem pH = 4,6, 2,41% Milchsäure und o,620/, Essigsäure erhalten. Nitrit und Nitrat konnte nicht nachgewiesen werden. Das silierte Futter enthielt keine Buttersäure.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verwendung von anorganischen und/oder organischen, gegebenenfalls komplexen Nitriten oder Additionsverbindungen von Nitriten, wie Fe N O S 04, insbesondere Natrium-, Kalium- oder Calciumnitrit, oder von Nitraten oder ähnlichen in dem im Grünfutter herrschenden sauren Medium Stickoxyd abspaltenden Verbindungen zur Konservierung von Grünfutter.
  2. 2. Verwendung der Verbindungen gemäß Anspruch i in Mischung mit Trägerstoffen, tierphysiologisch erwünschten Mineralstoffen und/oder Grünfutterkonservierungsmitteln zur Konservierung von Grünfutter.
DEI62241D 1938-08-16 1938-08-16 Konservierung von Gruenfutter Expired DE704137C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEI62241D DE704137C (de) 1938-08-16 1938-08-16 Konservierung von Gruenfutter

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DEI62241D DE704137C (de) 1938-08-16 1938-08-16 Konservierung von Gruenfutter

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Publication Number Publication Date
DE704137C true DE704137C (de) 1941-03-24

Family

ID=7195640

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DEI62241D Expired DE704137C (de) 1938-08-16 1938-08-16 Konservierung von Gruenfutter

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DE (1) DE704137C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE970759C (de) * 1952-12-28 1958-11-06 Degussa Bekaempfung von tierischen Schaedlingen
FR2190375A1 (de) * 1972-07-05 1974-02-01 Pan Britannica Ind Ltd

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE970759C (de) * 1952-12-28 1958-11-06 Degussa Bekaempfung von tierischen Schaedlingen
FR2190375A1 (de) * 1972-07-05 1974-02-01 Pan Britannica Ind Ltd

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