DE70396C - Vorrichtung zur Condensation -von Säuren aus Rauch- oder Röstgasen - Google Patents

Vorrichtung zur Condensation -von Säuren aus Rauch- oder Röstgasen

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DE70396C
DE70396C DENDAT70396D DE70396DC DE70396C DE 70396 C DE70396 C DE 70396C DE NDAT70396 D DENDAT70396 D DE NDAT70396D DE 70396D C DE70396D C DE 70396DC DE 70396 C DE70396 C DE 70396C
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AKTIENGESELLSCHAFT GEORG EGESTORFF's SALZWERKE in Linden bei Hannover
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 40: Hüttenwesen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. September 1892 ab.
Rauch- oder Röstgase werden mit in Wasser gelösten bezw. aufs Feinste suspendirten kaustischen oder kohlensauren Alkalien bezw. alkalischen Erden, z.B. Soda oder Kalkmilch, in zerstäubter Form in Berührung gebracht.
Die Zuführung der Absorptionsmittel findet derartig methodisch in Kammern statt, dafs die frische alkalische Lösung in die schon an Säuren armen Rauch- oder Röstgase, entgegen der Bewegungsrichtung derselben, zerstäubt wird, während das schon benutzte und daher angereicherte Absorptionsmittel mit den frischen säurereicheren Rauch- oder Röstgasen in derselben Weise in Berührung gebracht wird.
Es bilden sich in Wasser gelöste bezw. suspendirte Salze der betreffenden Säuren und Alkalien oder alkalischen Erden.
Auf beiliegender Zeichnung ist eine derartige Anlage für die Absorption von schwefliger Säure aus den Rauchgasen einer Ultramarinfabrik mittelst Kalkmilch dargestellt.
Fig. ι stellt die Anlage im Längenschnitt, Fig. 2 im Querschnitt und Fig. 3 im Grundrifs dar.
K1 bis K^ sind gufseiserne Kammern, welche von den sämtntlichen Rauchgasen der Brennöfen auf ihrem Wege zum Schornstein passirt werden. In diese, Kammern wird durch je zwei Zerstäuber Z bis Z7, in diesem Falle Dampfzerstäuber, Kalkmilch in feinster Vertheilung eingeblasen, und zwar der Richtung der Rauchgase entgegen.
Die Bereitung der Kalkmilch geschieht in den mit Rührwerken versehenen Bottichen R und J?1.
Der sich bildende schwefligsaure Kalk fliefst, mit Wasser und dem überschüssigen Kalk gemengt, aus den Kammern zu den unteren Rührbottichen R'2 bis -R5, aus denen er mittelst Hebewerke, in diesem Falle Dampfelevatoren E] bis E3, zu den oberen Rührbottichen Re bis i?8 gehoben wird, um von da wieder in die folgende Kammer eingespritzt zu werden.
Dieselbe Kalkmilch macht also folgenden Weg:
Aus dem Bereitungsbottich JR gelangt sie durch Siebvorrichtung nach R\ von dort, durch Hähne regulirbar, durch die Zuführungsrohre -B und B1 und die Zerstäuber Z und Z1 in die Kammer Κ*'. Aus der Kammer K4 läuft das Gemenge von schwefligsaurem Kalk und Wasser infolge der Neigung des Bodens selbstthätig durch das Ableitungsrohr A in den Rührbottich R2. Von hier wird das Absorptionsgemenge mittelst des Dampfelevators E in den Rührbottich JR6 befördert.
Aus R6 gelangt es durch S2 und B3 und die Zerstäuber Z2 und Z3 in die Kammer K3. Aus K3 läuft das Geniisch durch A1 in den Rührbottich Rs und wird aus diesem durch Elevator E1 nach dem Rührbottich -R7 befördert. Aus jR7 läuft das Absorptionsgemisch durch ΰ4 und B5 und die Zerstäuber Z* und Z5 in die Kammer K'2. Aus Kammer K2
gelangt das Absorptionsgemisch durch A 2 nach Rührbottich i?* und wird von hier durch Elevator E'2 in den Rührbottich Rs gehoben. Von RB fliefst das Gemisch durch Be und B7 und die Zerstäuber Z6 und Z1 in die Kammer K1. Aus dieser Kammer läuft der schwefligsaure Kalk oder, je nach der Leitung des Processes, der doppeltschwef ligsaure Kalk, in Wasser suspendirt bezw. gelöst, durch A3 in den Rührbottich R5, von wo er durch Elevator 2?3 zur Weiterverarbeitung behufs seiner Nutzbarmachung fortgeleitet wird.
Die an Säure reichen Rauchgase treten durch Kammer K1 in das System ein und verlassen dasselbe beinahe säurefrei, nachdem sie die vier Kammern passirt haben. . · ■ , . ..
Auf diese Weise erzielt man einerseits fast vollständige Absorption der Säure und andererseits vollkommene Ausnutzung des Absorptionsmittels.
Die Anzahl der Kammern, sowie der Zerstäuber und dementsprechend auch der Rührbottiche, Elevatoren u. s. w. richtet sich nach dem Säuregehalt der Rauch- und Röstgase, nach der Geschwindigkeit, mit welcher die Gase die Kammern passiren und danach, ob man eine mehr oder weniger vollkommene Condensation anstrebt.
Ebenso wird die Form, die Gröfse und das Material, aus dem die Kammern gefertigt werden, sich nach der Natur der Gase und der Absorptionsmittel zu richten haben.

Claims (1)

  1. \Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zur Condensation von Säuren aus Rauch- oder Röstgasen, dadurch gekennzeichnet, dafs ein Theil des Gasabzugskanals zu hinter einander liegenden Kammern (K1 bis K*) ausgebaut ist, deren geneigte Böd.en sämmtlich in Sammelbottiche (R2 bis R5J mit vertieft liegender Sohle auslaufen, in welch letzteren die dem zu reinigenden Gasstrom entgegengeführte Absorptionsflüssigkeit aufgefangen . wird, um in oberhalb der Kammern stehende Ruhrbottiche (R6 bis R8J gehoben und von hier aus mittelst Zerstäuber wiederholt in den heranziehenden Gasstrom hineingeblasen zu werden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT70396D Vorrichtung zur Condensation -von Säuren aus Rauch- oder Röstgasen Expired - Lifetime DE70396C (de)

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