DE332003C - Verfahren zur Kaustizierung von Soda in der Kaelte - Google Patents
Verfahren zur Kaustizierung von Soda in der KaelteInfo
- Publication number
- DE332003C DE332003C DE1919332003D DE332003DD DE332003C DE 332003 C DE332003 C DE 332003C DE 1919332003 D DE1919332003 D DE 1919332003D DE 332003D D DE332003D D DE 332003DD DE 332003 C DE332003 C DE 332003C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- soda
- cold
- causticizing
- lime
- turbo mixer
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- CDBYLPFSWZWCQE-UHFFFAOYSA-L Sodium Carbonate Chemical compound [Na+].[Na+].[O-]C([O-])=O CDBYLPFSWZWCQE-UHFFFAOYSA-L 0.000 title claims description 11
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 8
- 238000009993 causticizing Methods 0.000 title claims description 7
- 235000011116 calcium hydroxide Nutrition 0.000 claims description 3
- 239000000920 calcium hydroxide Substances 0.000 claims description 3
- 239000011541 reaction mixture Substances 0.000 claims description 2
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 10
- 235000008733 Citrus aurantifolia Nutrition 0.000 description 5
- 235000011941 Tilia x europaea Nutrition 0.000 description 5
- 239000004571 lime Substances 0.000 description 5
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 4
- 239000002245 particle Substances 0.000 description 4
- 238000007664 blowing Methods 0.000 description 2
- 238000009835 boiling Methods 0.000 description 2
- 239000003518 caustics Substances 0.000 description 2
- 239000003245 coal Substances 0.000 description 2
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 2
- 230000001681 protective effect Effects 0.000 description 2
- 102000002322 Egg Proteins Human genes 0.000 description 1
- 108010000912 Egg Proteins Proteins 0.000 description 1
- 235000019738 Limestone Nutrition 0.000 description 1
- 238000001354 calcination Methods 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 235000013345 egg yolk Nutrition 0.000 description 1
- 210000002969 egg yolk Anatomy 0.000 description 1
- 238000004945 emulsification Methods 0.000 description 1
- 230000001804 emulsifying effect Effects 0.000 description 1
- 238000002474 experimental method Methods 0.000 description 1
- 238000000605 extraction Methods 0.000 description 1
- 239000006028 limestone Substances 0.000 description 1
- 239000008267 milk Substances 0.000 description 1
- 235000013336 milk Nutrition 0.000 description 1
- 210000004080 milk Anatomy 0.000 description 1
- 238000002156 mixing Methods 0.000 description 1
- 238000010791 quenching Methods 0.000 description 1
- 230000000171 quenching effect Effects 0.000 description 1
- 230000002269 spontaneous effect Effects 0.000 description 1
- 238000003756 stirring Methods 0.000 description 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01D—COMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
- C01D1/00—Oxides or hydroxides of sodium, potassium or alkali metals in general
- C01D1/04—Hydroxides
- C01D1/20—Preparation by reacting oxides or hydroxides with alkali metal salts
- C01D1/22—Preparation by reacting oxides or hydroxides with alkali metal salts with carbonates or bicarbonates
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Fertilizers (AREA)
Description
- Verfahren zur Kaustizierung von Soda in der Kälte. Es ist bekannt, daß das Kaustizieren von Soda mittels Kalk nur in der Siedehitze und unter fortwährendem Einblasen von Dampf unter - gleichzeitiger Anwendung gutwirkender Rührwerke praktisch brauchbare Resuitate ergibt. Das Kaustizieren selbst dauert in der Regel 2 bis 3 Stunden.
- Es ist nun gefunden worden, daß das Kaustizieren in der Kälte, d. h. ohne irgendwelchen Dampf- bzw. Kohlenverbrauch einwandfrei und in überraschend kurzer Zeit (io cbm Lauge in zehn Minuten) durchgeführt werden kann, wenn das Gemisch von Sodalösung und Kalkmilch in geeign2te_-Weise mittels des bekannten, mindestens ein Schleuderrad aufweisenden Turbomischers emttlgiert wird.
- In beiliegender Zeichnung zeigt F,ig. i in Ansicht, teilweise im Schnitt einen zur Ausführung des Verfahrens dienlichen Apparat, während Fig.2 und 3 den Turbomischer im Vertikalschnitt und, in Seitenansicht, teilweise im Schnitt darstellen.
- Die zu -kaustizierende Soda wird in dem mit Rührlverk a versehenen Rührbottich b aufgelöst. Der Kalk wird auf dem Siebboden c zum Löschen gebracht. Durch die an den Rührwerkarmen angebrachten Ketten d wird der Löschprozeß wesentlich beschleunigt, währenddem allfällig ungebrannte Kalksteine auf dem Siebboden selbst zurückbleiben. Nun wird der mit Elektromotor e dir.-kt gekuppelte Turbomischer f in Betrieb gesetzt. Infolge der Saugwirkung des Turbomischers gelangt die Kaustizierflüssigkeit durch die Saugleitung g in den Turbomischer, @@ ird daselbst innigst einulgiert, um alsdann durch den' Austrittstutzen h wiederum in den Rührbottich zurückzugelangen. Nach Beendigung des Käustizierungsprozesses wird die fertige kaustizierte Lauge durch deal l?iltleerttngsstutzen i, entleert.
- Aus der in Fig. 2 und 3 dargestellten Konstruktion ist ersichtlich, daß die in den Turbomischer eintretende Kaustizierflüssigkeit durch das Düsensegment h auf das mit einer großen Anzahl zueinander versetzt angebrach-= ten Schaufeln o versehene Schleuderrad vz gelangt, woselbst durch die Wirkungsweise des Turbomischers die Emulgierung erfolgt.
- Das Verfahren bedeutet für die Praxis einen großen Vorteil, da sämtliche Kohlen erspart bleiben; zudem kann infolge der sehr schnellen Umsetzung (Gewinnung an Zeit) die Leistungsfähigkeit jeder bestehenden Kalzinieranlage auf das Doppelte und Dreifache erhöht werden.
- Die infolge Arbeitens mit Hilfe des mindestens ein Schleuderrad aufweisenden turbomischers erzielte spontane Ums; tzung beruht auf folgender Erscheinung: Wie aus der chemischen Reaktions= gleichung:
ersichtlich ist, wird aus jedem Molekül Ca O ein Molekül unlösliches Ca CO, gebildet. Die in der Kalkmilch in feinster Form suspendierten Ca O-Teilchen nehmen gleich nach dem Zusammenbringen mit Sodalösung an der Reaktion teil, bilden eine bestimmte Menge Ida (_>H, währenddem sie sich selbst mit einer dünneu Kruste von unlöslichem Ca C Q, überziehen. Diese so in unlösliches Ca C()., eiiigel:apselten, noch realtionsfähigeii Ca O-Teilchen werden sofort vor weiterem Angriff geschützt, können also an einer weite ren Reaktion nicht mehr teilnehmen. In diesem Zustande ist die chemische Umsetzung noch umvollkommen und bis maximal !)o bis 65 Prozent vorgeschritten. Um die chemische Reaktion weiterzuleiten, muB diese schützende Ca CO--Kruste, die sich um jedes noch wirksame CaO-Teilchen lagert, entfernt «-erden, was durch die intensive Schleuderwirkung des Turbomischers. in wenigen Minuten erzielt wird.Na,,C03+Ca0+H20- @2NaOH Ca CO3 - Bis dahin hat man dies durch Arbeiten in der Siedehitze, durch Verwendung gut wirkender Rührwerke und durch gleichzeitiges Einblasen von Dampf erreicht. Dadurch werden- die einzelnen in der Flüssigkeit suspendierten, mit Ca CO.. überzogenen Ca 0-Teilchen in starke Schwingungen versetzt, wobei sie sich gegenseitig aneinander reiben. Auf diese Art wird die schützende Ca CO,-Kruste entfernt und das noch wirksame Ca O freigelegt, das sofort wieder an de>; weiteren ZJmsetzuiig teilnimmt. Dieser Vorgang %@ iederholt sich bis zur maximalen Umsetzung. Was bis dahin durch calorische Arbeit erzielt worden ist, yv ird nun gemäß orliegender Erfindung ausschließlich durch mechanische Arbeit erreicht. Die Kalklöschteniperatur spielt hierbei keine Rolle, was eingehende Versuche bestätigen. Durch Löschen des Kalkes in cl--r kalten Sodalösung steigt die Temperatur rler Flüssigkeit nur uni wenige Grade.
- Beispiel. a ooo kg Soda werden in 2o cbm \Vass°_r irn Rührwerk gelöst. Die Temperatur der Sodalösung beträgt 30°. Darin werden i Zoo kg Kalk zum Löschen gebracht. Die Temperatur steigt auf 35°. Die Umsetzung des Gemisches beträgt 6o bis 65 Prozent. Trotz stundenlangem Rühren ist keine Erhöhung der Umsetzung zu erzielen. .
- Die so erhaltene Milch wird alsdann durch den mindestens ein Schleuderrad aufweisenden Emulgierungsapparat- (Turbomischer) geschickt. Das Reaktionsgemisch verläßt diesen in Form fertig gebildeter Laug:-. Diese enthält 85 g Na OH pro Liter und spindelt i3° Be. Der Umsetzungsgrad beträgt 96 Prozent, die Temperatur der Lauge 35° C. -
Claims (1)
- P:'1TENT-ANSPRUcH: Verfahren zur Kaustizierung von Soda in der Kälte, dadurch gekennzeichnet, daß das Reaktionsgemisch von Sodalösung und Kalkmilch in einem mindestens ein Schleuderrad aufweisenden Homogenisierungsapparat emulgiert wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE332003T | 1919-06-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE332003C true DE332003C (de) | 1921-01-19 |
Family
ID=6200517
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1919332003D Expired DE332003C (de) | 1919-06-05 | 1919-06-05 | Verfahren zur Kaustizierung von Soda in der Kaelte |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE332003C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AU671600B2 (en) * | 1991-09-17 | 1996-09-05 | Schukra-Geratebau Gmbh | Drive for actuating a multiple-position adjustable seat back |
-
1919
- 1919-06-05 DE DE1919332003D patent/DE332003C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AU671600B2 (en) * | 1991-09-17 | 1996-09-05 | Schukra-Geratebau Gmbh | Drive for actuating a multiple-position adjustable seat back |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE332003C (de) | Verfahren zur Kaustizierung von Soda in der Kaelte | |
| DE43977C (de) | Verfahren zur darstellung von thonerdehydrat und alkalialuminat | |
| DE725025C (de) | Saettiger fuer die Erzeugung von grobkristallinem Ammonsulfat | |
| DE1546246B2 (de) | Verfahren zum bleichen von faserigem material | |
| DE709382C (de) | Schmaelzmittel fuer Textilfasern | |
| DE874698C (de) | Verfahren zur Beseitigung lose verfilzter Faserknoten bei der Papier- und Pappenherstellung aus alkalisch aufgeschlossenen oder behandelten Zellstoffen | |
| DE446163C (de) | Einrichtung zur Ausloesung eines chemischen Vorgangs in einer Fluessigkeit durch ein Gas unter Zuhilfenahme eines Mischgasfluessigkeithebers (Mammut-Pumpe) | |
| DE352624C (de) | Verfahren zur Behandlung von Sulfitablauge | |
| DE897797C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Aufschliessen von Stroh od. dgl. | |
| DE336579C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Desinfektionsmittels zur Bekaempfung pflanzlicher oder tierischer Parasiten im Wein-, Obst- und Gemuesebau usw. | |
| DE379771C (de) | Verfahren zur Reinigung und Veredelung von handelsueblichen Zellstoffen aller Art fuer die Zwecke der Herstellung von Zelluloseestern und sonstigen chemisch charakterisierten Zelluloseverbindungen, Kunstfaeden u. dgl. | |
| DE581763C (de) | Verfahren zur Herstellung von haltbaren wasserhaltigen Emulsionen von Pflanzenlecithin | |
| DE1546246C3 (de) | Verfahren zum Bleichen von faserigem Material | |
| DE544154C (de) | Verfahren zur Faellung der in den Ablaugen der alkalischen Zellstoffkochverfahren enthaltenen Kieselsaeure | |
| DE570557C (de) | Vorrichtung zur Herstellung fluechtiger Saeuren | |
| DE390863C (de) | Verfahren zur Herstellung getrockneter Beizmittel | |
| DE509515C (de) | Verfahren zur Verarbeitung von Zirkonkalkgluehprodukten | |
| DE884537C (de) | Verfahren zur Herstellung von Lecithinseife | |
| DE660622C (de) | Verfahren zur Aufarbeitung von Sulfitzellstoffablaugen auf Duengemittel und Alkohol | |
| DE846252C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Loesen von Kalirohsalzen od. dgl. | |
| DE820676C (de) | Verfahren zum Impraegnieren von Faserstoffen, insbesondere von Papierfasern | |
| DE477539C (de) | Verfahren zur Herstellung von Zellstoff | |
| AT122528B (de) | Verfahren zur Beseitigung der Kieselsäure aus den rückständigen Laugen von Zellulosefabriken. | |
| DE675722C (de) | Verfahren zur Herstellung von Kunststeinen bzw. Kunststeinplatten | |
| DE504232C (de) | Drehtrommel zur Herstellung von Kruemeln aus Rohmehl fuer die Beschickung von Brennoefen |