DE332003C - Verfahren zur Kaustizierung von Soda in der Kaelte - Google Patents

Verfahren zur Kaustizierung von Soda in der Kaelte

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DE332003C
DE332003C DE1919332003D DE332003DD DE332003C DE 332003 C DE332003 C DE 332003C DE 1919332003 D DE1919332003 D DE 1919332003D DE 332003D D DE332003D D DE 332003DD DE 332003 C DE332003 C DE 332003C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D1/00Oxides or hydroxides of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D1/04Hydroxides
    • C01D1/20Preparation by reacting oxides or hydroxides with alkali metal salts
    • C01D1/22Preparation by reacting oxides or hydroxides with alkali metal salts with carbonates or bicarbonates

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Description

  • Verfahren zur Kaustizierung von Soda in der Kälte. Es ist bekannt, daß das Kaustizieren von Soda mittels Kalk nur in der Siedehitze und unter fortwährendem Einblasen von Dampf unter - gleichzeitiger Anwendung gutwirkender Rührwerke praktisch brauchbare Resuitate ergibt. Das Kaustizieren selbst dauert in der Regel 2 bis 3 Stunden.
  • Es ist nun gefunden worden, daß das Kaustizieren in der Kälte, d. h. ohne irgendwelchen Dampf- bzw. Kohlenverbrauch einwandfrei und in überraschend kurzer Zeit (io cbm Lauge in zehn Minuten) durchgeführt werden kann, wenn das Gemisch von Sodalösung und Kalkmilch in geeign2te_-Weise mittels des bekannten, mindestens ein Schleuderrad aufweisenden Turbomischers emttlgiert wird.
  • In beiliegender Zeichnung zeigt F,ig. i in Ansicht, teilweise im Schnitt einen zur Ausführung des Verfahrens dienlichen Apparat, während Fig.2 und 3 den Turbomischer im Vertikalschnitt und, in Seitenansicht, teilweise im Schnitt darstellen.
  • Die zu -kaustizierende Soda wird in dem mit Rührlverk a versehenen Rührbottich b aufgelöst. Der Kalk wird auf dem Siebboden c zum Löschen gebracht. Durch die an den Rührwerkarmen angebrachten Ketten d wird der Löschprozeß wesentlich beschleunigt, währenddem allfällig ungebrannte Kalksteine auf dem Siebboden selbst zurückbleiben. Nun wird der mit Elektromotor e dir.-kt gekuppelte Turbomischer f in Betrieb gesetzt. Infolge der Saugwirkung des Turbomischers gelangt die Kaustizierflüssigkeit durch die Saugleitung g in den Turbomischer, @@ ird daselbst innigst einulgiert, um alsdann durch den' Austrittstutzen h wiederum in den Rührbottich zurückzugelangen. Nach Beendigung des Käustizierungsprozesses wird die fertige kaustizierte Lauge durch deal l?iltleerttngsstutzen i, entleert.
  • Aus der in Fig. 2 und 3 dargestellten Konstruktion ist ersichtlich, daß die in den Turbomischer eintretende Kaustizierflüssigkeit durch das Düsensegment h auf das mit einer großen Anzahl zueinander versetzt angebrach-= ten Schaufeln o versehene Schleuderrad vz gelangt, woselbst durch die Wirkungsweise des Turbomischers die Emulgierung erfolgt.
  • Das Verfahren bedeutet für die Praxis einen großen Vorteil, da sämtliche Kohlen erspart bleiben; zudem kann infolge der sehr schnellen Umsetzung (Gewinnung an Zeit) die Leistungsfähigkeit jeder bestehenden Kalzinieranlage auf das Doppelte und Dreifache erhöht werden.
  • Die infolge Arbeitens mit Hilfe des mindestens ein Schleuderrad aufweisenden turbomischers erzielte spontane Ums; tzung beruht auf folgender Erscheinung: Wie aus der chemischen Reaktions= gleichung:
    Na,,C03+Ca0+H20- @2NaOH
    Ca CO3
    ersichtlich ist, wird aus jedem Molekül Ca O ein Molekül unlösliches Ca CO, gebildet. Die in der Kalkmilch in feinster Form suspendierten Ca O-Teilchen nehmen gleich nach dem Zusammenbringen mit Sodalösung an der Reaktion teil, bilden eine bestimmte Menge Ida (_>H, währenddem sie sich selbst mit einer dünneu Kruste von unlöslichem Ca C Q, überziehen. Diese so in unlösliches Ca C()., eiiigel:apselten, noch realtionsfähigeii Ca O-Teilchen werden sofort vor weiterem Angriff geschützt, können also an einer weite ren Reaktion nicht mehr teilnehmen. In diesem Zustande ist die chemische Umsetzung noch umvollkommen und bis maximal !)o bis 65 Prozent vorgeschritten. Um die chemische Reaktion weiterzuleiten, muB diese schützende Ca CO--Kruste, die sich um jedes noch wirksame CaO-Teilchen lagert, entfernt «-erden, was durch die intensive Schleuderwirkung des Turbomischers. in wenigen Minuten erzielt wird.
  • Bis dahin hat man dies durch Arbeiten in der Siedehitze, durch Verwendung gut wirkender Rührwerke und durch gleichzeitiges Einblasen von Dampf erreicht. Dadurch werden- die einzelnen in der Flüssigkeit suspendierten, mit Ca CO.. überzogenen Ca 0-Teilchen in starke Schwingungen versetzt, wobei sie sich gegenseitig aneinander reiben. Auf diese Art wird die schützende Ca CO,-Kruste entfernt und das noch wirksame Ca O freigelegt, das sofort wieder an de>; weiteren ZJmsetzuiig teilnimmt. Dieser Vorgang %@ iederholt sich bis zur maximalen Umsetzung. Was bis dahin durch calorische Arbeit erzielt worden ist, yv ird nun gemäß orliegender Erfindung ausschließlich durch mechanische Arbeit erreicht. Die Kalklöschteniperatur spielt hierbei keine Rolle, was eingehende Versuche bestätigen. Durch Löschen des Kalkes in cl--r kalten Sodalösung steigt die Temperatur rler Flüssigkeit nur uni wenige Grade.
  • Beispiel. a ooo kg Soda werden in 2o cbm \Vass°_r irn Rührwerk gelöst. Die Temperatur der Sodalösung beträgt 30°. Darin werden i Zoo kg Kalk zum Löschen gebracht. Die Temperatur steigt auf 35°. Die Umsetzung des Gemisches beträgt 6o bis 65 Prozent. Trotz stundenlangem Rühren ist keine Erhöhung der Umsetzung zu erzielen. .
  • Die so erhaltene Milch wird alsdann durch den mindestens ein Schleuderrad aufweisenden Emulgierungsapparat- (Turbomischer) geschickt. Das Reaktionsgemisch verläßt diesen in Form fertig gebildeter Laug:-. Diese enthält 85 g Na OH pro Liter und spindelt i3° Be. Der Umsetzungsgrad beträgt 96 Prozent, die Temperatur der Lauge 35° C. -

Claims (1)

  1. P:'1TENT-ANSPRUcH: Verfahren zur Kaustizierung von Soda in der Kälte, dadurch gekennzeichnet, daß das Reaktionsgemisch von Sodalösung und Kalkmilch in einem mindestens ein Schleuderrad aufweisenden Homogenisierungsapparat emulgiert wird.
DE1919332003D 1919-06-05 1919-06-05 Verfahren zur Kaustizierung von Soda in der Kaelte Expired DE332003C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AU671600B2 (en) * 1991-09-17 1996-09-05 Schukra-Geratebau Gmbh Drive for actuating a multiple-position adjustable seat back

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