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Kinokassettenkamera Zusatz zum Patent 680 481 Die Erfindung
betrifft Kinokassettenkameras mit einer zwecks Beaufschlagung ,des Films mit zwei
Bildreihen in zwei Lagen umsteckbaren Kassette mit zwei den beiden Bildreihen zugeordneten
Bildfenstern und einem gemeinsamen Bildfensterschieber, der jeweils. nur das hinter
dem Kamerabildfenster liegende Kassettenbildfenster zu öffnen gestattet und der
betriebsmäßig nur stufenweise fortlaufend @d-ie verschiedenen Offen- und Schließstellungen
der Bildfenster einnehmen kann, nach Patent 680 q.81.
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Aufgabe der Erfindung ist eine Verbesserung und sonstige weitere Ausgestaltung
des Gegenstandes des Hauptpatentes, derart, daß nur bei vorschriftsmäßigem Einsetzen
der Kassette in der- jeweils richtigen Filmaufrichtung das zugehörige Kassettenbildfenster
geöffnet wird.
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Zudiesem Zwecke sind erfindungsgemäß an der Kamera feste Führungen
angeordnet, die bezüglich des einzigen Betätigungsgliedes des Kassettenschiebers
derart angeordnet sind, daß beim Einsetzen der Kassette in der vorschriftsmäßigen
Lage das hinter dem K,amerabildfenster liegende Kassettenfenster geöffnet und beim
Herausnehmen der Kassette selbsttätig wieder geschlossen wird. Dadurch wird nicht
nur eine richtige Beaufschlagung bei der Mehrreihenbelichtung erzielt, sondern auch
ein Verschleiern des Films beim Herausnehmen oder Einsetzen der Kassette verhindert.
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Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsformen .des Erfindungsgegenstandes
dargestellt, und zwar zeigt Abb. z eine Stirnansicht der Kamera, Abb. a eine Stirnansicht
der dazugehörigen umsteckbaren Kassette für die Zweireihenbelichtung, Abb. 3 die
Vorderansicht einer anderen Ausführungsform den Kamera und Abb. q. die Vorderansicht
der dazugehörigen Kassette.
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Die Erfindung ist an Hand einer Kamera beschrieben, bei welcher der
Film mit zwei nebeneinanderliegenden, mit den Bildköpfen entgegengesetzten B.ildre.ihen
beaufschlagt wird. =Zu diesem Zweck ist die Kassette 3q. (Abb. 2) mit zwei Bildfenstern
35, 36 und je_ einem Greiferdurchtrittsschlitz 37 und 38 versehen ,sowie mit einem
gemeinsamen Bildfensterschieber,43, der wahlweise in drei L2.-gen gebracht werden
kann und der mit entsprechenden Durchtrittsöffnungen
39, 40 und 41, 42 versehen
ist. Auf dem Schieber 43 sind
ferner zwei Stifte 4.1 und .I5 befestigt,
die durch Schlitze 46 und 47 der Kameravorder-
| wand ragen und durch die der Bildfenst |
| Schieber .I3 verstellt «-erden kann. |
| Die Kamera zur Aufnahme dieser Kas'ZA |
| besteht aus einem Gehäuse 48 (Abb. i), de- |
| Seitenwand ..cl abklapp- oder ahnehinbar ist. |
gesehen, in die diel Kassette 34
(AM)- .42) hineinpaßt. An der Vorderseite
dieser @I#lissparung .#o ist eine Nut 5 i eingefräst, und zwar derart, daß beim
seitlichen Einstecken der Kassette in Pfeilrichtung B der Stift 4.4. in Eingriff
mit der Nut 51 kommt lind dadurch durch das Einlegen der Kassette in der -Nut 46
nach oben geschoben wird. Dadurch wird der Schieber .13 so weit nach ollen gesclioben,
daß sich seine Öffnungen 39 und 4o niit den- Durchbrüchen 35 und 37 in der Kassettenvorderwand
überdecken, cl.li. also den Licht- bzw. Greiferzutritt zum Film freigeben. Wird
nun die Kassette wieder aus der Kamera herausgenommen. ro wird selbsttätig der Stift
44 durch die Nut 5 i und damit auch der Schieber .I3 wieder in die Anfangslage (vgl.
Abb. 2) zurückgeführt. Wird nun die Kassette uni i8o° uni eine zli der Filmebene
senkrechte Achse geschwenkten Lage in die Kamera eingesetzt, so kommt der Stift
45 mit der Nut 51 in Eingriff, so daß beim Einsetzen der Kassette nunmehr der Bildfensterschieber
43 so verschoben wird. daß die Öffnungen 41 und 42 des Schiebers 43 die Öffnungen
38 und 3t-) der Kassettenstirnwand überdecken. Beim Herausnehmen der Kassette aus
der Kamera werden auch diese Öffnungen selbsttätig wieder -%-erschlossen. Bei dieser
Ausführungsform kann die Kassette jeweils beliebig in einer der beiden niiigliclien
Lagen mit der Kamera in Eingrite gebracht werden.
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Bei der Ausführungsform gemäß Abb.3 und .I wird eine Kamera verwendet,
die in ihrem prinzipiellen Aufbau der Kamera gemäß Abb. 1 entspricht. Die Kassette
(Abb. 4) ist jedoch mit einem Bildfensterschieber versehen, der nacheinander aber
irreversibel in die verschiedenen, den beiden ßildreilien zugeordneten Betriebslagen
gebracht werden kann. Das Bildfenster 51 in der Vorderwand 52 der Kassette ist z.
B. für beide Bildreihen geineiiisain ausgebildet. Der Bildfensterschieber 53 besitzt
zwei gegeneinander versetzte Durchbrüche 5_l und 55 für die Bildfensteröffnung und
Ausklinkungen 56 und 57 für die Greiferdurchtrittsschlitze 58 und 59. Der obere
"Geil des Schiebers 53 ist finit einer Ver7alinung 69 versehen. die finit einer
Feder 6o zusammenarbeitet, die an der Kassette 52 befestigt ist. Durch eine Feder
Oi wird die Klinke 6o mit der Verzahnung 59 in Eingriff gehalten. dein Schieber
53 ist noch ein Stift 62 befestigt, der auf einem Schlitz 63 der Kassettenstirnwand
52 gleitet und mit
| ;essen Hilfe der Schieber 53 verstellt werden |
| ' n. Durch die Verzahnung 69 in Verbin- |
| g mit der Klinke 6o kann jedoch der |
| g. . liieber 53 nur in Pfeilrichtung C bewegt |
| werden, und zwar ini Ausführungsbeispiel in |
(-MM .7Ltitt«rt1, %uli ucircii 'uci @l.llll@@U u...
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geladenen Kassette gemäß Abb. 4, Stellung b des Stiftes 62 der Belichtung
der linken Bildreihe, Stellung c, d. h. Überdeckung der Durchbrechung 55 mit dem
Bildfenster 51 der Belichtung der rechten Bildreihe, Stellung d der fertig belichteten
und wieder vollkommen verschlossenen Kassette zugeordnet ist.
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Der vordere Teil des Innenraumes 5o der Kamera (Abb. 3) ist finit
schrägen Vorsprüngen 64., 65 und 66 veisehen, die mit dem Stift 62 zusammenarbeiten
und diesen beim Einsetzen und Herausnehmen der Kassette in die Kamera jeweils uni
einen Schritt weiterschaltet.
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Wird die Kassette gemäß Abb. 8 mit dem Stift 62 in Anfangsstellung
a in den Kassettenraum 5o der Kamera hineingeschoben, so gleitet der Stift 62 an
der Schrägfläche 64 entlang und gelangt dabei in die Stellung b, in der die Durchbrechungen
54 und 56 sich mit den Öffnungen 51 und 58 der Ka@ssettenvorderwand 52 überdecken.
Wird nun die Kassette herausgenommen, so bleibt der Stift 62 in der Stellung b stehen.
Wird nun die Kassette 52 in einer um 18o° geschwenkten Lage wieder in die Kamera
eingesetzt, so gleitet der Stift 62 an der Schrägfläche 65 entlang und gelangt dabei
in die Stellung c, in der sich die Durchbrechungen 55 und 57 mit den Durchbrechungen
51 und 59 überdecken. Beim Herausnehmen der Kassette dagegen gleitet der Stift 62
an der Schrägfläche 66 entlang, wodurch er aus der Stellung c in die Stellung d
gelangt, in der die Kassette wieder vollkommen verschlossen ist.
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Diese Ausfiihrungsforin hat den Vorzug, daß das Kassettenbildfenster
51 nicht geöffnet wird, wenn die Kassette beim ersten Durchlauf des Films falsch
in die Kamera eingesetzt wird, da dann der Stift 62 weder durch die Schrägfläche
65 noch durch die Fläche 66 beeinflußt wird; ebenso wird der Stift 62 nicht
aus seiner Lage b nach dem ersten Durchlauf gebracht, wenn die Kassette versehentlich
nach dem ersten Durchlauf nochmals in der gleichen Lage in die Kamera eingesetzt
wird oder wenn die Kassette nach dem zweiten Durchlauf des Films in einer der beiden
Lagen in die Kamera eingesetzt wird. Die Anordnung kann dabei auch so getroffen
sein; daß der Stift 62 fünf verschiedene Stellungen einnehmen kann, wobei die Schrägfläche
64 durch zwei Schrägflächen entsprechend den.
Flächen 65 und 66
ersetzt wird, so daß auch nach .dem ersten Durchlauf die Kassette beim Herausnehmen
aus der Kamera selbsttätig verschlossen wird.
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Die Erfindung ist an Hand zweier Ausführungsformen beschrieben, und
es ist einleuchtend, daß der grundsätzliche Erfindungsgedanke auch an anderen Kameras
und Kassettenarten verwendet werden kann, bei denen ein verschließbares Kassettenbildfenster
vorgesehen ist.