DE703352C - Messanordnung mit mehreren Messbereichen fuer Gleich- und Wechselstromgroessen - Google Patents

Messanordnung mit mehreren Messbereichen fuer Gleich- und Wechselstromgroessen

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DE703352C
DE703352C DE1938S0133365 DES0133365D DE703352C DE 703352 C DE703352 C DE 703352C DE 1938S0133365 DE1938S0133365 DE 1938S0133365 DE S0133365 D DES0133365 D DE S0133365D DE 703352 C DE703352 C DE 703352C
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DE1938S0133365
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Dipl-Ing Hans Pfannenmueller
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R15/00Details of measuring arrangements of the types provided for in groups G01R17/00 - G01R29/00, G01R33/00 - G01R33/26 or G01R35/00
    • G01R15/12Circuits for multi-testers, i.e. multimeters, e.g. for measuring voltage, current, or impedance at will

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Resistance Or Impedance (AREA)

Description

  • Meßanordnung mit mehreren Meßbereichen für Gleich- und Wechselstromgrößen Es sind Meßanordnungen mit den gleichen .Anschlußklemmen für Gleich- und Wechselstrommessungen sowie Gleich- und Wechselspannungsmessungen bekannt, wobei ein Gleichstrommeßwerk in einer Gleichrichterschaltung liegt, die in zwei parallelen Zweigen Gleichrichter in einer solchen Anordnung enthält, daß bei Gleichstrom- oder -spannungsmessungen nur einer der beiden Zweige von Strom durchflossen wird. Diese Gleichrichterschaltung ist an eine mit den Anschlußklemmen verbundene, aus Vor- und Nebenwiderständen bestehende Meßbereichschaltung angeschlossen.
  • Da aber die Effektivwertempfindlichkeit einer solchen Meßanordnung ohne zusätzlichen Maßnahmen bei Gleich- und Wechselstrommessungen verschieden groß ist, so würde man für Gleichstrom eine Skala anderer Länge und Teilung erhalten als für Wechselstrom. Man sieht deshalb im allgeareinen für Gleich- und Wechselstrommessungen getrennte Anschlüsse vor oder einen Stromartwähler in Gestalt eines Umschalters.
  • In allen diesen Fällen sind aber leicht Irrtümer möglich durch unrichtige Wahl der Skala bzw. der Anschlußklemmen oder durch unrichtige Einstellung des Umschalters.
  • Es ist nun auch bekannt, parallel zu der Gleichrichterschaltung einen induktiven oder parallel zu einem Vorwiderstand einen kapazitiven Widerstand anzuordnen und diese Widerstände so zu bemessen, daß die das Gleichstrommeßweflc durchfließenden Ströme unabhängig von der Stromart bei gleichem Wert der Meßgröße den gleichen Ausschlag hervorrufen. Diese Anordnung hat aber den Nachteil, daß die Anzeige bei Wechselstromanschluß nur für eine bestimmte Frequenz richtig ist. Insbesondere werden die Meßfehler unzulässig groß, wenn die Frequenz einen gewissen Mindestwert unterschreitet.
  • Andererseits ist es bekannt, daß bei einer Anordnung, bei der in den beiden Zweigen der Gleichrichterschaltung je eine der beiden \Vicklungen eines Doppelspulmeßgeräts liegt, der gleiche Wert bei beiden Stromarten mit gleichem Ausschlag angezeigt werden dann, venn der bei Gleichstromanschluß nicht von Strom durchflossene Zweig um etwa 20 % stromempfindlicher gemacht wird als der andere Zweig.
  • In wesentlich einfacher Weise erhält man bei einer Meßanordnung mit mehreren Meßbereichen und den gleichen Anschlußklemmen für Gleich- und Wechselstromgrößen mit einem Gleichstrommeßwerk in einer Gleichrichterschaltung, die in zwei parallelen Zweigen Gleichrichter in einer solchen Anordnung enthält, daß bei Gleichstrom- oder -spannungsmessungen nur einer der beiden Zweige von Storm durchflossen wird gemäß der Erfindung die gleiche Wirkung dadurch, daß das Gleichstrommeßwerk an der Diagonale einer Brückenschaltung liegt, die in den beiden Stromwegen für die zugeführte Meßgröße je einen Gleichrichter und einen Ohmschen Widerstand als Brückenzweige enthält, und der Widerstand in dem bei einer vorbestimmten Polarität des Anschlusses für Gleichstrom- oder -spannungsmessungen von Strom durchflossenen Zweige kleiner ist als der in dem anderen Zweig liegende Brückenwiderstand. Diese Brückenwiderstände sind dann so zu bemessen, daß der Zeiger des Gleichstrommeßwerks bei Gleichstrom- oder -spannnungsmessungen mit dieser Polarität des Anschlusses und bei Wechselstrom- oder -spannungsmessungen den gleichen Ausschlag zeigt, vorausgesetzt, daß die u messende Gleichstromgröße den gleichen Wert hat wie der Effektivwert der zu messenden Wechselstromgröße. Dabei kann der Gesamtwiderstand so abgeglichen werden. daß er für beide Strom richtungen gleich groß ist, damit nlan in jedem Fall die gleichen Vor- und Nebenwiderstände benutzen kann. Zu diesem Zweck wird vorzugsweise in dem bei Gleichstrom-oder -spannungsmesungen von Strom durchflossenen Stromwege ein Zusatzwiderstand von solcher Größe angeordnet. daß der Gesamtwiderstand der Gleichrichterschaltung für beide Stromrichtungen gleich groß ist.
  • Tn der Zeichnung ist in Fig. I ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgegenstandes in einem Schaltbild dargestellt. Fig. 2 zeigt eine besondere Ausführungsform mit einem Umschalter zum Prüfen des richtigen Anschlusses beim Messen von Gleichstromgrößen.
  • Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform ist die Drehspule 1 des Gleichstrommeßwerks an die Diagonale einer Brückenschaltung angeschlossen, die in den beiden Stromwegen aus je einem Widerstand Rn1 bzw. Rn2 und einem Gleichrichter 2 bzw. 3 besteht, wobei dem Gleichrichter 2 noch ein Widerstand R3 vorgeschaltet ist. Die so aufgebaute haltung ist mit ihren Klemmen 4,5 an einen Mehrfachnebenwiderstand Rn für die Strommeßbereiche 2, 6, 20, 60, 200 und 600 mA sowie 2 und 6 A angeschlossen. Mit der Klemme 5 ist die mit - bezeichnete gemeinsame Klemme 6 verbunden, und an der anderen Seite schließt sich ein entsprechend den Meßbereichen . 6. 20, 60, 200 und 600 V unterteilter Vorwiderstand RV an, der zu der mit + bezeichneten Klemme 7 führt.
  • Um nmi einen Strom oder eine Spannung zu messen, benutzt man einerseits in jedem Fall die gemeinsame Klemme 6 und andererseits eine der entsprechend bezeichneten Abzweigklemmen des Neben- bzw. Vorwiderstandes. Handelt es sich um einen Gleichstrom, so fließt dieser bei richtiger Polung nur über den Gleichrichter 2. Ist der zu messende Strom eiin Wechselstrom, so fließt die eine Halbwelle über den Gleichrichter 2, die andere ülier den Gleichrichter 3. wenn die Skalenteilungen für Gleich-und Wechselstrommessungen übereinstimmen sollen, so muß Rn2 gleich 1, 22 Rn1 sein, wenn man annimmt, daß der Wechselstrom rein sinusförmig ist und die Gleichrichterrückströme vernachlässigt werden. Soll außerdem auch noch die Bedingung erfüllt sein, daß der gleiche Satz von Vor- und Nebenwiderständen für beide stromarten benutzt werden kann, so muß der Widerstand, den die Gleichrichtenanordnung darstellt, für beide Stromarten der gleiche sein. Diese Bedingung ist unter der Voraussetzung vernachlässigbarer Gleichrichterrückströme und gleicher Durchlaßwiderstände der beiden Gleichrichter erfüllt durch ilie Bezichung: RS (Rn2 - Rn1) R3 = Rn1 + Rn2 + R@ oder RS . Rn1 . 0,22 R3 = 2,22 Rn1 + R@ wobei Rs der Widerstand der Drehspule 1 ist.
  • Bei ausgeführten Instrumenten werden die genannten Beziehungen nur angenähert erfüllt; die richtigen \Verte der Widerstände können aber unschwer durch Eichung bestimmt werden. Das Instrument mit der Drehspule Rs in der Gleichrichteranordnung nach Fig. I hat also eine größere Empfindlichkeit, wenn der positive Strom von 4 nach 5 fießt, und eine kleinere, wenn er von 5 nach 4 fließt, der Gasamtwiderstand ist aber unabhängig von der Polung.
  • Das Instrument zeigt infolgedessen den Gleichstrom und die Gleichspannung nur bei richtiger Polung richtig an; bei falscher Polung zeigt es stets zuviel. Die richtige Polung läßt sich also durch versuchsweises Vertauschen der Außenanschlüsse ermitteln.
  • In Fig. 2 ist noch ein Umschalter 14 vorgesehen, durch den man die Stromrichtung in der an die Klemmen 4 und 5 angeschlossenen Gleichrichterschaltung, die in Übereinstimmung mit der Anordnung nach Fig. I dargestellt ist, umkehren kann, ohne den Klemmenanschluß vertauschen zu müssen. Diese Anordnung hat den Zweck, die richtige Polung bei Gleichstrommessungen bequem prüfen oder eine unbekannte Stromrichtung feststellen zu können.
  • Um einen Strom oder eine Spannung unbekannter Stromart zu messen, kann man dann so vorgehen, daß man zum Anschluß zunächst einerseits die gemeinsame Klemme 6 wählt und andererseits eine zweite Klemme, die einen Ausschlag passender Größe ergibt.
  • Wenn man dann den Stromwender 14 umschaltet und der Ausschlag nach dem Umschalten der gleiche bleibt, so ist dies ein Zeichen dafür, daß es sich um einen Wechselstrom bzw. eine Wechselspannung gehandelt hat. Zeigt sich jedoch ein abweichender Ausschlag, so liegt ein Gleichstrom oder eine Gleichspannung vor, und man liest dann bei der Stellung des Stromwenders I4 ab, die den keineren Ausschlag ergibt.

Claims (3)

  1. P A T E N T A N S P R Ü C H E: 1. Meßanordnung mit mehreren Meßbereichen und gleichen Anschlußklemmen für Gleich- und Wechselstromgrößen mit einem Gleichstrommeßwerk in einer Gleichrichterschaltung, die in zwei parallelen Zweigen Gleichrichter in einer solchen Anordnung enthält, daß bei Gleichstrom- oder -spannungsmessungen nur einer der beiden Zweige von Strom durchflossen wird und der Zeiger des Gleichstrommeßwerks (I) dann bei vorgegebener Polarität des Anschlusses den gleichen Ausschlag zeigt wie bei Wechselstrom- oder -spannungsmessungen, wenn die zu messende Gleichstromgröße den gleichen Wert hat wie der Effektivwert der zu messenden Wechselstromgröße, dadurch gekennzeichnet, daß das Gleichstrommeßwerk (I) an der Diagonale einer Brückenschaltung liegt, die in den beiden Stromwegen für die zugeführte Meßgröße je einen Gleichrichter (2, 3) und einen Ohmschen Widerstand (Rn1, Rn2) als Brückenzweige enthält, und der Widerstand in dem bei der vorbestimmten Polarität des Anschlusses für Gleichstrom-oder -spannungsmessungen von Strom durchflossenen Zweige (rot) um so viel kleiner ist als der in dem anderen Zweige liegende Widerstand (Rjz2), daß sich die geforderte gleiche Anzeige unabhängig von der Stromart ergibt.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß in dem bei Gleichstrom- oder -sp,annungsmessungen von Strom durchflossenen Stromweg ein Zusatzwiderstand (R3) von solcher Größe angeordnet ist, daß der Gesamtwiderstand der Gleichrichterschaltung für beide Strom richtungen gleich groß ist.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleichrichterschalting über einen Umschalter (I4) an die mit den Anschlußklemmen (6, 7) verbundene, aus Vor- und Nebenwiderständen bestehende Meßbereichschaltung angeschlossen ist.
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