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Knopf mit Stoffbezug Zusatz zum Patent '641165 Gegenstand der Erfindung
ist ein Knopf mit Stoffbezug nach Patent 641 165, der aus einem mit dem Stoff zu
überziehenden Oberteil und einem in den Oberteil einzusetzenden Unterteil besteht,
dessen Durchmesser gleich oder kleiner ist als der lichte Durchmesser der öffnung
des Knopfoberteils und der durch einen unter den Rand des Unterteils fassenden Sprengring
in dem Oberteil festgehalten wird. Die Erfindung bezweckt .eine Verbesserung und
Weiterausbildung dieses Knopfes.
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Von dem Knopf mit Stoffbezug .nach dem Hauptpatent unterscheidet sich
der Knopf nach der Zusatzerfindung dadurch, daß der Sprengring mit dem Knopfunterteil
derart verbunden ist, daß Sprengring und -Knopfunterteil einen einheitlichen Bauteil
bilden, wobei aber das Bestreben des Sprengringes, nach dem- Zusammendrücken wieder
auseinanderzufedern, erhalten bleibt.
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Der Knopf entsprechend der Zusatzerfindung hat gegenüber dem Knopf
nach dem Hauptpatent, bei dem der Sprengring einen Bauteil für sich bildet, den
sehr erheblichen Vorteil, daß bei ihm der Sprengring dauernd am Knopfunterteil verbleibt
und der Knopf somit, abgesehen von dem Stoffbezug, nur noch aus zwei Teilen besteht,
im Gegensatz zu dem sich aus drei Einzelteilen zusammen setzenden Knopf nach dem
Patent 641 165. Hiernach hat derjenige, der einen Knopf mit Stoffbezug nach der
Erfindung herstellen will, nach dem Überziehen des Stoffbezuges über den Knopfoberteil
nur nötig, den Knopfunterteil mit dem an ihm sitzenden Sprengring in den Knopfoberteil
einzudrücken, womit dann der Knopf fertig ist. Ein Wiederauseinandernehmen
dieses
Knopfes ist genau so gut möglich, wie bei einem Knopf nach dem Hauptpatent.
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Der Sprengring und seine Befestigung am Knopfunterteil können in verschiedener
Weise ausgebildet sein.
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So erhält man eine besonders zweckmäßige und in der Herstellung besonders
einfache Ausführungsform eines Stoffknopfes entsprechend der Zusatzerfindung dadurch,
daß der Knopfunterteil unterhalb seines oberen Randes mit zwei einander gegenüberliegenden,
gleichlaufenden Schlitzen versehen ist, in deren einem der Sprengring mit einem
mittleren, geradlinig oder annähernd geradlinig gebogenen Teil lagert, während in
den anderen Schlitz der Sprengring mit seinen beiden freien Enden eingreift, die
einwärts gebogen sind und die Kanten des Schlitzes umfassen.
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Bei einer derartigen Ausbildung des Knopfunterteils stehen dann zwei
einander gegenüberliegende, bogenförmige Teile des Sprengringes seitlich über den
oberen Rand des unteren Knopfteils hinaus. Nach einer anderen Ausführung greift
der Sprengring mit einem einwärts gebogenen Ende durch ein Loch in der Seitenwandung
des Knopfunterteils hindurch.
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Der Knopfunterteil und der Knopfoberteil können außer aus Metall auch
noch aus irgendeinem plastischen Kunststoff, wie z. B. Celluloid, bestehen.
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In der Zeichnung sind zwei beispielsweise Ausführungsformen des Knopfes
mit Stoffbezug nach der Eifindung dargestellt. Es zeigen Fig. i einen fertigen Knopf
der ersten Ausführungsform in Seitenansicht, teilweise im Schnitt, Fig. z und 3
die beiden Teile des Knopfes nach Fig; i ohne den Stoffbezug getrennt voneinander-,
ebenfalls im Schnitt bzw. in Seitenansicht, ' Fig. 4 eine Draufsicht auf den Knopfunterteil
nach Fig.3. Fig. 5 einen Schnitt durch den Knopfunterteil nach Linie V-V in Fig.
4, Fig. 6 in einer der Fig. i entsprechenden Darstellung die zweite Ausführungsform-
für einen Knopf nach der Erfindung, Fig. 7 in Seitenansicht den Unterteil dieses
Knopfes allein und Fig. 8 eine Draufsicht auf den Knopfunterteil nach Fig. ; .
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Die beiden in den Fig. i und 6 dargestellten Knöpfe bestehen aus dem
Knopfoberteil b, der mit einem beliebig dünnen oder dicken Bezug a_ aus Stoff, Leder
oder anderem ähnlichen Material versehen ist, und dem die Annäheinrichtung aufweisenden
starren Unterteil e, der bei den gezeichneten Ausführungsbeispielen zwei Annählöcher
e hat. Der Unterteil c ist bei der Ausführungsform nach den Fig. i bis 5 unterhalb
seines nach außen abgebogenen oberen Randes c' mit zwei einander gegenüberliegenden,
gleichlaufenden Schlitzen i, i' versehen. In diesen ist ein Sprengring d
von der insbesondere aus Fig. 4 ersichtlichen Gestalt angeordnet, und zwar lagert
hier der Sprengring d mit einem mittleren, geradlinig oder annähernd geradlini&
gebogenen Teil k in dem Schlitz i, während in den anderen Schlitz i' der Sprengring
mit seinen beiden freien Enden m, m eingreift, die einwärts gebogen sind
und die Kanten des Schlitzes i' umfassen, wodurch der Sprengring am Knopfunterteil
c festgelegt ist, ohne daß jedoch die Sprengwirkung der beiden kreisförmigen Seitenteile
1, L des Ringes d hierdurch beeinträchtigt wird.
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Der Abstand der beiden bogenförmigen Ringteile 1,1 ist bei
nicht zusammengedrücktem Sprengring, wie dies Fig.4 zeigt, etwas größer als der
Außendurchmesser des Randes c' vom Knopfunterteil c. Der Knopfoberteil b hat bei
dem gezeichneten Ausführungsbeispiel die Form einer Kalotte, deren untere öffnung
b' einen lichten Durchmesser hat, der kleiner ist als ihr größter Innendurchmesser,
wie dies Fig. z zeigt. Der Knopfunterteil c hat an seinem in den Oberteil b einzuführenden
Rand c' einen Außendurchmesser,, der gleich oder kleiner ist als der lichte Durchmesser
der öffnung b' des Knopfoberteils.
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Die Herstellung eines Knopfes entsprechend den Fig. i bis. 5 geschieht
in folgender Weise: Der Stoffbezug a wird über und um den Oberteil b herumgelegt,
so daß er mit seinem Außenrand in das Innere des Oberteils hineinragt. Dann wird
der Unterteil c mitsamt dem Sprengring d in den Oberteil b eingedrückt,
wodurch der Stoffrand zwischen den beiden Teilen b und c festgeklemmt wird und gleichzeitig
die beiden bogenförmigen Teile 1,1
des Sprengringes d, wie dies Fig. i zeigt,
unter den Rand c' des Unterteils c fassen, so daß die beiden Knopfteile b und c
miteinander verbunden sind. Beim Eindrücken des Unterteils in den Oberteil wird
der Sprengring d durch dessen Rand zusammengedrückt und dehnt sich nach dem Durchtritt
durch die öffnung b' im Oberteil selbsttätig wieder aus, so daß dann die Teile
1,1 des Sprengringes sich gegen die Innenwandung des Oberteils bzw. den den
Rand des Oberteils umgreifenden Stoff legen.
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Sollen die Teile b und c wieder voneinander getrennt werden, so wird
zunächst. der zwar unlösbar, aber nicht starr mit dem Knopfunterteil c verbundene
Sprengring d
bzw. vorerst ein Yeil desselben durch die untere Öffnung
b' aus dem Oberteil herausgezogen, was mittels "eines Hakens bei der federnden Ausbildung
des Ringes ohne wei= teres -möglich ist, worauf dann der Unterteil c sich leicht
aus dem Oberteil b herausnehmen läßt.
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Der in den Fig. 6 bis 8 dargestellte Knopf mit Stoffbezug unterscheidet
sich von dem; eben beschriebenen dadurch, daß in der Seitenwandung des Unterteils
c nahe seines nach außen etwas abgebogenen oberen Randes c' ein Loch/ vorgesehen
ist, durch das der Sprengring (' mit einem einwärts gebogenen Ende k hindurchgreift,
so daß ein unbeabsichtigtes Lösen des Sprengringes vom Knopfunterteil nicht- möglich
ist. Der Sprengring hat hier in nicht zusammengedrücktem 'Zustand, wie dies Fig.
8 zeigt, einen etwas größeren Außendurchmesser als der Rand c' des Unterteils c.
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Das Zusammensetzen und Auseinandernehmen dieses Knopfes erfolgt in
gleicher Weise wie bei dem Knopf nach den Fig. i bis 5.