DE70080C - Gürtel, Corset und dergl. mit horizontal liegenden Metallplatten - Google Patents

Gürtel, Corset und dergl. mit horizontal liegenden Metallplatten

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DE70080C
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DE
Germany
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belt
waist
corset
springs
metal plates
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT70080D
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English (en)
Original Assignee
W. L. DE NOR-MANVILLE, 6 Clarendon Crescent, Leamington, Grafschaft Warwick, England
Publication of DE70080C publication Critical patent/DE70080C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41CCORSETS; BRASSIERES
    • A41C1/00Corsets or girdles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Corsets Or Brassieres (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.\%
Nach vorliegender Erfindung werden Gürtel,. Korsets und andere Bekleidungsgegenstände für Damen so hergestellt, dafs sie nach dem Umlegen den Körper an den Seiten einengen, während ein Ausdehnen an den Stellen eintreten kann, wo diese gröfsere Weite nicht so auffällig und von so grofser Bedeutung ist, wie z. B. vorn und hinten. Der Umfang bleibt indessen annähernd der gleiche.
Die Taille wird also an den Seiten oder nach dem Querdurchmesser dadurch zusammengezogen, dafs ein Druck auf die Seiten ausgeübt und eine Form, welche nicht rund ist, in eine runde oder annähernd runde gebracht wird. Dagegen würde das Anziehen des gewöhnlichen Korsetbandes gleichzeitig eine Verringerung des Durchmessers von vorn nach hinten herbeiführen, was gesundheitsschädlich wirkt.
Auf beifolgender Zeichnung sind verschiedene Ausführungen vorliegender Erfindung dargestellt, durch welche der vorgenannte Zweck zu erreichen ist.
In Fig. ι sind mit α die Metallplatten des Gürtels bezeichnet; η veranschaulicht die Form der Taille, welche durch gewöhnliche Gürtel oder Korsets erzielt wird, 0 ist die runde Körperform, welche- durch die Anwendung des Gürtels nach vorliegender Erfindung ermöglicht wird. Die Theile α bestehen aus flachen oder schwach gekrümmten Stahlfedern. Die Stärke ist hierbei durch das persönliche Bedürfhifs bestimmt, je nachdem ein stärkeres oder geringeres Zusammenpressen verlangt wird. Nach dieser Figur sind die Federn α gerade gestreckt und nehmen in ihrer Stärke von der Mitte nach den Enden ab, so dafs in der Mitte die gröfste Druckäufserung möglich ist. An den Enden der Federn α sind Bänder b angebracht. Zwei dieser Bänder haben Schnallen c, durch welche die anderen Enden der Bänder zusammengezogen werden. Wenn der Gürtel geschlossen wird, so krümmen sich die Federn α vorn und hinten, bis sie sich mit den anderen Theilen des Gürtels fest an den Körper anlegen. Die Federn wirken mit ihrem gröfsten Druck an jeder Seite der Taille und dieser Druck nimmt allmälig nach vorn und hinten ab. Der Querdurchmesser wird dadurch vermindert, während der Durchmesser von vorn nach hinten zunimmt, so dafs die Taille sich der gefälligeren Kreisform nähert, ohne dafs der Umfang geringer wird und eine Belästigung für die Trägerin des Gürtels entsteht. Die Bänder b bestehen aus Leder, Gewebe u. s. w. und werden entweder ganz über die Metalltheile α aufsen oder innen fortgeführt oder nur an den Enden befestigt. Diese Gürtel werden gewöhnlich über dem Korset angebracht und sind auch die Veranlassung, dafs der auf den Umfang wirkende Druck vertical durch die Versteifungseinlagen des Korsets übertragen wird. Hierdurch erfolgt ein abgestufter Druck auf jede Seite der Taille, der an dem engsten Theil derselben am gröfsten ist und nach oben und unten abnimmt.
Die Federn a, Fig. 1 und 2, können durchweg dieselbe Breite haben; sie sind indessen in diesem Falle in der Mitte am stärksten und
nehmen nach beiden Enden an Stärke ab. Oder die Federn haben durchweg dieselbe Dicke und. nehmen nach den Enden an Breite ab, oder es wird endlich die veränderte Federspannung in einer Weise erreicht, wie dies mit Bezug auf die Fig. 8 und 9 noch näher ausgeführt werden wird.
Fig. 2 zeigt den Gürtel allein, wenn er zusammengezogen und an einem Punkte zusammengeschnallt ist, den er etwa erreichen würde, wenn man ihn um die Taille legte. Es ist bei diesem Gürtel indessen eine geringe Ver schiedenheit insofern vorhanden, als die Enden der Federn' α von vorn herein ein wenig nach innen gekehrt sind. Diese Ausführung hat den Zweck, zu verhindern, dafs die Enden der Federn hervortreten und störend wirken.
Nach Fig. 3 erhält der Gürtel gebogene Metallplatten α α, welche dieselbe Wirkung wie die Federn nach Fig. 1 und 2 haben. Der Biegungshalbmesser der Platten kann etwas gröfser als der des Kreises 0 sein, welcher dem Taillenmafs entspricht, um noch ein schwaches Biegen zu gestatten. In Fig. 3 ist dieser Halbmesser mit a1 bezeichnet, während der Krümmungshalbmesser der Seitentheile der Taille mit n1 und der des Kreises mit o1 bezeichnet ist. Wenn dieser Gürtel um die Taille gelegt wird, wird ein Druck an den Seiten der Taille mit denselben Wirkungen, wie vorbeschrieben, ausgeübt.
Bei der Ausführung nach Fig. 4 wird der Gürtel aus einer zusammenhängenden Stahlfeder hergestellt, deren Enden durch den Stift c verbunden werden, der in Oeffhungen c1 am anderen Ende des Gürtels greift. Die Theile a, welche mit dem gröfsten Druck auf die Seiten der Taille wirken sollen, sind stärker als die anderen Theile gehalten.
Nach Fig. 5, weiche einen in eine Ebene ausgebreiteten Gürtel darstellt, sind die Theile a, welche sich gegen die Seiten des Körpers legen, zwar nicht stärker, aber breiter als die übrigen Theile des Gürtels. Wenn die Enden eines solchen Gürtels mit einander verbunden werden , so ist der gröfsere Widerstand der Theile α gegen Biegung Veranlassung, dafs der Gürtel, wenn derselbe abgenommen ist, eine Form oder Krümmung annimmt, die im wesentlichen der in Fig. 4 dargestellten Form entspricht. Wenn ein solcher Gürtel so umgelegt wird, dafs die Befestigung sich auf der vorderen Seite befindet, so erzeugt das Bestreben des Gürtels, seine länglich runde Form beizubehalten, den Druck an den Seiten der Taille, wie dies bei den vorhergegangenen Ausführungen eintrat.
Bei dem in Fig. 6 dargestellten Gürtel ist indessen das Metall, welches federn mufs, wie Stahl, gewalztes Messingblech u. s. w., durchweg von demselben Querschnitt und es sind die Theile nach den Enden zu gekrümmt, während der mittlere Theil gerade oder selbst convex ausgebildet ist. Die Krümmung der Enden nähert sich dabei allmälig der Kreisform 0, welche der Körper erhalten soll, der durch das Oval η dargestellt ist. In diesem Fall wird der Druck auf die Seiten der Taille (längs des gröfseren Durchmessers) durch diesen geraden oder convexen mittleren Theil der Federn α übertragen.
Die Anwendung der Erfindung auf Schnürleiber oder Korsets mit verticalen Versteifungen ist in Fig. 7 dargestellt. Diese Figur ist ein Querschnitt durch den engsten Theil des Korsets in der Form, welche dasselbe dem Leib mittheilen würde, während die natürliche Körperform, die durch Korsets allein erzeugt wurde, durch das Oval η dargestellt ist. Die Federn α werden nach der Darstellung so angeordnet, dafs die mittleren und stärkeren Theile derselben aufserhalb der verticalen Versteifungen des Korsets liegen, welches sich auf die Seitentheile der Taille legt und auf welches der Druck zu übertragen ist, während die Enden der Federn α am besten durch den Korsetbezug hindurch und unter die Vorder- und Hinterschienen g geführt werden. Diese Schienen halten alsdann die Enden der Federn a die nach aufsen zu federn trachten, nach unten, während die verticalen Seitenschienen den Druck der mittleren Theile der Federn auf eine grofse Fläche vertheilen, so dafs der Druck nicht nur auf die Theile übertragen wird, welche durch die Federn α bedeckt werden, sondern auch eine Vertheilung dieses Druckes von den Seiten nach oben und unten stattfindet. Gleichzeitig wird natürlich eine Verminderung des Querdurchmessers der Taille herbeigeführt. Durch den Bezugs/" des Korsets werden die Verstärkungsschienen e1 und die Federn α festgehalten, während die vorderen und hinteren Verschlufsstäbe g in gewöhnlicher Weise ausgebildet sind. Die Theile α können in den Korsets eingenäht oder sonstwie befestigt oder mit den verticalen Versteifungen e oder e1 vernietet oder in anderer Weise verbunden werden.
Die Federn α lassen sich, gleichgültig, ob sie für Korsets, Gürtel oder andere Kleidungsstücke benutzt werden sollen, durch Wellung verstärken, wie die Fig. 8 und 9 darstellen. In solchen Fällen kann die Wellung an Tiefe von der Mitte nach beiden Enden zu abnehmen; durch diese Einrichtung verringert sich die Spannkraft der Theile a . von der Mitte nach den Enden zu. Die Querschnittsform des Stückes a, Fig. 8, kann auch bei starren Bändern angewendet werden, wie mit Bezug auf Fig. 3, um zu verhindern, dafs die Kanten des Bandes einschneiden und dem Träger oder der Trägerin unbequem werden.
Die Federkraft der Metallplatten kann dadurch abgestuft werden, dafs man, wie auch aus Fig. io ersichtlich, die Federn α aus über einander gelegten Lamellen von verschiedener Länge bestehen läfst, oder die Breite verringert, während die Dicke dieselbe bleibt; derartige Ausführungsformen sind in Fig. 11 und 12 dargestellt.
Nach diesen Ausführungen werden die Enden der Platten α in voller Breite belassen, um zu vermeiden, dafs die Enden scharf und spitz werden und infolge dessen leicht durch die Kleidung dringen.
Nach Fig. 12 werden dreieckige Stücke h aus den Federn α ausgeschnitten, so dafs die wirksame Breite derselben vermindert wird. In Fig. 13 ist eine Ausführung dargestellt, bei welcher mehrfache Federn oder Versteifungsstücke α dargestellt sind. Diese Form eignet sich für breite Gürtel, mit denen die Theile a durch Vernähen oder sonstwie verbunden werden. In diesen Fällen sind die Federn zweckmäfsig schmal und neben einander angeordnet, um einen breiteren Gürtel der verticalen Körperform mehr anpassen zu können, so dafs sich die Trägerin leichter bewegen kann.
In Fig. 7 A zeigen die vollausgezogenen Linien 0 den Umrifs der Taille, wie er durch den Gürtel erzeugt wird, der über dem gewöhnlichen Korset angebracht wird, während die natürliche Taille, wie sie das übliche Korset von derselben Taillenweite, aber ohne Gürtel erzeugt, durch die punktirten Linien η dargestellt wird.
Die Gürtel α können unter oder über der Kleidung getragen oder auch in den Kleidungsstücken selbst angebracht werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Taillengürtel, Korset, Schnürleib etc. für Damen, bei welchem horizontal angeordnete, event, als besondere Gürtel ausgebildete Stahloder andere Metallplatten oder -Streifen α dadurch, dafs sie auf die Seiten der Taille den gröfsten Druck ausüben, beim Zusammenziehen zunächst den Querdurchmesser der Taille vermindern und ein Weiterwerden derselben vorn und hinten veranlassen, um ohne Verminderung des Taillenumfanges und ohne Belästigung durch zu festes Schnüren eine Verschönerung der Figur zu erzielen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT70080D Gürtel, Corset und dergl. mit horizontal liegenden Metallplatten Expired - Lifetime DE70080C (de)

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