DE699762C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung grabenartiger Baugruben - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung grabenartiger Baugruben

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DE699762C
DE699762C DE1938H0157411 DEH0157411D DE699762C DE 699762 C DE699762 C DE 699762C DE 1938H0157411 DE1938H0157411 DE 1938H0157411 DE H0157411 D DEH0157411 D DE H0157411D DE 699762 C DE699762 C DE 699762C
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Germany
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shield
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iron
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Expired
Application number
DE1938H0157411
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English (en)
Inventor
Gottfried Hallinger
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GOTTFRIED HALLINGER
Original Assignee
GOTTFRIED HALLINGER
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Publication date
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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02DFOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
    • E02D17/00Excavations; Bordering of excavations; Making embankments
    • E02D17/06Foundation trenches ditches or narrow shafts
    • E02D17/08Bordering or stiffening the sides of ditches trenches or narrow shafts for foundations
    • E02D17/086Travelling trench shores

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Paleontology (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Excavating Of Shafts Or Tunnels (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung grabenartiger Baugruben Bei '.der Herstellung von grabenartigen Baugruben unter Benutzung eines Schildes ist es bekannt, den Schild in der Baugrube mittels Vorschubpressen weiterzubewegen, die sich- gegen den hinter dem Schild eingebrachten Verzug der Baugrube stützen. Die Erfindung bezieht sich auf .die Anwendung eines für diese Arbeitsweise besonders vorteilhaften Verzuges,. der ein gutes Widerlager für die Vorschubdorrichtungen bildet und beim Rauben der Verzugsmittel nur sehr geringe Hohlräume hinterläßt.
  • Bei dem Verfahren nach der Erfindung wird der Verzug aus aneinändergereihten oben und unten offenen -hohlen, vor dem Herausziehen - mit losen Massen,. wie Sand, Kies, Asche o. dgl., gefüllten Stahlbohlen gebildet. .Diese Massen werden- beim Ziehen der Bohlen zurückgelassen und füllen die Hohlräume aus, wobei. _ sie -gegebenenfalls in üblicher Weise durch Spülung in Bewegung gebracht- werden können.
  • Die hohlen Stahlbohlen können z. B. aus I-Eisen bzw. Breitflanschträgern mit einge-' setzten U-Eisen bestehen. Zweckmäßig übergreifen benachbarte Hohlbohlen einander an der Rückseite, so daß beim Nachlassen des auf den Verzug ausgeübten Druckes keine offenen Fugen zwischen den Verzugseisen entstehen können. Ist die Baugrube sehr tief, so genügt - es gegebenenfalls, den unteren Teil mit dem Verzug aus hohlen Stahlbohlen zu versehen, während darüber die übliche Auskleidung aus eisernen oder hölzernen Verzugsdielen verwendet werden kann. -Bei der Durchführung der Arbeiten wird beispielsweise so verfahren, daß jeweils. nach Herstellung eines Bauwerkabschnittes auf dessen Stirnfläche ein Querträger angeordnet wird, der nunmehr für das Abstützen der Vorschubvorrichtung dient, während die hohlen Stahlbohlen dieses Abschnittes gezogen und dann hinter dem Schild wieder.-,. eingesetzt werden, bis schließlich nach Fertig= stellung eines Verzugsabschnittes wiederi die Abstützung der Vorschubvorrichtung de Schildes auf dem Verzug erfolgt.
  • Die Zeichnung erläutert das Verfahren und zeigt beispielsweise dabei benutzte Mittel. Es zeigen: Abb. i einen Längsschnitt der Baugrube, Abb.2 einen dazugehörigen Querschnitt, Abb.3 einen Bauwerksabschnitt in waagerechtem Schnitt, -Abb. q. einen waagerechten Schnitt durch den Verzug in größerem Maßstab, Abb. 5 einen Querschnitt der Baugrube bei anderer Ausführung des Verzuges, Abb.6 einen dazugehörigen waagerechten Schnitt durch den Verzug in größerem Maßstab.
  • Zum Ausheben der Baugrube dient ein Bagger a beliebiger Art, und zum Abstützen der Baugrubenlängswände dient ein der Baugrubeniveite angepaßter Stützschild h. Der Schild b kann mit Bedienungsbühnen bi für die Mannschaft ausgestattet sein und auf-zu beiden Seiten der Baugrube angebrachten Fundamentbahnen c verfahren werden. Im Schutz des Schildes b werden -Verzugeisend , in die Baugrube eingebracht und - in Querrichtung gegeneinander verspreizt. Der Verzug-dient gleichzeitig als Widerlager für die den Vorschub des Schildes b bewirkenden Pressen oder Winden e. Insoweit ist das Verfahren an sich bekannt.
  • Gemäß der Erfindung werden als Verzugseisen Formeisen d verwendet, welche oben und unten pffene Hohlräume bilden. Die Abb.3 und q. veranschaulichen einen. derartigen Verzug, bei welchem Winkeleisen du lind -' Blechtafeln d2 "im . -Querschnitt - rechteckige, unten und oben. -offene Kästen bilden, die auch nochmals in sich durch Querwände ds versteift werden -können. Diese Verzugskästen werden nach Maßgabe des Vorrückens der -Baggermaschine a und des Verzugsschildes b unter dem Schutz des Schildes abständlos hintereinander in die Baugrube aufrecht eingesetzt und danach mit feinkörnigem Gut o, wie Sand, Kies, Asche o. dgl., gefüllt. Beige:inge_er Baugruhentiefe braucht der kastenartige Verzug, @vie Abb. i und 2 beispielsweise veranschaulichen, sich nur auf einen Teil der Baugrubenhöhe zu erstrecken, beispielsweise nur bis unterhalb. öder bis zur Scheitelhöhe des Bauwerks, und es kann dieser Verzug nach aufwärts sich in einen aus eisernen - oder hölzernen Dielen g bestehenden Verzug fortsetzen. Die -Dielen g ruhen mittels Winkelstücken g 1 auf den Eisend, und sie hintergreifen diese außenseitig um eine kleine Länge. Die Dielen g können ferner, wie Abb.2 veranschaulicht, -mit Rasten h zur Aufnahme sie miteinander in. Längsrichtung vereinender Verschalungshölzer i versehen sein, gegen welche sich d,-n Verzug g verspreizende Querstreben-] mittels Winkeleisenköpfe jllegen. Nachdem auf diese Weise ein Baugrubenabschnitt von jeweilig gewünschter Länge hergestellt und verschalt ist, wird das Bauwerk/ in den Grubenabschnitt eingebracht. Braucht das Bauwerk außen nicht isoliert zu werden, so kann, wie Abb.2 und 3 veranschaulichen, der lichte Abstand der beiden Verzugsreihen voneinander derart bemessen werden, daß das Bauwerk bis an die Verzugseisend reicht, so daß es nach Maßgabe seiner Fertigstellung den Verzug an Stelle der ihn bis dahin verspreizenden Streben hält. Nachdem das Bauwerk auf die Länge eines Abschnittes fertiggestellt ist, werden vor dessen vorderen Stirnseite kräftige Quereisen k in- besondeien U-förmigen und zur Baugrubeninnenseite offenen Verzugseisen in gelagert, und es werden alsdann die Vorschubmittel e des Verzugsschildes b gegen diese Querstreben k abgestützt, welche den Druck der Schildvorschubmittel auf das Bauwerk f übertragen. Die Querstreben k müssen dementsprechend kräftig bemessen sein. Nach Maßgabe des weiteren Vorrückens des Verzugsschildes b werden die Verzugskästen d dieses Bauwerkabschnittes Stück für Stück entfernt und vor den Querstreben k wieder aufgebaut. Bei dem Hochziehen der Kasten kann Spülflüssigkeit in die Kasten eingebracht und hierdurch das Füllmaterial zu einer dichten Lagerung gebracht werden. Alsdann werden die Pressen e wieder gegen diese Verzugskästen abgestützt, die wie zuvor nach ihrem Einbringen mit feinkörniger Masse o gefüllt werden. Damit während des jeweiligen Einziehens der Vorschubpresgen oder -winden e zwischen- den Verzugseisend keine- Lücken entstehen, - in welche Erdreich eindringen könnte, werden die Verzugseisen d zweckmäßig, wie Abb. 3 veranschaulicht, mit ihre Fugen überdeckenden Längsleisten n ausgerüstet. Nachdem auf diese Weise. ein neuer Baugrubenabschnitt ausgehoben, mit Verzug versehen und in den Verzug der Bauwerkabschnitt eingebracht worden ist, wird dieser 'auf seiner vorderen Stirnseite wiederum mit jenen Querstreben k ausgerüstet, und es können alsdann die an seinem rückseitigen Ende Llefindlichen Querstreben k entfernt werden, und der zwischen den beiden Bauwerkabschnitten bestehende Zwischenraum kann alsdann geschlossen werden, indem ein dieser Lücke entsprechender Bauwerksteil eingefügt wird. Alsdann _können auch die an jener Lücke befindlichen Verzugseisen m und die diesen benachbarten Verzugseisend entfernt werden usf. Da die Verzugseisen keine Schlösser o. dgl. besitzen, können sie bequem und rasch eingesetzt und ausgehoben werden, indem die Krane sie beispielsweise an ihrem, oberen, zu dessen Zweck durchlochten Ende ergreifen. Die zum Einsetzen und Entfernen der Verzugseisend und nt sowie die zum Einbringen der Füllmasse o dienenden Laufkrane können gleichfalls auf der Schildfahrbahn c verfahren werden.
  • Bei Baugruben gröberer Tiefe, welche in ganzer Baugrubenhöhe kräftige Verzugseisen erfordern, sind, wie Abb.5 veranschaulicht, in ganzer Baugrubenhöhe einheitliche Verzugseisen p zu verwenden, die beispielsweise, wie Abb. 6 zeigt, aus breitflanschigen 1-Eisen bestehen können. An denjenigen Stellen, an denen die Schildvor schubmittel e sich wider diese Eisen legen, können diese mittels in sie eingefügter U-Eisenstücke p1 versteift sein, wie in Abb.6 gleichfalls dargestellt ist. Zur Aufnahme der die Verzugseisen in Grubenquerschnittsrichtung verspreizenden Streben q können an den Eisen p Lagerkonsolen s befestigt sein. Der den Baugrubenwänden zugekehrte Teil der Verzugseisen p kann 'sofort nach ihrem Einbringen mit Masse o verfüllt werden. Soll das Bauwerk außenseitig mit einer Isolierschicht versehen werden, so daß es nicht bis an die Verzugseisen p heranreichen kann, so werden beim Einbringendes Bauwerks zwischen diesem und dem Eisen p Abstandhalter r zum Ersatz der Querstreben g eingebracht, wie Abb. 5 veranschaulicht. Nach Herstellung eines Bauwerksabschnittes wird jener Zwischenraum v und der diesem zugekehrte Hohlraum der Verzugseisen n verfüllt, alsdann in diesen Abschnitten die Baugrube bis obenhin angefüllt und die Verzugseisenp schrittweise, wie zuvor beschrieben, entfernt.
  • Falls Drainagemasse unter dein Bauwerk angeordnet werden soll, können, wie Abb. i und z veranschaulichen, unter dem Boden b des Schildes nutenförmige, nach oben offene Längseisen i angeordnet werden, die an ihrer vorderen Stirnseite, bei t1, keilig geschlossert sind und bei dem Vorrücken des Schildes b auf der Baugrubensohle Rinnen a herstellen, die Rinnen werden durch Drainagemasse v verfüllt, welche auf die Längseisen t aufgeschüttet wird und beim -Vorrücken des Schildes b in die Rinnen u fällt. Sollen statt dessen unterhalb des Bauwerks Drainagesteine w (Abb. 5) verlegt werden, so können gegen diese auch noch Schildvorschubmittel angesetzt werden, wodurch zugleich die Drainagesteine gegeneinandergedrückt werden.

Claims (1)

  1. hATENTÄNSPRÜCHß: i. Verfahren zur Herstellung grabenartiger Baugruben unter Anwendung eines in der Grube zu verschiebenden Schildes und eines hinter dem Schild herzustellenden, den Verschubvorrichtungen als Widerlager dienenden Verzuges, dadurch gekennzeichnet, daß der Verzug aus aneinandergereihten oben und unten offenen hohlen, vor dem Herausziehen mit losen Massen, wie Sand, Kies, Asche o. dgl., gefüllten Stahlbohlen (d) gebildet wird und diese Massen beim Herausziehen der Stahlbohlen zurückgelassen werden. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß nur -im unteren Teil der Baugrube der Verzug aus hohlen Stahlbohlen (d) gebildet und darüber eine Auskleidungüblicher Art aus eiz-ernen oder hölzernen Verzugsdielen (g) angeordnet wird. - . 3. Verfahren nach Anspruch i bzw. a, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils nach Herstellung eines--Bauwerksabschnittes (i) auf dessen Stirnfläche ein Querträger (k) angeordnet und gegen diesen die Vorschubvorrichtung (e) abgestützt wird, worauf die hohlen Stahlbohlen (d) hinter dem Schild gezogen und entsprechend dem weiteren Vorschub des Schildes hinter diesem wieder eingesetzt werden, während die durch den Querträger entstehende Lücke im Bauwerk jeweils nach Fertigstellung eines Bauabschnittes und - Hei;-ausnahme - des Querträgers geschlossen wird. q.. Verzug für das Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die hohlen Stahlbohlen (d) sich an der Rückseite mittels besonderer Flansche (n) übergreifen, so daß beim Nachlasen des auf den Verzug ausgeübten Druckes keine offenen Fugen zwischen den Verzugseisen entstehen können. Verzug für das Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die hohlen Stahlbohlen aus I-Eisen bzw. Breitflanschträgern (p) --und aus in diese eingesetzten U-Eisen (n1) gebildet sind.
DE1938H0157411 1938-10-22 1938-10-22 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung grabenartiger Baugruben Expired DE699762C (de)

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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1059359B (de) * 1956-02-07 1959-06-11 Josef Zuercher Verfahren und Vorrichtung zum Absteifen von fortschreitend, etwa durch Bagger ausgehobenen Baugruben
DE1152065B (de) * 1957-05-08 1963-07-25 Otto Reinhard Vorrichtung zum Verbau maschinell ausgehobener Leitungsgraeben
DE1658752B1 (de) * 1967-12-04 1970-05-27 Johann Moerner Verfahren zur Erstellung von langgestreckten unterirdischen Bauwerken,insbesondere Tunneln
FR2296057A1 (fr) * 1974-12-24 1976-07-23 Sert Materiel permettant la realisation d'une tranchee et son blindage simultane
DE2622671A1 (de) * 1976-05-21 1977-12-01 Gewerk Eisenhuette Westfalia Einrichtungen zum vortrieb eines grabens im offenen verbau fuer die rohrverlegung

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DE1059359B (de) * 1956-02-07 1959-06-11 Josef Zuercher Verfahren und Vorrichtung zum Absteifen von fortschreitend, etwa durch Bagger ausgehobenen Baugruben
DE1152065B (de) * 1957-05-08 1963-07-25 Otto Reinhard Vorrichtung zum Verbau maschinell ausgehobener Leitungsgraeben
DE1658752B1 (de) * 1967-12-04 1970-05-27 Johann Moerner Verfahren zur Erstellung von langgestreckten unterirdischen Bauwerken,insbesondere Tunneln
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DE2622671A1 (de) * 1976-05-21 1977-12-01 Gewerk Eisenhuette Westfalia Einrichtungen zum vortrieb eines grabens im offenen verbau fuer die rohrverlegung

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