DE699608C - Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Kohlenwasserstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Kohlenwasserstoffen

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DE699608C
DE699608C DE1933I0046233 DEI0046233D DE699608C DE 699608 C DE699608 C DE 699608C DE 1933I0046233 DE1933I0046233 DE 1933I0046233 DE I0046233 D DEI0046233 D DE I0046233D DE 699608 C DE699608 C DE 699608C
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paraffin
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hydrocarbons
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Application number
DE1933I0046233
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English (en)
Inventor
Dr Mathias Pier
Dr Friedrich Christmann
Dr August Eisenhut
Dr Willy Hirschberger
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

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"Es ist bereits bekannt, hochmolekularewasser- -* stoffreiche, insbesondere ganz oder vorwiegend aus Hart- oder Weichparaffin bestehende Kohlenwasserstoffe zu halogenieren und die erhaltenen halogenierten Produkte in Gegenwart von . Kondensationsmitteln, wie Aluminiumchlorid, Zinkchlorid, mit aromatischen Kohlenwasserstoffen zu kondensieren. Je nach Wahl des Ausgangsstoffes und der Herstellungsbedingungen besitzen die entstehenden Produkte schmierölartige bis halbfeste Beschaffenheit. Es hat sich nun gezeigt, daß es bei dem vorerwähnten Verfahren vorteilhaft ist, aus den halogenierten Kohlenwasserstoffen die Dihalogenkohlenwasserstoffe, gegebenenfalls im Gemisch mit Monohalogenkohlenwasserstoffen, von den höher halogenierten Kohlenwasserstoffen abzutrennen und dann die Dihalogenkohlenwasserstoffe oder ihre Gemische mit ao Monohalogenkohlenwasserstoffen für sich der Kondensation mit den aromatischen Kohlenwasserstoffen zu unterwerfen. ■
. Wie bereits bekannt ist, weisen die aus den . obengenannten Ausgangsstoffen erzeugten Produkte, z. B. vom Charakter der Schmieröle, 2g besondere Eigenschaften auf. Sie verbessern z. B. schon bei geringen Zusätzen schlechte Schmieröle, ζ. B. ihren Stockpunkt oder ihre Temperaturviscositätskurve oder beide Eigenschaften. -Diese vorteilhaften Wirkungen werden durch Anwendung des vorliegenden Verfahrens noch vergrößert. ' ■
Die Abtrennung der gewünschten Halogenderivate kann auf verschiedene -Weise, erfolgen. Man kann beispielsweise die chlorierten Produkte zunächst durch Filtrieren oder Zentrifugieren bei —(— 1-5 bis -f- 200 von Paraffin befreien, dann die chlorierten Produkte auf etwa 0° oder tiefer kühlen und wieder filtrieren oder zentrifugieren. Hierdurch wird ein an Mono- und Dichlorverbindungen stark angereichertes Produkt erhalten. Auch wenn man ein chloriertes Hart- oder Weichparaffin, vorteilhaft nach Verdünnung mit Aceton, Petroläther, , verflüssigten Kohlenwasserstoffgasen, hochmolekularen Alkoholen, flüssigen- chlorierten Kohlenwasserstoffen, cyclischen KoIi- < lenwasser stoff en, Ketonen oder - Gemischen
*) Von dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Dr. Mathias Pier-in Heidelberg,
Dr. Friedrich Christmann, Dr. August Eisenhut und Dr. Willy Hirschberger
in Ludwigshafen, Rhein.' ""
dieser, durch stufenweise Abkühlung, z. B. auf -f-5, —2,—io, — 2o/ —400, in verschie-
. dene Anteile zerlegt, erhält man gechlorte Paraffine mit verschiedenem Chlorgehalt. Besonders gute Ergebnisse erzielt man hierbei, wenn man außerdem aus dem Ausgangsstoff vor der Halogenierung eine Fraktion mit dem höchsten mittleren Molekulargewicht abtrennt und diese in der angegebenen Weise weiterbehandelt.
Nimmt man eine Trennung schon bei dem Ausgangsstoff, z. B. dem Paraffin, vor, so erhält man aus einem gewöhnlichen Paraffin durch stufenweise Abkühlung, zweckmäßig in Verbindung mit einem Lösungsmittel, Produkte von verschiedenem mittlerem Molekulargewicht, z.B. 350, 330, 310. Die Fraktion mit dem höchsten Molekulargewicht wird dann halogeniert, z.B. chloriert.
«ο Die Zerlegung der Halogenierungsprodukte und gegebenenfalls auch der Ausgangsstoffe kann beispielsweise auch durch fraktionierte Destillation geschehen. Statt, wie oben erwähnt, stufenweise abzukühlen, kann man auch die Ausgangsstoffe bzw. die halogenieren Produkte durch starke Kühlung ganz oder größtenteils zum Erstarren bringen und die Trennung durch stufenweise Erwärmung (Ausschwitzen) bewirken.
Man erhält auf diese Weise Halogenierungsprodukte mit verschiedenem Halogengehalt. Die Dihalogenkohlenwasserstoffe oder ihre Gemische mit Monohalogenkohlenwasserstöffen werden dann mit aromatischen Kohlenwasserstoffen kondensiert. Die Kondensation kann in Gegenwart von Verdünnungsmitteln, die praktisch nicht an der Reaktion teilnehmen, z. B. von mit Wasserstoff abg^sättigtem Mittelöl, wie hydriertem oder aus paraffinischem Rohöl gewonnenem Mittelöl, oder bzw. und solchen Stoffen, die an der Kondensation teilnehmen, z. B. Olefinen oder Fraktionen von Erdölen und Teeren, ausgeführt werden. Die Kondensation kann auch
♦5 nach vorheriger Abspaltung des Halogens, die bei erhöhter Temperatur, zweckmäßig in Gegenwart von Bleicherde, Metalloxyden
u. dgl., geschehen kann, ausgeführt werden.
Als Stockpunktserniedriger besonders wirksame Produkte werden namentlich aus den Paraffinfraktionen mit dem höchsten Molekulargewicht, z.B. einem solchen von 330 oder 350 oder darüber, gewonnen und aus Chlorierungsprodukten, die Gemische von Mono- und Dichlorparaffin enthalten, oder auch solchen, die hauptsächlich oder ausschließlich aus Dichlorparaffin bestehen, namentlich solchen, die aus den vorerwähnten hochmolekularen Paraffinen hergestellt sind.
fio Diese chlorierten Paraffine liefern bei der Kondensation mit aromatischen Kohlenwasserstoffen, wie Naphthalin, hochwirksame Stockpunktserniedriger. Die aus niedrigermolekularen Paraffinen und Monochlorparaffin allein oder höheren Chlorierungsstufen als Dichlor- ·. paraffin erhältlichen Kondensationsprodukte , können Schmierölen zur Verbesserung des Viscositätsindexes zugesetzt werden.
. Es lassen sich auf diese Weise einerseits Produkte mit hoher stockpunktserniedrigender Wirkung, andererseits hochviscose Zylinderöle mit nur geringer stockpunktserniedrigender Wirkung erzeugen, die, aber zur Herstellung von SpezialÖlen, z.B. Getriebeölen oder schweren Lagerschmierölen, für sich oder im Gemisch mit anderen Zylinderölen sehr geeignet sind.
Es ist bekannt, Hartparaffin durch Behandlung mit Chlor in Gegenwart von Jod derart zu chlorieren, daß das Reaktionsprodukt etwa 12 0/0 Chlor enthält und seiner Zusammensetzung nach im wesentlichen aus den Monochlorkohlenwasserstoffen zu bestehen scheint. Es hat sich indessen gezeigt, daß ein solches Reaktionsprodukt nicht einheitlich zusammengesetzt ist, sondern aus etwa 20 0/0 unverändertem Paraffin, 40 bis 5 ο ο/ο Monochlorparaffin, etwa 200/0 Dichlorparaffin und etwa ι ο 0/0 Trichlorparaffin besteht. Kondensiert man dieses Gemisch mit aromatischen Kohlen- 9" Wasserstoffen in der angegebenen Weise, so erhält man nicht die hochwirksamen Kondensationsprodukte, die nach dem vorliegenden Verfahren erhalten werden.
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Beispiel 1
In ein aus Braunkohlenteer gewonnenes Paraffin wird, bei 8o° Chlor eingeleitet, bis das erhaltene Chlorierungsprodukt ein spez. Gewicht von etwa 0,870 bis 0,875 ^ei 6o° aufweist.
Dieses Produkt, das neben 15 bis 200/0 unverändertem Paraffin Chlorierungsprodukte von verschiedenem Chlorgehalt enthält, wird durch Filtration oder Zentrifugieren bei ge- «05 wohnlicher Temperatur (15 bis 200) von dem unveränderten Paraffin befreit. Die Chlorierungsprodukte werden dann mit der doppelten Menge Aceton verdünnt und auf —15° abgekühlt, wobei sich ein aus Mono- und Di- 1»° chlorparaffin bestehendes Produkt abscheidet, das durch Filtrieren oder Zentrifugieren gewonnen wird. Bei weiterem Abkühlen auf — 45° wird die fast reine Dichlorverbindung abgeschieden. Die höher chlorierten Produkte, im wesentlichen die Trichlorverbindung, bleiben in Lösung.
Die beim Abkühlen auf —15° abgeschiedene Mischung von Mono- und Dichlorprodukt wird nach Zugabe von Aluminiumchlorid mit Naphthalin kondensiert, wobei man ein Produkt erhält, von dem bei spiels-

Claims (1)

  1. weise ein Zusatz von o, io/o zu einem Schmieröl vom Stockpunkt -j- 2° dessen. Stockpunkt auf ·— 230 erniedrigt.
    j. Beispiel2
    Ein aus Erdöl gewonnenes festes Paraffin mit einem mittleren Molekulargewicht 320 wird in der dreifachen Menge Benzin gelöst. Die Temperatur des Gemisches wird auf -j- 7°
    to erniedrigt, wobei 600/0 des Ausgangsstoffes mit einem mittleren Molekulargewicht 343 ausfallen. Die durch Filtration von dem Paraffin abgetrennte Lösung wird durch Destillation von dem Lösungsmittel befreit, wobei
    t5 sich 40 0/0 eines Paraffins mit einem mittleren Molekulargewicht 285 ausscheiden. Beide Paraffinarten werden getrennt nach Beispiel 1 mit Chlor behandelt. Die in jedem Falle hauptsächlich aus Dichlorparaffin bestehenden Produkte werden, jedes für sich, mit Naphthalin unter Anwendung von Aluminiumchlorid kondensiert und liefern dabei Produkte, die den Stockpunkt -J- 2° eines Schmieröls bei einer Zugabe von 0,1 o/o im ersten Fall auf. —280 und-, im... zweiten Fall auf — 19° erniedrigen.
    Patentan sr«ucn :
    Verfahren zur Herstellung von Kondensa · tionsprodukten auahochmolekularen wasserstoffreichen-Kohlenwasserstoffen, vorteilhaft aus,solchen, die ganz oder vorwiegend aus Hart- oder Weichparaffin bestehen, durch Halogenierung und anschließende Kondensation mit aromatischen Kohlenwasserstoffen in Gegenwart von Kondensationsmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß von den halogenierten Kohlenwasserstoffen die Dihalogenkohlenwasserstoffe, gegebenenfalls im Gemisch mit Monohalogenkohlenwasserstoffen, von den höher halogenierten Kohlenwasserstoffen getrennt und für sich der Kondensation mit aromatischen Kohlenwasserstoffen unterworfen werden.
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