DE699587C - Einstellbare Lagerung fuer die Fluegel von Verstelluftschrauben - Google Patents
Einstellbare Lagerung fuer die Fluegel von VerstelluftschraubenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64C—AEROPLANES; HELICOPTERS
- B64C11/00—Propellers, e.g. of ducted type; Features common to propellers and rotors for rotorcraft
- B64C11/02—Hub construction
- B64C11/04—Blade mountings
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Description
Die Erfindung betrifft eine einstellbare Lagerung für die Flügel von Verstelluftschrauben
mit Hilfe von getrennten oder baulich vereinigten Lagern zur Aufnahme
der durch die Fliehkraft der Flügelmasse hervorgerufenen Längsbelastung und der durch
die Resultierende der Flügelschubkräfte sich ergebenden Querfoelastung.
Gegenüber bekannten Ausführungen dieser Art mit schraubbaren Körpern zum Einbauen
der Lager und gleichzeitigen Einstellen ihrer Teile in die Arbeitsstellung kennzeichnet
sich die Erfindung durch eine Schraubvorrichtung zum Ein- und Nachstellen einer
»5 ein schädliches Lagerspiel bei betriebsmäßiger Entlastung von Lagerstellen verhindernden
gemeinsamen Vorspannung der Längs- und Querlager Jedes Flügels.
Der Erfindungsgegenstand stellt ein Lager dar, bei dem das in der Längs- und Querlagerung
unter dem Einfluß der Fliehkraft der Flügelmasse und -der dadurch bewirfcten
Dehnung von Lagerteilen mögliche Spiel so weit verringert ist, daß ein etwaiges Atmen in
den Lagern während des Umlauf ens der Luftschraube gänzlich verhütet wird, für die Luftschraubenflügel
sich somit eine durchaus feste ■ Führung auch bei größter Drehzahl der Verstelluftschraube
ergibt.
Andererseits läßt die ein- oder nachgestellte Vorspannung eine Drehbewegung der
Flügel in den Lagern bei umlaufender Luftschraube zu, weil die Lagervorspannung durch die Fliehkräfte nahezu aufgehoben
wird und die dauernden Erschütterungen der Flügel die Reibung in den Lagern stark vermindern.
Für Schiffswellen o. dgl. mit wechselnder _
Druckrichtung sind doppelt wirkende Kugeldruckläger mit einem Kugellager für jede
Druckrichtung bekanntgeworden, bei denen die außenliegenden Laufflächen beider Kugellager
axial beweglich angeordnet und im Sinne des Andrückens gegen ihre zugehörigen
Kugeln federnd belastet sind." Die Belastung 1 erfolgt entweder durch eine den beiden Laufflächen
gemeinsame, die Welle umfassende Schraubenfeder oder durch mehrere für jede
Lauffläche besonders vorgesehene, parallel zur Welle gelagerte Federn. Die bewegliche
Anordnung der Laufflächen und ihre federnde Belastung hat den Zweck, beim Wechsel der
Druckrichtung in dem jeweils durch den Wellenschub nicht belasteten Kugellager die Lagerteile
im kraftschlüssigen Eingriff zu halten, d. h. ein schädliches Lagerspiel zu vermeiden. · ■ ■ - ."
Die Zeichnung zeigt vier Ausführungsbeispiele
der Erfindung. Abb. 1 veranschaulicht die erste Ausführungsform teils in^ Ansicht,
teils im senkrechten Längsmittelschnitt. Abb. 2 stellt eine Einzelheit daraus ver-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Andreas Stamm f in Berlin-Zehlendorf.
groß ert dar. Abb. 3 zeigt "die zweite Ausführungsform teils in Ansicht, teils im senkrechten
Längsmittelschnitt. Abb. 4 und 5 stellen zwei andere Ausführungsbeispiele im Längsmittelschnitt dar.
Bei der Bauart nach Abb. 1 ist 9 die Luftschraubennabe,
die aus einer auf die Motorwelle geschobenen Hülse (s. auch Abb. 4, 5)
und zwei oder mehr entsprechend der Zahl der Schraubenflügel radial vorgesehenen zylindrischen
Ansätzen d besteht. Die Nabe kann auch an die Motorwelle angeflanscht
sein. Die Ansätze weisen außen parallele Rund- oder Flachrillen und innen eine nach
«5 der Welle zu sich verjüngende Ausnehmung auf, in die paßrecht eine in gleicher Weise
sich verjüngende Buchse 10 mit zwei innenliegenden Lagerstellen eingelassen ist.
Der Fuß 11 des Luftschraubenflügels wird
so von einer zweiteiligen Hülse 1, 2 umfaßt,
deren inneres Ende in einen HoÜlzylinder c und einen Hohlzapfen b ausläuft. Der Hohlzapfen
b verjüngt sich und sitzt paßrecht in der Buchse 10, während der Hohlzylinder c
*5 auf der Innenseite ganz, auf der Außenseite ' teilweise mit Feingewinde versehen ist. Die
beiden Hülsenteile 1, 2 werden am äußeren
Ende durch einen zweiteiligen Spannring S, in der Mitte durch eine Mutter 6 und am
inneren Ende einerseits durch eine auf den Hohlzylinder c geschraubte Mutter 7 und
andererseits durch mit dem Hohlzapfen b ver-.
bundene versenkte Schrauben 4 zusammengehalten,, wobei sie den Fuß 11 des Luft-Schraubenflügels
festhalten. Die Hülse 1, 2 kann auch einteilig ausgebildet sein. Dann
muß allerdings in die Aushöhlung 3 ein zweiteiliger Klemmring eingebracht werden.
Zwischen den Teilen C1 d und mit diesen
durch Rillen und Gewinde in Eingriff stehend, befindet sich eine zweiteilige Hülse 8. Die
parallelen Rund- oder Flachrillen zwischen den Teilend und 8 sind vorzugsweise derart
geschnitten, daß gemäß Abb. 2 nur die normal oder schräg zur Flügelachse liegenden
Rillenflanken auf der Belastungsseite tragen. Diese Verbindung dient zur Aufnahme der
Fliehkraft des Schraubenflügels und stellt ein Längsgleitlager dar, während die Teile &
und 10 die Querbelastungen des Flügels aufnehmen und ein Längsquerlager bilden.
..Die Schmierung des Längs- und des Quergleitlagers erfolgt durch einen nicht dargestellten
Zientraldrucköler, der das Öl in den Zwischenraum zwischen einer den Zapfen b
abdeckenden Platte 12 und dem Hülsenteil der Nabe 9 und von dort zwischen die Teile &, 10
und d, 8 fördert, wobei die Fliehkraft die erforderliche
Spiegelhöhe des Öls hält. Die Vorspannung zur Verhütung eines ,etwa durch Fliehkraftwirkung möglichen
Spiels in dem Querlager wird nun durch Aufschrauben des Hohlzylinders c auf die
in Richtung der Flügelachse nicht verschiebbare Hülse 8 erzielt, wobei man entweder die 6g
' Hülse 8 mittels eines an den Hülsenzähnen '■ angreifenden Schlüssels festhält und die
Hülse i, 2.durch Einwirkung auf ihre Zähne dreht, oder umgekehrt. Hierbei legen sich die
Rillenflanken der Teile d, 8 gegeneinander und die Buchse b gegen den Teil 10. Bei bewendeter Verstellung werden die Teile 8 und c
durch nicht dargestellte Mittel gegeneinander gesichert. Nach Lösen der Sicherung kann *
zu jeder Zeit ein Nachstellen erfolgen.
Die elastische Ausdehnung der Hülse 1,2
unter dem Einfluß der Fliehkraft wirkt sich im wesentlichen nur auf der Strecke e aus,
während die Strecke α keine Ausdehnung erfährt,
weil der Teil c über Hülse 8 mit dem Teil d verspannt' ist. Die Ausdehnung wird
somit auch von dem Teil b ferngehalten, was bedeutet, daß die Fliehkraftwirkung die Vorspannung
des Querlagers nicht oder nicht erheblich beeinflußt.
Bei der Ausführungsform nach Abb. 3 dient zur Aufnahme der Fliehkraft ein Ringlager
13. An Stelle des Ringes können in diesem Längslager auch Kugel-;, Kegelrollen- oder
Hochschulterlager Verwendung finden. Das Längslager 13. befindet sich zwischen einem
einwärts gerichteten Flansch einer auf einen besonderen Kranz der Hülsenteile 1, 2 geschraubten Mutter 18 und dem nach außen
gerichteten Flansch einer auf den Ansatz g der Nabe geschraubten Hülse 16, die mittels
ihrer Muttern 19, 20 bewegt wird und auch zum Herausbewegen des Zapfens b aus dem
Vorsprung g benutzt werden kann. Die Einstellung der Vorspannung erfolgt entweder
durch Aufschrauben der Hülse 16 auf den Teil g oder durch Einschrauben der zweiteiligen
Hülse 14,15 in die Mutter 18. Die
Länge/ des sich durch die Fliehkraft elastisch dehnenden Teils der Hülse 14,15 ist etwas
größer als bei der Ausführungsförm gemäß Abb. r. Die Vorspannung im Querlager b, 10
läßt bei einwirkender Fliehkraft etwas nach. Bei den Ausführungsbeispielen gemäß
Abb. 4 und 5 sind zwischen dem Vorsprung h no
der Nabe 21 und dem hohlzylindrischen Teil c der Hülse Hochschulterquerlager angeordnet,
welche die Quer- und Längsbelastung aufnehmen. .'-■■ " ■
Gemäß Abb. 4 sind die Innenringe der Hochschulterquerlager durch eine Überwurf-,
mutter 22 auf dem Vorsprung h befestigt. Die Außenringe dieser Lager liegen an der Innenseite
des Hülsenzylinders und auf einer · auf c aufgeschraubten Überwurfmutter 24.
ist ein die Hülse gegen Vorsprung h bzw. gegen dessen Überwurfmutter 22 abstützendes
Längslager, oberhalb welchem ein Blech 25 zum Abdichten" des Öles vorgesehen ist.
Durch Verstellung der Überwurfmutter 24 werden die Außenringe gegenüber den Innenringen
derart vorgespannt, daß die. Hochschulterquerlager kein Spiel mehr aufweisen. Die Bauart nach Abb. 5 weicht von der
soeben beschriebenen dadurch ab, daß die Abstützung der Hülse gegen den Vorsprung Jt
durch ein Hochschulterlager 27 erfolgt, dessen Außenring sich gegen die Hülse abstützt,
während der Innenring zwischen einer Ringmutter 26 und einer Überwurfmutter 28 eingeklemmt
ist. 30 bezeichnet ein Ringblech
\ 5 zum Abdichten des Öles. Durch Anziehen der Überwurfmutter 29 werden die Außenringe
der Hochschulterlager gegen deren Innenringe vorgespannt.
Claims (7)
1. Bei stillstehender Verstelluftschraube einstellbare Lagerung für deren Flügel
mit Hilfe getrennter oder baulich vereinigter Lager zur Aufnahme der Flügellängs-
und Querkräfte, gekennzeichnet durch eine Schraubvorrichtung zum Ein- und Nachstellen einer ein schädliches
Lagerspiel bei betriebsmäßiger Entlastung von Lager stellen verhindernden gemeinsamen
Vorspannung der Längs- und Querlager jedes Flügels.
2. Lager nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet,
" daß zur Aufnahme der Querbelastung eine konische Gleitlagerung·
(io, b) und zur' Aufnahme der Längsbelastung entweder ein Rillenlager
(d, 8) oder ein Stirnlager (13) dient, wobei Quer- und Längslagerung gegen einen
Ansatz (d bzw. g) der Nabe eingestellt werden.
3. Lager nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung der Vorspannung
in beiden Lagerungen eine einen Teil der Längslagerung '(d, 8) bildende Hülse (8) vorgesehen ist.
4. Lager nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine in an sich bekannter
Weise den Flügelfuß einklemmende ein- oder zweiteilige Hülse (1, 2)
in zwei gleichachsige Hohlzylinder (b, c) ausläuft, von denei>
der eine (b) nach der -Nabenachse zu verjüngt ausgebildet ist
und zur Querlagerung gehört, während der andere (c) mit Feingewinde in die auf
dem Nabenansatz (d) sitzende Hülse (8) der Längslagerung eingreift.
5. Lager'nach Anspruch 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß eine in an sich bekannter Weise den Flügelfuß einklemmende
ein- oder mehrteilige Hülse (14, 15) in einen nach der Nabenachse zu sich
verjüngenden Hohlzylinder ausläuft und mit dem Nabenansatz (g) die Querlagerung
bildet, während sich die Längslagerung (13) zwischen den Flanschen von
zwei Überwurfmuttern (16, 18) befindet, " von denen die eine auf den Nabenansatz
(g), die andere auf einen Flansch der Hülse geschraubt ist. .
6. Lager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Aufnahme der Quer-
und Längsbelastung Hochschulterwälzlager zwischen dem Flügelfuß und einem
Ansatz, der Nabe vorgesehen sind, wobei die Außenringe der Käfige gegen die
Innenringe unter Einschaltung eines weiteren Wälzlagers zwischen Flügelfuß und Nabenansatz vorspannbar sind.
7. Lager nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenringe der Käfige
auf der Innenseite einer den Flügelfuß in bekannter Weise einklemmenden ein- oder mehrteiligen Hülse angeordnet sind
und unter dem Verstelleinfluß einer auf die Hülse aufgeschraubten Überwurfmutter
(24 bzw. 29) stehen, während die Innenringe auf dem Nabensatz (K) durch eine in den Ansatz eingeschraubte Mutter
festgeklemmt sind, wobei das weitere _ Wälzlager entweder als Längslager (23)
in einer Ebene zwischen dem Ansatz und einer Mittelwand der Hülse oder als Hochschulterquerlager (27) in dem
Ringraum zwischen Hülse und Nabenansatz angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1933H0138157 DE699587C (de) | 1933-11-22 | 1933-11-22 | Einstellbare Lagerung fuer die Fluegel von Verstelluftschrauben |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1933H0138157 DE699587C (de) | 1933-11-22 | 1933-11-22 | Einstellbare Lagerung fuer die Fluegel von Verstelluftschrauben |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE699587C true DE699587C (de) | 1940-12-02 |
Family
ID=7177936
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1933H0138157 Expired DE699587C (de) | 1933-11-22 | 1933-11-22 | Einstellbare Lagerung fuer die Fluegel von Verstelluftschrauben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE699587C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19528350A1 (de) * | 1995-04-06 | 1996-10-10 | Schittek Joerg | Mehrblättriger Verstellpropeller |
-
1933
- 1933-11-22 DE DE1933H0138157 patent/DE699587C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19528350A1 (de) * | 1995-04-06 | 1996-10-10 | Schittek Joerg | Mehrblättriger Verstellpropeller |
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