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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Puzzle nach dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1. Ein derartiges Puzzle ist in der US-A 4 776 802
beschrieben und dargestellt.
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Bekannte
Puzzle dieser Art haben eine Anzahl von Teilen, die ausgestanzt,
auf Maß ausgeschnitten
oder in anderer Weise geformt sind, so daß sie zusammenpassen, wobei
ihre Kanten einen besonderen Verlauf haben, der ein Zusammenfügen ermöglicht,
wenn bei einer korrekten Zusammenstellung der Teile die Kanten nebeneinanderliegender Teile
lückenlos
zueinanderpassen. Die Teile können so
zusammengefügt
werden, daß wenigstens
ein bestimmtes, farbliches Motiv gebildet wird, wobei das Puzzlespiel
wenigstens zwei Felder enthält,
in denen mittels der Teile zwei oder mehr unterschiedliche Motive
oder Bilder zusammengesetzt werden können.
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Der
Schwierigkeitsgrad bei diesen Puzzlespielen hängt im allgemeinen von der
Zahl der Teile, ihrer Größe und Form
sowie von den Farbunterschieden des Motivs ab. So sind serienmäßig produzierte Puzzlespiele
bis zu mehreren tausend Teilen bekannt.
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Die
Puzzlespiele dieser allgemeinen Art bestehen aus einer Serie von
Teilen aus Papier oder Sperrholz, die im korrekt zusammengefügten Zustand
ein Ganzes bilden, im allgemeinen ein Bild.
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Die
grundlegende Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin,
ein Puzzle zur Verfügung
zu stellen, das selbst mit einer mäßigen Zahl von Teilen sowohl
interessant als auch erzieherisch ist. Gemäß der Erfindung soll das Puzzle
aus zwei oder mehr voneinander getrennten Puzzlefeldern mit individuellen
Bildern bestehen, die vorzugsweise zueinander gehören, wobei
es angebracht ist, daß mit Hilfe
von Bezugszeichen, die auf allen oder einem Teil der einzelnen Teile
zu sehen sind, deren wechselseitige Abhängigkeit erkannt werden kann.
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Die
technischen Standards sind unter anderem in den Patentschriften
US-A 4 776 802 und 5 022 655 und sowie
GB 2 184 027 angegeben.
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Diese
Patentschriften betreffen benachbarte Techniken, wobei jedoch die
US-A 4 776 802 bezüglich
der vorliegenden Erfindung den nächstliegenden Stand
der Technik darstellt. In dieser Patentschrift ist ein Puzzle erläutert und
gezeigt, das aus zwei im wesentlichen konzentrischen Puzzlefeldern
besteht, die sich über
360° erstrecken,
nämlich
einem inneren Feld, in welchem die einzelnen Bausteine in Umfangsrichtung
aufeinander folgen, und einem äußeren Feld,
das unmittelbar benachbart ist, wobei die Teile und deren Verlauf
wechselseitig angepaßt
sind.
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Dieses
besondere Puzzle hat einige pädagogische
Aspekte, die darin bestehen, daß jedes
Teil im äußeren Feld
eine konkrete figürliche
Darstellung enthält,
beispielsweise ein Lebewesen, einen Kescher, ein Bein mit einem
Fuß oder
eine Henne. Zu jedem äußeren Puzzlefeld,
das sich im Bereich des Außenradius
befindet, gehört
ein entsprechendes inneres Feld, auf dem ein Text zu lesen ist,
im angegebenen Beispiel „Kescher", „Bein" und „Henne".
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Aufgrund
der Tatsache, daß das
innere Feld und das äußere Feld
dieses bekannten Puzzlespiels über
ihre gegenseitig benachbarten Kanten unmittelbar aneinanderliegen,
müssen
die radialen oder ungefähr
radialen Trennlinien bei der Herstellung der aus Papier oder Sperrholz
bestehenden Puzzleteile ungebrochen verlaufen und dadurch sowohl
für das innere
als auch für
das äußere Puzzlefeld
gemeinsam sein. Dadurch werden die Möglichkeiten für eine Variation
in der Gestaltung für
ein solches aus zwei Feldern bestehendes Puzzle eingeschränkt.
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Die
vorliegende Erfindung zielt daher darauf, die Mängel, Nachteile und Einschränkungen
bezüglich
der Ausführungsmöglichkeiten,
die allen herkömmlichen
und bekannten Techniken gemeinsam sind, zu vermeiden oder zumindest
wesentlich zu reduzieren.
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Die
genannten Aufgaben werden gelöst durch
die Ausbildung des Puzzles mit den kennzeichnenden Merkmalen des
Patentanspruchs 1.
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Wenn
das Puzzle gemäß der vorliegenden Erfindung
zwei oder mehr Felder hat, werden zwei oder mehr Felder, die möglichst
in Zweiergruppen eingeteilt sind und nebeneinander liegen, voneinander
durch wenigstens ein dazwischen liegendes Trennfeld voneinander
abgeteilt.
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Dadurch
ist es unter anderem möglich,
für zwei
Puzzlefelder unterschiedliche Trennungen zu benutzen, da das dazwischen
liegende Trennfeld das Trennmuster nicht verwendet, das bisher durch
die Trennnut zwischen den Teilen gebildet wurde, die nebeneinander
liegen. Durch diese Maßnahme
werden die Möglichkeiten
wesentlich erhöht,
das Design von Puzzlen mit zwei oder mehr Feldern zu variieren.
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Mit
den herkömmlichen
Techniken muß sich das
Trennmesser der Stanzmaschine über
das gesamte Puzzle erstrecken. Bei der Erfindung kann sich das Messer
der Stanzmaschine von der Außenkante nach
innen bis zum Trennfeld erstrecken, worauf sich mit einer möglichen
anderen Unterteilung ein neues Trennmesser über den inneren Abschnitt erstreckt. Auf
diese Weise hat die Stanzmaschine zwei Rahmen, die unterschiedliche
Unterteilungen haben können.
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Das
dazwischen liegende Trennfeld ist nicht in Einzelteile aufgeteilt,
die zusammenpassen, sondern läuft
ohne Unterbrechung von einem axialen Ende zum anderen Ende durch.
Das Trennfeld oder die Trennfelder können jeweils einen unterschiedlichen
Verlauf haben, der sich möglichst
von dem anderen unterscheidet, wenn mehrere solcher Trennfelder
vorgesehen sind. Gleichzeitig können
Wörter/Namen/Ausdrücke und/oder
andere Bezugszeichen auf dem Trennfeld angebracht werden und eine
aktive Rolle in dem Puzzle bilden, um im allgemeinen die untereinander
abhängigen
Figuren, Texte oder dergleichen miteinander zu verbinden, die in
zwei oder mehreren Puzzlefeldern erscheinen.
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Bei
einem rechteckigen Puzzle mit oder ohne einem entsprechenden, außen umlaufenden
Rahmen kann es vorteilhaft sein, wenn für das innere Puzzlefeld eine
entsprechende, rechteckige Feldform gewählt wird, während das äußere Puzzlefeld parallel oder
im wesentlichen parallel zu dem oben erwähnten, außen umlaufenden Rahmen oder
einem außen
umlaufenden Rand verläuft,
so daß das
innere Feld vorzugsweise eine „konzentrische" Position innerhalb
des außen
umlaufenden Rahmens des Hauptpuzzles einnimmt. Auf diese Weise kann
man zunächst
die Puzzleteile in dem inneren Puzzlefeld verlegen, um eine allgemeine
Ansicht der Teile zu erhalten, die zugeordnete Details im äußeren Puzzlefeld
haben.
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Das
Trennfeld ist nicht in zwei Teile aufgeteilt, sondern hat im großen und
ganzen dieselbe Stärke
wie die Teile im inneren und im äußeren Feld.
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Gemäß der Erfindung
ist vorgesehen, daß alle
Teile des Puzzles mit zwei oder mehr Feldern unterschiedlich sein
können,
so daß jedes
Teil nur einen bestimmten Platz im inneren und im äußeren Feld einnehmen
kann.
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Das
Trennfeld ist mit der Basis des Puzzlespiels fest verbunden. Anstelle
eines viereckigen, geschlossenen Rahmens kann das Trennfeld jeden
gewünschten
Verlauf haben, der dazu geeignet ist, zwei oder mehr Felder, die
Teil eines Puzzles sind, voneinander zu trennen. Weiterhin können Linien
mit unterschiedlicher Teilung verwendet werden, um die Teile während der
Herstellung so auszustanzen, daß Variationen
im Design des Puzzles, im Schwierigkeitsgrad oder dergleichen erleichtert
werden.
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Bei
einer möglichen
Ausführungsform
eines rechteckigen Puzzlespiels kann das Trennfeld eine rechtwinklige
U-Form aufweisen, die zwischen zwei Puzzlefeldern so angeordnet
wird, daß das
innere Feld eine flache Rechteckform hat. Das äußere Feld besteht dann aus
einer rechtwinkligen U-Form, von der sich jeder der beiden parallelen
Schenkel des U und der diese verbindende Querriegel parallel zu
den anschließenden
U-Schenkeln bzw. zu dem U-Querriegel des Trennfeldes erstreckt.
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Weitere
Ziele, Vorteile und Kennzeichen des Puzzlespiels gemäß der Erfindung
ergeben sich aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen,
die in der Zeichnung dargestellt sind.
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Die 1 bis 3 zeigen
in jedem Fall ein fertiggestelltes, korrekt zusammengesetztes Puzzle mit
zwei oder mehr Feldern in Draufsicht, das außen durch einen umlaufenden
Rechteckrahmen eingefaßt
ist, der von außen
die Puzzleteile zusammenhält,
die innerhalb liegen und deren jeweils benachbarte Kanten als Teil
des Puzzlespiels so geformt sind, daß sie mit den inneren Kanten
des äußeren Rahmen
zusammenpassen. In anderen Fällen
kann der äußere Rechteckrahmen weggelassen
oder hinzugefügt
werden, wobei die innen umlaufenden Kanten gerade verlaufen, um
die anschließenden,
geraden Kanten der benachbarten Teile zu halten.
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1 zeigt
ein erstes Ausführungsbeispiel eines
Spezialpuzzles mit dem Namen „Unser
Körper", das vor allem für den Unterricht
an Grundschulen entwickelt wurde,
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2 zeigt
ein ähnliches
Puzzlespiel mit zwei Feldern und nicht beschrifteten Teilen, das ähnlich wie
das Puzzle in 1 aufgebaut ist, wobei jedoch
das Trennmuster für
das Ausstanzen der Teile ausgeprägtere
Unterschiede zwischen den Feldern hat,
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3 zeigt
ein weiteres Puzzledesign, bei dem das Trennfeld eine durchgehende,
rechtwinklige U-Form aufweist, so daß das innere Feld des Puzzlespiels
auf drei Seiten von dem U-förmigen
Trennfeld umfasst wird, während
die verbleibende Kante von der nach innen weisenden Seitenkante
des umlaufenden Rechteckrahmens gebildet wird.
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Zunächst sei 1 betrachtet,
bei der in gleicher Weise wie in den 2 und 3 ein
durchgehender, rechteckiger Außenrahmen 10 vorgesehen ist,
der geradlinige, außen
umlaufende Seitenkanten mit abgerundeten Ecken hat. Die innen umlaufenden Seitenkanten 10a, 10b, 10c und 10d des äußeren Rahmens 10,
die ohne Unterbrechung durchlaufen, sind jeweils so ausgebildet,
daß sie
als Kanten für
die Puzzleteile unregelmäßig verlaufen,
um zu gewährleisten,
daß eine
Querreihe von einzusetzenden Teilen 12a, 12b und 12c in
einer vorgegebenen Position mit ihren Außenkanten eingefügt und gehalten
werden kann. Die Teile 12a, 12b, 12c sind
Bestandteile eines äußeren, rechteckigen
und umlaufenden Rahmenfeldes 12 eines in 1 gezeigten
Zweifelder-Puzzles, das zusätzlich
zu dem äußeren Rahmen 10 und
dem äußeren Feld 12 ein
rechteckiges inneres Puzzlefeld 14 sowie ein rechteckig
ausgebildetes Trennfeld 16 hat, das die beiden Felder 12 und 14 voneinander
abgrenzt. Das rechteckige Trennfeld 16 ist durchlaufend
ausgebildet und hat unregelmäßige, durchgehende
Kanten, die den außen
umlaufenden Rahmenkanten 16a, 16b, 16c und 16d der
Puzzleteile entsprechen, um eine zueinander passende Einfügung in
die innen umlaufenden Kanten der Teile 12a, 12b, 12c ...
im äußeren Puzzlefeld 12 zu
ermöglichen.
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In
den dargestellen Ausführungsbeispielen verlaufen
jedoch die innen umlaufenden Seitenkanten des Trennfeldes 16 geradlinig
und stoßen
gegen die entsprechend geradlinig durchlaufenden, äußeren Seitenkanten 14a, 14b, 14c und 14d des
inneren Puzzlefeldes 14.
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Die
Darstellungen und der Text des korrekt zusammengebauten Zweifelder-Puzzles „Unser
Körper" gemäß 1 zeigt
eine der Möglichkeiten
für die separaten
Felder 12 und 14. Der wesentliche Zweck des durchlaufenden
Trennfeldes 16 besteht darin, eine andere Aufteilung zu
ermöglichen,
um das Muster der Teile in einem Feld entsprechend demjenigen im
anderen Feld zu unterteilen. Auf diese Weise werden die Möglichkeiten
zur Variierung derartiger Puzzlespiele mit zwei oder mehr Feldern
wesentlich erhöht,
um den Schwierigkeitsgrad abzuändern
und das Puzzlespiel interessanter zu gestalten.
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So
können
beispielsweise der äußere Rahmen 10 und
das Trennfeld 16 verwendet werden, um Ausdrücke wie „Ohr", „Zunge", „Rippenknochen" und dergleichen
oder, sofern zutreffend, „Gehirn", „Auge", „Schädel" o. ä. anzugeben
und im Trennfeld 16 die Teile 18' der Bezugszeichen 18 einzusetzen.
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Jedes
der Teile 12a, 12b, 12c ... trägt ein vollständiges Bild,
welches zu genauen Ausdrücken gehört, beispielsweise „Stirn", „Wangenknochen" oder „Kieferknochen" im Fall von den „Schädel" betreffenden Puzzleteilen.
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Teile
der Bezugszeichen 18'' verlaufen in
das innere Puzzlefeld 14 hinein und bilden eine Fortsetzung
des Bezugszeichenteils 18' im
inneren Trennfeld 16. Ein weiterer Vorteil des Trennfeldes über den vorrangigen
technischen Effekt besteht darin, daß dieses eine breite Trennfläche anbietet,
um einen Text oder dergleichen zwischen den zwei oder mehr Puzzlefeldern
anbringen zu können.
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In
den 1 bis 3 sind die einzelnen Puzzleteile
des inneren Feldes 14 mit 14a', 14b', 14c' ... bezeichnet.
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Im
Beispiel der 2 haben der außen umlaufende
Rahmen 10, das äußere Puzzlefeld 12 und das
innere Puzzlefeld 14 zusammen mit dem Trennfeld 16 dieselbe
durchgehende Form wie in 1. Der einzige Unterschied zwischen
den beiden Figuren besteht darin, daß die Teile 14a', 14b', 14c' ... in 2 schmaler
ausgebildet und im Vergleich zur Unterteilung in 1 divergenter
sind.
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Im
Ausführungsbeispiel
der 3 ist insbesondere das Trennfeld 16a hinsichtlich
der außen umlaufenden
Gestaltung anders ausgebildet als das Trennfeld in 1.
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In 3 dient
das Trennfeld 16a wie in 1 dazu,
das äußere Feld 12 vom
inneren Feld 14 abzutrennen, hat aber eine im wesentlichen
rechtwinklig umlaufende Außengestalt
eines liegenden U. Die rechts angeordneten Eingriffskanten der Teile 14a', 14b', 14c' ... im inneren
Feld 14, die bei fertiggestelltem Puzzle am weitesten rechts
außen
liegen, passen in die gegenüberliegenden
Innenkanten des äußeren Rahmens 10.
Dieses Puzzle mit zwei Feldern stellt eine asymmetrische Variante
der Puzzlespiele gemäß 1 und 2 dar.
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Bei
der Erfindung kann das Puzzle mit zwei oder mehr Feldern und mit
einem Trennfeld zwischen dem inneren und dem äußeren Feld innerhalb des Erfindungsgedankens,
der sich aus den Patentansprüchen
ergibt, variiert und modifiziert werden.