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Die
Erfindung betrifft eine Baugruppe, die vorgefertigt und zur Herstellung
von Kochfeldern vorgesehen ist und ein Glaskeramikkochfeld umfasst.
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Solche
Kochfelder können
unter anderem Heizelemente wie Heiz- oder Halogenstrahler und Regelungsmittel,
um deren Leistung variieren zu können,
umfassen.
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Diese
Elemente sind üblicherweise
in einer gewöhnlich
metallischen Konstruktion angeordnet, die als "Kasten" bezeichnet und von einem Glaskeramikkochfeld
bedeckt wird, das mit einem Metallrahmen versehen ist, welcher diese
Konstruktion umschließt.
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Die
Montage dieser Kochfelder endet mit der Anbringung des Glaskeramikkochfelds
in der Metallkonstruktion. Zuvor wird der Zusammenbau des Glaskeramikkochfeldes
mit dem Rahmen durch Verkleben mittels eines Siliconklebstoffs durchgeführt, der
für eine
solche Verwendung geeignet ist. Dabei erfüllt der Siliconklebstoff Aufgaben
mit unterschiedlichem und einander ergänzendem Charakter.
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Zunächst ermöglicht er
es, das Glaskeramikkochfeld im Rahmen in einer definierten Position
zu halten; ein so hergestelltes Kochfeld lässt sich leicht transportieren,
da alle es bildenden Elemente nach der Montage im Kasten aneinander
befestigt sind.
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Eine
weitere Funktion des Siliconklebstoffs besteht in der Sicherstellung
der Dichtheit zwischen dem Metallrahmen und dem Glaskeramikkochfeld.
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Die
Unterbaugruppe, die von dem Glaskeramikkochfeld und dem Rahmen gebildet
wird, muss einerseits derart eine gute Dichtheit aufweisen, dass Wasser,
das beispielsweise zum Reinigen der sichtbaren Oberfläche des
Glaskeramikkochfeldes verwendet wird, nicht ins Innere eindringen
und dort einen Kurzschluss verursa chen kann. Andererseits ist unter
hygienischen Gesichtspunkten, da ein solches Kochfeld zur Zubereitung
von Speisen dient, eine Verschmutzung in den Bereichen zu verhindern,
die schwer zugänglich
und unmöglich
zu reinigen sind, damit sich dort keine Keime bilden und vermehren können.
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Eine
andere Funktion, die ebenfalls von dem Siliconklebstoff zu erfüllen ist,
besteht in der Dämpfung
mechanischer Stöße. Dadurch
wird ein direkter Kontakt des Metallrahmens mit dem Glaskeramikkochfeld
vermieden, und es können
auch die Dehnbewegungen des Metallrahmens kompensiert werden, da
das Glaskeramikkochfeld eine Ausdehnung von praktisch Null hat.
Dabei besteht ein vorteilhaftes Merkmal des Siliconklebstoffs darin,
dass er eine gute Temperaturbeständigkeit
besitzt. Obwohl der Siliconklebstoff nur am Rand des Glaskeramikkochfelds
und somit in einer bestimmten Entfernung von den Kochstellen verwendet
wird, muss diese Temperaturbeständigkeit
hoch sein.
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So
erfährt
auch der Rand des Kochfeldes eine Temperaturerhöhung, wenn sich eine oder mehrere
Kochstellen in Betrieb befinden. Darüber hinaus kann ein heißer Behälter wie
eine Pfanne auf dem Rand des Kochfeldes abgestellt werden, weshalb dann
der Rahmen einer hohen Temperatur ausgesetzt ist.
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Die
letzte Funktion des Siliconklebstoffs ist eine ästhetische, weil, da wenigstens
ein Teil des Klebstoffs von oben aufgebracht wird, es von Bedeutung
ist, dass dieser derart geglättet
werden kann, dass ihm ein schönes
Aussehen verliehen wird, da wenigstens ein Teil später sichtbar
sein kann.
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Andererseits
hat die Montage, die im Kleben des Glaskeramikkochfeldes auf den
Metallrahmen mittels eines Klebstoffs vom zuvor beschriebenen Typ
besteht, mehrere Nachteile.
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Zunächst ist
die erforderliche Klebstoffmenge relativ groß und sind die Kosten für dieses
Produkt hoch. Ein weiterer Nachteil hängt mit der Polymerisationszeit
zu sammen, die sich mit der Materialmenge verlängert, was ebenfalls zu einer
Erhöhung
der Herstellungskosten führt.
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Schließlich besteht
der letzte Nachteil in der eigentlichen Montage. Die Glaskeramikkochfelder werden üblicherweise
so wie sie sind, den Herstellern von Herdplatten geliefert, die
den Zusammenbau durchführen.
A priori verursacht ein solcher werksseitiger Zusammenbau keine
unüberwindlichen
Probleme, wenn die Arbeiter über
die erforderlichen Werkzeuge verfügen. Demgegenüber wird
dies viel schwieriger bei einem Handwerker, der ein Glaskeramikkochfeld
in einen Metallrahmen einbauen muss, nachdem beispielsweise eine
Elektroreparatur durchgeführt
worden ist, oder auch, um ein Kochfeld auszutauschen, das beschädigt worden
ist. Dabei erweist es sich für
den Handwerker als schwierig, das Glaskeramikkochfeld zu befestigen,
da er gleichzeitig den Siliconklebstoff am Rand des Kochfeldes auf
der Innenseite und auf den Rändern
aufbringen, den Klebstoff im sichtbaren Bereich glätten und
das Kochfeld ordnungsgemäß zentriert
halten muss, wobei er es während
den gesamten vorhergehenden Arbeitsgängen und während der Zeit der Polymerisation
des Klebstoffs, die relativ lang ist, wie zuvor erläutert, angedrückt halten
muss.
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Das
Anbringen eines solchen Keramikkochfelds ist ebenfalls nicht leicht.
Der Handwerker muss den Siliconklebstoff von unten, d.h. von der
Unterseite des Glaskeramikkochfelds, und ebenfalls von oben her,
d.h. auf dem Rand des Kochfelds, zuschneiden. Dabei müssen diese
beiden Arbeitsgänge über den
gesamten Umfang durchgeführt
werden und sind nicht einfach, da sich die zwei Schneidlinien treffen
müssen,
um die zwei Elemente Glaskeramilkkochfeld und Metallrahmen richtig
voneinander zu trennen. Darüber
hinaus, insbesondere beim Zuschneiden auf der Innenseite des Glaskeramikkochfeldes,
ist es nicht leicht, diesen Schneidvorgang durchzuführen, ohne
dabei ein Zerkratzen der Unterseite des Kochfelds zu riskieren,
welche die empfindlichste Seite des Kochfelds ist.
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Diese
Gefahr von Kratzern kann zur Gefahr von Rissbildungen bei Spannungen
und somit zu einem Bruch des Kochfelds führen. Ein Ausbau eines Glaskeramikkoch felds,
um es später
wieder einzubauen, erscheint daher als unmöglich oder fast unmöglich zu
realisieren, ohne dabei das Kochfeld zu beschädigen.
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Außerdem ist
es, im es erneut im Rahmen zu befestigen, erforderlich, die Siliconklebstoffspuren der
vorhergehenden Montage maximal zu entfernen, wobei ebenfalls die
Gefahr von Kratzern mit denselben Folgen wie zuvor besteht.
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Um
diese Nachteile zu beheben, ist bereits im Patent
FR 2 744 201 vorgeschlagen worden,
das Glaskeramikkochfeld mit einem im unteren Umfangsteil aufgeformten
wärmeaushärtbaren
Profil zu versehen, das durch adäquate
Befestigungsmittel die Befestigung des Kochfeldes an einem Metallrahmen ohne
einen direkten Kontakt zwischen den beiden erlaubt.
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Weiterhin
ist, insbesondere im Patent
EP
0 449 347 , vorgeschlagen worden, durch ein Doppelspritzgießverfahren
auf den Umfang des Glaskeramikkochfelds direkt einen Kunststoffrahmen
aufzuformen, der dann auf einem Metallsockel befestigt wird, der
die verschiedenen Heizelemente trägt.
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Diese
Lösung
ist jedoch nicht völlig
zufrieden stellend. Der Kunststoffrahmen befindet sich in direktem
Kontakt mit dem oberen Teil der Arbeitsfläche und die Berührungsfläche zwischen
diesen beiden Teilen ist nicht sauber, insbesondere unter dem Gesichtspunkt
der Dichtheit. Deshalb ist die Verschmutzungsgefahr groß.
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Eine
Baugruppe gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 und ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
14 sind aus EP-A-O 748 676 bekannt.
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Deshalb
liegt der Erfindung als Aufgabe zugrunde, eine vorgefertigte Baugruppe
des zuvor beschriebenen Typs, d.h. die ein Glaskeramikkochfeld und
einen Rahmen umfasst, bereitzustellen, die es nach Zusammenbau zu
einem Kochfeld diesem erlaubt, eine ordnungsgemäß saubere Berührungsfläche mit
der Arbeitsfläche,
für welche
es bestimmt ist, zu haben.
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Dazu
hat die Erfindung eine Baugruppe zum Gegenstand, die vorgefertigt
und zur Herstellung eines Kochfeldes vorgesehen ist und ein Glaskeramikkochfeld
und einen Rahmen umfasst, der aus einem Teil, der sich bis zum Rand
dieses Feldes erstreckt, und aus einem anderen Teil, der sich in
einer im Wesentlichen zu diesem Feld vertikalen Ebene erstreckt,
besteht, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der zwei
Teile des Rahmens eine aus einem Elastomer bestehende Aufformung
umfasst, die Klemmen enthält,
die in der Lage sind, den Rahmen in der Arbeitsfläche zu arretieren.
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Die
erfindungsgemäße vorgefertigte
Baugruppe löst
die gestellte Aufgabe.
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Die
Aufformung auf dein äußeren umfänglichen
Teil des Rahmens erlaubt es, eine ordnungsgemäß saubere Berührungsfläche, insbesondere
unter dem Gesichtspunkt der Dichtheit, mit dem oberen Teil der Arbeitsfläche sicherzustellen.
Dabei ermöglicht es
der elastische Charakter des Elastomers dein Profil, sich bestens
an die Form der Arbeitsfläche
anzuschmiegen, was sich als wirkungsvoll erweisen kann, insbesondere,
wenn diese nicht lotrecht und/oder ihr Oberflächenzustand nicht regelmäßig ist.
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Der
erfindungsgemäße Rahmen
besteht vorzugsweise aus Kunststoff. Er ist vorteilhafterweise geformt.
Weiterhin besteht er vorzugsweise aus einem Polymerharz, das bis
zu einer Temperatur von mindestens 180°C beständig ist.
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Bei
der Verbindung des Glaskeramikkochfelds mit dem Rahmen kann man
sich dafür
entscheiden, den Rahmen direkt auf das Kochfeld aufzuformen, anstatt
die beiden mit einer Dichtung aus einem Elastomer vom Typ Silicon
zu verbinden.
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Eine
solche Wahl kann insbesondere in Abhängigkeit von der Geometrie
und dem Verfahren zur Herstellung des Rahmens getroffen werden.
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Um
die Bedienschalter für
die Heizelemente und die anderen Beheizungsmittel wie Gasbrenner und/oder
andere Funktionselemente des Glaskeramikkochfeldes wie eine Uhr
zu integrieren, enthält der
Rahmen vorteilhafterweise durchgehende Löcher, durch welche Elastomerschaltknöpfe geformt sind.
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Entsprechend
einem sehr vorteilhaften erfindungsgemäßen Merkmal ist die Aufformung
ein Profil.
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Gemäß demselben
Merkmal umfasst jeder der zuvor genannten beiden Teile des Rahmens
vorteilhafterweise ein Elastomerprofil.
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Sehr
vorteilhafterweise besteht das Elastomerprofil des Rahmenteils,
der sich in der Ebene erstreckt, die im Wesentlichen vertikal zum
Kochfeld steht, aus Klemmen, die vorzugsweise Aussparungen aufweisen.
Die flexiblen "Klemmen" des aufgeformten
Profils erlauben es in diese Abwandlung, das Kochfeld perfekt in
der Arbeitsfläche
zu arretieren, selbst wenn deren Zuschneiden nicht innerhalb der gewünschten
Toleranzen durchgeführt
worden ist. Auf diese Weise wird verhindert, dass ein großes Spiel
zwischen den vertikalen Wänden
des Rahmens und der Arbeitsfläche übrigbleibt,
das in diesem Fall nur durch Keile kompensiert werden kann, die schwierig
anzubringen sind.
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Ein
weiterer Vorteil dieser erfindungsgemäßen Abwandlung besteht in der
Garantie, dass die Arbeitsfläche
beim Anbringen des zusammengebauten Kochfeldes in ihr nicht beschädigt wird.
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Das
Elastomerprofil des Teils des Rahmens, der sich am Umfang des Kochfeldes
erstreckt, umfasst vorzugsweise eine Lippe, die es in hohem Maße erlaubt,
die Gefahr einer Verschmutzung zu vermeiden.
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Aufgrund
ihrer Elastizität
nimmt diese Lippe mit den zuvor beschriebenen flexiblen Halteelementen
an der Auflage des Rahmens auf der Arbeitsfläche teil.
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Das
Elastomer der erfindungsgemäßen Aufformung
besteht vorteilhafterweise aus Silicon.
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Die
Erfindung betrifft auch ein Kochfeld, das eine wie zuvor beschriebene
vorgefertigte Baugruppe nach den Ansprüchen 1 bis 12 umfasst, deren Rahmen
auf einem Sockel befestigt ist, der Heizelemente wie Heiz- oder
Halogenstrahler und/oder mindestens einen Gasbrenner und/oder mindestens
ein induktives Beheizungsmittel trägt.
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Die
Erfindung betrifft schließlich
ein Verfahren zur Herstellung einer vorgefertigten Baugruppe nach
mindestens einem der Ansprüche
1 bis 12. In diesem Verfahren werden folgende Stufen durchgeführt:
- a) Einlegen eines geformten Rahmens in einen Formstempel
derart, dass ein Elastomer auf die Oberfläche von mindestens einem der
zwei Teile des Rahmens gespritzt werden kann,
- b) Einlegen eines Glaskeramikkochfeldes in den Stempel, wobei
es sich etwa über
den geformten Rahmen erhebt,
- c) Verschließen
der so gebildeten Einheit mit einer Formmatrize, die wenigstens
teilweise zu dem Stempel komplementär ist,
- d) Einspritzen eines Elastomers in die Kanäle, die von dem freien Zwischenraum
zwischen Stempel und Matrize gebildet werden,
- e) Polymerisieren des Elastomers und
- f) Ausstoßen
der so gebildeten Baugruppe.
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Die
Erfindung bietet zahlreiche Vorteile. Zunächst muss das Elastomer, das
spritzgegossen und anschließend
polymerisiert wird, nicht mehr von Hand geglättet werden, wie das im Stand
der Technik der Fall sein konnte, und ist der Zustand seiner Oberfläche für den dekorativen
Aspekt nicht mehr störend. Weiterhin
ist es mög lich,
indem das Elastomer auf einen bereits geformten Rahmen aufgespritzt
wird, von verschiedenen Formen und/oder Farben des Rahmens auszugehen.
Eine solche Vielfalt trägt
zum ästhetischen
Aussehen des Kochfeldes bei.
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Die
verschiedenen Formen erlauben es auch, in den Rahmen Ausrüstungen
zu integrieren, die üblicherweise
im Kochfeld integriert sind, wie Schalter der Heizelemente, die
meistens ein genaues Durchbohren des Kochfeldes erfordern.
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Aus
Gründen
der Herstellungskosten besteht der im erfindungsgemäßen Verfahren
verwendete Rahmen vorzugsweise aus Kunststoff.
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Dabei
ist das verwendete Elastomer vorteilhafterweise ein Silicon.
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Entsprechend
einem sehr vorteilhaften Merkmal des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird die Stufe e) zur Polymerisation bei Hochfrequenz durchgeführt.
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Dadurch,
dass das erfindungsgemäße Elastomer
durch Hochfrequenz polymerisiert wird, wird im Herstellungsverfahren
auch ein beträchtlicher
Zeitgewinn möglich.
Weiterhin ist das in einem solchen Verfahren verwendete Werkzeug
das üblicherweise
für ein
Elastomer verwendete. Deshalb besteht durch den nachgiebigen Kontakt
des Werkzeugs, insbesondere der Form, mit den verschiedenen Bauteilen, welche
die erfindungsgemäße vorgefertigte
Baugruppe bilden, nicht die Gefahr, dass die Materialien, insbesondere
die Glaskeramik, die das Kochfeld bildet, verändert werden.
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Somit
wird bei einer Industrieproduktion die Gefahr von Ausschuss verringert.
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Weitere
vorteilhafte Merkmale und Einzelheiten werden anhand der folgenden
erfindungsgemäßen Beispiele
unter Bezugnahme auf die im Anhang befindlichen 1 bis 2e näher erläutert, wobei
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1 ein
Kochfeld, das eine erfindungsgemäße erste
vorgefertigte Baugruppe umfasst und in einer Arbeitsfläche angeordnet
ist, zeigt und die
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2a bis 2e die
Stufen des Verfahrens zur Herstellung einer erfindungsgemäßen zweiten
vorgefertigten Baugruppe zeigen.
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1 ist
ein Querschnitt, der ein erfindungsgemäß hergestelltes Kochfeld 1 zeigt,
das in die Arbeitsfläche 2 einer
Küche integriert
ist.
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Dieses
Kochfeld 1 besteht im Wesentlichen aus einem Glaskeramikkochfeld 3 und
einer erfindungsgemäß vorgefertigten
Baugruppe 4, die auf einem Metallsockel 5 mit
rechtwinkligem Querschnitt mittels nicht dargestellter Schrauben
befestigt ist.
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Auf
diesem Sockel 5 sind auf an sich bekannte Weise nicht dargestellte
Heizelemente befestigt.
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Die
Verbindung der erfindungsgemäß vorgefertigten
Baugruppe mit dem Metallsockel ersetzt daher, wenigstens unter dem
Gesichtspunkt der Funktion als Einfassung, einen im Stand der Technik
verwendeten Metallrahmen. Ein Rahmen 6 aus einem mit Glasfasern
verstärkten
Kunststoff wie gegebenenfalls einem der weiter unten aufgezählten Kunststoffe
bildet die Einfassung der erfindungsgemäß vorgefertigten Baugruppe.
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Der
Rahmen 6 besteht im Wesentlichen aus drei Teilen, nämlich den
vertikalen Seiten 61, 62, dem äußeren umfänglichen Teil 63,
der das Glaskeramikkochfeld 3 umgibt, wobei er sich direkt
mit diesem in Kontakt befindet, und einem ebenen Teil 64,
der sich im Wesentlichen in der Hauptebene des Glaskeramikkochfelds 3 erstreckt.
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Dieser
ebene Teil 64 enthält Öffnungen,
deren Funktion weiter unten erläutert
wird.
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Um
den gesamten Umfang des Rahmens 6 verläuft ein Siliconprofil 7.
Dieses hat die Form einer Lippe 71 für den Teil, der sich direkt
mit dem oberen Teil der Arbeitsfläche in Kontakt befindet. Diese
Lippe 71 hat die Aufgabe, eine ordnungsgemäß saubere Berührungsfläche zwischen
dem Rahmen 6 und dem oberen Teil der Arbeitsfläche, d.h.
unter anderem Dichtheit gegenüber
Flüssigkeiten
und Speisen, die in ihre Nähe
kommen können,
sicherzustellen.
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Dabei
wird der Lippe 71 durch ihre gekrümmte Form ein ästhetisches
Aussehen verliehen.
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Das
Siliconprofil 7 besitzt im vertikalen Teil Klemmen 72, 73,
die sich einerseits mit der gesamten Höhe der vertikalen Seiten 61, 62 des
Rahmens 6 und andererseits mit der gesamten Höhe der Arbeitsfläche in Kontakt
befinden. Dabei erlaubt es der elastische Charakter des Silicons
diesen Klemmen 72, 73 sich beim Einbau des Kochfeldes
in die Arbeitsfläche zu
verformen und somit eine perfekte Arretierung ohne Spiel zwischen
den beiden Elementen sicherzustellen.
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Der
Ausbau des Kochfeldes ist ebenfalls sehr leicht, ohne dass dabei
die Gefahr besteht, den Rahmen 6 und/oder die Arbeitsfläche 2 zu
beschädigen.
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Der
ebene Teil 64 des Rahmens enthält zwei kreisrunde Öffnungen 65 und
eine rechteckige Öffnung 66.
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Durch
die zwei kreisrunden Öffnungen 65 sind
auf den Rahmen Bedienungsknöpfe 67 aus
Silicon geklemmt oder vorzugsweise aufgeformt, die es, nachdem sie
hineingedrückt
worden sind, ermöglichen,
den Betrieb der nicht dargestellten Heizelemente auszulösen.
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Unter
der rechteckigen Öffnung 66 ist
eine digitale Anzeige angeordnet, die es dem Betrachter erlaubt,
die Zeit und/oder die programmierte Dauer eines Heizzyklus mindestens
eines der Heizelemente abzulesen. Weiterhin kann sie, welches Heiz element
eingeschaltet ist, wenn sich das Kochfeld unter elektrischer Spannung
befindet, und die Temperatur des/der Heizelemente/s anzeigen.
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Schließlich ist
unter diesem ebenen Teil gegenüber
den beschriebenen Öffnungen
mittels Silicon ein Träger 68 eingekapselt,
in welchem Leiterbahnen angebracht sind, welche die Stromversorgung
der verschiedenen Elemente sicherstellen.
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Die 2a und 2e zeigen
die verschiedenen aufeinander folgenden Stufen des Verfahrens zur
Herstellung einer zweiten erfindungsgemäß vorgefertigten Baugruppe.
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Gemäß dieser
zweiten Abwandlung werden die vorgefertigte Baugruppe 4 und
das Glaskeramikkochfeld 3 über eine Silicondichtung 8 miteinander verbunden.
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2a betrifft
die erste Stufe des Anbringens eines geformten Rahmens 6 in
einem Stempel 9. Der geformte Rahmen 6 hat einen
chemischen Charakter und eine der in 1 gezeigten
analoge Form.
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In 2b ist
das Glaskeramikkochfeld 3 gezeigt, das im Stempel 9 derart
angebracht wird, dass es in Bezug auf den Rahmen 6 leicht
erhöht
ist und einen Zwischenraum 10 frei lässt.
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Nachdem
diese zwei Teile im Stempel 9 angebracht worden sind, wird
eine Matrix 11 auf den Stempel 9 gedrückt und
an bestimmten Stellen auf das Glaskeramikkochfeld 3 und
den Rahmen 6 derart gedrückt, dass geschlossene Spritzkanäle 12,
wie in 2c gezeigt, gebildet werden.
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Mittels
einer geeigneten Vorrichtung wird dann das Silicon in die Kanäle 12 gespritzt.
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Nachdem
die Kanäle 12 vollständig mit
Silicon gefüllt
sind (wie in 2d gezeigt), wird der Spritzgießvorgang
unterbrochen und in Abhängigkeit von
der zu polymerisierenden Siliconmenge eine 0,5 bis 2 min dauernde
Polymerisation dieses Materials mittels Hochfrequenz durchgeführt.
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Die
Matrize 11 wird danach vom Stempel 9 gelöst und die
vorgefertigte Baugruppe ausgestoßen, wie in 2e gezeigt.
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Ein
solches Verfahren hat den Vorteil, dass es sich einfach und schnell
durchführen
lässt.
Es ist weiterhin vorteilhaft für
die Produktion neuer Serien mit neuen Formen des geformten Rahmens,
die sich ohne zusätzliche
Produktionskosten leicht durchführen
lässt,
wobei auch die Anfertigung der neuen Werkzeuge Matrize und/oder
Stempel einfach ist.
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Dabei
ist es selbstverständlich,
dass innerhalb des Erfindungsumfangs zahlreiche Modifizierungen
vorgenommen werden können.
So kann sich ein beliebiger neuer Kunststoff für den geformten Rahmen dann
eignen, sofern er hohen Temperaturen, die typischerweise über 250°C liegen,
widersteht.
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So
kann beispielsweise der Kunststoff für den erfindungsgemäß geformten
Rahmen aus Polybutylenterephthalat (PBT), Polyphenylensulfid (PPS),
Polyetheretherketon (PEEK), Polyacrylat (PAR), Polyethersulfon (PES),
Polyetherimid (PEI), Polyamidimid (PAI), Flüssigkristallpolymeren (LCP), Polytetrafluorethylen
(PTFE), Polyetherethersulfon (PEES), Polyepoxiden (EP) und gegebenenfalls
Polysulfon (PSF), Fluorpolymerharzen (FEP, beispielsweise PTEFE,
PFA und ETFE), Polythioethersulfon (PTES), thermoplastischem Polyimid
(TPI), vernetztem Polyimid (CLPI), Polyetherketon (PEK), Polyethernitril
(PEN), Polycyclohexylenterephthalat (PCT) und Polyphthalamid (PPA)
ausgewählt
werden.
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Aus
Kostengründen
für dieses
Material kann der Rahmen vorteilhafterweise aus Polyesterharzen (UP)
bestehen.
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Weiterhin
ist ein beliebiges anderes gleichwertiges Profil, das erfindungsgemäß spritzgegossen werden
kann, im Erfindungsumfang unter der Bedingung enthalten, dass die
analogen Eigenschaften des Silicons wie Elastizität und Hochtemperaturbeständigkeit
gewährleistet
werden.
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Die
Elastomeren, die unter der Bezeichnung VITON bzw. KALREZ von der
Gesellschaft DUPONT DE NEMOURS vertrieben werden, sind perfekt geeignet.
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Weiterhin
sind die Elastomeren, die unter der Bezeichnung FLUOREL bzw. CHEMRAZ
von den Gesellschaften 3M bzw. GREEN TWIN vertrieben werden, perfekt
geeignet.