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Färbemaschine mit abnehmbarer Haube Die Erfindung betrifft eine Färbemaschine
mit abnehmbarer Haube, die zur Abdichtung mit ihrer Unterkante in eine Flüssigkeitsrinne
des Bottichs eingreift.
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Bei den bekannten Färbemaschinen dieser Art handelt es sich um reine
Küfenfärbemaschinen, während mit. der Erfindung bezweckt wird, eine Haspelfärbemaschine,
bei der die Haspel über dem Bottich gelagert ist, mit einer solchen abnehmbaren
Haube auszustatten, die zur Abdichtung mit ihrer Unterkante in eine Flüssigkeitsrinne
des Bottichs eingreift.
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Die Lösung dieser Aufgabe ist von der Überwindung einer ganzen Anzahl
Schwierigkeiten abhängig. So muß zunächst berücksichtigt werden, daß die Läger für
die Haspelachse bei einer derartigen Färbemaschine unbedingt außerhalb der Bottichabdeckung
liegen möchten, denn sonst werden diese Lager von den Dämpfen der Farbfläche umgeben,
was die Lagerung ais solche unzweifelhaft beeinträchtigt. Außerdem ist dann auch
nicht zu vermeiden, daß Schmierstoffe aus den Haspellagern in die Farbstoffe gelangen.
Geht man nun von der Erkenntnis aus, daß die Lager -für die Haspelachse einer derartigen
Maschine außerhalb der Bottichabdeckungen liegen müssen, so zeigt sich die Notwendigkeit,
die Haspelachse durch die Seitenwände der Abdeckung zu führen, und zwar in einer
Weise, daß, die letztere auch von dem Bottich genommen werden kann, wenn die Haspel
in ihren Lagern verbleibt. Hierin ist eine weitere zu überwindende Schwierigkeit
zu sehen. Aber nicht allein das. Die an der Bottichabdeckung vorzusehenden Durchführungsstellen
für die Haspelachse sind darüber hinaus auch noch einwandfrei abzudichten, denn
sonst wird den Dämpfen der Farbflotte zwar der Ausgang an der Unterkante der Bottichabdeckungen
verhindert, nicht aber an den Durchführungsstellen für die Haspelachse, eine Lösung,
die absolut unbrauchbar wäre. ` Erreicht wird das gesteckte Ziel bei der vorliegenden
Färbemaschine der eingangs beschriebenen Art unter gleichzeitiger Überwindung der
vorstehend geschilderten Schwierigkeiten dadurch, daß die Lagerstellen der
über
dem Bottich gelagerten Haspel außerhalb der Haube liegen und die letztere an den
Durchführungsstellen der Haspelachse mit nach unten gerichteten und offenen Schlitzen
ausgestattet ist, deren Ränder in an deren Bottich befestigte Führungsteile abdichtend
eingreifen.
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Bei Seif- und Waschmaschinen ist es bekanntgeworden, den Bottich vermittels
eines Obergestelles abdichtend abzudecken und dabei in diesem Obergestell Haspeln
o,. dgl. zu lagern, deren Lagerstellen außerhalb- der Abdeckung liegen. Das Obergestell
dieser vorbekannten Seif- und Waschmaschinen ist aber nicht abnehmbar, und außerdem
sind die Haspeln o. dgl. auch nicht an den Bottich gelagert, sondern in dein Obergestell
selbst. Es Iäßt sich also aus dieser vorbekannten Seif-und Waschmaschine nicht entnehmen,
wie man sich zu verhalten hat, wenn man eine Färbemaschine mit über dem Bottich
gelagerter Haspel mit einer Haube ausstatten will, dergestalt, daß die Haube ohne
die Haspel abgenommen werden kann und dabei die Haube in ihrer Gebrauchsstellung
den Bottich sowie die Durchführungsstellen der Haspelachse einwandfrei abdichtet.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt.
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Die Abb. i. zeigt eine teilweise abgebrochene Färbemaschine mit etwas
angehobener Abdeckhaube von der Seite gesehen, und aus den Abb. 2 und ¢ gehen verschiedene
Einzelheiten hervor.
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Die vorliegende Färbemaschine ist eine Haspelfärbemaschine, bei der
die Haspels über dem Bottich :2 gelagert ist. Auf dem Bottich 2 sitzt dabei eine
abnehmbare Häube i, die zur Abdichtung mit ihrer Unterkante in eine Flüssigkeitsrinne
3 des Bottichs eingreift. Die Lagerstellen der Haspel 5 liegen dabei außerhalb dieser
. Haube i, und die letztere ist, um ihr Abnehmen bei in den Lagern verbleibender
Haspel 5 zu ermöglichen,- an den Durchführungsstellen der Haspelachse mit nach unten
gerichteten und auch nach unten offenen Schlitzen 6 ausgestattet. Dabei greifen
die Ränder dieser Schlitze 6 abdichtend in Führungsteile 7 ein, die an dem Bottich
2 befestigt sind. Der Zeichnung zufolge enden die Schlitze 6 der Haube i- oben in
einem halbringförmigen Dichtungsbogen, dessen Durchmesser der Haspelachse 4 entspricht,
welcher Dichtungsbogen dabei die obere - Hälfte der Haspelachse 4 abdichtet, und
die am Bottich :2 befestigten Führungsteile 7 weisen oben einen gleichen, die untere
Hälfte der Haspelachse 4 abdichtenden Dichtungsbogen auf. Auf der Zeichnung ist
dieser obere Dichtungsbogen der Haube mit i i bezeichnet, der untere Dichtungsbogen
der Führungsteile 7 mit io. Die Abdichtung der Schlitze 6 in den Führungsteilen
7 erfolgt vermittels Filzstreifen g.
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Wie an sich bekannt, geschieht die Abhebung der Haube i senkrecht
nach oben, wobei die Haube z vermittels Seile i2 und über Rollen 15 an Ausgleichsgewichten
13 aufgehängt ist. Um Störungen zu vermeiden, laufen dabei diese Ausgleichsgewichte
13 in an dem Bottich 2 aufrecht befestigten Rohren 14.
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Getroffen ist dabei die Einrichtung so, daß in den Weg der Ausgleichsgewichte
13 Riegelteile 18, 1g angeordnet sind, die selbsttätig in die Gebrauchsstellung
gehen, wenn die -Haube i in die Aushebstellung gelangt ist, und die dann die Haube
in dieser Lage festhalten. Die Ausgleichsgewichte 13 sind es dabei selbst, die diese
.Riegelteile 18, ig betätigen. Hierzu bestehen die Riegelteile 18, ig einfach aus
einem doppelarmigen Hebel, auf dessen einem Arm das betreffende Ausgleichsgewicht
13 einwirkt, während der andere Arm ig den eigentlichen Riegelteil bildet, in dem
er im Gebrauchszustand die hochgehobene Haube i unterfaßt, wie aus der Abb. 3 hervorgeht,
Die Betätigung der Riegelteile 18, ig geschieht vermittels eines Teiles :2o, der
einerends an dem Arm 18 der Riegelteile angelenkt. ist und anderends in den Weg
des betreffenden Ausgleichsgewichtes 13 reicht, so daß dieses Ausgleichsgewicht
13 auf das zuletzt beschriebene Ende des Teiles 2o aufsetzt, wenn die Haube i in
die Hochstellung gelangt. Wie ebenfalls aus der Abb. 3 ersichtlich, ist dabei der
Abstand zwischen der Haubenaufsitzstelle auf den Arm ig des Riegelteiles und dessen
Drehachse kürzer als der Abstand zwischen der gleichen Drehachse und der Angriffsstelle
des Ausgleichsge-wichtes 13 an dem anderen- Arm 18 der Riegelteile. Auf diese Weise
,wird bei einem evtl. Reißen der Seile i2 die Haube am Herunterfallen gehindert.
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Da die vorliegende Färbemaschine durch die allseitig geschlossene
Haube i in bezug auf den Stand des Farbflottenspiegels 24 schlecht überwachbar ist,
empfiehlt es sich, den Bottich :2 mit- einem nach außen führenden Überlauf 23 für
die Farbflotte auszustatten, .wie aus der Abb. 4 hervorgeht. Getroffen ist hierbei
die Einrichtung so, daß die Eingangsöffnung dieses Überlaufes 23 knapp unter dem
Flottenspiegel 24 liegt. Auf diese Weise ist der Überlauf 23 nicht nur abgedichtet,
sondern verhindert auch gleichzeitig noch das Auslaufen von sich im unteren Raum
des Bottichs aufhaltender Farbflotteteilchen, was nicht möglich wäre, wenn man den
Überlauf 23, wie an sich bekannt,
mit seiner. Eingangsöffnung an
den unteren Teil des Bottichs anschließt.
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Sorge dafür muß übrigens auch getragen werden, daß die Dichtungsflüssigkeit
in der Rinne 3 nicht überläuft, es wäre sonst doch damit zu rechnen, daß die Dichtungsflüssigkeit
in die Farbflotte gelangt. Um dies zu vermeiden, ist, wie aus der Abb. q. hervorgeht,
das Überlaufrohr 22 vorgesehen. Die Dichtungsrinne 3 kann in diesem Falle gleich
in die Oberkante des Bottichs eingelassen werden und zwei Bleichhohe Schenkel aufweisen.
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Erwähnt soll noch werden, daß eine unbedingt einwandfreie Abdichtung
der Schlitze 6 der Haube i in den Führungsteilen 7 dann erreicht wird, wenn die
Längskanten der Führungsteile 7 eine Art Falz mit einem Dichtungsstreifen 8 bilden,
wie aus der Abb. z hervorgeht, und die Längskanten der Schlitze 6 der. Haube i eine
gleiche Gestaltung' aufweisen, wobei 'nun die Längskanten der Schlitze 6 der Haube
i mit ihrem Filzstreifen-9 in den Falzen der Führungsteile 7 geführt sind, derart,
daß die Filzstreifen 8 die Haube abdichten und umgekehrt die Filzstreifen 9 Führungsteile
7.
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Als zweckmäßig hat es sich noch erwiesen, die Rohre 14 mit einer Führungsrinne
16 auszustatten, in denen auf jeder Haubenseite ein an der Haube i befestigter Teil
17 gleitend steckt.