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Elektrisch beheizter Stützisolator Die Erfindung bezieht' sich auf
eine. zweckmäßige Ausbildung von Hohlraumstützisolatoren ,aus keramischem Werkstoff,
die durch eine elektrische Beheizung des Isolatorhohlraumes so stark erwärmt werden,
daß. sich auf den Innenwandungen des Isolatorhohlraumes keine dauernden Feuchtigkeitsbieschläge
bilden können und gegebenenfalls auch auf den äußeren Isolieroberflächen etwaige
Rauhreif-oder Eisansätze abgeschmolzen werden. Diese Beheizung wird erfindungsgemäß:
durch die Erwärmung der im Hohlraum des Stützisolators eingeschlossenen Luft durch
einen elektrischen Heizkörper bewirkt, der in dem ixnneren, nach außen dicht abgeschlossenen
Hohlraum des Stützisolators angeordnet ist: Durch ,ein aufrecht stehendes, schornsteinartiges
keramisches Röhr, das den ;elektrischen Heizkörper -umgibt und .am Umfang mit Luftentrittsöffnungen
versehen ist, die unter dem elektrischen Heizkörper angebracht sind, wird dabei
ein beständiger Kreislauf der. Luft in dem nach außen :dicht abgeschlossenen Hohlraum
des Stützisolators erzwungen, wodurch eine gleichmäßige Erwärmung auch insbesondere
der äußeren Isolatorobierflächen erzielt wird.
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Es ist. bereits bekannt, den Hohlraum von Stützisolatoren zu entfeuchten,
indem ein. ständig mit -dem Isolator in. Verbindung stehender Trockner oder seine
ständige Ventilation mit erwärmter oder entfeuchteter Luft .angewendet wird. Diese
Art der Trocknung bzw. Verhütung von Feuchtigkeitsniederschlä= gen im Hohlraum des
Stützisolators macht aber im Gegensatz zu der Art der Trocknung !gemäß der Erfindung
durch die mit einem elektrischen Hieizkörper erwärmte und im Hohlraum des Stützers
in beständigen Kreislauf versetzte -Luft eine besondere Wartung bzw. besondere Hilfseinrichtungen
außerhalb des Stützisolators erforderlich.
Es ist weiter bekannt,
eine elektrische Beheiziulg von Isolatoren zur Verhinderung von Feuchtigkeitsbeschlägen
anzuwenden. Hierzu wurden bisher Wärmestrahler, z. B. elektrische Heizsonnen, verwendet,
denen die Isolator: oberfiächen ausgesetzt werden, oder es wurden in :dem, z. B.
finit Isolieröl oder Luft ge-/füllten Hohlraum röhrenförmiger Hängeisolatoren elektrische
Widerstaxidskörper angeordnet, :die beim Stromdurchgang die- zur Erwärmung derartiger
Isolatoren nötige Hitze liefern sollen. Die Verwendung von Wärmestrahlern ist gegenüber
der elektrischen Erwärmung nach der Erfindung sehr umständlich und häufig auch nicht-anwendbar.
Die Erwärmung des Isolators durch stromdurchflossene elektrische Widerstandskörper
in der zuletzt genannten Weise ist wenig wirksam, wenn nicht wie bei der Anordnung
nach der Erfindung für einen- beständigen Kreislauf der im Isölatorhohlraumeingeschlossenen
erwärmten Luft oder Flüssigkeit gesorgt wird.
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In der Abb: i ist das Ausführungsbeispiel .eines solchen Stutzers
zum Teil im Mittel-Achnitt und zum Teil in Ansicht dargestellt. In dem Hohlraum
des keramischen Isolierkörpers i o ist ein schornsteinartiges, ebenfalls aus keramischem
Werkstoff bestehendes; Rohr i i :aufrecht stehend angeordnet, das mit seinem Flansch
12 auf .einer Wärmeschutzplatte 13 aus Asbest o. dgl. aufliegt und auf der metallischen
Abschlußplatte i q. aufgeschraubt ist, die durch die Druckfeder 15 gegen
den Dichtungsring i 6 gepreßt wird. Inder DurchfÜhrung 17 durch die Abschlußplatte
14 sind die Zuleitungen zu dem im unteren Teil des schornsteinartigen Rohres i i
angeordneten elektrischen Heizkörper z $ geführt. Nach Herausschrauben. des in den
Boden des Fußflansches 19 eingeschraubten Deckels 2o, durch den auch der
Anpressungsdruck der Feder 15 geregelt wird, kann,der Heizkörper 18 im Bedarfsfalle
leicht ausgewechselt werden. Die durch den Heizkörper 18 erwärmte Luft im Hohlraum
des Stutzers i o steigt im beständigen Kreislauf in dem schornsteinartigen Rohr
i i empor, verläßt dieses am oberen Ende und sinkt; unter Erwärmung der Stützerwandüngen
sich abkühlend, außerhalb des Rohres i i herab, um durch die am Umfang dieses Rohres
unter :dem Heizkörper 18 über dem Flansch 12 angeordneten Eintrittsöffnungen
21 wieder in das Rohr i i zu gelangen; wo sie durch den Heizkörper 18 von :neuem
erwärmt wird. Infolge des dichten Abschlusses des Stützerhohlraumes können feuchte
Luft und Verunreinigungen von außen nicht in diesen gelangen und zum Beschlägen
der Stützerinnenwandungen führen.
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Ab b. 2 zeigt teilweise im Mittelschnitt und teilweise in Ansicht
als weitere Ausführungsform einen z. B. aus keramischem Werkstoff geringer dielektrischer
Verluste bestehenden Antennenmastfüßisolator 3o mit der erfindungsgemäßen Beheizung
des Isolatorhohlr.aumes durch einen elektrischen Heizkörper 31 am Ende des die Zuleitungen
zu diesem bergenden Verlängerungsrohres 32. Der Heizkörper 3 i wird samt seinem
Verlän gerungsrohr 32 von unten durch das Fundament 33 in den Hohlraum des Stutzers
3o reingeführt: Die Einführungsöffnung ist durch die Bodenplatte 34 dicht abgeschlossen.
Wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. i wird der Heizkörper 3 i natürlich auch
in diesem Falle von einem in der Abbildung flicht dargestellten schornsteinartigen
Rohr umgeben, um den Kreislauf der erwärmten Luft im Stützenhohlraum zu begünstigen:
Die Erfindung bleibt nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt.
Die Hohlraumstützer können beliebige Formen und Abmessungen für die Verwendung in
Innen- und Außenräumen erhalten. und aus beliebigem keramischem Werkstoff, wie Porzellan,
oder solchem geringer dielektrischer Verluste oder/und besonders guter Wärmeleitfähigkeit
hergestellt sein.