DE698392C - Verfahren zum Trocknen von Fadenwickeln, insbesondere Kunstseidewickeln - Google Patents

Verfahren zum Trocknen von Fadenwickeln, insbesondere Kunstseidewickeln

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DE698392C
DE698392C DE1938K0151448 DEK0151448D DE698392C DE 698392 C DE698392 C DE 698392C DE 1938K0151448 DE1938K0151448 DE 1938K0151448 DE K0151448 D DEK0151448 D DE K0151448D DE 698392 C DE698392 C DE 698392C
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DE
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drying
rolls
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wrap
thread
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DE1938K0151448
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Paul Spindler
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Kampf & Spindler
Original Assignee
Kampf & Spindler
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01DMECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
    • D01D10/00Physical treatment of artificial filaments or the like during manufacture, i.e. during a continuous production process before the filaments have been collected
    • D01D10/04Supporting filaments or the like during their treatment
    • D01D10/0418Supporting filaments or the like during their treatment as cakes or similar coreless thread packages
    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01DMECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zum Trocknen von Fadenwickeln, insbesondere Kunstseidewickeln Bei der Herstellung von Kunstseide .ist die gleichmäßige Sc- hrumpfung des Fadens bei der 'Trocknung' ein Haupterfordernis. Die Schwierigkeiten liegen darin, daß bei einer Trocknung auf dem Aufwickelkörper die inneren Schichten des Wickels nicht. so schrumpfen können wie die äußeren Schichten.
  • Man hat deshalb die Aufwickelkärper elastisch oder so ausgebildet, daß man ihren Umfang verringern kann. Auch kennt man Verfahren, bei welchen die Wickel von dem Aufwickelkörpier abgenommen und .dann getrocknet werden. Trotz all dieser Maßnahmen ergeben sich sowohl bei der nach dem Spulenspinnverfahren als auch nach dem Topfspinnverfahren hergestellten Kunstseide Mängel in der Trocknung, da der Wickel durch die Fadenkreuzung in sich ein so festes Gefüge bildet, daß bei der Trocknung ungleichmäßige Schrumpfungen entstehen, und zwar wiederum dadurch, daß die äußeren Schichten anders schrumpfen als die inneren, da erstere an dem festen Gefüge der letzteren Widerstand finden. Man hat verschiedene Verfahren angewendet, um diesem Übelstand abzuhelfen.
  • So ist es nicht mehr neu, die. Wickel zwischen Abdeckplatten von innen nach außen zu trocknen, wobei die inneren Schichten erst schrumpfen und dann die äußeren. Hierbei können zweckmäßig nur Wickel gleicher Höhe Verwendung finden. Beim Durchgang der Trockenluft durch den fadenfreien Innenraum der Wickel verwirren sich oft die inneren Fadenlagen. Trotz der Kompliziertheit der Einrichtung wird der erstrebte Effekt nur unvollkommen erreicht. Des weiteren ist es, um einen Schrumpfungsausgleich herbeizuführen, bekannt, die Trocknung der Wickel einmal von innen nach außen und ein zweites Mal nach Wiederanfeuchten in entgegengesetzter Richtung gegebenenfälls unter Umspulen und Zwirnen vorzunehmen. Der Schrumpfungsausgleich wird dabei jedoch nur annähernd erreicht, trotz dem doppelten Aufwand an Arbeit -und Wärme.
  • Weiber :ist es nicht mehr neu, die trägerlosen Wickel oder Spinnkuchen aus der runden in seine wellenförmige, eingebuchtete, etwa kreuz-oder sternförmige Form zu bringen und dann zu trocknen. Hierdurch sollen sich die in den Einbuchtungen abwechselnd innen und außen liegenden, Schichten des Wickels bei ihrer Schrumpfung gegenseitig ausgleichen können. Alle diese Verfahren sind reichlich kompliziert und haben nicht den gewünschten Erfolg gehabt, da die Fadenkreuzungen im Wickel auch im trocknen Zustand noch aneinander haften und ein mehr oder weniger starkes Gerüst bil@len, wodurch die gleichmäßige Schrumpfung aller Schichten verhindert wird.
  • Zweck der vorliegenden- Erfindung ist, diesem Übelstand abzuhelfen. Dies geschieht gemäß der Erfindung dadurch, daß man die Wickel, gleichviel, ob sie sich auf seinem elastischen oder sonstwie in seinem Umfang verringerbaren Aufwickelkörper befinden ,oder vom Aufwickelkörper abgenommen sind oder als Spinnkuchen vorliegen, für das Trocknen an ihrer Außen- und Innenfläche gegen Verdunstung schützt und die Wickel alsdann nur von den Stirnseiten her nach der Mitte des Wickels zu allmählich fortschreitend trocknet. Zu diesem Zweck werden die Wickel außen mit einer wärmeisolierenden, feuchtigkeitsundurchlässigen, zweckmäßig elastischen Umhüllung versehen. Der Innenraum des Wickels wird mit einem geeigneten Material, z. B. Watte o. dgl., ausgefüllt. Diese Maßnahmen haben den Zweck, das Trockenmittel, die warme Luft, von der Außenseite sowohl als von der Innenseite des Wickels ,abzuhalten. Auf diese Weise erfolgt die Trocknung nur von den Stirnseiten nach der Mitte des Wickels zu. Die Folge davon ist, daß sich zuerst die den Stirnseiten am nächsten. hegenden Fäden vollkommen ungehindert zusammenziehen und daß dieser Vorgang sich allmählich nach der Mitte hin fortsetzt: Es erfolgt also eine gleichmäßige Trocknung aller Schichten des Wickels, jedoch nicht gleichmäßig auf seiner ganzen Breite, sondern von den Stirnseiten zur Mitte allmählich fortschreitend. Bei diesem Verfahren verbleibt kein wesentliches Haften der Fäden an ihren -Kreuzungen, das bei den oben beschriebenen bekannten Trockenverfahren die Ursache von ungleichen Schrumpfungsverhältnissen des Fadens im Wickel ist. Weil die Trocknung von den Stirnseiten des Wickels nach innen erfolgt und die Fadenkreuzungen mehr oder weniger schräg zum Umfang des Wickels verlaufen, lockern sich beim Trockenvorgang alle Fadenkreuzungen innerhalb des ganzen Wickels nacheinander von den Stirnseiten nach der Mitte zu. Auf diese Weise erhält man einen gle4chmäßig geschrumpften Faden und einen gut abwindbaren,, weil in seiner Struktur gelösten Wickel.
  • Die Wickel, innen und außen gegen Verdunstung geschützt, können in bekannter Weise auf Stäben oder Schnüren aufgereiht zur Trocknung gelangen; sie können . aber ebenso auf endlosen Bändern aufgestellt werden, wobei im Gegensatz zum Bekannten das endlose Band ausschließlich öffnungen unter den Auflagestellen für die Stirnseiten der Wickel besitzt.
  • Die Ausführungsform des erfinderischen Gedankens beschränkt sich jedoch nicht darauf, daß man die Wickel oder Spinnkuchen mit elastischen Hüllen umgibt und das Innere mit einer elastischen Manschette schützt oder sie mit Füllkörpern ausfüllt. Der Effekt läßt sich auch dadurch erreichen, daß die Wickel flach gedrückt werden, wodurch die Innenfläche der Wickel gegen Verdunstung geschützt ist. Wenn die Wickel dann so aufgehängt werden, daß sich ihre Außenseiten berühren, erübrigt sich auch für diesen Teil eine Schutzumhüllung. Ebenso können die Kopfenden der flach gedrückten Wickel durch die Fußenden der darüberliegenden Wickel abgedeckt werden; doch hat sich herausgestellt, daß auch bei Nichtabdeckung der Schmalseiten der flach gedrückten Wickel der erstrebte Effekt erreicht wird. Die unteren Schmalseiten trocknen trotz des Fehlens der Abdeckung am unteren Ende sowieso zuletzt. Die i bis 2 cm der oberen Schmalseite spielen im Vergleich zu dem Gesamtumfang des Wickels seine so geringe Rolle, daß irgendwelche Nachteile in der Weiterverarbeitung nicht @entstehen.
  • In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele d.es Erfindungsgedankens dargestellt. Abb. i stellt die Luftführung bzw. Trocknung nach der Erfindung dar.
  • Abb.2 zeigt, wie die Trocknung mit Hilfe eines laufenden Bandes und Abb.3 durch Aufhängen der Spulen oder Wickel auf einen Stab, Draht, Seil o. dgl. ausgeführt werden kann.
  • Abb. q. zeigt die Anwendung des Erfindungsgedankens auf Wickel ohne Aufwickelkörper im flach zusammengelegten Zustande.
  • In Abb. i ist durch Pfeile die Strömungsrichtung der Trockenluft an einem ringförmigen Wickel a dargestellt. Der fadenfreie Innenraum des Wickels ist mit -einem nach, giebigen Füllmittel c, z. B. Watte o. dgl., ausgefüllt, während mit b die äußere @elastische Umhüllung des Wickels bezeichnet ist.
  • Abb. 2 zeigt die Trocknung von dickwandigen ohne Aufwickelkörper (abgenommener Spulenwickel oder Spinntopfwickel) auf einem laufenden Band. Mit a sind die Spinnwickel bezeichnet, b ist die äußere Umhüllung, c der .ausgefüllte Innenraum. Das laufende Band ist nur an der Auflagestelle der Spinnwickel durchlässig. Die öffnung bildet zweckmäßig nicht - einen offenen Kreis', - sondern änen Ring, dessen Breite der Wandstärke des Spinnwickels entspricht. Die Luft kann von unten nach Eben oder von oben nach unten durchstreichen oder abwechselnd von beiden Seiten.
  • Bei Spinnwickeln, welche nach dem Spulenspinnverfahrien hergestellt sind -und auf dem elastischen oder vor der Trocknung in seinem Umfang verringerten Aufwickelkörper getrocknet werden, kann man ähnlich verfahren. Man muß dann den Hohlraum des' Auf -wickelkö.rpers ausfüllen und selbstverständlich auch die äußere wärme- und feuchtigkeitsundurchlässige Hülle anbringen.
  • Wie Abb. 3 zeigt, kann man auch die Spinuw'ickel, nachdem man sie durch die äußere Umhüllung und Ausfüllung des Innenraumes für die - Trocknung vorbereitet hat, mit Zwischenräumen auf Stäbe oder Schnüre aufreihen und am laufenden Band öder in zweckmäßigen Gestellen trocknen.
  • Abb. q. zeigt das Trocknen von Spinnwikkeln, welche bei verhältnismäßig großem Umfang eine dünne Schicht aufweisen. Solche. Wickel werden flach gedrückt und wie Strähne auf Schnüre oder zweckmäßig #gestaltete Stäbe aufgehängt. Zwischen den einzelnen, auf einem Stab hängenden Wickeln a läßt man Zwischenräume. Die Stäbe oder -Schnüre b schiebt man in dein Trockengestell so dicht aneinander, daß sich die flachen Wickel an ihren Außen- und Innenseiten berühren. Eine Isolierung findet nur ,am Anfang und Ende des Trockengestells durch geeignete Abdekkungen e statt. Zwischen den dicht aufgehängten Reihen der Wickel -werden Zwischenräume oder Gassen d frei gelassen, durch die die Trockenluft hindurchstreicht. Auch hierbei wird eine Trocknung von den Stirnseiten zur- Mitte der Wickel hin erzielt und somit der gewünschte Zweck erreicht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Trocknen von Fadenwickeln, insbesondere Kunstseidewickeln, dadurch gekennzeichnet, daß die Außen-und Innenfläche der Wickel gegen Verdunstung geschützt und die Wickel -alsdann nur von den Stirnseiten her nacV der Mitte des Wickels zu allmählich fortschreitend getrocknet werden..
DE1938K0151448 1938-08-02 1938-08-02 Verfahren zum Trocknen von Fadenwickeln, insbesondere Kunstseidewickeln Expired DE698392C (de)

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