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Technisches
Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Prägeapparatur und ein Verfahren
zur Formgebung einer Prägewalze,
wie dies in den Oberbegriffen der Ansprüche 1 und 8 beschrieben sind.
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Allgemeiner
Stand der Technik
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Papiererzeugnisse
wie beispielsweise Papierhandtücher,
Servietten und Toiletten-Hygienepapiere
finden tagtäglich
breite Verwendung für
vielfältige
Erfordernisse in Haushalt und Gewerbe. Typischerweise werden derartige
Erzeugnisse aus einer langgestreckten faserartigen Bahn gebildet,
welche entweder in Rollen oder in einem gefalteten Stapel abgepackt
ist. Diese faserartigen Bahnen werden mit einer Prägung versehen,
um die Dickgriffigkeit des Hygienepapiers zu erhöhen und die Saugfähigkeit, die
Weichheit und das Aussehen des Erzeugnisses zu verbessern. Das Prägen kann
auch dazu förderlich
sein, die aneinander liegenden Lagen der Bahn zusammen zu halten.
Darüber
hinaus kann das Prägen
mit einem besonderen Muster ausgeführt werden, welches die Herkunft
des Papiererzeugnisses oder eine kommerzielle Körperschaft, welcher das Papiererzeugnis
nutzt, bezeichnet. Ganz allgemein wird die Prägeapparatur eine oder mehrere
Walzen enthalten, welche darauf ausgebildete Erhebungen und/oder
Vertiefungen aufweisen, um das Prägemuster zu formen, und sie
weisen im Allgemeinen eine zugehörige
Stützwalze
auf, welche die Bahn dergestalt gegen die Prägewalze drückt, dass das Prägemuster
auf die Bahn übertragen
wird, während diese
den Zwischenraum, welcher zwischen der Prägewalze und der Stützwalze
besteht, durchläuft.
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Bei
Faser-Stahl-Prägevorgängen wird
eine Faserwalze als Stützwalze
verwendet, wobei diese Faserwalze aus einem festen gewebeähnlichen
Material besteht. Die Prägewalze
besteht aus Stahl und enthält
die Erhebungen und/oder die darin eingravierten Vertiefungen. Bevor
die Walzen zum Prägen benutzt
werden, lässt
man die Prägewalze
und die Stützwalze
gemeinsam laufen lassen, ohne dass eine Bahn zwischen ihnen hindurch
läuft,
wobei Seife und Wasser für
Zwecke der Schmierung und des Weichmachens verwendet werden. Die
Prägewalze und
die Stützwalze
sollten gewöhnlich
so lange gemeinsam laufen, bis die Faser-Stützwalze ein Muster angenommen
hat, welches den Erhebungen und/oder Vertiefungen der Prägewalze
entspricht. Die Verwendung der Walzen zum Prägen von Papiererzeugnissen
sollte erst dann beginnen, nachdem in der Stützwalze ein Muster erhalten
worden ist, welches dem der Prägewalze
entspricht. Im Allgemeinen erfordert dies eine Betriebsdauer von
24 bis 36 Stunden, und deshalb erfordert das Verfahren mittels Faserwalze
einen großen
Aufwand an anfänglicher
Anlaufzeit und Kosten, welche damit verbunden sind, dass die Walzen
betrieben werden, ohne dass Erzeugnisbahnen geprägt werden. Darüber hinaus sind
die Stahlwalzen, welche im Zusammenhang mit diesem Verfahren verwendet
werden, kostenaufwendig in der Herstellung, und deshalb ist die
Austauschbarkeit solcher Walzen nicht gerade praktisch.
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Bei
einer späteren
Verfahrensweise wurden Stahl-Stahl-Walzen verwendet, bei welchen
die Erhebungen und/oder die Vertiefungen auf einer Walze eingraviert
sind und die zugehörigen
Erhebungen und/oder Vertiefungen in die Stützwalze eingraviert sind. Wenn
die Bahn durch den Zwischenraum, welcher zwischen den Walzen besteht,
läuft,
prägen
sich die Erhebungen und/oder die Vertiefungen in die Bahn ein und
werden von den Erhebungen und/oder den Vertiefungen in der Stützwalze
begleitet. Um Beschädigungen
als Folge von gegenseitiger störender Beeinflussung
zwischen den einander entsprechenden Erhebungen und/oder Vertiefungen
zu vermeiden, muss ein Abstand von 0,003 bis 0,007 Zoll (0,076–0,178 mm)
vorhanden sein. Wegen des erforderlichen Abstands war das Stahl-Stahl-Verfahren beim
Weichmachen des faserartigen Erzeugnisses im Vergleich mit anderen
Verfahren, bei denen die Bahn durch Walken weich gemacht wird, d.
h. durch das Brechen der Fasern oder der Faserbindungen, nicht so
erfolgreich, da der Abstand das Brechen der Fasern oder der Faserbindungen
vermindert. Darüber
hinaus sind wie beim vorhergehenden System die gravierten Stahlwalzen
kostenaufwendig in der Herstellung, und deshalb ist im Allgemeinen
die Austauschbarkeit derartiger Walzen keine durchführbare Alternative.
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Bei
der Gummi-Stahl-Prägung
ist die stählerne
Prägewalze
mit Erhebungen und/oder Vertiefungen ausgestattet, und die Bahn
wird gegen die Prägewalze
mittels einer Gummistützwalze
gedrückt, während die
Bahn durch den Zwischenraum, welcher zwischen derartigen Walzen
besteht, hindurch läuft. Die
Gummistützwalze
nimmt die Erhebungen und/oder die Vertiefungen auf Grund ihrer Nachgiebigkeit
auf, und der Gummi fließt
um die Erhebungen und/oder die Vertiefungen, solange eine Kraft
ausgeübt
wird, um die Walzen aneinander zu drücken. Um jedoch zu gewährleisten,
dass der Gummi um die Erhebungen und/oder Vertiefungen auch fließt, was zum
Erreichen eines akzeptablen Prägemusters
erforderlich ist, ist ein extrem großer Kraftaufwand notwendig,
was wie derum die Produktionskosten erhöhen kann. Ein Beispiel für eine derartige
Gummi-Stahl-Prägeapparatur
wird in
EP 0 367 999
A2 offenbart. Die darin beschriebene Prägewalze umfasst eine gewisse
Anzahl von ringförmigen
Elementen, welche eine Schutzhülle
um einen stützenden
Kern herum bilden. Für
Prägezwecke
sind diese ringförmigen
Elemente mit gewellten Oberflächen
ausgestattet. Die ringförmigen
Elemente sind abnehmbar auf dem Kern eingelegt und können zusammen
in wechselseitig ausgerichteten Positionen zusammengesetzt werden.
Bei einem Versuch, die weiter oben erwähnten Mängel zu überwinden, wurde eine Prägewalze
mit Gummi-Stahl Passung entwickelt, welche im US-Patent Nr. 5.269.983
dargestellt ist, das dem Erwerber der Rechte der vorliegenden Erfindung
erteilt worden ist und dessen Inhalt hier als Referenz beigebracht
wird. Diese Passungsprägewalze
verbindet eine Stahlprägewalze,
welche eine gewisse Anzahl von Erhebungen, die von ihr abstehen,
aufweist, mit einer Gummistützwalze,
welche die faserartige Bahnunterlage gegen die Prägewalze
drückt, wodurch
der Papierunterlage ein sich sehr genau abzeichnendes Prägemuster
vermittelt wird, so dass Papierhandtücher, Servietten und Hygienepapiere hergestellt
werden können.
Wenn die Papierunterlage durch den Zwischenraum zwischen den Walzen hindurch
läuft,
wird die Bahn um die Erhebungen herum und gegen die Abquetschflächen der
Stahlwalze sowie in die Vertiefungen und äußeren Umfangsflächen der
Gummiwalze gedrückt.
Als Folge wird ein sich genau abzeichnendes Prägemuster erhalten. Dies erreicht
man dadurch, dass man die Gummistützwalze mittels Lasergravur
graviert, um die dazu passenden Vertiefungen zu erhalten, die mit
den Erhebungen der Prägewalze übereinstimmen.
Auf Grund dieser Vertiefungen in der Gummiwalze ist ein beträchtlich
geringerer Druck zwischen der Präge- und
der Stützwalze
erforderlich, um zu bewirken, dass der Gummi die Bahn gegen die
Erhebungen und gegen die Abquetschflächen der Prägewalze drückt. Auf diese Weise werden
die Probleme, welche bei den stählernen
Prägevorrichtungen
des Standes der Technik mit der Abnutzung, insbesondere der hitzebedingten
Abnutzung des Gummis im Zusammenhang stehen, vermieden. Da ein großer Aufwand
an Kraft oder Druck nicht mehr erforderlich ist, damit der Gummi
gezwungen wird, um die Erhebungen zu fließen, werden zusätzlich die
Probleme in Verbindung mit einer nicht einheitlichen oder nicht ausreichenden
Kraft über
die ganze Länge
dergestalt vermieden, dass ein gleichbleibenderes Muster in die Bahn über die
ganze Länge
der Walze eingebracht wird, während
dabei die Kosten in Verbindung mit der Arbeitsweise des Systems
verringert werden. Jedoch erfordert das weiter vorn erwähnte System
noch immer eine kostenaufwendig gravierte stählerne Prägewalze. Folglich wird durch
den häufigen
Wechsel des Musters von einem Prägemuster
zu einem davon abweichenden Prägemuster
eine Kosteneinsparung dahingehend verhindert, dass hohe feste und
variable Kosten in Verbindung mit langen Lieferzeiten typisch sind
für die
anfängliche
Herstellung der Werkzeugbestückung
und der Matrize für
jedes ein zelne Prägemuster,
welche nachfolgend beim chemisch-mechanischen Gravurprozess eingesetzt
werden, um jede Prägewalze
herzustellen.
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DE 87 13 388 U1 ,
auf welchem der Oberbegriff des Anspruch 1 begründet ist, betrifft eine Druckwalze
für eine
Apparatur zur Herstellung von Platten oder Tafeln, insbesondere
von gewellten bituminösen Platten
oder Tafeln. Die darin offenbarte Druckwalze weist eine strukturierte
Oberfläche
auf, welche auf einen austauschbaren Oberflächenüberzug modelliert werden kann,
der auf einem Träger
oder einem Kern befestigt ist, welcher aus einem Material wie Polyester
hergestellt ist. Als Material für
den austauschbaren Überzug
wird ein elastisches Material wie Gummi vorgeschlagen.
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Während Stahlprägewalzen
wieder verwendet werden können,
d. h. die Prägemuster
können von
der Walze abgenommen werden, und ein nachfolgendes Muster darauf
neu eingraviert, kann gegebenenfalls die Wandstärke der Stahlwalze dünner werden,
was eine nicht mehr verwendbare Walze zur Folge hat. Das bedeutet,
dass herkömmliche
Stahlprägewalzen
typischerweise eine zylindrische Wandstärke von annähernd drei Zoll aufweisen.
Folglich wird die Wandstärke über die
Zeit auf einen Wert reduziert werden, bei welchem die Walze nicht
länger verwendbar
ist und der bei einer Wandstärke
von annähernd
1 ½ Zoll
(38,1 mm) liegt. Zusätzlich
würde das
Vorhandenseins eines Kerns, welcher über die Zeit uneingeschränkt wiederverwendbar
ist, zu einer beträchtlichen
Kosteneinsparung führen.
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Wie
dem US-Patent Nr. 4.144.813 zu entnehmen ist, sind Dorne, welche
auf ihnen aufgebrachte Druckhülsen
aufweisen, eine gewisse Zeit lang bei Druckanwendungen benutzt worden.
Diese Hülsen
bestehen allgemein aus faserverstärktem Kunstharz oder Nickellegierungen,
welche einen Überzug
aus synthetischem Gummi oder eine darauf befestigte abnehmbare dünne Gummiplatte
aufweisen, deren Außenfläche graviert
oder auf eine andere Weise für
das Drucken vorbereitet ist. Diese Gravur wird jedoch nur ausgeführt, um
ein Druckmuster zu bilden, bei welchem es nur die obere Fläche des Musters
ist, die kritisch ist. Im Gegensatz zu anderen Prägemustern
sind die Seitenwände
und die Kontur der Druckelemente nicht kritisch in Bezug auf die Ausführung des
Druckvorgangs, tatsächlich
wären jedoch
Druckelemente, welche gekrümmte
Seitenwände
und kugelförmige
Oberflächen
aufweisen, für den
Druckprozess unerwünscht
und nachteilig. Weiterhin berührt
bei den Druckprozessen die Druckwalze den Bogen, der bedruckt werden
soll, nur ganz leicht, und die Fasern des zu bedruckenden Materials werden
vorzugsweise nicht beschädigt.
Bei Prägeprozessen
jedoch drücken
die Prägeelemente
in das Material mit der Absicht, die Faserbindungen des Ma terials
zu brechen und zu walken, so dass ein fester aber saugfähiger Bogen
entsteht, welcher eine weiche Textur und ein ästhetisches Aussehen aufweist.
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Darstellung
der Erfindung
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Ein
vorrangiges Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, die weiter
vorn erwähnten
Nachteile, die den Prägewalzen
und Prägeprozessen nach
dem Stand der Technik anhaften, zu überwinden. Dieses Ziel wird
durch die Merkmale des Anspruchs 1 bzw. des Anspruchs 8 erreicht.
Bevorzugte Ausführungsformen
werden in den abhängigen
Ansprüchen
beschrieben.
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Es
werden Hülsen
für eine
Prägeapparatur vorgestellt,
wobei diese Hülsen
mit einem Material überzogen
sind, welches eine Härte
im Bereich von 0–250
P&J aufweist
und welches mittels Laser graviert werden kann, um darauf ein genaues
Muster auszubilden. Die Lasergravur bietet eine genaue Reproduzierbarkeit
des Musters, wobei sie ermöglicht, die
Tiefe, den Winkel der Wandungen und die Kontur des Prägeelements
auf einfache Weise zu steuern. Ein derartiger Prozess liefert konturengetreue
Oberflächen,
welche beim Prägeprozess
von Vorteil sind.
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Es
wird eine Prägeapparatur
zum Prägen
einer im Wesentlichen fortlaufenden Bahn aus einem bestimmten Material
vorgestellt, wobei diese Prägeapparatur
mindestens eine Prägewalze
einschließlich
eines langgestreckten Dorns oder Kerns aus einem im Wesentlichen
starren Material und eine langgestreckte Hülse mit einem darauf ausgebildeten Prägemuster
aufweist, wobei diese Prägehülse aus einem
Material besteht, welches dergestalt weniger starr als der Kern
ist, so dass diese Hülse
am Kern auf eine Weise abnehmbar befestigt ist, welche gestattet,
dass die langgestreckte Hülse
axial und umfänglich
in Bezug auf den Kern dergestalt befestigt wird, dass sie im Betriebszustand
sicher befestigt ist und wahlweise vom genannten Kern abgenommen werden
kann, so dass ermöglicht
wird, dass auf dem jeweiligen Kern mehrere Hülsen ausgetauscht werden können. Die
Hülse ist
beispielsweise mit einem Material überzogen, welches eine Härte im Bereich von
0–250
P&J, vorzugsweise
im Bereich von 5–40 P&J aufweist, wobei
jedoch ein Wert von annähernd 10
P&J noch stärker vorzuziehen
ist. Der Kern oder der Dorn kann weiterhin mindestens eine sich
in axialer Richtung erstreckende Bohrung und mindestens eine sich
in radialer Richtung erstreckende Bohrung enthalten, welche die
sich in axialer Richtung im Kern erstreckende Bohrung schneidet,
damit wahlweise der Oberfläche
des Kerns Druckluft zugeführt
werden kann, wobei die Hülse
dergestalt aus einem aufweitbaren Material gebildet ist, dass, wenn
die Druckluft zur Oberfläche
des Kerns geleitet wird, die Hülse, wenn
sie darauf befestigt ist, sich ausdehnt, so dass sie in Bezug auf
den Kern verschiebbar ist. Um die Positionierung der Hülse zu erleichtern,
kann eine Innenfläche
von einem oder mehrerer der jeweiligen Enden der Hülse nach
außen
hin verjüngt
sein. Als Alternative kann der Kern eine kegelstumpfförmige Außenfläche aufweisen,
während
die Hülse
eine im Wesentlichen komplementäre
kegelstumpfförmige Innenfläche dergestalt
aufweist, dass die Hülse
in axialer Richtung über
den Kern aufgebracht und in einer festgelegten Position befestigt
werden kann.
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Weiterhin
braucht nicht nur die Prägewalze aus
einem Kern und einer geeigneten Hülse gebildet werden, sondern
auch die dazu passenden Gegenwalzen, die Stützwalzen und die Klebstoff-Auftragswalzen, welche
häufig
bei Prägevorrichtungen
verwendet werden, können
so ausgebildet werden. Das bedeutet, dass ein System zum Prägen einer
im Wesentlichen fortlaufenden Materialbahn vorgestellt wird, welches
umfasst: ein Zuführungsmittel
für die Zuführung mindestens
einer dem Wesen nach fortlaufenden Materialbahn, ein Vorschubmittel
für den Vorschub
der dem Wesen nach fortlaufenden Materialbahn, ein Prägemittel
zum Prägen
eines vorher festgelegten Musters in das Material der Bahn und ein
Aufnahmemittel für
die Aufnahme der geprägten Materialbahn;
wobei mindestens eine Walze des Systems einen langgestreckten Kern
aus einem im Wesentlichen starren Material und eine langgestreckte
Hülse aus
einem Material, welches weniger starr als das des langgestreckten
Kerns ist, enthält
und wobei die langgestreckte Hülse
auf dem Kern dergestalt abnehmbar befestigt ist, dass diese langgestreckte
Hülse axial
und umfänglich
in Bezug auf den Kern befestigt ist, wenn sich dieser im Betriebszustand
befindet, und wahlweise vom Kern abgenommen werden kann.
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Weitere
Vorteile werden dadurch erreicht, dass ein System zum Prägen einer
im Wesentlichen fortlaufenden Materialbahn vorgestellt wird, welches die
Zuführung
der im Wesentlichen fortlaufenden Materialbahn und ein Mittel für den Vorschub
der im Wesentlichen fortlaufenden Materialbahn durch das System
hindurch umfasst. Ein derartiges System enthält einen Prägeabschnitt für das Prägen eines
vorher festgelegten Musters in die Materialbahn und eine Aufnahmevorrichtung
für die
Aufnahme der Materialbahn, wobei das Prägemittel mindestens einen langgestreckten
Kern oder Dorn aus einem im Wesentlichen starren Material und eine
gewisse Anzahl von (anggestreckten Hülsen mit je einem darin ausgeformten
Prägemuster
enthält
und wobei die langgestreckten Hülsen
untereinander austauschbar sind und wobei jede der langgestreckten
Hülsen
wahlweise am Kern befestigt wird, so dass ein vorher festgelegtes
Prägemuster
in der Materialbahn ausgeformt wird. Bei jeder der langgestreckten
Hülsen
wird ein vorher festgelegtes, darauf ausgeformtes Prägemuster
mittels eines Lasergravurverfahrens, vorzugsweise eines dreidimensionalen
Lasergravurverfahrens, ausgebildet, welches Prägeelemente liefert, die Flächen mit
kugelförmigen
Konturen auf im Wesentlichen gleichen oder auf selektive Weise festgelegten mehrfachen
Höhenniveaus
bezüglich
einer Bezugsebene aufweisen, wobei die Hülsen auf die weiter oben dargestellte
Art und Weise wahlweise auf dem Kern positioniert werden.
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Diese
sowie weitere Ziele der vorliegenden Erfindung werden aus der nachfolgenden
ausführlichen
Beschreibung der Erfindung deutlich, wenn diese unter Einbeziehung
der zahlreichen Abbildungen durchgelesen wird.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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1 ist
eine schematische Ansicht einer Apparatur des Standes der Technik,
an welche die vorliegende Erfindung auf einfache Weise angepasst werden
kann.
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2 ist
eine in Längsrichtung
verlaufende Schnittdarstellung einer Prägewalze gemäß der vorliegenden Erfindung.
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3A ist
eine in Längsrichtung
verlaufende Schnittdarstellung der Prägewalze von 2,
in welcher die Prägehülse in einer
teilweise zusammengebauten Position veranschaulicht wird.
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3B ist
eine Darstellung eines Prägemusters,
welches durch die Prägewalze
der 2 und 3A ausgebildet wurde.
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4 ist
eine in Querrichtung verlaufende Schnittdarstellung der in 3A dargestellten
Prägewalze
längs der
Linie 4-4.
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5 ist
eine schematische Darstellung eines Prozesses der Laserbehandlung,
welcher aus geführt
werden kann, um ein vorher festgelegtes Prägemuster in die erfindungsgemäße Hülse einzugravieren.
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6A ist
eine schematische Darstellung von Prägeelementen, welche durch Verfahren
der nicht dreidimensionalen Gravur gebildet wurden.
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6B ist
eine schematische Darstellung von Prägeelementen, welche durch Verfahren
der dreidimensionalen Gravur gebildet wurden.
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7 ist
eine Draufsicht auf ein Prägeelement,
welches durch ein dreidimensionales Lasergravurverfahren gebildet
wurde.
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7A ist
ein Aufriss der Schnittfläche
des Prägeelementes
von 7 längs
der Linie A-A von 7.
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7B ist
ein Aufriss der Schnittfläche
des Prägeelementes
von 7 längs
der Linie B-B von 7.
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7C ist
ein Aufriss der Schnittfläche
des Prägeelementes
von 7 längs
der Linie C-C von 7.
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7D ist
ein Aufriss der Schnittfläche
des Prägeelementes
von 7 längs
der Linie D-D von 7.
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7E ist
ein Aufriss der Schnittfläche
des Prägeelementes
von 7 längs
der Linie E-E von 7.
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7F ist
ein Aufriss der Schnittfläche
des Prägeelementes
von 7 längs
der Linie F-F von 7.
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Ausführliche
Beschreibung der Erfindung
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Die
Erfindung soll nunmehr unter Bezugnahme auf die verschiedenen Abbildungen
mit größerer Ausführlichkeit
beschrieben werden. Zunächst
zeigt 1 nur eines von mehreren Prägesystemen, an welche die vorliegende
Erfindung auf einfache Weise angepasst werden kann. Dieses Prägesystem
wird in der Form veranschaulicht, dass es nicht nur eine Präge- und
Stützwalze,
sondern auch Klebstoffaufbringvorrichtungen sowie eine zugehörige Gegenwalze enthält. Auch
hier wird das System lediglich als ein Beispiel dargestellt, auf
welches die vorliegende Erfindung Anwendung finden kann. Dieses
System enthält
eine im Wesentlichen fortlaufende erste Materialbahn 10,
welche in Richtung des Pfeiles 12 um eine erste Gummistützwalze 14 herum
gerichtet ist. Eine zweite Bahn 16 aus einem im Wesentlichen
fortlaufenden Material wird auf ähnliche
Weise über
eine zweite Stützwalze 18 in
Richtung des Pfeiles 20 vorgeschoben. Die Bahn 10 wird
durch das System derart vorgeschoben, dass sie über eine Fläche der Walze 14 zu
einem Prägezwischenraum 22 vorgeschoben
wird, in welchem die Bahn 10 durch das Prägemuster 24 der
Prägewalze 26 ihre
Prägung
erfährt durch
eine Kraft, die zwischen den Walzen in der weiter oben dargestellten
Art und Weise ausgeübt
wird. Die sich ergebende geprägte
Bahn 28 ist ausgestattet mit nach oben stehenden Abquetschflächen 30 und
vertieften Flächen 32 entsprechend
dem Prägemuster,
das auf der Prägewalze 26 ausgeformt
ist. In ähnlicher
Weise wird die zweite Bahn 16 in einem Zwischenbereich 36,
welcher zwischen der Stützwalze 18 und
der Prägewalze 34 vorhanden
ist, geprägt. Auf
diese Weise wird eine zweite geprägte Bahn 38 hergestellt,
welche alternierende abstehende Abquetschflächen 40 und vertiefte
Flächen 42 entsprechend
dem Prägemuster
aufweist, welches auf der Prägewalze 34 ausgebildet
ist.
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Die
Oberfläche
einer der geprägten
Bahnen 28 oder 38 wird mit einem Klebstoff versehen,
welcher in der bekannten Art und Weise zugeführt und ganz allgemein mit 48 bezeichnet
wird, wobei dieser Klebstoff entweder überall oder in einem Muster
auf eine der Bahnen aufgebracht werden kann. Der Klebstoff wird
auf die Bahn nur an den abstehenden Abquetschflächen und nur in sehr geringer
Menge aufgebracht. Die geprägten
Bahnen werden am offenen Zwischenraum 50 zwischen den Prägewalzen 26 und 34 zusammengeführt, wobei
die abstehenden Abquetschflächen 30 und 40 aneinander
anliegend angeordnet werden. Der von der Aufbringvorrichtung 48 aufgebrachte
Klebstoff ist nicht ausreichend, um die Bahnen an dieser Stelle
zusammen zu laminieren, weil nämlich
der Zwischenraum zwischen den Prägewalzen 26 und 34 offen
gehalten wird, um eine Beschädigung
der Prägewalze
zu verhindern. Es muss bemerkt werden, dass das hier weiter oben
beschriebene System lediglich an Hand eines Beispiels dargestellt
ist und dass jedes beliebige Prägesystem
die vorliegende Erfindung in einer Art und Weise einbeziehen kann,
die weiter unten ausführlicher
beschrieben wird.
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Unter
weiterer Bezugnahme auf die 1 läuft der
teilweise laminierte Bogen 52 um die Prägewalze 26 herum,
und die Bahnen 28 und 38 werden am Zwischenraum 54 zwischen
der Prägewalze 26 und
der Gegenwalze 56 laminiert. Die Gegenwalze 56 kann
mit abstehenden Abquetschflächen
und vertieften Flächen
von jedem gewünschten
Muster ausgestattet sein, jedoch ist dies nicht für alle Prozesse erforderlich.
Wiederum wird das vorangegangene System lediglich an Hand eines
Beispiels dargestellt, wobei die verschiedenartigen Bestandteile
des Prägesystems
angeführt
werden, welche das Wesen der vorliegenden Erfindung aufnehmen und
weiter unten ausführlicher
beschrieben werden. Ein weiteres Prägesystem, welches auf einfache
Weise so angepasst werden kann, dass es das Wesen der vorliegenden Erfindung
einbezieht, ist jenes System, welches in der Anmeldung zum US-Patent,
Serien-Nr. 619.806, dargestellt wird, welches am 20. März 1996
angemeldet und an den Erwerber der Rechte an der vorliegenden Erfindung
erteilt worden ist.
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Unter
Betrachtung des Vorangegangenen soll nunmehr eine Prägewalze
für die
Verwendung in dem oben erwähnten
Prägesystem
nachfolgend ausführlicher
beschrieben werden. Es muss eingangs bemerkt werden, dass ein Dorn ähnlich demjenigen, der
im US-Patent Nr. 4.144.813 dargestellt ist und von Strachan and
Hanshaw Machinery Inc. hergestellt wird, für die Aufnahme der Hülse verwendbar ist,
welche gemäß der vorliegenden
Erfindung ausgeführt
ist und nachfolgend ausführlich diskutiert wird;
jedoch wird dieser Dorn lediglich als Beispiels dargestellt, und
jeder ähnliche
Dorn oder Kern kann im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung verwendet
werden.
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Die
Prägehülse 100 kann
aus einer in radialer Richtung verlaufenden inneren Schale 102 bestehen,
welche von einer nachgiebigen Außenschicht 103 umgeben
ist. Eine Außenfläche 104 der
Außenschicht 103 wird
in geeigneter Weise mit einem Prägemuster
graviert. Die Hülse
ist vorzugsweise auf eine Art und Weise graviert, die nachfolgend
noch beschrieben wird, und enthält
Mehrfachniveaus von Prägeelementen,
wobei derartige Elemente dergestalt angeordnet werden können, dass
das Prägemuster
geschaffen wird, welches in 3B dargestellt
ist und im US-Patent Nr. 5.436.057 ausführlich erläutert wird, welches am 25.
Juli 1995 veröffentlicht und
an einen Erwerber der Rechte an der vorliegenden Erfindung erteilt
worden ist und dessen Inhalt als Referenz hier einbezogen wird.
Die Hülse
kann aus jedem geeigneten Material wie beispielsweise einer Metalllegierung,
Glasfasermaterial, Kunststoff, Kevlar oder weiteren geeigneten Materialien
bestehen, welche mit einer Schicht aus vulkanisiertem Gummi, die
eine Dicke von 0,127 cm bis 1,27 cm (0,050'' bis 0,5'') aufweist, überzogen sind. Weiterhin kann
der äußere Überzug aus
jedem beliebigen Material bestehen, welches Metalllegierungen, Keramik-
oder Polymermaterial oder faserverstärkte Kunstharze einschließt, welche
auch für
das Eingravieren eines Prägemusters
geeignet sind. Ferner braucht die Hülse nicht mit einem zweiten
Material überzogen
werden, sondern kann selbst aus einem der oben erwähnten Materialien
bestehen, welche für
die Aufnahme eines Prägemusters
geeignet sind. Das äußere Material
der Hülse,
welches vorzugsweise vulkanisierter Gummi ist, weist eine P&J-Härte im Bereich
von 0–250,
vorzugsweise 5–40
auf, wobei jedoch ein Wert von annähernd 10 noch stärker vorzuziehen
ist. Die radial verlaufende Innenfläche 105 der inneren
Schicht 102 weist eine leicht kegelstumpfförmige Verjüngung auf,
wobei diese Verjüngung
in den Abbildungen leicht übertrieben
dargestellt ist und die Außenfläche 104 der äußersten
Prägeelemente
der Hülse
einen im Wesentlichen gleichbleibenden Durchmesser aufweisen. Ferner
kann die Hülse
einen im Wesentlichen konstanten inneren Durchmesser aufweisen,
solange die Hülse
von einem Dorn mit konstantem Dorndurchmesser aufgenommen werden
kann.
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Die
Prägewalzenhülse 100 wird
vom Dorn oder Kern 106 aufgenommen und ist fest auf diesem angebracht.
Der Dorn 106 kann entweder hohl oder massiv sein, solange
der Dorn im Wesentlichen nicht zusammendrückbar ist. Der Dorn enthält einander gegenüberliegende
Enden 108 und 109, welche miteinander durch ein
Rohr 107 verbunden sind. Auch ist im Dorn 106 ein
Luftdurchgang 112 vorhanden, welcher unter Druck stehende
Luft zu einer Außenfläche 114 des
Dorns 106 führt.
Im Ende 109 des Dorns 106 ist weiterhin eine Bohrung 116 ausgebildet,
welche darauf ein Anschlussstück 118 für die Aufnahme von
Luft mit einem hohen Druck aus einer Druckquelle auf weist. Der Luftdruck
kann in einem Bereich von 80 bis 300 PSI (5,62 bis 21,1 kg/cm2) liegen, wobei jedoch der spezifische Druck
von dem Material abhängig
ist, aus dem die Hülse
hergestellt ist. Die Signifikanz dessen wird aus der nachfolgenden
Diskussion deutlich.
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Am
Luftdurchgang 112 ist eine Scheibe 122 befestigt,
welche mindestens einen, vorzugsweise jedoch eine gewisse Anzahl
von darin ausgebildeten, sich in radialer Richtung erstreckender
Luftdurchgängen 124 aufweist.
Diese sich in radialer Richtung erstreckenden Luftdurchgänge verlaufen
durch das Rohr 107 und erstrecken sich nach außen zur
Außenfläche 114 des
Dorns 106. Die Außenfläche des Dorns
kann ferner auch eine auf dem Umfang befindliche Rille 125 aufweisen,
welche eine Breite von annähernd
0,1588 cm–0,4763
cm (0,0625–0,1875'') und eine Tiefe von annähernd 0,1588
cm–0,4763
cm (0,0625–0,4763'') hat und welche die sich in radialer Richtung
erstreckenden Durchgänge 124 an
der Oberfläche
des Dorns verbindet. Diese Merkmale sind am besten in 4 dargestellt.
Wie aus 4 ersichtlich ist, enthält die Scheibe 122 eine
Anzahl von sich in radialer Richtung erstreckenden Durchlässen 124,
welche sich durch das Rohr 107 zu der sich auf dem Umfang
befindlichen Rille 125 erstrecken, die in der Außenfläche 114 der
Scheibe 122 ausgebildet ist.
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Nunmehr
soll Bezug auf die 3 genommen werden.
Hier wird die Hülse 100 leicht über eine beträchtliche
Entfernung längs
der Länge
des Dorns 106 positioniert, bevor die eingeschränkte Bewegung beginnt.
Diese ist die Position, die im Wesentlichen in 3 dargestellt
ist. Wenn diese Position erreicht worden ist, wird die unter einem
Druck im Bereich von 5,62 bis 21,1 kg/cm2 (80
bis 300 PSI) stehende Luft dem mittleren Durchgang 112 zugeführt und
anschließend
durch die sich in radialer Richtung befindlichen Durchgänge 124 herausgepresst
und in den Raum zwischen der Außenfläche 114 des
Dorns 106 und einer innersten Oberfläche 105 der Hülse 100 hinein.
Diese unter Druck stehende Luft dehnt die nachgiebige Hülse in einer
Art und Weise aus, dass die Hülse
in die Lage versetzt wird, sich längs der Länge des Dorns 106 bis
zur völlig
eingeschobenen Position, welche in 2 dargestellt
ist, zu bewegen. Sobald sie in dieser Position ist, wird die zum
Durchgang 112 geleitete Druckluft dergestalt gestoppt, dass
sich die Hülse
zusammenzieht und in dieser Position auf dem Dorn 106 festsitzt.
Hat sich erst einmal das Druckluftpolster zwischen dem Dorn 106 und
der Hülse 100 abgebaut,
sitzt die Hülse 100 sowohl
axial als auch umfänglich
in Bezug auf den 106 Dorn fest. In dieser Hinsicht kann
die nunmehr gebildete Prägewalze
in einem System, welches ähnlich
dem oben dargestellten ist, dazu verwendet werden, ein Prägemuster
in einer Materialbahn auszubilden. Wenn es gewünscht wird, das gerade laufende
Prägemuster zu
wechseln, kann die unter Druck stehende Luft erneut dem Durchgang 112 zugeführt werden,
um auf diese Weise ein Luftpolster zwischen dem Dorn 106 und
der Hülse 100 zu
schaffen. Sobald ein ausreichendes Luftpols ter erzeugt worden ist,
kann die Hülse
leicht in axialer Richtung in Bezug auf den Dorn gleitbar sein und
auf eine Art entfernt werden, welche der Art des Einbaus entgegengesetzt
ist. Wenn sie entfernt worden ist, kann dann auf dem Dorn 106 eine
andere Hülse
auf die oben dargestellte Art und Weise aufgebracht werden. Es muss
jedoch darauf hingewiesen werden, dass eine gewisse Anzahl von Hülsen, welche
unterschiedlich ausgebildete Prägemuster
oder kein Muster aufweisen, leicht verfügbar sein sollte, so dass ermöglicht wird,
dass der Prägeprozess
mit verschiedenen saisonbedingten Waren sowie kundenspezifischen
Wünschen
ablaufen kann, ohne dass signifikante Verlustzeiten in Kauf genommen
werden müssen..
Ferner ist der Kostenaufwand, welcher mit jeder Prägehülse verbunden
ist, wesentlich geringer als der einer gesamten Prägewalze, welche
in herkömmlichen
Prägesystemen
verwendet wird. Um sicherzustellen, dass das Prägemuster mit dem Dorn einwandfrei
ausgerichtet ist, kann zusätzlich
ein Schlitz 128 im Rohr 107 für die Aufnahme eines Keils 130 der
Hülse 100 vorgesehen
werden. Dies wird in 4 veranschaulicht. Dies erfolgt
in der Weise, dass die Hülse
richtig mit dem Dorn in der Weise ausgerichtet wird, dass, falls
die Prägewalze in
einem System läuft,
in welchem angepasste oder aufeinander abgestimmte Prägewalzen,
von Punkt zu Punkt laufende Prägewalzen
oder ineinandergeschachtelt laufende Prägewalzen verwendet werden, die
Prägewalzen
sowie die geprägten
Bahnen zueinander korrekt ausgerichtet werden, wenn sie in dem System
laufen.
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Wie
bereits weiter oben bemerkt worden ist, kann die Prägehülse 100 aus
einer Metalllegierung, Polymeren, Glasfasermaterial, vulkanisiertem
Gummi, faserverstärkten
Kunstharzen, Kevlar oder anderen geeigneten Materialien bestehen,
welche eine im Wesentlichen zylindrische Hülse bilden können und ein Überzugsmaterial
wie beispielsweise einen auf ihr ausgebildeten Überzug aus vulkanisiertem Gummi
oder eine Metalllegierung, Keramik, Polymer, Glasfasermaterial,
Kevlar, vulkanisierten Gummi, faserverstärkte Kunstharze oder einen ähnlichen Überzug enthalten,
wobei jeder von ihnen fähig
ist, ein auf ihnen ausgebildetes Prägemuster zu tragen, falls dies
gewünscht
wird. Der Überzug
aus vulkanisiertem Gummi liegt vorzugsweise im Bereich von 0,0635
cm bis 1,27 cm (0,025'' bis 0,500'') und vorzugsweise bei 0,3175 cm (0,125'') und wird anschließend mit einem Laser graviert,
um darauf ein gewünschtes
Prägemuster
zu erhalten. Dieses mittels Laser eingravierte Muster kann in einer
Art ausgeführt
werden, wie sie in 5 dargestellt und weiter oben
ausführlich
beschrieben worden ist.
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Zunächst muss
bemerkt werden, dass bei der Ausbildung des Prägemusters bei der mit Hülse versehenen
Walze jede bekannte Gravurtechnik angewandt werden kann; jedoch
wird die Lasergravurtechnik, welche weiter unten mit Bezug auf die 5 im
Detail beschrieben wird, bevorzugt und an Hand eines Beispiels dargestellt.
Wie in 5 dargestellt ist, ist eine Hülse 200, welche eine nachgiebige
Außenfläche 202 aufweist,
lösbar
auf einem Dorn 204 zum Zweck des Gravierens der Walze befestigt.
Ein Laser 210 ist vorhanden, welcher ein geeignetes Steuersystem 212 aufweist,
um ein Prägemuster über die
Länge und über den
Umfang der Walze aufzubringen. Der Laser richtet Energie in Form
eines Lichtstrahls hoher Intensität auf die Oberfläche, wobei
ausgewählte
Bereiche der nachgiebigen Außenfläche 202 so
weggebrannt werden, dass darauf ein Prägemuster gebildet wird. Das
Lasersystem kann ähnlich
demjenigen sein, welches zur Ausbildung von Mustern in Druckplatten
für Druckverfahren
verwendet wird. Der Laser wird Bereiche des Überzugmaterials an vorher festgelegten
Flächen
längs der Länge der
Walze bei sich periodisch drehender Walze wegbrennen, um den vertieften
Bereich über
den Umfang der Walze auszubilden. Eine Drehvorrichtung 214 ist
für das
periodische Drehen der Walze vorhanden, was durch den Steuermechanismus 212 gesteuert
wird. Die Steuervorrichtung 212 betätigt auf selektive Weise den
Walzenantrieb, um so das gewünschte
Prägemuster
auf dem äußeren Umfang der
Hülse 200 auszubilden.
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Vorzugsweise
gelangt eine dreidimensionale Lasergravurtechnik auf der nachgiebigen
Oberfläche zur
Anwendung, so dass eine Prägewalze
mit Prägeelementen
hergestellt wird, welche gekrümmte
Seitenwände,
kugelförmige
Oberflächen
und/oder mehrfache Erhöhungen
aufweisen, wodurch ein Erzeugnis gebildet wird, welches eine ausreichende
Konturentreue der Prägung,
hohe Weichheit, Saugfähigkeit,
Festigkeit, ästhetisches
Aussehen, Textur usw. aufweist. Die dreidimensionale Lasergravurtechnik nimmt
weniger Zeit in Anspruch und ist weniger kostenaufwendig als die
gegenwärtig üblichen
Techniken, welche für
die Ausbildung von Mustern auf im Wesentlichen starren Oberflächen angewendet
werden. Darüber
hinaus ermöglicht
die Musterausbildung auf einer nachgiebigen Walze unter Verwendung
der dreidimensionalen Lasergravur, dass alle Vorteile der angepassten
nachgiebigen bis zur starren Prägung
genutzt werden wie z. B.. eine verminderte Abnutzung der starren
Walze, während
dabei noch ein Erzeugnis mit signifikanter Konturentreue der Prägung und
Weichheit erhalten wird. Das bedeutet, dass die dreidimensionale
Lasergravur konturengetreue Prägeelemente
erzeugt, welche gekrümmte
Seitenwände,
kugelförmige
Oberflächen und/oder
mehrfache Erhöhungen
aufweisen, wobei alle diese bei Druckverfahren nicht notwendig oder wünschenswert
sind, wenn sie aber in einem Prägeprozess
verwendet werden, ergeben sie ein Erzeugnis mit signifikanter Konturentreue
der Prägung
und hoher Weichheit, Saugfähigkeit,
Festigkeit, ästhetischem
Aussehen und Textur.
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Während Lasergravurtechniken,
die nicht dreidimensional sind, angewandt werden können, um
die oben beschriebene Prägewalze
zu gravieren, erfordert die Herstellung von Prägeelementen mit mehrfachen
Erhöhungen
und abgerundeten Oberflächen,
dass mehrfache Durchläufe
des Lasers über die
nachgiebige Oberfläche
stattfinden. Während
es möglich
ist, die Ecken eines Prägeelemen tes
unter Verwendung einer nicht dreidimensionalen Lasergravur anzufassen,
wodurch ein pseudoabgerundetes Prägelement entsteht, kann eine
solche Art der Materialwegnahme bei Stahl nur erreicht werden unter Anwendung
einer Technik der Oberflächenbehandlung,
welche die manuelle Bürstenbehandlung
eines jeden Prägeelementes
nach erfolgter herkömmlicher chemisch-mechanischer Gravur
beinhaltet, welche genau wie der Bedarf an mehrfachen Durchläufen des
Lasers zu einem Verfahren führt,
welches einen höheren
Kosten- und Zeitaufwand hat und daher kostenintensiver ist. Derartige
nicht mit einem dreidimensionalen Laser gravierte Elemente sind
generell in 6A dargestellt. Wie aus diesen
Elementen ersichtlich ist, sind die Kanten, auch wenn sie angefast sind,
im Allgemeinen winklig und nicht gekrümmt. Übrigens bilden die nicht dreidimensionalen
Lasergravurtechniken keinen Bestandteil dieser Erfindung, um deren
Schutz ersucht wird. Folglich wird die Gravur, welche gemäß der vorliegenden
Erfindung ausgeführt
wird, auf dreidimensionale Art ausgeführt, wodurch formgetreue Prägeelemente
gebildet werden, die gekrümmte
Seitenwände,
kugelförmige Oberflächen und
mehrfache Erhöhungen
aufweisen, wie dies in der 6B und
den 7–7F dargestellt
ist.
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Es
soll nun auf die 7–7F Bezug
genommen werden. Die besonderen Vorteile der Anwendung der dreidimensionalen
Lasergravurtechnik sollen im Detail dargestellt werden. Wie aus 7 ersichtlich
ist, zeigt diese Abbildung eine Draufsicht auf ein formgetreues
Prägeelement,
welches mittels eines dreidimensionalen Lasers graviert wurde und
gekrümmte
Seitenwände,
kugelförmige
Oberflächen sowie
mehrfache Erhöhungen
aufweist.
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Unter
Bezugnahme auf die 7A bis 7C, zeigen
diese Abbildungen die durch Schnitt längs der Linien A-A bzw. bis
C-C gebildeten Schnittflächen
des Prägeelementes 300.
Mit Bezug auf die 7B zeigt diese Abbildung den
Schnitt längs
der Linie B-B von 7, bei welchem die Seitenwände 302 und
die obere Wand 304 des Prägeelementes in diesem Bereich
im Wesentlichen linear sind, jedoch, wie einer jeden der 7A und 7C entnommen werden
kann, die Seitenwände 302 auf
jegliche Art und Weise durch den dreidimensionalen Lasergravurprozess
formgetreu ausgebildet sein können,
so dass gekrümmte
Seitenwände
sowie im Wesentlichen kugelförmige
Oberflächen
erhalten werden. Es kann durchweg eingeschätzt werden, dass der dreidimensionale
Lasergravurprozess unter der Anwendung von Software ausgeführt wird,
welche auf einfache Weise entwickelt werden kann, um Prägeelemente
von jeder gewünschten
Konfiguration zu formen. Wie weiter oben dargestellt worden ist,
wird die Ausbildung von gekrümmten
Seitenflächen
und kugelförmigen
Oberflächen
sowie mehrfachen Erhöhungen
weder gewünscht
noch angewendet, wenn Walzen für
Druckprozesse geformt werden. Derartige Konfigurationen treten nur
hervor, wenn Prägerollen in
der oben dargestellten Art geformt werden.
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Es
soll nunmehr Bezug auf die 7E bis 7F genommen
werden. Diese Abbildungen zeigen ebenfalls Schnittflächen, welche
durch Schnitt längs
der Linien D-D bis F-F gebildet werden. Auch hier, wie in 7E dargestellt,
sind die Seitenwände 302 des
Prägeelementes
im Wesentlichen linear, während
die in den 7D und F dargestellten Seitenwände 302 gekrümmt sind.
Weiterhin sollte bemerkt werden, dass Veränderungen an den gekrümmten Seitenwänden 302,
falls diese gewünscht werden,
auf einfache Weise erreicht werden können, wie dies der 7D entnommen
werden kann.
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Es
muss angemerkt werden, dass, während sich
die vorangegangene Darstellung auf eine Prägewalze bezieht, jede der Walzen,
die in einer Prägeapparatur
verwendet werden einschließlich
der Stützwalzen,
Klebstoffauftragswalzen, Gegenwalzen und jeglicher weiterer Walzen,
welche im System verwendet werden, aus Hülsen bestehen kann, die auf
einem Dorn auf die oben dargestellte Art und Weise aufgebracht werden.
Während
die weiter oben dargestellte bevorzugte Hülse eine äußere Oberfläche aus vulkanisiertem Gummi
besitzt, kann darüber
hinaus jedes geeignete Material verwendet werden, solange die Hülse auf
einfache Weise vom Dorn abgenommen werden kann und mit anderen Hülsen auf die
oben dargestellte Art und Weise austauschbar ist.
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Ein
weitere Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass die
Hülsen,
welche in Übereinstimmung
mit jenen, die weiter oben dargestellt worden sind, geformt worden
sind, dahingehend wiederverwendbar sind, dass das vorher auf der
Oberfläche
eingravierte Muster entfernt und ein nachfolgendes Muster auf diese
mittels Laser eingraviert werden können. Folglich wird eine beträchtliche
Einsparung bei den Herstellungskosten dadurch realisiert, dass die
Hülsen
wieder verwertbar sind. Sollte ferner die Hülse einer Prägewalze,
Stützwalze,
Gegenwalze oder einer Klebstoffauftragswalze beschädigt werden,
kann die Hülse
auf einfache Weise ersetzt werden, wodurch die Ausfallzeit der Apparatur
gesenkt wird, und die Hülse
kann auf einfache Weise repariert werden, wodurch der Müllanfall
sowie die Gesamtherstellungskosten des Systems gesenkt werden. Das
bedeutet, dass die vorliegende Erfindung darauf abzielt, das Folgende
bereitzustellen: ein System für
das Prägen
einer im Wesentlichen fortlaufenden Materialbahn einschließlich eines
Zuführungsmittels
für die
Zuführung
von mindestens einer im Wesentlichen fortlaufenden Materialbahn,
ein Vorschubmittel für
den Vorschub der im Wesentlichen fortlaufenden Materialbahn, ein
Prägemittel
für das Prägen eines
vorher festgelegten Musters in die Materialbahn und ein Aufnahmemittel
für die
Aufnahme der geprägten
Materialbahn; wobei mindestens eine Walze des Systems einen langgestreckten
Kern enthält,
welcher aus einem im Wesentlichen starren Material besteht, und
eine langgestreckte Hülse
enthält, welche
aus einem Material gebildet wird, welches weniger starr als das
des langgestreckten Kerns ist, und wobei die langgestreckte Hülse abnehmbar
auf dem Kern auf eine solche Art angebracht ist, dass die langgestreckte
Hülse axial
und umfänglich
in Bezug auf den Kern befestigt ist, wenn sich dieser im Betriebszustand
befindet und wahlweise in axialer Richtung vom Kern abgenommen werden
kann. Weiterhin ermöglicht
die Verwendung der Hülsen
Probeläufe von
unterschiedlichen Mustern, welche ausgeführt werden sollen, während dabei
die Kosten und die Dauer minimiert werden, die mit derartigen Probeläufen im
Zusammenhang stehen.
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Ferner
wird mit dem weiter oben dargestellten Hülsen- und Dornsystem die Lagerhaltung
minimiert. Das bedeutet, dass zahlreiche Hülsen mit nur wenigen Dornen
ausgetauscht werden können.,
wobei die Hülsen
in einer senkrechten Position gelagert werden, was besser als in
einer waagerechten Lage ist, welche beträchtlich mehr Platz in Anspruch nimmt.
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Obwohl
die vorangegangene Erfindung unter Bezug auf die spezielle Konfiguration
von Dorn und Hülse
beschrieben worden ist, kann wiederum jeder geeignete Dorn oder
Kern für
die Aufnahme einer Hülse
in Verbindung mit der vorliegenden Erfindung verwendet werden, so
dass die zuvor erwähnten
Vorteile gegenüber
dem Stand der Technik erzielt werden.