DE69734372T2 - Fahrzeugrücksitz - Google Patents

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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft einen Fahrzeugrücksitz mit einer Sitzlehne, die in einem hinteren Bereich eines Sitzkissens vorgesehen ist, das von einem erhöhten Stufenbereich eines gestuften Bodens getragen wird, derart, dass die Sitzlehne aufgestellt und umgelegt werden kann. Wenn die Sitzlehne umgelegt ist, kann die rückwärtige Fläche der Sitzlehne als Gepäck tragende Bodenfläche verwendet werden.
  • Es sind verschiedene Fahrzeugrücksitze bekannt, bei denen eine Sitzlehne an einem hinteren Bereich eines Sitzkissens angeordnet ist, das von einem erhöhten Stufenbereich eines gestuften Bodens getragen wird, derart, dass die Sitzlehne aufgestellt und nieder gelegt werden kann und bei denen das Sitzkissen nach oben schwingt mit einem vorderen Bereich, der nach unten zeigt, und die Sitzlehne nach vorne gelegt wird, wobei die rückwärtige Fläche der Sitzlehne als eine Gepäck tragende Bodenfläche verwendet werden kann, wie zum Beispiel in der japanischen Offenlegungsschrift Hei 3-189245 offenbart.
  • Ein anderer Rücksitz dieser Art ist ebenso in der DE 27 25 001 A offenbart, die als nächst kommender Stand der Technik angesehen wird.
  • Jedoch hat ein derartig konventioneller Fahrzeugrücksitz folgende Nachteile. Zum Beispiel bleibt, wenn das Sitzkissen nach oben schwingt, wobei sein vorderer Bereich nach unten zeigt, ein Zwischenraum zwischen dem Sitzkissen und der vorderen Wandfläche des erhöhten Stufenbereichs des Bodens, so dass das Sitzkissen nicht fest in einem genau aufgerichteten Bereich gehalten wird. Wenn eine schnelle oder eine Notbremsung erfolgt oder das Fahrzeug erfährt einen Stoß aus einer vorderen Richtung, so dass sich ein Gepäckstück auf der Gepäck tragenden Bodenfläche nach vorne bewegt, kann das Gepäckstück, wenn es klein ist, in den Zwischenraum fallen und, wenn es groß ist, kann es eine große Belastung auf einen Vordersitz ausüben, der das Sitzkissen in der aufrechten Position hält, wodurch das Fahren behindert wird. Um diese Nachteile zu beseitigen, ist es notwendig verstärkende Elemente, wie zum Beispiel ein Gurt, eine Bindung oder dergleichen, vorzusehen, um das Sitzkissen in der aufrechten Position zu befestigen, wodurch ein anderer Nachteil bzgl. einer Strukturkomplizierung verursacht wird.
  • Demgemäß ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen Fahrzeugrücksitz zu schaffen, bei dem, wenn eine Sitzlehne, die an einem hinteren Bereich eines Sitzkissens vorgesehen ist, nach vorne umgelegt wird, um die hintere Fläche der Sitzlehne als eine Gepäck tragende Bodenfläche zu benutzen, ein aufrechtes Kissenelement verlässlich ein Gepäckstück, das auf der Gepäck tragenden Bodenfläche positioniert ist, empfängt und stoppt, wenn sich das Gepäckstück aus irgendeinem Grund nach vorne bewegt. Dabei wird die Gefahr eliminiert, dass eine große Belastung auf einen Vordersitz übertragen wird und die Gefahr, dass das Gepäckstück in den vorderen Bereich der Gepäck tragenden Bodenfläche fallen wird, selbst wenn es ein kleines Stück ist, und weiterhin ist kein zusätzliches verstärkendes Element notwendig, um das Sitzkissen in einer stabilen aufrechten Position zu halten, wodurch ein einfacher Strutkuraufbau und eine kostengünstige Produktion möglich ist.
  • Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
  • Erfindungsgemäß ist ein Fahrzeugrücksitz vorgesehen mit einer Sitzlehne, die an einem hinteren Bereich eines Sitzkissens vorgesehen ist, das von einem erhöhten Stufenbereich eines gestuften Bodens getragen wird, derart, dass die Sitzlehne in der Lage ist, eine angehobene Position und eine abgesenkte Position einzunehmen, in der eine rückwärtige Fläche der Sitzlehne eine Gepäck tragende Bodenfläche wird. Ein unteres Kissen wird von einer oberen Fläche des erhöhten Stufenbereichs getragen. Das Sitzkissen hat ein oberes Kissen, das auf das untere Kissen gelegt werden kann, und einen gelenkartigen Verbindungsmechanismus, der zwischen einer normalen Position, in der das obere Kissen auf dem unteren Kissen abgestützt ist, und einer aufgerichteten Position, in der das obere Kissen nach oben geschwungen ist, wobei sein vorderer Bereich nach unten zeigt, und in der eine rückwärtige Fläche des oberen Kissens gegen eine vordere Wandfläche des erhöhten Stufenbereichs des gestuften Bodens stößt und sich an dieser abstützt, wechselbar ist. Der gelenkartige Verbindungsmechanismus kann ein erstes Gelenk, das an einem seiner Enden mit dem gestuften Boden verbunden ist, und ein zweites Gelenk haben, das mit seinem einen Ende an dem anderen Ende des ersten Gelenks verbunden ist, wobei das andere Ende des zweiten Gelenks mit einem Sitzrahmen verbunden ist. Wenn das obere Kissen in der aufgerichteten Position ist, können das erste und das zweite Gelenk in einer Ausnehmung, die in einem vorderen Bereich des unteren Kissens ausgebildet ist, empfangen werden, derart, dass das erste Gelenk und das zweite Gelenk im Wesentlichen geradlinig entlang einer Bodenfläche verlaufen.
  • Wenn die Sitzlehne nach vorne umgelegt ist, um ihre rückwärtige Fläche als Gepäck tragende Bodenfläche zu benutzen, wird das obere Kissen verlässlich ein Gepäckstück aufnehmen und stoppen und verhindern, das eine große Belastung auf den Vordersitz übertragen wird, wenn sich das Gepäckstück auf der Gepäck tragenden Bodenfläche nach vorne bewegt. Der Rücksitz der vorliegenden Erfindung eliminiert ebenfalls im Wesentlichen die Gefahr, dass ein Gepäckstück in einen Zwischenraum vor die Boden tragende Bodenfläche fällt, selbst wenn es ein kleines Stück ist. Weiternoch, da der Rücksitz keine zusätzlichen verstärkenden Elemente benötigt, um das Sitzkissen in einer aufgerichteten Position zu halten, kann die Konstruktion vereinfacht und die Produktionskosten können reduziert werden.
  • Die vorhergehende und weitere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der folgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels mit Bezug zu den begleitenden Zeichnungen verdeutlicht, worin ähnliche Zeichen verwenden werden, um ähnliche Elemente zu repräsentieren und worin:
  • 1 eine Ansicht eines bevorzugten Ausführungsbeispiels eines Fahrzeugrücksitzes der vorliegenden Erfindung ist,
  • 2 eine perspektivische Explosionsdarstellung des in 1 gezeigten Verbindungsmechanismuses, und
  • 3 eine perspektivische Darstellung eines Rücksitzes, in der eine aufgerichtete Position eines zweiten Sitzkissens illustriert ist.
  • Eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird im Folgenden detailliert mit Bezug zu den anliegenden Zeichnungen beschrieben. Gemäß der Ausführungsform ist jede Sitzlehne und Sitzkissen eines Fahrzeugrücksitzes in zwei Teile mit einer Breite von 6:4 geteilt, d. h., eine 60%–40% Teilung.
  • Mit Bezug zu 1 ist ein Sitzkissen 1 auf einem erhöhten Stufenbereich 21 eines gestuften Bodens 20 abgestützt und eine Sitzlehne 2 ist an einem hinteren Bereich des Sitzkissens 1 vorgesehen, derart, dass die Sitzlehne 2 zwischen einer angehobenen und einer abgesenkten Position bewegt werden kann. Das Sitzkissen 1 und die Sitzlehne 2 haben jeweils einen breiten Abschnitt und einen schmalen Abschnitt (geteilt im Verhältnis 6:4), die wie in 3 gezeigt Seite an Seite angeordnet sind. Die untenstehende Beschreibung wird hauptsächlich in Verbindung mit den breiten Abschnitten gemacht, da die breiten und schmalen Abschnitte im Wesentlichen den gleichen Aufbau haben, mit Ausnahme der Breite. Wenn die Sitzlehne 2 nach vorne niedergelegt wird, kann die rückwärtige Fläche der Sitzlehne 2 als eine Gepäck tragende Bodenfläche benutzt werden. Die Grundstruktur dieser Sitzlehne entspricht im Wesentlichen einer Sitzlehne gemäß dem Stand der Technik.
  • Das Sitzkissen 1 weist ein oberes Kissen 1b auf und ist über ein unteres Kissen 1a gelegt, das auf einer oberen Fläche des erhöhten Stufenbereichs 21 des Bodens 20 abgestützt ist. Die rückwärtige Fläche des oberen Kissens 1b und das untere Kissen 1a sind mit dem gleichen Teppichmaterial wie der Boden bezogen. Unterhalb des Bodens des unteren Kissens 1a ist an dem erhöhten Stufenbereich 21 des gestuften Bodens 20 eine Ausnehmung 4 ausgebildet, die Befestigungsvorsprüngen 23 eines Verbindungsmechanismuses entsprechen, die sich von vorne nach hinten nahe an gegenüberliegenden Seitenenden eines vorderen halben Bereichs des erhöhten Stufenbereichs 21 erstrecken. Bereiche des unteren Kissens 1a, die den Befestigungsvorsprüngen 23 des Verbindungsmechanismuses entsprechen, haben eine verringerte Dicke. Jeder dünne Bereich des unteren Kissens 1a hat eine Befestigungsausnehmung 3 des Verbindungsmechanismuses, die sich von vorne nach hinten zur vorderen Kante des unteren Kissens 1a erstreckt, die im Wesentlichen mit der vorderen Kante des erhöhten Stufenbereichs 21 übereinstimmt.
  • Bezugszeichen 10 repräsentiert einen gelenkartigen Verbindungsmechanismus, der das obere Kissen 1b mit dem erhöhten Stufenbereich 21 des gestuften Bodens 20 verbindet. Der gelenkartige Verbindungsmechanismus 10 ermöglicht einen Wechsel zwischen zwei Positionen, das heißt, eine normale Position, in der die untere Fläche des oberen Kissens 1b auf der oberen Fläche des unteren Kissens 1a abgestützt ist, und eine aufgerichtete Position, in der das obere Kissen 1b nach oben geschwungen ist und sein vorderer Bereich nach unten zeigt und die rückwärtige Fläche des vorderen Bereichs des oberen Kissens 1b gegen eine vordere Wandfläche 22 des erhöhten Stufenbereichs 21 des gestuften Bodens 20 stößt und sich an dieser abstützt.
  • Der gelenkartige Verbindungsmechanismus 10 hat, wie in 2 gezeigt, Klammern 12, die jeweils an einem oberen Bereich des entsprechenden Vorsprungs 23 durch Bolzen 13 befestigt sind, erste Gelenke 11a, von denen jedes drehbar an einem seiner Enden mit der entsprechenden Klammer 12 verbunden ist, und zweite Gelenke 11b, von denen jedes drehbar mit einem seiner Enden mit dem anderen Ende des entsprechenden ersten Gelenks 11a verbunden ist. Das andere Ende jedes zweiten Gelenks 11b ist mit einem Hebel 15 verbunden, der drehbar an Befestigungsplatten 14 abgestützt ist, die an einem Sitzrahmen 5 durch Klammern 12b, wie in 2 gezeigt, vorgesehen sind. Der Verbindungsmechanismus 10 ist so konstruiert, dass, wenn das obere Kissen 1b in die aufgerichtete Position gedreht wird, die Paare des ersten Gelenks 11a und des zweiten Gelenks 11b in den entsprechenden Ausnehmungen 3 aufgenommen sind, die in dem vorderen Bereich des unteren Kissens 1a ausgebildet sind, während sie sich geradlinig entlang einer Bodenfläche erstrecken. Dabei wird die Betätigbarkeit und die Stabilität beim Aufschwingen des oberen Kissens 1b verbessert. Stoppelemente 16, die das obere Kissen 1b in einer vorbestimmten Position begrenzen, wenn das obere Kissen 1b in der normalen Position ist, in der das obere Kissen 1a auf dem unteren Kissen 1a abgestützt ist, wobei die untere Fläche des oberen Kissens 1b gegenüber der oberen Fläche des unteren Kissens 1a angeordnet ist.
  • Mit dieser Konstruktion wird der Rücksitz normalerweise in der normalen Position benutzt, wie durch die durchgezogenen Linien in 1 gezeigt, in der die untere Fläche des oberen Kissens 1b auf der oberen Fläche des unteren Kissens 1a abgestützt ist, und wenn notwendig wird das obere Kissen 1b nach oben geschwungen, wobei sein vorderer Bereich nach unten zeigt und die Sitzlehne 2 vorne nach unten liegt, so dass die rückwärtige Fläche der Sitzlehne 2 als eine Gepäck tragende Bodenfläche verwendet werden kann. Gemäß diesem Ausführungsbeispiel ist das obere Kissen 1b in der aufgerichteten Position gehalten mit der rückwärtige Fläche des vorderen Bereichs des oberen Kissens 1b stoßend gegen und abstützend auf der vorderen Wandfläche des erhöhten Stufenbereichs 21 des gestuften Bodens 20, und die aufgerichtete Position des oberen Kissens 1b kann stabil gehalten werden. Daher wird, wenn sich ein Gepäckstück auf der Gepäck tragende Bodenfläche nach vorne bewegt und gegen das aufgerichtete obere Kissen 1b schlägt, zuverlässig verhindert, dass sich das obere Kissen 1b nach vorne bewegt und gegen den Vordersitz schlägt.
  • Weiternoch, da zwischen dem aufgerichteten oberen Kissen 1b und der vorderen Wandfläche 22 des erhöhten Stufenbereichs 21 kein Zwischenraum gebildet ist, beseitigt dieses Ausführungsbeispiel den Fall, dass ein Gepäckstück durch einen derartigen Zwischenraum fällt, wenn es ein kleines Stück ist.
  • Des Weiteren, da das Ausführungsbeispiel nur einen einfachen Mechanismus ohne einen zusätzlichen Mechanismus benötigt, und zwar den gelenkartigen Verbindungsmechanismus, erreicht das Ausführungsbeispiel eine Verringerung eines Installationsraumes und eine Kostenreduktion.
  • Während die vorliegende Erfindung mit Bezug zum bevorzugten Ausführungsbeispiel beschrieben ist, sollte verstanden werden, dass die Erfindung nicht auf das offenbarte Ausführungsbeispiel oder die offenbarten Konstruktionen beschränkt ist. Im Gegenteil, die Erfindung ist geschaffen, verschiedene Modifikationen und äquivalente Anordnungen im Umfang der anliegenden Ansprüche abzudecken.

Claims (3)

  1. Fahrzeugrücksitz mit: einer Sitzlehne (2), die an einem hinteren Bereich eines Sitzkissens (1) vorgesehen ist, wobei das Kissen (1) auf einer oberen Fläche eines erhöhten gestuften Bereiches (21) eines gestuften Bodens (20) abgestützt ist, derart, dass die Sitzlehne (2) eine angehobene Position und eine abgesenkte Position annehmen kann, in der eine Rückfläche der Sitzlehne als eine Gepäck tragende Bodenfläche wirkt, und einem gelenkartigen Verbindungsmechanismus (10), der zwischen einer normalen Position des Kissens (1), in der das Kissen (1) auf dem erhöhten gestuften Bereich (21) abgestützt ist, und einer aufgerichteten Position wechseln kann, in der eine Rückfläche eines vorderen Bereichs des Kissens (1) gegen eine vordere Wandfläche (22) des erhöhten gestuften Bereichs (21) des gestuften Bodens (20) stößt und kontaktiert, dadurch gekennzeichnet, dass die Sitzlehne (2) nach vorne gelegt werden kann, so dass ihre Rückseite als eine Gepäck tragende Bodenfläche benutzt werden kann, erst nachdem das Kissen (1) in seine aufgerichtete Position geschwungen ist, und der gelenkartige Verbindungsmechanismus (10) mit seinem kissenseitigen Ende (15) mit dem Kissen (1) verbunden ist, derart, das in der normalen Position des Kissens (1) das kissenseitige Ende (15) entfernt von der vorderen Kante des Kissens (1) in einer Richtung von vorne nach hinten angeordnet ist.
  2. Fahrzeugrücksitz nach Anspruch 1, wobei ein unteres Kissen (1a) auf der oberen Fläche des erhöhten gestuften Bereichs (21) abgestützt ist und wobei das Sitzkissen (1) ein oberes Kissen (1b) aufweist, das auf das untere Kissen (1a) gelegt werden kann, wobei der gelenkartige Verbindungsmechanismus (10) mit dem oberen Kissen (1b) verbunden ist.
  3. Fahrzeugrücksitz nach Anspruch 1 oder 2, wobei der gelenkartige Verbindungsmechanismus (10) ein erstes Gelenk (11a), das mit seinem einen Ende mit dem gestuften Boden (20) verbunden ist, und ein zweites Gelenk (11b) hat, das an seinem einen Ende mit dem anderen Ende des ersten Gelenks (11a) verbunden ist, wobei das andere Ende des zweiten Gelenks (11b) das kissenseitige Ende (15) konstituiert, mit einem Sitzrahmen (5) verbunden zu sein, und wobei, wenn das Kissen (1) bzw. das obere Kissen (1b) in der aufgerichteten Position ist, das erste Gelenk (11a) und das zweite Gelenk (11b) in einer Ausnehmung (3) aufgenommen sind, die in dem unteren Kissen (1a) ausgebildet ist, derart, dass das erste Gelenk (11a) und das zweite Gelenk (11b) im Wesentlichen geradlinig entlang einer Bodenfläche des erhöhten gestuften Bereichs verlaufen.
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