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Bereich der
Erfindung
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Diese Erfindung bezieht sich auf
Derivate des antineoplastischen Mittels Camptothecin (CPT).
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Hintergrund
der Erfindung
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Aus der vielfältigen Gruppe substituierter
CPT-Derivate, die eine humane klinische Entwicklung durchmachen,
ist Irinotecan (CPT-11), 7-Ethyl-10-[4-(piperidino)-1-piperidino]carbonyloxy-camptothecin
eines, das am umfangreichsten in der Phase I und II in klinischen
Studien mit Krebspatienten untersucht worden ist. Es ist nennenswert,
daß Irinotecan,
was ein wasserlösliches
Pro-Pharmakon ist, biologisch inaktiv ist und eine Aktivierung durch
ein putatives Carboxylesterase-Enzym benötigt. Die aktive Spezies von
Irinotecan ist das depiperidinylierte Derivat 10-Hydroxy-7-ethylcampothecin
(SN38: Miyasaka et al. U.S. Patent 4,473,692). SN38 ist ein toxischer
lipophiler Metabolit, der durch eine in vivo Bioaktivierung von
Irinotecan durch ein putatives Carboxylesterase-Enzym gebildet wird.
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SN38 ist sehr schlecht in Wasser
löslich
und ist bis jetzt nicht direkt an menschliche Krebspatienten verabreicht
worden. Kürzlich
ist in menschlichen Patienten berichtet worden, daß SN38 einen
weiteren Metabolismus durchmacht, um eine Glucuronid-Spezies zu
bilden, die in Bezug auf die Antitumoraktivität eine inaktive Form des Medikaments
ist, und es scheint auch darin involviert zu sein, eine menschliche
Toxizität
(Diarrhö,
Leukopenie) und eine erhebliche Variabilität in den Medikamentleveln des freien
Metaboliten und seines Glucuronids zwischen den Patienten zu bewirken.
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Irinotecan ist in humanen klinischen
Studien in den Vereinigten Staaten, Europa und Japan getestet worden.
Nahezu 100 Todesfälle
unter den Patienten, die direkt auf die Irinotecan-Medikamententoxizität zurückzuführen sind,
sind allein in Japan berichtet worden. Die Miyasaka et al.-U.S.
Patente 4,473,692 und 4,604,463 geben an, daß es die Aufgabe ihrer Erfindung
ist „10-substituierte
Campothecine, die in ihrer Antitumoraktivität stark sind und eine gute
Absorbierbarkeit mit einer sehr geringen Toxizität in lebendigen Körpern haben," und „neue Campothecin-Derivate,
die eine starke Antitumoraktivität,
eine gute Löslichkeit
in Wasser und eine extrem geringe Toxizität haben, bereit zu stellen".
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Daß es mehrere mit dem Medikament
in Beziehung stehende menschliche Todesfälle und eine ernste Toxizität für den Patienten
gibt, ist eindeutig ein Versagen der Miyasaka et al.-Erfindungen,
ihre angegebenen Aufgaben zu erfüllen.
Es ist nennenswert, daß von
einer Variabilität
zwischen den Patienten in Bezug auf die Medikamentenlevel von verschiedenen
Formen, dem Medikamentenmetabolismus, bestimmten pharmakokinetischen
Eigenschaften und der Toxizität
bei der Verwendung von Irinotecan in humanen Subjekten mit Krebs berichtet
worden ist. Eine parenterale Verabreichung von Irinotecan kann mikromolare
Plasmakonzentrationen von Irinotecan erreichen, die durch den Metabolismus,
um SN38 zu bilden, nanomolare Konzentrationen des aktiven SN38-Metaboliten
ergeben können.
Es ist kürzlich
bei menschlichen Subjekten berichtet worden, daß SN38 eine weitere Metabolisierung
durchmacht, um das SN38-Glucuronid zu bilden (Gupta et al. „Metabolic Fate
of Irinotecan in Humans: Conelation of Glucuronidation with Diarrhea", Cancer Research
54: 3723–3725, 1994).
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Diese weitere metabolische Konversion
von Irinotecan ist wichtig, da es Berichten nach auch eine große Variabilität bei der
Konversion von Irinotecan zu SN38 und ein große Variabilität zwischen
den Patienten in der Metabolisierung von SN38 gibt, um sein inaktives
(und toxisches) SN38-Glucuronid
in menschlichen Subjekten zu bilden. Gupta et al., loc. cit. und
Ohe, Y. et al., „Phase
I Study and Pharmacokinetics of CPT-11 with 5-Day Continous Infusion", JNCI 84 (12): 972–974, 1992).
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Da die metabolisierte Menge an Irinotecan
und SN38 in individuellen Patienten nicht vorhersagbar ist, werden
signifikante klinische Limitierungen gestellt und erzeugen das Risiko
einer lebensbedrohlichen Medikamententoxizität und/oder das Risiko einer
Medikamentinaktivität
auf Grund von fünf
möglichen
Mechanismen: (1) Konversion von größeren Mengen an Irinotecan
zu SN38; (2) Inaktivierung von SN38 durch Glucuronidierung; (3)
Konversion von SN38-Glucuronid zu freiem SN38; (4) Fehlen der antineoplatischen
Aktivität
auf Grund der Konversion von geringeren Mengen an Irinotecan, um
SN38 zu bilden; und (5) Fehlen der antineoplastischen Aktivität durch
eine rapidere und extensivere Konversion von SN38, um die Glucuronid-Spezies
zu bilden. Es ist wichtig anzumerken, daß selbst eine Verdopplung der
Plasmakonzentration des potenten Irinotecan-Metaboliten SN38 zu einer signifikanten
Toxizität
führen
kann, weil das freie SN38 eine antineoplastische Aktivität bei nanomolaren
Konzentrationen aufweist.
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Ein weiterer Ursprung für eine Variabilität und Toxizität zwischen
den Patienten ist die in vivo Deglucuronidierung von SN38 und ähnlichen
CPT-Derivaten, um
eine freie und aktive Spezies des Medikaments herzustellen. Die
Deglucuronidierung eines CPT-Derivats, welches für eine A-Ring-Glucuronidierung
empfänglich ist
wie SN38, führt
zu einer Erhöhung
der Plasma- oder lokalen Gewebekonzentration der freien und aktiven Form
des Medikaments und wenn genügend
hohe Level erreicht sind, kann eine Toxizität für den Patienten und sogar der
Tod die Folge sein.
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Weitere 7-substituierte Camptothecin-Derivate
sind in US-A-4399282 und US-A-4399276 offenbart.
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Es ist ein Problem gewesen CPT-Derivate
zu finden, die keine extracyclische A-Ring- oder B-Ring-Glucuronidierung
durchmachen und folglich nicht für
die Deglucuronidierung empfänglich
sind.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Die Erfindung löst dieses Problem, indem sie
CPT-Derivate bereitstellt, die eine signifikante Nützlichkeit
als hoch effiziente antineoplastische Medikamente haben und die
signifikant weniger toxisch als die CPT-Derivate des Stands der
Technik sind. Sie machen keine A-Ring- oder B-Ring-Glucuronidierung
durch (und implizit keine Deglucuronidierung) und sie sind keine
Pro-Pharmakons, die eine metabolische Aktivierung benötigen. Ferner
sind sie hoch lipophil, sie können
direkt in der aktiven Lakton-Form verabreicht werden und haben im
Verhältnis
zu wasserlöslichen
CPT-Derivaten eine
bessere biologische Verfügbarkeit.
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Die Verbindungen der vorliegenden
Erfindung haben die Formel:
wobei:
- – R1 Oxo ist, in welchem Fall die 1,2- und 6,7-Ringdoppelbindungen
durch eine einzige 2,6-Ringdoppelbindung ersetzt sind; oder -S-R3 ist, wobei R3 ein
C1-6-Alkyl, Aryl oder Halo- oder ein C1-6-Alkyl-substituiertes Aryl ist; oder R1-S(O)-C1-6-Alkyl;
-OSO2CF3; oder -SiR8R9R10,
-R5-SiR8R9R10 oder -S-R5-SiR8R9R10 ist, wobei R5 ein
C1-6-Alkylen, C2-6-Alkenylen
oder C2-6-Alkynylen ist und jeweils R8, R9 und R10 individuell Wasserstoff oder ein C1-6-Alkyl sind; und
- – R11 Wasserstoff, Hydroxy oder eine Hydroxyschutzgruppe
ist, die die Hydroxygruppe gegen Triflylation schützt;
in
der Form der freien Basen oder der pharmazeutisch akzeptablen Säureadditionssalze
davon.
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Die Verbindungen mit der Formel (I),
wobei R1 Oxo oder Triflyloxy (Trifluormethansulfonyloxy)
ist, und/oder jene, wobei R11 eine Hydroxyschutzgruppe
ist, zum Beispiel Acetoxy, sind auch insbesondere als Intermediate
bei der Herstellung der anderen Verbindungen mit der Formel (I)
verwendbar, welche die bevorzugten aktiven Verbindungen sind.
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Die vorliegende Erfindung ist auch
darauf ausgerichtet andere wichtige Limitierungen in der biologischen
Verfügbarkeit/den
Pharmakokinetiken und allgemeinen Tumor-vermittelten Medikamentenresistenzmechanismen
zu überkommen,
die bei die Verwendung von wasserlöslichen Camptothecinen oder
9-Amino- oder 9-Nitro-substituierten Camptothecinen als Antikrebsmittel
beobachtet wurden. Die aktiven neuen C-7 substituierten CPT-Laktonverbinungen
dieser Erfindung haben eine größere klinische
Nützlichkeit
für die
Behandlung von Patienten mit Krebs, basierend auf mehreren chemischen
und pharmakologischen Eigenschaften.
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Erstens führt die direkte Verabreichung
von diesen hoch lipidlöslichen
Camptothecinen zu klinischen Vorteilen gegenüber anderen Camptothecinderivaten
auf Grund der relativ besseren Gewebepenetration, biologischen Verfügbarkeit
und Geweberetention. In vielen Fällen
ist es nützlicher
und angenehmer das Medikament oral an die Krebspatienten zu verabreichen
und die bessere Lipidlöslichkeit
und die kleine molekulare Größe der aktiven
CPT-Derivate dieser Erfindung haben gegenüber wasserlöslichen CPT-Derivaten bei der Einstellung
von oralen (und topikalen) Verabreichungen einen großen Vorteil.
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Die aktiven CPT-Derivate der vorliegenden
Erfindung repräsentieren
eine neue Klasse von antineoplastischen Verbindungen, die keine
metabolische Aktivierung benötigen
und eine potente antineoplastische Aktivität gegen gewöhnliche Krebstypen aufweisen,
einschließlich,
aber nicht darauf beschränkt,
Lungenkrebs, Brustkrebs, Prostatakrebs, Pankreaskrebs, Krebs an
Kopf und Hals, Eierstockkrebs, Melanom und Colonkrebs. Sie besitzen
eine Topoisomerase I-inhibitorische Aktivität ähnlich zu der von anderen CPT-Dertvaten, haben
aber signifikante strukturelle Modifikationen, die zu einer besseren
Fähigkeit
an die aktive Stelle zu binden und einer besseren Gewebepenetration
führen,
wobei sie den unpassenden Metabolismus und die Medikamentenresistenzmechanismen
vermeiden, die in humanen und Neoplasmen von anderen Säuretieren üblich sind.
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Bis jetzt ist keinen lipophilen CPT-Derivaten
mit einer geringen Wasserlöslichkeit
auf Grund der Limitierungen in pharmazeutischen Formulierungen und
Verwendungsverfahren nachgegangen worden. Die aktiven CPT-Deritvate
der Erfindung können
leicht in einer pharmazeutisch akzeptablen Weise durch das Lösen der
Medikamentzusammensetzung in einem organischen Lösungsmittel oder einer Mischung
aus organischen Lösungsmitteln,
die einen hohen Grad an physiologischer Sicherheit haben, formuliert
werden, und die deshalb die direkte Verabreichung dieser neuen Verbindungsklassen
als aktive Spezies an die Krebspatienten ermöglichen.
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Hinsichtlich einer sehr limitierten
Anzahl von potentiell aktiven CPT-Derivaten in der schlecht wasserlöslichen
und hoch lipidlöslichen
Kategorie, ist eindeutig noch ein unerreichter, großer Bedarf
vorhanden, neue, potente, schlecht wasserlösliche, hoch lipidlösliche Camptothecine
zu entwickeln, die für
eine aktive Spezies keinen Metabolismus benötigen und die weniger für die metabolische
Inaktivierung und für
klinisch wichtige Typen der Medikamentenresistenz empfänglich sind.
Die aktiven neuen Verbindungen der vorliegenden Erfindung adressieren
diese unerreichten Bedürfnisse
zu einem erheblichen Ausmaß.
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Die chemischen Modifikationen des
CPT-Gerüsts
an den Derivaten der Erfindung können
allgemein über
ihre Gesamtsynthese (Comins, D. et al. und Danishefsky, S. J. et
al. und die hierin genannten Referenzen) oder mittels effizienter
semisynthetischer Ansätze,
die relativ kostengünstige
und fertig erhältliche
Vorläufer verwenden,
klassifiziert werden.
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Folglich hat die vorliegende Erfindung
neue chemische Substitutionen bereitgestellt, die, insbesondere wenn
sie sich auf das 20(S) CPT-Molekül
oder eine 20(S)-reiche 20(RS) CPT-Mischung beziehen, die folgenden
Merkmale verleihen:
- 1. potente Antitumoraktivität (nanomolare
oder subnanomolare Aktivität
bei der Hemmung des Wachstums von humanen und tierischen Tumorzellen
in vitro);
- 2. potente Hemmung der Topoisomerase I;
- 3. Fehlen einer Empfänglichkeit
für eine
MDR/MRP-Medikamentenresistenz;
- 4. keine metabolische Medikamentaktivierung benötigt;
- 5. Fehlen einer A-Ring- oder B-Ring-Glucuronidierung;
- 6. kann in der Laktonspezies direkt an die Patienten mit dem
Ziel eine Vielfalt von Neoplasmen zu behandeln verabreicht werden;
- 7. geringes Molekulargewicht (zum Beispiel MW < 600);
- 8. hohe Löslichkeit
in organischen pharmazeutischen Lösungsmitteln oder Co-Lösungmitteln
(zum Beispiel Propylenglycol, PEG 300-400, Dimethylacetamid, Dimethylisosorbid,
N-Methylpynolidon); und
- 9. kann oral an das Subjekt mit Krebs verabreicht werden, zusätzlich zu
einer parenteralen und topikalen Verabreichung.
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Miyasaka et al. (U.S. Patent 4,399,282)
legen dar:
"Da
Camptothecin selbst einen Laktonring als Ring E trägt, wird
dieser Laktonring durch die Wirkung eines alkalischen Reagenzes
geöffnet. Ähnlich können, wenn
die Camptothecin-Derivate der vorliegenden Erfindung zum Beispiel
mit einem Alkalimetallhydroxid oder -carbonat in einer konventionellen
Weise bei Raumtemperatur oder einer erhöhten Temperatur behandelt werden,
die Derivate in das konespondierende Alkalimetallsalz wie das Natrium-,
Kalium- oder Lithiumsalz konvertiert werden. Diese Salze sind alle
wasserlöslich
und gehören
selbstverständlich
in den Bereich der Erfindung. Diese Salze können leicht wieder in die freie
Form durch die Wirkung einer Säure
oder in vivo konvertiert werden. Folglich wird die pharmakologische
Wirkung der Camptothecin-Derivate nicht durch solche Behandlungen
beeinflußt.
Ein bevorzugtes Salz des Camptothecin-Derivats ist das Natrium-
oder Kaliumsalz."
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Die Erfinder bringen vor, daß die Lehre
von Miyasaka et al. inkorrekt in Bezug auf die CPT-Derivate ist,
die ein nicht modifiziertes 20(S) E-Ring-Lakton besitzen, da das pharmakologische
Verhalten und die antineoplastische Wirkung der CPT-Derivate profund
und nachteilig durch solche Behandlungen wie folgt beeinflußt werden.
Durch die Behandlung von Camptothecinen mit Alkalimetallhdroxiden
oder -carbonaten bilden die CPT-Derivate
durch eine Basen-vermittelte Hydrolyse des E-Ring-Laktons die CPT-Carboxylat-Spezies. Die
resultierenden CPT-Carboxylat-Spezies sind wasserlöslich, haben
eine wesentlich verringerte antineoplastische Aktivität und eine
nachteilig veränderte
Pharmakokinetik und/oder Medikamentverteilungsverhalten und sie
sind nicht die bevorzugte Form des Medikaments. Die Erfinder bringen
vor, daß die
Lakton E-Ring-Spezies von CPT (und seinen Derivaten) die bevorzugte
Form des Medikaments für
die Verabreichung an Subjekte mit Krebs ist.
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Ferner gibt es einen Unterschied
in den pharmakologischen Eigenschaften und Verhalten der intakten Lakton
E-Ring-Spezies gegenüber
der Carboxylat-Spezies
des Camptothecin-Derivats in vivo in den Subjekten. Die Carboxylat-Spezies des Camptothecin-Derivats
hat eine signifikant kürzere
Plasmahalbwertszeit und weist eine höhere Toxizität als die
Lakton-Spezies auf. Dies wird durch den pharmakologischen Beweis
aus klinischen Studien in Menschen und anderen Säugetierspezies unterstützt, die
ein Natriumcamptothecin, 9-Aminocamptothecin und Topotecan erhielten
(Suptko und Malspeis, „Pharmacokinetics
of the 9-Amino and 10, 11-Methylenedioxy Derivatives of Camptothecin
in Mice", Cancer
Research 53: 3062–3069,
1993; Haas et al. Phase UPharmacokinetic Study of Topotecan by 24-Hour
Continuous Infusion Weekly",
Cancer Research 54: 1220–1226,
1994).
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Da die wasserlöslichen Formen eines Medikaments
die Lipidmembranen der Gewebe nicht genauso gut penetrieren wie
die lipidlöslichen
Medikamente, wird für
die Carboxylat-Spezies der CPT-Derivate vorhergesagt, daß sie eine
geringere biologische Verfügbarkeit
als die CPT-Derivate haben, die den Lakton E-Ring haben. Eine geringere
biologische Verfügbarkeit
des Medikaments führt
zu einer Reduktion der Wirksamkeit der Behandlung und kann das Risiko
einer Toxizität
für den
Patienten erhöhen.
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Diese Erfindung lehrt auch neue konvergente
und effiziente chemische Synthesen dieser neuen substituierten CPT-Derivate
unter Verwendung von kommerziell erhältlichen und relativ kostengünstigen
natürlichen
Isolaten von CPT.
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Entsprechend werden eine Anzahl neuer
B-Ring-Modifikationen in dieser Erfindung gelehrt. Genauer ist die
C-7-Position des B-Rings eine der bevorzugten Stellen für eine chemische
Modifikation unter Verwendung neuer chemischer Substituenen, die
diesen neuen Zusammensetzungen des Erfindungsgegenstandes nützliche
pharmakologische, biologische und chemische Eigenschaften verleihen.
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Bestimmte lipophile Substitutionen
an der C-7-Position von CPT bauen chemische Gruppen mittels freien
radikalischen Alkylierungen des Minisci-Typs in ein protoniertes CPT oder in
modifizierte Substrate ein. Die Minisci-Typ regiospezifischen Alkylierungen
erlauben die Erzeugung einer ein-Kohlenstoff-weniger
Alkylkette in Bezug auf das Ausgangsaldehyd, den Ausgangsalkohol
oder die Ausgangscarbonsäure.
Der Reaktionsmechanismus legt nahe, daß in dem Falle eines Aldehyds
die Einführung
einer solchen Seitenkette mittels einer in situ Decarbonylierung
mit der gleichzeitigen Entwicklung von Kohlenmonoxid erfolgt.
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Andere synthetische Strategien, die
darauf abzielen lipophile Hälften
zu verankern, sind kaum versucht worden. Sie können viele Stadien haben, benötigen die
Verwendung von schlecht wasserlöslichen
Verbindungen oder auf Grund der Tatsache, daß Stickstoff-haltige Heterocyclen
normalerweise drastische Reaktionsbedingungen für die elektrophilen Substitutionen
erfordern, wie Friedel-Crafts-Alkylierungen oder -Acetylierungen
und Vilsmeier-Haack-Reaktionen.
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Die vorliegende Erfindung lehrt ein
neues Verfahren für
die regiospezifische homolytische Acylierung von CPT und CPT-Derivaten
an der C-7-Position, basierend auf einer Minisci-Typ-Reaktion. Eine
Modifikation an dieser Reaktion erlaubt die Stabilisierung des transienten
Acyl-Radikals, daß es
einem ermöglicht,
das CPT-Skelett mit einer hohen Ausbeute zu acylieren. Die vorliegende
Erfindung beschreibt auch neue Verfahren, um bestimmte vielseitige
Schlüsselsynthone
für die
Durchführung
von Transformationen an der C-7-Position zu liefern.
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Die Erfindung stellt auch pharmazeutische
Formulierungen der Verbindungen mit der Formel (I) in Verbindung
mit einem oder mehreren pharmazeutisch akzeptablen Verdünnungsmitteln,
Trägern
oder Exzipienten bereit. Selbstverständlich müssen diese für die Verwendung
in dem Patienten sicher sein und dürfen nicht die Wirksamkeit
des aktiven Medikamentbestandteils beeinflussen.
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Die Erfindung stellt auch Verfahren
zur Behandlung von verschiedenen Neoplasmatypen bereit, welche die
Verabreichung einer wirksamen Menge von einer der aktiven Verbindungen
dieser Erfindung an einen Patienten umfaßt, der an einer der angegebenen
Erkrankungen leidet. Sie schließt
ferner diese Verbindungen für
die Verwendung bei der Behandlung von Krebs ein sowie ihre Verwendung
bei der Herstellung eines Medikaments für diesen Zweck.
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Beschreibung
der bevorzugten Ausführungsformen
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Definitionen:
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„Gerüst" meint den fixierten Teil des Moleküls mit der
Formel (I), daß heißt ein CPT,
in welchem die 7-Position nicht substituiert ist und normalerweise
dieselbe Stereochemie an der 20-Position wie 20(S) CPT oder eine
20(RS) CPT-Mischung hat;
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„Cx-Cy"-Alkyl
(-Alkoxy, -Alkenyl, -Alkynyl) meint ein gerades oder verzweigtkettiges
Alkyl(Alkoxy, Alkenyl, Alkynyl), das x bis y Kohlenstoffatome enthält. Folglich
meint „C1-C6-Alkyl" (auch als niederes
Alkyl bezeichnet) eine grade oder verzweigte Alkylkette mit nicht
mehr als insgesamt 6 Kohlenstoffatomen.
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„Cx-Cy-Alkenyl" (und ähnlich „Cx-Cy-Alkynyl") meint eine gerade
oder verzweigte Hydrocarbylkette mit wenigstens einer Doppelbindung
(Alkenyl) oder Dreifachbindung (Alkynyl) zwischen zweien der Kohlenstoffatome.
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„Cx-Cy-Alkylen", „Cx-Cy-Alkenylen" und „Cx-Cy-Alkynylen" sind bivalente Formen
der oben genannten Alkyl-, Alkenyl- und Alkynylgruppen.
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„Halogen" oder „Halo" meint Chlor, Fluor, Brom oder Iod.
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„Acyl" meint -C(O)-R2,
wobei R2 ein C1-C6-Alkyl, C2-6-Alkenyl,
C2-6-Alkynyl oder Aryl ist; und
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„Aryl" meint eine aromatische carbocyclische
Ringgruppe mit einem oder mehreren Ringen.
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Beispiele für die oben genannten Hälften sind
wie folgt:
C1-C6-Alkyl
schließt
Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl, sec-Butyl, tert-Butyl,
Pentyl, Amyl und Hexyl ein; ähnlich
schließt
C1-C6-Alkoxy Methoxy
... Hexyloxy ein;
ähnlich
schließt
C1-C6-Alkylen Methylen,
1,1- und 1,2-Ethylen, 1,1- 1,2- und 1,3-Propylen, die Butylene,
Pentylene und Hexylene ein;
C2-C6-Alkenyl(en) oder Alkynyl(en) ist vorzugsweise
ein C2-C6-Alkenyl(en)
oder Alkynyl(en) und schießt
Vinyl(en), Propenyl(en), Butenyl(en), Acetylenyl(en), auch als Ethynyl(en)
bekannt, Propynyl(en) und andere ähnliche Hälften mit Doppel- oder Dreifachbindungen
ein; und
Acyl schließt
Acetyl, Propionyl und andere ein;
Aryl schließt Phenyl
und Naphthyl sowie substituierte Varianten ein, wobei wenigsten
eines der Wasserstoffatome, das an den Ring gebunden ist, mit einem
Halogen (zum Beispiel 4-Halophenyl) oder mit einer C1-C6-Alkylgruppe
substituiert ist.
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Vorzugweise sind R8,
R9 und R10 alle
Methyl, was zu einer Trimethylsilyl-Gruppe führt, die vorzugsweise direkt
mit dem Camptothecingerüst über eine
-CH2-, -CH2CH2-, -CH=CH- oder eine -C(Dreifachbindung)C-Gruppe
verbunden ist.
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C-7-Acylierung von protoniertem
Camptothecin
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Die Acylierung der heteroaromatischen
Basen wie den Camptothecinen ist ein Problem von großem synthetischem
Interesse auf Grund der Tatsache, daß elektrophile aromatische
Substitutionen im allgemeinen mit diesen Typen heterocyclischer
Systeme ineffektiv sind. Ferner würde die hohe Reaktivität und Selektivität der C-7-Position
von Camptothecin auf Grund einer erhöhten Nukleophilität und aziden
Bedingungen die gewünschten
Produkte mit minimalen unerwünschten
Nebenprodukten liefern. Die jeweiligen Acylradikale können ohne
die Eliminierung einer C1-Einheit am besten
von den entsprechenden Aldehyden in der Anwesenheit eines Überschusses
an Trifluoressigsäure
bei niedriger Temperatur erhalten werden. Die Minisci-Typ Alkylierungsverfahren
(Minisci, F., 1973) wurden mit verschiedenen Camptothecin-Derivaten
für extrem
wirkungsvoll befunden. Solche Alkylierungen errichten konventionell
eine Kohlenstoffkette oder -einheit, die ein Kohlenstoffatom weniger
hat als das Ausgangsmaterial. Die vorliegende Erfindung lehrt eine
modifizierte Minsci-Typ-Reaktion, die die gewünschte homolytische Kohlenstoffkettebildung
als eine Determinante erlaubt, basierend auf dem Typ des Aldehyds,
das in dem Reaktionsmedium verwendet wird. Diese Typen homolytischer
Substitutionen sind weitgehend als ein alternatives Mittel für heterocyclische
Systeme akzeptiert, wo klassische Friedel-Crafts-Reaktionen nicht
wirksam durchgeführt
werden können.
Im Prinzip ist das entsprechende Radikal um so nukleophiler desto
stabiler das Carboniumion ist.
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Deshalb können alle die elektrophilen
Spezies, die in einer Friedel-Crafts-Reaktion verwendbar sind, als die entsprechenden
Radikale für
die selektive Substitution der heteroaromatischen Basen verwendet
werden. Dies bietet eine breite Vielfalt organischer Verbindungen
als Radikalquellen für
die C-7-Substitution
von Camptothecin an. Jene Typen von Verbindungen schließen ein:
Alkane, Alkene, Alkylbenzene, Alkylhalide, Alkohole, Ether, Aldehyde,
Ketone, Carbonsäuren,
Amine, Amide, Oxaziridine, N-Chloramine und so weiter. Die Hauptdeterminanten
der Reaktionsbedingungen, die zu entweder dem gewünschten
alkylierten oder acylierten Produkt führen werden weitgehend durch
den Typ der im Überschuß anwesenden
Säure und
des freien radikalischen Initiators kontrolliert.
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C-7-Halogenierung
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Die bevorzugten C-7-Halogruppen sind
Chlor und Brom. Die Chlorierung und Bromierung an der C-7-Position
von Camptothecin werden am besten an einem Elektronen-defizienten
Stickstoff-tragenden Camptothecin-Skelett gemacht. Es ist aus der
Literatur offensichtlich, daß die
Oxidfunktion an der N2-Position einer Quinolin-Hälfte eine
erhebliche Nukleophilität
an den α- und γ-Positionen
der heterocyclischen Base generieren kann. Solche Effekte würden weiter
in Folge eines Protonierungsereignisses an dem N-1-Oxid verstärkt werden.
In dem Fall des Camptothecin-Gerüsts
ist eine absolute γ-Selektivität vorgesehen,
da sie α-Positionen bereits
blockiert sind. Die Erfinder haben beobachtet, daß eine solche
nukleophile Halogenierung problemlos und selektiv an 20-O-Acetyl-Camptothecin-1-oxid
in der Anwesenheit von einem Überschuß Trihalophosphinoxid
bei 40°C
abläuft.
Die auf diese Weise hergestellten Camptothecin-Derivate werden anschließend als
Synthone für
Kreuzkopplungsreaktionen wie unten angegeben verwendet.
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Stille-Typ-Kopplung an
der C-7-Position
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Das Verfahren nach Stille (Stille,
J. K. 1986; Stille J. K., 1987) stellt eines der brauchbarsten Verfahren zur
Herstellung von Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen bereit. Die Reaktion wird
durch organometallische Reagenzien katalysiert, die sich von den
Gruppe IA-Metallen via der Kopplung von organischen Elektrophilen
und Organostannanen in Anwesenheit von Lithiumhaldid ableiten.
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Ähnlich
werden die Kreuzkopplungen, in welchen Boronsäuren oder -ester an Stelle
von Organostannanen verwendet werden, Suzuki-Kreuzkopplungsreaktion genannt (George,
B. S., 1994). Es ist ein Überschuß stöchiometrischer
Mengen an Lithiumchlorid essentiell für die Vervollständigung
der Reaktion, da das Lithiumchlorid für die Bildung von Tributylzinnchlorid
und Lithiumtriflat verbraucht wird. Eine Vielfalt an organischen
Elektrophilen wird in der Kreuzkopplungsreaktion verwendet, von
welchen die Bromide, Iodide und Triflate am extensivsten studiert
worden sind (Ritter, K., 1993). Die Reaktionsgeschwindigkeit kann
leicht basierend auf der Zusammensetzung und Konzentration des organischen
Elektrophils moduliert werden. Ein besseres Verständnis der
mechanistischen Aspekte des geschwindigkeitsbestimmenden Transmetallierungsprozesses
führte
zu den neuen Entwicklungen, die die Verwendung von cokatalytischen
Cu(I)- und Pd(0)-Spezien in dieser Kopplungreaktion involvieren.
Die Rolle der Cu(I)-Spezies
ist in der Sn/Cu-Transmetallierung vorgesehen worden (Liebeskind,
1990).
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Die resultierende Organokupfer-Spezies
würde dann
mit einer höheren
Geschwindigkeit als das Stannan selbst an Pd(II) transmetallieren.
Dies ist derzeitig als der „Kupfer-Effekt" bekannt. Der Umfang
der Reaktion ist extrem weit. Es kann eine große Anzahl strukturell verschiedener
organischer Gruppen, einschließlich Vinyl-,
Alkyl-, Allyl-, Aryl-, acetylenische, Amino-, Amino- und (Trimethylsilyl)methyl-Hälften an
Zinn, leicht auf die Aryl- und Heteroaryl-Skelette transferiert
werden, wobei das Vinyltriflat oder die ungesättigten Halide mit hohen Ausbeuten
verdrängt
werden. Die konventionellen Stille-Reaktionsbedingungen jedoch sind
für die
Herstellung einiger Derivate nicht akzeptabel. Folglich wurden an
der Palladiumkatalysierten Kreuzkopplung Modifikationen vorgenommen,
die es ermöglichen
solche Funktionalitäten
bei extrem milden Bedingungen sowie mit hohen Ausbeuten einzuführen. Bei
all diesen Kopplungsreaktionen diente Tris(dibenzylidenacetonyl)bispalladium(0)
als der Katalysator, während
Tri(2-furyl)phosphin
seine auffällige
Funktion bei der Steigerung der Aktivierungsgeschwindigkeit der
Eigenschaften des Liganden sogar bei Raumtemperatur aufwies.
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Suzuki-Kreuzkopplungsreaktion
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Die Stille-Kopplung und die Suzuki-Kopplung
sind in vieler Hinsicht auf einem fundamentalen Level sehr ähnlich;
jedoch in Bezug auf die Skalierbarkeit für eine Herstellung der neuen
Zusammensetzungen in großem
Maßstab
hat die Suzuki-Kopplung bestimmte Vorteile. Die nötige Verwendung
von Zinn in stöchiometrischen
Mengen in der Stille-Reaktion macht die Suzuki-Kopplung attraktiver.
Jedoch ist bis jetzt noch kein allgemein anwendbares Set von Reaktionsbedingungen
gefunden worden, um diese Reaktion zu bewirken. Zur gleichen Zeit
ist die Suzuki-Kopplung ein extrem nützlicher Ansatz für die Inkorporation
von Cyclopropyl, Phenyl und bestimmten anderen Polyfluoralkyl-Funktionalitäten in ein
Camptothecin-Skelett.
Neueste Berichte von Wright und Mitarbeitern (Wright, S. W., 1994)
vereinfachen die Reaktionsbedingungen durch den Einsatz von Fluoridionen
an Stelle von unkompatiblen Basen, um ein Boronat-Anion zu generieren.
Jedoch kann das Boronat-Anion in dem Reaktionsmedium entscheidend
sein die Transmetallierung von Bor nach Palladium zu bewirken. Der
letzte Bericht legt eindeutig die Fähigkeit von Fluorid-Ionen,
eine signifikante Affinität
für Bor
aufzuweisen, und eine erhebliche Stabilität von Flourborat-Ionen nahe.
Zusätzlich
adressiert der Bericht auch die Bevorzugung einer schwachen Basizität und einer
geringen Nukleophilität
der Fluorid-Ionen und die Schwäche der
Palladium-Fluorin-Bindung in den Suzuki-Kopplungsreaktionen.
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Pyridonchemie
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Eine wirksame Funktionalisierung
der Pyridonhälften,
die in dem Camptothecin-Gerüst
generiert werden, wird wirkungsvoll umgesetzt, um C-7-substituierte Camptotecin-Derivate
als hoch lipophile Camptothecin-Analogons
herzustellen. Das Camptothecinon wird folglich als ein vielseitiges Synthon
zur Herstellung des Schlüssel-C-7-Triflyloxyderivats
verwendet. Die Regiospezifität
an der γ-Position
kann leicht im Fall von Camptothecin-Serien erreicht werden, da
die α-Position
bereits ein Teil der Ringstruktur ist. Das in situ generierte Trimethylsulfonylenolat
wir zweckmäßig in der
Anwesenheit von Wasser in die gewünschte Ketohälfte hydrolysiert.
Dieses C-7-Oxodihydro-CPT („Keto")-Intermediat ergab
nach der Behandlung mit Dimethylsulfat und Kaliumcarbonat das 7-Methoxycamptothecin.
Die Ketoverbindung wird zu dem jeweiligen 7-Triflat konvertiert, indem
sie in Anwesenheit einer geeigneten organischen Base unter wasserfreien
Reaktionsbedingungen mit Trifluormethansulfonsäureanhydrid (Englisch: triflic
anhydride) behandelt werden.
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7-Trifluormethansulfonyloxy-20-O-acetylcamptothecin
als ein wichtiges Intermediat
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Als eine bevorzugte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird eine breite Verwendung von C-7-Camptothecintriflat
in Bezug darauf, um neue Einheiten wie kreuzgekoppelte Kohlenstoff-tragende
Hälften,
Vinyl-Substituenten,
acetylenische Substituenten, Thioether von pharmakologischer Signifikanz
einzuführen,
und auch als ein Vorläufer
für die
Organokuprataddition an der C-7-Position beschrieben, was die Einführung von
signifikant sperrigen Substituenten wie Trimethylsilyl ermöglicht.
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C-7-Silylierung
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Eine wirksame Alkalimetall-, wie
eine Lithium- oder Kalium-assistierte Alkylierungs- oder Heteroatomeinführungsstrategie
oder eine organometallisch-vermittelte Alkylierung oder Heteroatomeinführung in
das Camptothecin ist bis jetzt auf Grund der extremen Sensitivität des C-S-Benzylprotons und
der E-Ring-Methylenprotonen, die mit der Laktonhälfte assoziiert sind, noch
nicht erfolgreich durchgeführt
worden. Konventionelle Alkylierungsverfahren leiden unter diesen
schweren Nachteilen, daß zumindest
diese zwei aziden Stellen des Moleküls durch Äquivalente der Basen angegriffen
werden würden.
Angesichts dieser Aspekte wurde eine anhaltende Anstrengung unternommen
diese Probleme zu umgehen. Es wurden ohne Erfolg mehrere Palladium-vermittelte
Kreuzkopplungsreaktionen versucht. Das Versagen, das gewünschte Produkt
via einem Organopalladium-Intermediat
zu liefern, legte die sterische Behinderung der signifikant sperrigeren
Trimethylsilyl-Gruppe an C-7 nahe. Zusätzlich generierten mehrere
Minisci-Typ-Reaktionen in situ eine freie radikalische Alkylierung
an der Elektronen-defizienten C-7-Position. Während unseren, mit der Untersuchung
befaßten
Anstrengungen erfanden wir die folgende, hoch effiziente Methodologie.
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Als eine bevorzugte Ausführungsform
dieser Erfindung stellen wir eine elegante Organokuprat-vermittelte
Verdrängung
einer C-7-Triflat-Hälfte
mit einer Trimethylsilylgruppe bereit. Das Organokupfer-Konjugat, das
analog dem Noyori-Verfahren von Kupferiodid, n-Butylphosphin und
Trimethylsilyllithium abgeleitet ist, illustrierte seine Versalität das C-7-Triflat
zu verdrängen,
vorzugsweise ohne mit den C-5-Benzylprotonen oder C-17-Methylenprotonen
bei niederen Temperaturen zu interferieren. Das Trimethylsilyl-Anion
wird zweckmäßig von
Hexamethyldisilan in der Anwesenheit einer geeigneten organischen
Base bei niederen Temperaturen erzeugt.
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Auf der anderen Seite wird die Einführung der
(Trimethylsilyl)ethyl-Gruppe an C-7 via der Minisci-Typ-Alkylierung
durchgeführt.
Das Schlüssel-Silyl-Synthon wird aus
(Trimethylsilyl)propanol hergestellt. Der Alkohol wird zu dem entsprechendem
Aldehyd oxidiert, wobei Pyridiniumchlorchromat in Methylenchlorid
bei Raumtemperatur verwendet wird. Das auf diese Weise erhaltene
Aldehyd wird dann fraktioniert, um die selbstkondensierten Aldolprodukte
zu entfernen. Die Minisci-Typ-Alkylierung wird an Camptothecin durchgeführt, wobei
der gesamte synthetische Ansatz auf ein Ein-Schritt-Verfahren reduziert
werden könnte.
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Die folgenden Schaubilder illustrieren
die allgemeinen Verfahren, die verwendet wurden, um die neuen Camptotecin-Derivate
dieser Erfindung herzustellen.
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Das Schaubild I illustriert die Herstellung
von C7-Acyl-Derivaten dieser Erfindung und auch die Herstellung
des 20-Deoxy-Derivats von CPT.
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Die selektive Acylierung an der C7-Position
des B-Rings wird durch die oben beschriebenen Verfahren erreicht.
In dem oben gezeigten Schaubild repräsentiert „A" eine Alkylkette mit 1–6 Kohlenstoffatomen,
besonders vorzugsweise mit 1–2
Kohlenstoffatomen, um ein 7-Acetyl-CPT oder 7-Propionyl-CPT zu bilden, und R11 ist Hydroxy.
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Die Konversion der 20-Hydroxy-Hälfte zu
einem Wasserstoffatom wird durch eine selektive C-20-Dehydroxlierung
erreicht. Die neuartige Dehydroxylierung wird durch den Einsatz
der Versalität
von Lawsson-Reagenz
oder behutsamer durch die Konvertierung der 20-Hydroxyl-Hälfte in
eine bessere Abgangsgruppe, vorzugsweise ein Trimethansulfonyloxy-Block,
durchgeführt,
gefolgt von einer reduktiven Spaltung unter Verwendung eines entsprechenden
Stannylhydrids.
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Das Schaubild II illustriert die
Herstellung von 7-Halo-CPT und auch die Herstellung des Schlüssel-Intermediats
7-Keto-CPT. Der Erste Schritt bei der Synthese dieser beiden Verbindungen
ist die Konversion von CPT zu Camptothecin-1-oxid. Im Schaubild
II ist R11 typischerweise eine geschützte Hydroxy-Hälfte, zum
Beispiel ein aliphatischer Ether oder eine Acyloxy-Hälfte, besonders vorzugsweise
eine Acetoxy-Hälfte,
die, nachdem die 7-Position-Hälften angehängt wurden,
zu Hydroxy konvertiert wurde. Die Hydroxy-Gruppe wird somit vor
einer Reaktion mit dem Halogenierungsmittel geschützt. Eine
typische Deprotektion der 20-O-Acetyl-Hälfte und die Konversion zu
20-Hydroxy wird durch die Verwendung von Alkalimetallsalzen und
Alkoholen durchgeführt,
besonders vorzugsweise mit Kaliumcarbonat und Methanol.
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Die Halogenierung an C-7 wird durch
die allgemeinen Verfahren, die oben beschrieben sind, erreicht. Die
Konversion und Regiospezifität
von CPT-1-Oxid zu
7-Oxo-dihydro-CPT (7-Keto-CPT) ist ebenfalls oben beschreiben, wobei
die am meisten bevorzugten Verfahren in Beispiel 3 unten behandelt
werden. 7-Keto-CPT wird umfassend als ein Schlüssel-Intermediat bei vielen
der selektiven Schaubilder zur Herstellung der 7-substituierten
CPT-Derivate dieser Erfindung verwendet. Die Schaubilder III und
IV zeigen diese synthetischen Verfahren zur Herstellung der neuen
CPT-Derivate dieser Erfindung im Detail.
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Das Schaubild III illustriert die
Synthese des 7-Trifluormethansulfonyloxy-Intermediats, welches der Schlüssel für die Substitution
der verschiedenen 7-Position-Hälften ist,
welche den Aufgabengegenstand dieser Erfindung bilden.
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Wie gezeigt, wurde 7-Keto-CPT, nach
der Protektion der Hydroxy-Gruppe wie oben beschrieben in Verbindung
mit dem Schaubild II, allerdings in diesem Fall gegen Triflylation,
in das 7-Triflat-Intermediat durch die Reaktion mit einem Sulfatester
und einem Alkalimetallsalz und dann mit Trifluormethansulfonsäureanhydrid
(Hexaflourdimethylsulfonylether) konvertiert. Das resultierende
7-Triflat-Intermediat besitzt für
die Substitutionsreaktionen, die an dem Molekül durchzuführen sind, exzellente Eigenschaften,
was es ermöglicht
diverse Hälften
an dem CPT-Skelett zu befestigen.
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Das Schaubild IV illustriert die
Synthese der neuen C7-substituierten CPT-Derivate dieser Erfindung. Das Schlüsselintermediat,
7-Trifluormethansulfonyloxy-CPT,
wird zu einer der neuen Verbindungen dieser Erfindung konvertiert,
indem die allgemeinen Verfahren, die in der Spezifikation, supra,
behandelt werden, gefolgt wird.
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Die zwei allgemeinen Hälften, die
direkt mit der Triflyloxy-Hälfte
substituiert werden, sind die Silyl- und Thioether-Hälften, die
in Schaubild IV gezeigt sind. Wie oben dargelegt werden die Silyl-Hälften durch
eine modifizierte Stille-Kopplung gebildet, wobei eine Palladium-vermittelte
Tributylzinnalkylsilan-Substitution verwendet wird. Das ( )n- bezieht sich eine Alkyl(oder Alkenyl-
oder Alkynyl-) Gruppe, wobei n für
die Anzahl der Kohlenstoffatome steht, vorzugsweise 0 bis 6 und
besonders vorzugsweise 0 bis 3. Wenn n 0 ist, dann verwendet die
bevorzugte Synthese eine Organolithium-vermittelte Verdrängung unter
Verwendung von Hexamethyldisilan als das bevorzugte Reagenz.
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Die Silyl-Hälften können zu 7-Alkenyl- oder 7-Alkynyl-Hälften (bezeichnet
durch den Buchstaben „Z") konvertiert werden,
indem sie mit einem Alkalimetallsalz zur Reaktion gebracht werden,
welches sowohl die Silyl-Hälfte entfernt
als auch dazu dient, die 20-O-Acetyl-Hälfte zu Hydroxy zu konvertieren.
Die 7-Alkenyl- und 7-Alkynyl-substituierten CPT-Derivate können auch
direkt aus dem 7-Triflat durch die modifizierte Stille-Kopplung
wie oben beschrieben hergestellt werden.
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Die 7-Thioether werden durch die
Reaktion des 7-Triflats mit dem geeigneten Alkylsulfid unter basischen
Bedingungen hergestellt. In dem gezeigten Schaubild steht ( )m- für
eine Alkyl- (oder Alkenyl- oder Alkynyl-) Gruppe und m ist 0 bis
6, vorzugsweise 0 bis 3. Y ist eine optionale Silyl-Hälfte wie
Trimethylsilyl, die optional an das terminate Ende des Reagenzes
angehängt wird
und auf die resultierende Verbindung transferiert wird. Ein Beispiel
für ein
solches Thioetheneagenz ist 1-Trimethylsilyl-2-mercaptoethan, das
7-(β-Trimethylsilyl)ethylthio-CPT
bilden würde.
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Die 7-Thioether können zu 7-Sulfinyl-Derivaten
durch die Reaktion mit einer Persäure, wie einer Perbenzoesäure, besonders
vorzugsweise einer m-Chlorperbenzoesäure, konvertiert
werden. Andere Derivate können
durch die Verwendung der oben beschriebenen Synthesen in Verbindung
mit den unten aufgeführten spezifischen
Beispielen hergestellt werden.
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Spezifische
Beispiele
-
Die folgenden nicht-einschränkenden
Beispiele illustrieren die Erfindung. „Florisil" ist eine registrierte Marke.
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BEISPIEL 1
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7-Acetylcamptothecin
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Es wurde Camptothecin (5 g, 14,36
mmol) in Trifluoressigsäure
: Essigsäure
(60 ml; Verhältnis
1 : 1) gelöst
und deionisiertes Wasser (15 ml) und frisch destilliertes Acetaldehyd
(20 ml; Überschuß) zugegeben, gefolgt
von der tropfenweisen Zugabe konzentrierter Schwefelsäure (5 ml)
bei 0°C
unter Verwendung eines Eisbads über
einen Zeitraum von 15 min. In das oben genannte, gerührte Reaktionsmedium
wurde dann eine 70% wässerige
Lösung
aus t-Butylhydroperoxide (3 ml) eingeführt, gefolgt von Eisensulfatheptahydrat
(7,8 g, 28 mmol) in 1 ml Wasser. Die Reaktionsmischung wurde dann
bei 0°C
bis 25°C
für weitere
24 Stunden gerührt. Die
Reaktionsmischung wurde dann mit Wasser verdünnt und mit Diethylether (500
ml × 1),
Chloroform (250 ml × 1)
und dann unter Verwendung von n-Butanol(250 ml × 4) extrahiert. Die organischen
Anteile wurden unter Verwendung von Diethylether und Chloroform
extrahiert und als die Fraktionen verworfen, denen das gewünschte Produkt
fehlt, während
der n-Butanol-Teil bis zu Trockenen bei 40°C konzentriert wurde und das
rohe Produkt aus einer 90% Chloroform-Methanol-Mischung rekristallisiert
wurde, um 4,2 g von der in der Überschrift
genannten Verbindung (75% Ausbeute) zu erhalten.
1H
NMR (300 MHz; d6-DMSO): 0,87 δ (3H,
t, J = 7 Hz); 1,86 δ (2H,
q, J = 5 Hz); 2,78 δ (3H,
s); 5,29 δ (2H,
m); 5,38 δ (2H,
m); 6,51 δ (1H,
bs, OH); 7,35 δ (1H,
s); 7,78 δ (1H,
t, J = 13,5 Hz); 7,92 δ (1H,
t, J = 7,64 Hz); 8,13 δ (1H,
d, J = 8,35 Hz); 8,23 d (1H, d, J = 8,38 Hz)
13C
NMR: δ 7,84,
30,41, 31,7, 50,27, 65,35, 73,21, 97,42, 119,78, 123,26, 124,86,
126,12, 131,4, 138,5, 143,87, 143,25, 145,31, 149,34, 150,05, 156,63,
157,68, 172,46, 205,05
FAB-MS: 391 (M + 1)
-
BEISPIEL 2
-
7-Propionylcamptothecin
-
Es wurde Camptothecin (1 g, 2,8 mmol)
in Trifluoressigsäure-Essigsäure (6 ml;
Verhältnis
1 : 1) und deionisiertes Wasser (3 ml) und frisch destilliertes
Propionaldehyd (3 ml; Überschuß) zugegeben,
gefolgten von der tropfenweisen Zugabe konzentrierter Schwefelsäure (1 ml)
bei 0°C
unter Verwendung eines Eisbads während
15 min. In das oben genannte, gerührte Reaktionsmedium wurde
dann eine 70% wässerige
Lösung aus
t-Butylhydroperoxide
(3 ml) eingeführt,
gefolgt von Eisensulfatheptahydrat (1,56 g, 5,6 mmol) in 1 ml Wasser.
Die Reaktionsmischung wurde dann bei 0°C bis 25°C für weitere 24 Stunden gerührt. Die
Reaktionsmischung wurde dann mit Wasser verdünnt und mit Diethylether (100
ml × 1),
Chloroform (50 ml × 1)
und dann unter Verwendung von n-Butanol (100 ml × 4) extrahiert.
-
Die organischen Anteile wurden unter
Verwendung von Diethylether und Chloroform herausextrahiert und
als die Fraktionen verworfen, denen das gewünschte Produkt fehlt, während der
n-Butanol-Teil bis zu Trockenen bei 40°C konzentriert wurde und das
rohe Produkt aus einer 90% Chloroform-Methanol-Mischung rekristallisiert wurde,
um 0,86 g von der in der Überschrift
genannten Verbindung (74% Ausbeute) zu erhalten.
1H
NMR (300 MHz; d6-DMSO): 0,87 δ (3H,
t, J = 7 Hz); 1,26 δ (3H,
t, J = 6,8 Hz); 1,84 δ (2H,
q, J = 5 Hz); 3,15 δ (2H,
q, J = 5,1 Hz); 5,29 δ (2H,
m); 5,38 δ (2H,
m); 6,51 δ (1H,
bs); 7,35 δ (1H,
s); 7,72 δ (1H,
t, J = 13,5 Hz); 7,90 δ (1H,
t, J = 7,64 Hz); 7,98 δ (1H,
d, J = 8,35 Hz); 8,20 δ (1H,
d, J = 8,38 Hz)
13C NMR: δ 7,54, 7,74,
30,31, 36,7, 49,81, 65,21, 72,33, 96,88, 119,48, 123,12, 125,69,
130,63, 131,72, 140,97, 143,14, 143,25, 145,31, 149,97, 156,55,
157,68, 172,36, 204,91
FAB-MS: 405 (M + 1)
-
BEISPIEL 3
-
7-Oxo-dihydrocamptothecin
(auch 7-Ketocamptothecin oder Camptothecinon genannt)
-
Es wurde Camptothecin-1-oxide (1
g, 2,7 mmol) in Trifluoressigsäure
(2 ml) und wasserfreiem Methylenchlorid (15 ml) gelöst und Trifluoressigsäureanhydrid
(16 ml) zugegebenen. Die Reaktionsmischung wurde dann unter einem
positiven Druck von Argon zur 48 refluxiert. Dann wurde die Reaktionsmischung
auf Raumtemperatur abgekühlt
und mit Wasser (15 ml) verdünnt
und zur 6 Stunden gerührt.
Das Produkt wurde dann ausgefällt,
indem die Reaktionsmischung in zerstoßenes Eis gegossen wurde. Das
präzipitierte
Produkt wurde dann gefiltert, mit einem Überschuß Wasser und einmal mit Diethylether
gewaschen und unter Vakuum getrocknet, um 687 mg des gewünschten
Produkts (66% Ausbeute) zu erhalten.
1H
NMR (300 MHz; d6-DMSO): 0,87 δ (3H,
t, J = 7 Hz); 1,96 δ (2H,
q, J = 5 Hz); 5,86 δ (2H,
m); 5,40 δ (2H, m);
6,81 δ (1H,
bs); 7,38 δ (1H,
t, J = 13,5 Hz); 7,47 δ (1
H, s); 7,71 δ (1H,
t, J = 7,64 Hz); 7,73 δ (1H,
d, J = 8,35 Hz); 8,14 δ (1H,
d, J = 8,38 Hz)
13C NMR: δ 6,89, 29,55,
49,6, 66,123, 79,90, 94,78, 105,12, 118,48, 123,31, 124,26, 124,95,
132,06, 141,69, 143,55, 155,35, 164,88, 200,432
FAB-MS: 461
(M + 1 für
das Trifluormethansulfonsäuresalz)
-
BEISPIEL 4
-
7-Trifluormethansulfonyloxy-20-O-acetylcamptothecin
-
Es wurde 20-O-Acetylcamptothecinon
(220 mg, 0,54 mmol) in wasserfreiem Pyridin (4 ml) und wasserfreiem
Methylenechlorid (10 ml) gelöst.
Die oben genannte Lösung
wurde gut gerührt
während
die Temperatur unter Verwendung eines Eisbads auf –10°C erniedrigt
wurde. Dann wurde zu ihr langsam Trifluormethansulfonsäureanhydrid
(0,5 ml, 1,05 mol) eingeführt
und die Reaktion bis zum Abschluß fortgesetzt. Die Reaktionsmischung
wurde dann mit Methylenchlorid (20 ml) verdünnt, mit Wasser gewaschen und
der organische Anteil bis zu Trockenen konzentriert. Das auf diese
Weise erhaltene Produkt wurde im Anschluß an die Analyse als im Wesentlichen
rein für
den nachfolgenden Schritt vorgefunden.
1H
NMR (300 MHz; CDCl3): 0,87 δ (3H, t,
J = 5,4 Hz); 2,12 δ (2H,
q, J = 7,2 Hz); 2,21 δ (3H,
s); 5,42 δ (2H, ABq,
J1 = 17,5 Hz; J2 =
6,1 Hz); 5,49 δ (2H,
q, J = 2,5 Hz); 7,14 δ (1H,
s); 7,97 δ (1H,
t, J = 7,2 Hz); 8,05 δ (1H, t,
J = 7,9 Hz); 8,12 δ (1H,
d, J = 8,4 Hz); 8,35 δ (1H,
d, J = 6,2 Hz)
FAB-MS: 540 (M + 1)
-
BEISPIEL 5
-
20-O-Acetyl-7-chlorcamptothecin
-
Es wurde 20-O-Acetylcamptothecin-1-oxide
(800 mg, 1,96 mmol) als eine Suspension in Phosphoroxychlorid (10
ml) aufgenommen und bei 40°C
für 48
Stunden unter einem positiven Schutzmantel aus inertem Gas gerührt. Die
Reaktionsmischung wurde dann mit Methylenchlorid (25 ml) verdünnt und
unter Verwendung eines Eisbads auf 0°C abgekühlt. Die Reaktionsmischung
wurde dann mit Wasser (50 ml) verdünnt und für 3 Stunden gerührt. Der
organische Anteil wurde dann unter Verwendung von Methylenchlorid
(50 ml × 5)
herausextrahiert, konzentriert und durch ein Bett aus Silikagel
unter Verwendung von Chloroform laufen gelassen (Englisch: flashed),
um das gewünschte
Produkt (642 mg; 77,1%) zu erhalten.
1H
NMR (300 MHz; CDCl3): 0,90 δ (3H, t,
J = 5,4 Hz); 2,12 δ (2H,
q, J = 7,2 Hz); 2,21 δ (3H,
s); 5,42 δ (2H, ABq,
J1 = 17,5 Hz; J2 =
6,1 Hz); 5,49 δ (2H,
q, J = 2,5 Hz); 7,07 δ (1H,
s); 7,87 δ (1H,
t, J = 7,2 Hz); 7,95 δ (1H, t,
J = 7,9 Hz); 8,21 δ (1H,
d, J = 8,4 Hz); 8,27 δ (1H,
d, J = 6,2 Hz)
FAB-MS: 425,1 (M + 1)
-
BEISPIEL 6
-
7-Chlorcamptothecin
-
Es wurde 20-O-acetyl-7-chlorcamptothecin
(100 mg, 0,23 mmol) in Reinheitsgrad-Methanol (20 ml) gelöst und wässeriges
Kaliumcarbonat (20 mg in 5 ml Wasser) zugegeben und die Mischung
für 1 Stunde
bei Raumtemperatur gerührt.
Die resultierende Reaktionsmischung wurde unter Vakuum auf 5 ml
konzentriert und mit Wasser (20 ml) verdünnt. Das präzipierte Produkt wurde dann
gefiltert, getrocknet und als das gewünschte Produkt (60 mg; 67%)
analysiert.
1H NMR (300 MHz; CDCl3): 0,87 δ (3H,
t, J = 5,4 Hz); 1,85 δ (2H,
q, J = 7,2 Hz); 3,6 δ (1H,
s); 5,31 δ (2H,
s); 5,43 δ (2H,
s); 7,07 δ (1H,
s); 7,87 δ (1H,
t, J = 7,2 Hz); 7,95 δ (1H,
t, J = 7,9 Hz); 8,21 δ (1H,
d, J = 8,4 Hz); 8,27 δ (1H,
d, J = 6,2 Hz)
13C NMR: δ 7,54, 30,31,
49,81, 65,21, 72,33, 96,88, 119,48, 123,12, 125,69, 126,96, 130,63,
131,72, 140,97, 143,14, 143,25, 145,31, 149,97, 156,55, 157,68,
172,36
FAB-MS: 383,1 (M + 1)
-
BEISPIEL 7
-
20-O-Acetyl-7-vinylcamptothecin
-
Es wurde 20-O-Acetyl-7-triflat (100
mg, 0,1855 mmol) in wasserfreiem und entgastem wasserfreiem Dimethylformamid
(5 ml) gelöst
und Zinkchlorid (50,5 mg, 0,371 mmol) zugegeben. Dazu wurde dann
Tris(dibenzylidenacetonyl)bispalladium(0) (17 mg, 0,371 mmol) zugegeben,
gefolgt von Tri(2-furyl)phosphin (20 mg, 0,074 mmol). Die resultierende
Lösung
wurde dann für
etwa 30 Minuten bei Raumtemperatur gerührt. Dann wurde Vinyltributylzinn
(60 ml, 0,223 mmol) zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde dann
bei Raumtemperatur für
48 Stunden gerührt.
Die resultierende dunkelbraun gefärbte Reaktionsmischung wurde
dann mit Methylenchlorid (25 ml) verdünnt, gefiltert und mit Wasser
gewaschen (15 ml). Das rohe Produkt, das nach der Konzentration
erhalten wurde, wurde dann durch ein säulenartiges Bett aus aktiviertem
Magnesiumsilikat „Florisil" laufen gelassen,
die Fraktionen vereinigt, konzentriert, unter Vakuum getrocknet
und analysiert.
1H NMR (300 MHz; CDCl3): 0,87 δ (3H,
t, J = 5,4 Hz); 1,85 δ (2H,
q, J = 7,2 Hz); 2,31 δ (3H,
s); 3,6 δ (1H,
s); 5,42 δ (2H,
ABq, J1 = 17,5 Hz; J2 =
6,1 Hz); 5,61 δ (2H1
s); 6,15 δ (2H,
dd, J = 12,8 Hz); 6,4 δ (1H,
d, J = 2,5 Hz); 7,07 δ (1H,
s); 7,87 δ (1H,
t, J = 7,2 Hz); 7,95 δ (1H,
t, J = 7,9 Hz); 8,21 δ (1H,
d, J = 8,4 Hz); 8,27 δ (1H, d,
J = 6,2 Hz)
-
BEISPIEL 8
-
7-Vinylcamptothecin
-
Es wurde 20-O-Acetyl-7-vinylcamptothecin
(100 mg, 0,23 mmol) in Reinheitsgrad-Methanol (20 ml) gelöst und wässeriges
Kaliumcarbonat (20 mg in 5 ml Wasser) zugegeben und die Mischung
für 2 Stunden
bei niedriger Temperatur gerührt.
Die resultierende Reaktionsmischung wurde auf einen pH 4 unter Verwendung von
1 N HCl angesäuert
und das präzipitierte
Produkt gefiltert, getrocknet und als das gewünschte Produkt (30 mg; 47%)
analysiert.
1H NMR (300 MHz; CDCl3): 0,87 δ (3H,
t, J = 5,4 Hz); 1,85 δ (2H,
q, J = 7,2 Hz); 3,6 δ (1H,
s); 5,42 δ (2H,
ABq, J1 = 17,5 Hz; J2 =
6,1 Hz); 5,61 δ (2H,
m); 6,15 δ (2H,
dd, J = 12,8 Hz); 6,4 δ (1H,
d, J = 2,5 Hz); 7,07 δ (1H, s);
7,87 δ (1H,
t, J = 7,2 Hz); 7,95 δ (1H,
t, J = 7,9 Hz ; 8,21 δ (1H,
d, J = 8,4 Hz); 8,27 δ (1H,
d, J = 6,2 Hz)
13C NMR: δ 7,54, 30,31,
49,81, 65,21, 72,33, 96,88, 99,6, 119,48, 123,12, 125,69, 126,96,
130,63, 131,72, 137,2, 140,97, 143,14, 143,25, 145,31, 149,97, 156,55,
157,68, 172,36
FAB-MS: 373 (M + 1)
-
BEISPIEL 9
-
20-O-Acetyl-7-[(γ-trimethylsilyl)propyn-2-yl)]camptothecin
-
Es wurde das 20-O-Acetyl-7-triflate
(100 mg, 0,1855 mmol) in wasserfreiem und entgastem wasserfreiem
Dimethylformamid (5 ml) gelöst
und Zinkchlorid (50,5 mg, 0,371 mmol) zugegeben. Dazu wurde dann Tris(dibenzylidenacetonyl)bispalladium(0)
(17 mg, 0,371 mmol) und Düsopropylethylamin
(50 μl)
zugegeben, gefolgt von Tri(2-furyl)phosphin (20 mg, 0,074 mmol).
Die resultierende Lösung
wurde für
etwa 30 Minuten bei Raumtemperatur gerührt. Dann wurde propargylisches
Trimethylsilan (Prop-2-ynyl-trimethylsilan)
(0,1 ml) zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde dann bei Raumtemperatur
für 48
Stunden gerührt.
Die resultierende dunkelbraun gefärbte Reaktionsmischung wurde
dann mit Methylenchlorid (25 ml) verdünnt, gefiltert und mit Wasser
gewaschen (15 ml). Das rohe Produkt, das nach der Konzentration
erhalten wurde, wurde dann durch ein säulenartiges Bett aus „Florisil" laufen gelassen,
die Fraktionen vereinigt, konzentriert, unter Vakuum getrocknet
und analysiert.
1H NMR (300 MHz; CDCl3): 0,38 δ (9H,
s); 0,87 δ (3H,
t, J = 5,4 Hz); 2,3 δ (2H,
q, J = 7,2 Hz); 2,31 δ (3H,
s); 5,42 δ (2H,
ABq, J1 = 17,5 Hz; J2 =
6,1 Hz); 5,61 δ (2H,
m); 7,07 δ (1H,
s); 7,87 δ (1H,
t, J = 7,2 Hz); 7,95 δ (1H,
t, J = 7,9 Hz); 8,21 δ (1H,
d, J = 8,4 Hz); 8,27 δ (1H,
d, J = 6,2 Hz)
-
BEISPIEL 10
-
20-O-Acetyl-7-(methylthio)camptothecin
-
Das Intermediat-Triflat (100 mg,
0,185 mmol) wurde in wasserfreiem 1,4-Dioxan gelöst und unter einem Argonstrom
auf 0°C
abgekühlt.
Dazu wurden dann Düsopropylethylamin
(0,1 ml; 0,557 mmol) zugegeben und Methanthiol für 5 Minuten langsam hineingeperlt
und die Reaktionsmischung dann unter einem Ballondruck für 15 Stunden
gerührt.
Nach 15 Stunden wurde die Reaktionsmischung mit Methylenchlorid
(25 ml) verdünnt
und mit Wasser (20 ml × 4)
gewaschen, über
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet, gefiltert und konzentriert,
um das rohe Produkt von der in der Überschrift genannten Verbindung
mit einer Ausbeute von etwa 80,5% zu erhalten.
1H
NMR (300 MHz; CDCl3): 0,87 δ (3H, t,
J = 5,4 Hz); 2,31 δ (2H,
q, J = 7,2 Hz); 2,28 δ (3H,
s); 2,31 δ (3H,
s); 5,42 δ (2H,
ABq, J1 = 17,5 Hz; J2 =
6,1 Hz); 5,61 δ (2H,
m); 7,07 δ (1H,
s); 7,65 δ (1H,
t, J = 7,2 Hz); 7,75 δ (1H,
t, J = 7,9 Hz); 8,1 δ (1H,
d, J = 8,4 Hz); 8,61 d (1H, d, J = 6,2 Hz),
FAB-MS: 438 (M
+ 1)
-
BEISPIEL 11
-
7-(Methylthio)camptothecin
-
Es wurde 20-O-Acetyl-7-(methylthio)camptothecin
(100 mg, 0,23 mmol) in Reinheitsgrad-Methanol (20 ml) gelöst und wässeriges
Kaliumcarbonat (25 mg in 0,1 ml Wasser) zugegeben und die Mischung
für etwa 3
Stunden bei niedriger Temperatur gerührt. Die resultierende Reaktionsmischung
wurde mit 1 N HCl angesäuert,
um die Laktonform der Verbindung zu präzipitieren. Das präzipitierte
Produkt wurde dann gefiltert, mit Wasser (10 ml × 4) und mit Ether (10 ml)
gewaschen und unter Vakuum getrocknet. Das blaßgelbe Pulver wurde dann als
das gewünschte
Produkt (65 mg; 77%) analysiert.
1H
NMR (300 MHz; CDCl3): 0,87 δ (3H, t,
J = 5,4 Hz); 2,28 δ (2H,
q, J = 7,2 Hz); 2,31 δ (3H,
s); 3,6 δ (1H,
s); 5,42 δ (2H,
ABq, J1 = 17,5 Hz; J2 =
6,1 Hz); 5,61 δ (2H,
s); 7,07 δ (1H,
s); 7,65 δ (1H,
t, J = 7,2 Hz); 7,75 δ (1H, t,
J = 7,9 Hz); 8,1 δ (1H,
d, J = 8,4 Hz); 8,61 δ (1H,
d, J = 6,2 Hz)
FAB-MS: 394 (M + 1)
-
BEISPIEL 12
-
20-O-Acetyl-7-(methylsulfinyl)camptothecin
-
Es wurde 20-Acetoxy-7-(methylthio)camptothecin
(25 mg, 0,057 mmol) in wasserfreiem Methylenchlorid (10 ml) gelöst und unter
Verwendung eines Eisbads unter einem Argonstrom auf 0°C abgekühlt. Dann
wurde frisch aufgereinigte m-Chlorbenzoesäure (10,3 mg, 1 Äquivalent)
zugegeben und die Reaktionsmischung für 2 Stunden bei niedriger Temperatur
gerührt.
Die Reaktionsmischung wurde dann mit Methylenchlorid (20 ml) verdünnt und
dann mit Wasser (10 ml × 4)
gewaschen, getrocknet und konzentriert, um die in der Überschrift
genannte Verbindung in der rohen Form zu erhalten. Das Produkt wurde
dann über
einem Bett aus „Florisil" unter Verwendung
von 10% Methanol in Chloroform flash-chromatographiert, um das gewünschte Sulfoxid
als eine diastereomere Mischung mit 60% Ausbeute zu liefern.
1H NMR(300 MHz; CDCl3):
0,87 δ (3H,
t, J = 5,4 Hz); 2,29 δ (2H,
q, J = 7,2 Hz); 2,31 δ (3H,
s); 3,32 δ (3H,
s); 5,42 δ (2H,
ABq, J1 = 17,5 Hz; J2 =
6,1 Hz); 5,61 δ (2H,
m); 7,07 δ (1H,
s); 7,65 δ (1H,
t, J = 7,2 Hz); 7,75 δ (1H,
t, J = 7,9 Hz); 8,1 δ (1
H, d, J = 8,4 Hz); 8,61 δ (1H,
d, J = 6,2 Hz)
FAB-MS: 454 (M + 1)
-
BEISPIEL 13
-
7-(Methylsulfinyl)camptothecin
-
Es wurde 20-O-Acetyl-7-(methylsulfinyl)camptothecin
(100 mg, 0,18 mmol) in Reinheitsgrad-Methanol (20 ml) gelöst und wässeriges
Kaliumcarbonat (25 mg in 0,1 ml Wasser) zugegeben und die Mischung
für etwa 3
Stunden bei niedriger Temperatur gerührt. Die resultierende Reaktionsmischung
wurde mit 1 N HCl angesäuert,
um die Laktonform der Verbindung zu präzipitieren. Das präzipitierte
Produkt wurde dann gefiltert, mit Wasser (10 ml × 4) und mit Ether (10 ml)
gewaschen und unter Vakuum getrocknet. Das blaßgelbe Pulver wurde dann als
das gewünschte
Produkt (65 mg; 61%) analysiert.
1H
NMR (300 MHz; CDCl3): 0,87 δ (3H, t,
J = 5,4 Hz); 2,21 δ (2H,
q, J = 7,2 Hz); 3,6 δ (1H,
s); 5,42 δ (2H,
ABq, J1 = 17,5 Hz; J2 =
6,1 Hz); 5,61 δ (2H,
m); 7,07 δ (1H,
s); 7,65 δ (1H,
t, J = 7,2 Hz); 7,75 δ (1H,
t, J = 7,9 Hz); 8,1 δ (1H,
d, J = 8,4 Hz); 8,61 δ (1H,
d, J = 6,2 Hz)
FAB-MS: 411 (M + 1)
-
BEISPIEL 14
-
20-O-Acetyl-7-(ethylthio)camptothecin
-
Das Intermediat-Triflat (100 mg,
0,186 mmol) wurde in wasserfreiem 1,4-Dioxan gelöst und unter einem Argonstrom
auf 0°C
abgekühlt.
Dazu wurden dann Düsopropylethylamin
(0,1 ml; 0,557 mmol) und Ethanthiol (0,4 ml) langsam zugegeben.
Die Reaktionsmischung dann unter einem Ballondruck in einem gut durchlüfteten Abzug
für 15
Stunden gerührt.
Nach 15 Stunden wurde die Reaktionsmischung mit Methylenchlorid
(25 ml) verdünnt
und mit Wasser (20 ml × 4)
gewaschen, über
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet, gefiltert und konzentriert,
um das rohe Produkt von der in der Überschrift genannten Verbindung
mit einer Ausbeute von etwa 80,5% zu erhalten.
1H
NMR (300 MHz; CDCl3): 0,87 δ (3H, t,
J = 5,4 Hz); 1,26 δ (3H,
t, J = 5,8 Hz); 2,21 δ (2H,
q, J = 7,2 Hz); 2,31 δ (3H,
s); 3,19 δ (2H,
q, J = 7,2 Hz); 3,6 δ (1H,
s); 5,42 δ (2H,
ABq, J1 = 17,5 Hz; J2 =
6,1 Hz); 5,61 δ (2H,
m); 7,07 δ (1H,
s); 7,65 δ (1H,
t, J = 7,2 Hz); 7,75 δ (1H,
t, J = 7,9 Hz); 8,1 δ (1H,
d, J = 8,4 Hz); 8,58 δ (1H,
d, J = 6,2 Hz)
FAB-MS: 468 (M + 1)
-
BEISPIEL 15
-
7-(Ethylthio)camptothecin
-
Es wurde 20-O-Acetyl-7-(ethylthio)camptothecin
(100 mg, 0,21 mmol) in Reinheitsgrad-Methanol (20 ml) gelöst und wässeriges
Kaliumcarbonat (25 mg in 0,1 ml Wasser) zugegeben und die Mischung
für etwa
3 Stunden bei niedriger Temperatur gerührt. Die resultierende Reaktionsmischung
wurde mit 1 N HCl angesäuert,
um die Laktonform der Verbindung zu präzipitieren. Das präzipitierte
Produkt wurde dann gefiltert, mit Wasser (10 ml × 4) und mit Ether (10 ml)
gewaschen und unter Vakuum getrocknet. Das blaßgelbe Pulver wurde dann als
das gewünschte
Produkt (69 mg; 76%) analysiert.
1H
NMR (300 MHz; CDCl3): 0,87 δ (3H, t,
J = 5,4 Hz); 1,26 δ (3H,
t, J = 5,8 Hz); 2,21 δ (2H,
q, J = 7,2 Hz); 3,19 δ (2H,
q, J = 7,2 Hz); 3,6 δ (1H,
s); 5,42 δ (2H,
ABq, J1 = 17,5 Hz; J2 =
6,1 Hz); 5,61 δ (2H,
m); 7,07 δ (1H,
s); 7,65 δ (1H,
t, J = 7,2 Hz); 7,75 δ (1H,
t, J = 7,9 Hz); 8,1 δ (1H,
d, J = 8,4 Hz); 8,58 δ (1H,
d, J = 6,2 Hz)
FAB-MS: 425 (M + 1)
-
BEISPIEL 16
-
20-O-Acetyl-7-(isopropylthio)camptothecin
-
Das Intermediat-Triflat (100 mg,
0,186 mmol) wurde in wasserfreiem 1,4-Dioxan gelöst und unter einem Argonstrom
auf 0°C
abgekühlt.
Dazu wurden dann Diisopropylethylamin (0,1 ml; 0,557 mmol) und Isopropanthiol
(1 ml) langsam zugegeben und die Reaktionsmischung dann unter einem
Ballondruck in einem gut durchlüfteten
Abzug für
15 Stunden gerührt.
Nach 48 Stunden wurde die Reaktionsmischung mit Methylenchlorid
(25 ml) verdünnt
und mit Wasser (20 ml × 4)
gewaschen, über
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet, gefiltert und konzentriert,
um das rohe Produkt von der in der Überschrift genannten Verbindung
mit einer Ausbeute von etwa 60,5% zu erhalten.
1H
NMR (300 MHz; CDCl3): 0,87 δ (3H, t,
J = 5,4 Hz); 1,26 δ (6H,
d, J = 5,8 Hz); 2,19 δ (2H,
q, J = 7,2 Hz); 2,31 δ (3H,
s); 3,59 δ (2H,
q, J = 7,2 Hz); 5,42 δ (2H,
ABq, J1 = 17,5 Hz; J2 =
6,1 Hz); 5,61 δ (2H,
m); 7,07 δ (1H,
s); 7,65 δ (1H,
t, J = 7,2 Hz); 7,75 δ (1H,
t, J = 7,9 Hz); 8,1 δ (1H,
d, J = 8,4 Hz); 8,58 δ (1H,
d, J = 6,2 Hz)
FAB-MS: 482 (M + 1)
-
BEISPIEL 17
-
20-O-Acetyl-7-(phenylthio)camptothecin
-
Das Intermediat-Triflat (100 mg,
0,186 mmol) wurde in wasserfreiem 1,4-Dioxan gelöst und unter einem Argonstrom
auf 0°C
abgekühlt.
Dazu wurden dann Düsopropylethylamin
(0,1 ml; 0,557 mmol) und Phenylmercaptan (0,2 ml) langsam zugegeben
und die Reaktionsmischung dann unter einem Ballondruck in einem
gut durchlüfteten
Abzug für
15 Stunden gerührt.
Nach 48 Stunden wurde die Reaktionsmischung mit Methylenchlorid
(25 ml) verdünnt
und mit Wasser (20 ml × 4)
gewaschen, über
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet, gefiltert und konzentriert,
um das rohe Produkt von der in der Überschrift genannten Verbindung
mit einer Ausbeute von etwa 80,5% zu erhalten.
1H
NMR (300 MHz; CDCl3): 0,87 δ (3H, t,
J = 5,4 Hz); 2,19 δ (2H,
q, J = 7,2 Hz); 2,28 δ (3H,
s); 4,82 δ (2H, ABq,
J1 = 17,5 Hz; J2 =
6,1 Hz); 5,61 δ (2H,
s); 6,93–7,61 δ (5H, m);
7,07 δ (1H,
s); 7,65 δ (1H,
t, J = 7,2 Hz); 7,75 δ (1H,
t, J = 7,9 Hz); 8,1 δ (1H,
d, J = 8,4 Hz); 8,61 δ (1H,
d, J = 6,2 Hz)
13C NMR: δ 7,32, 20,56,
31,63, 50,08, 66,91, 66,98, 75,43, 95,97, 120,47, 125,46, 127,14,
127,49, 128,5, 128,55, 128,72, 129,07, 129,92, 130,15, 130,99, 131,12,
131,56, 140,19, 145,76, 146,11, 149,23, 152,03, 157,07, 167,59 und
169,94
FAB-MS (M + 1): 500
-
BEISPIEL 18
-
7-(Phenylthio)camptothecin
-
Es wurde 20-O-Acetyl-7-(phenylthio)camptothecin
(100 mg, 0,21 mmol) in Reinheitsgrad-Methanol (20 ml) gelöst und wässeriges
Kaliumcarbonat (25 mg in 0,1 ml Wasser) zugegeben und die Mischung
für etwa 3
Stunden bei niedriger Temperatur gerührt. Die resultierende Reaktionsmischung
wurde mit 1 N HCl angesäuert,
um die Laktonform der Verbindung zu präzipitieren. Das präzipitierte
Produkt wurde dann gefiltert, mit Wasser (10 ml × 4) und mit Ether (10 ml)
gewaschen und unter Vakuum getrocknet. Das blaßgelbe Pulver wurde dann als
das gewünschte
Produkt (79 mg; 80%) analysiert.
1H
NMR (300 MHz; CDCl3): 0,87 δ (3H, t,
J = 5,4 Hz); 1,89 δ (2H,
q, J = 7,2 Hz); 3,6 δ (1H,
s); 4,82 δ (2H,
ABq, J1 = 17,5 Hz; J2 =
6,1 Hz); 5,61 δ (2H,
s); 6,93–7,61 δ (5H, m);
7,07 δ (1H,
s); 7,65 δ (1H,
t, J = 7,2 Hz); 7,75 δ (1H,
t, J = 7,9 Hz); 8,1 δ (1H,
d, J = 8,4 Hz); 8,61 δ (1H,
d, J = 6,2 Hz)
13C NMR: δ 7,32, 20,56,
31,63, 50,08, 66,91, 66,98, 75,43, 95,97, 120,47, 125,46, 127,14,
127,49, 128,5, 128,55, 128,72, 129,07, 129,92, 130,15, 130,99, 131,12,
131,56, 140,19, 145,76, 146,11, 149,23, 152,03, 157,07, 167,59 und
169,94
FAB-MS (M + 1): 457
-
BEISPIEL 19
-
20-O-Acetyl-7-[(4-fluorphenyl)thio]camptothecin
-
Das Intermediat-Triflat (100 mg,
0,186 mmol) wurde in wasserfreiem 1,4-Dioxan gelöst und unter einem Argonstrom
auf 0°C
abgekühlt.
Dazu wurden dann Düsopropylethylamin
(0,1 ml; 0,557 mmol) und 4-Fluorphenylmercaptan
(0,2 ml) langsam zugegeben und die Reaktionsmischung dann unter
einem Ballondruck in einem gut durchlüfteten Abzug für 15 Stunden
gerührt.
Nach 48 Stunden wurde die Reaktionsmischung mit Methylenchlorid
(25 ml) verdünnt
und mit Wasser (20 ml × 4)
gewaschen, über
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet, gefiltert und konzentriert,
um das rohe Produkt von der in der Überschrift genannten Verbindung
mit einer Ausbeute von etwa 80,5% zu erhalten.
1H
NMR (300 MHz; CDCL3): 0,87 δ (3H, t,
J = 5,4 Hz); 2,19 δ (2H,
q, J = 7,2 Hz); 2,28 δ (3H,
s); 4,82 δ (2H, ABq,
J1 = 17,5 Hz; J2 =
6,1 Hz); 5,61 δ (2H,
m); 6,93–7,61 δ (4H, m);
7,07 δ (1H,
s); 7,65 δ (1H,
t, J = 7,2 Hz); 7,75 δ (1H,
t, J = 7,9 Hz); 8,1 δ (1H,
d, J = 8,4 Hz); 8,61 δ (1H,
d, J = 6,2 Hz)
13C NMR: δ 7,42, 31,63,
50,08, 66,01, 66,98, 72,49, 98,01, 116,92, 117,21, 118,84, 125,12,
128,38, 128,52, 130,43, 130,84, 131,48, 133,19, 133,3, 139,69, 146,17,
149,36, 149,36, 149,98, 152,07, 160,99 und 173,82
FAB-MS (M
+ 1): 518
-
BEISPIEL 20
-
7-((4-Fluorphenyl)thio]camptothecin
-
Es wurde 20-O-acetyl-7-[(4-fluorphenyl)thio]camptothecin
(100 mg, 0,21 mmol) in Reinheitsgrad-Methanol (20 ml) gelöst und wässeriges
Kaliumcarbonat (25 mg in 0,1 ml Wasser) zugegeben und die Mischung für etwa 3
Stunden bei niedriger Temperatur gerührt. Die resultierende Reaktionsmischung
wurde mit 1 N HCl angesäuert,
um die Laktonform der Verbindung zu präzipitieren. Das präzipitierte
Produkt wurde dann gefiltert, mit Wasser (10 ml × 4) und mit Ether (10 ml)
gewaschen und unter Vakuum getrocknet. Das blaßgelbe Pulver wurde dann als
das gewünschte
Produkt (79 mg; 80%) analysiert.
1H
NMR (300 MHz; CDCl3): 0,87 δ (3H, t,
J = 5,4 Hz); 2,23 δ (2H,
q, J = 7,2 Hz); 3,6 δ (1H,
s); 4,82 δ (2H,
ABq, J1 = 17,5 Hz; J2 =
6,1 Hz); 5,61 δ (2H,
s); 6,93–7,61 δ (4H, m);
7,07 δ (1H,
s); 7,65 δ (1H,
t, J = 7,2 Hz); 7,75 δ (1H,
t, J = 7,9 Hz); 8,1 δ (1H,
d, J = 8,4 Hz); 8,61 δ (1H,
d, J = 6,2 Hz)
13C NMR: δ 7,42, 31,63,
50,08, 66,01, 66,98, 72,49, 98,01, 116,92, 117,21, 118,84, 125,12,
128,38, 128,52, 130,43, 130,84, 131,48, 133,19, 133,3, 139,69, 146,17,
149,36, 149,36, 149,98, 152,07, 160,99 und 173,82
FAB-MS (M
+ 1): 475
-
BEISPIEL 21
-
20-O-Acetyl-7-[trimethylsilyl]camptothecin
-
Es wurde Hexamethyldisilan (62 μl, 0,3 mmol)
in einer flammengetrockneten Rundbodenflasche unter Argon aufgenommen
und es wurden dazu wasserfreies Hexamethylphosphoramid (0,5 ml)
und wasserfreies Tetrahydrofuran bei Raumtemperatur zugegeben. Das
Reaktionsmedium wurde dann unter Verwendung eines Eisbands auf 0°C abgekühlt und
Methyllithium (220 μl,
abgeschätzt
30,8 mg pro ml) eingeführt.
Die dunkelfarbene Lösung
dann bei niederer Temperatur für
20 bis 30 Minuten gerührt.
Es wurde Kupfer(I)iodid (42 mg, 0,22 mmol) in eine separate vorgetrocknete
Rundbodenflasche aufgenommen und wasserfreies Tetrahydrofuran (4 ml)
zugegeben, um eine Suspension aus Kupferiodid zu bilden.
-
Zu dieser Suspension wurde dann Tri-n-butylphosphine
(117 μl,
0,47 mmol) zugegeben und die Mischung bei Raumtemperatur für eine Stunde
gerührt.
Die resultierende homogene farblose Lösung wurde dann auf 0°C abgekühlt und
zu dem oben genannten Organolithiumreagenz unter Verwendung einer
Kanüle bei –78°C transferiert.
Das Reaktionsmedium wurde dann für
die nächsten
15 bis 20 Minuten gerührt.
Das aktuelle Intermediat-Triflat-Synthon (114 mg, 0,213 mmol) wurde
in wasserfreiem Tetrahydrofuran unter einem Schutzmantel aus gereinigtem
Argon aufgenommen und zu dem oben genannten Cuprat-Reagenz bei –78°C transferiert.
Die resultierende dunkle Reaktionslösung wurde für 15 Stunden
gerührt
und dann mit gesättigter Ammoniumchloridlösung schnell
abgekühlt.
Der organische lösliche
Anteil wurde dann in Chloroform (25 ml) aufgenommen. Der wässerige
Anteil wurde dann mehrmals mit Chloroform (25 ml × 3) extrahiert.
Der kombinierte organische Anteil wurde dann über wasserfreiem Natriumsulfat
getrocknet, gefiltert und konzentriert, um das gewünschte Produkt
in der rohen Form zu erhalten. Die rohe Form wurde dann über einem
Bett aus Silikagel unter Verwendung von 10% Methanol in Chloroform
flash-chromatographiert, um die in der Überschrift genannte Verbindung
mit einer Ausbeute von 75% zu erhalten.
1H
NMR (300 MHz; CDCl3): 0,645 δ (9H, s);
0,90 δ (3H,
t, J = 5,4 Hz); 2,12 δ (2H,
q, J = 7,2 Hz); 2,21 δ (3H, s);
5,42 δ (2H,
ABq, J1 = 17,5 Hz; J2 =
6,1 Hz); 5,49 δ (2H,
q, J = 2,5 Hz); 7,12 δ (1H,
s); 7,87 δ (1H,
t, J = 7,2 Hz); 7,95 δ (1H,
t, J = 7,9 Hz); 8,21 δ (1H,
d, J = 5,4 Hz); 8,27 δ (1H,
d, J = 5,2 Hz)
13C NMR: δ 1,03, 7,58,
30,23, 51,7, 65,23, 72,36, 96,43, 96,43, 118,88, 127,51, 128,31,
128,70, 129,69, 130,48, 131,44, 135,95, 143,46, 145,42, 147,20,
150,15, 156,74, 172,58
FAB-MS: 464 (M + 1)
-
BEISPIEL 22
-
7-(Trimethylsilyl)camptothecin
-
Es wurde 20-O-Acetyl-7-(trimethylsilyl)camptothecin
(100 mg, 0,21 mmol) in Reinheitsgrad-Methanol (20 ml) gelöst und wässeriges
Kaliumcarbonat (25 mg in 0,1 ml Wasser) zugegeben und die Mischung
für etwa 3
Stunden bei niedriger Temperatur gerührt. Die resultierende Reaktionsmischung
wurde dann auf 5°C
abgekühlt
und mit 1 N HCl angesäuert,
um die Laktonform der Verbindung zu präzipitieren. Das präzipitierte
Produkt wurde dann gefiltert, mit Wasser (10 ml × 4) und mit Ether (10 ml)
gewaschen und unter Vakuum getrocknet. Das blaßgelbe Pulver wurde dann als
das gewünschte
Produkt (60 mg; 63%) analysiert.
1H
NMR (300 MHz; CDCl3): 0,645 δ (9H, s);
0,90 δ (3H,
t, J = 5,4 Hz); 2,12 δ (2H,
q, J = 7,2 Hz); 3,6 δ (1H,
s); 5,42 δ (2H,
ABq, J1 = 17,5 Hz; J2 =
6,1 Hz); 5,49 δ (2H,
q, J = 2,5 Hz); 7,12 δ (1H,
s); 7,87 δ (1H,
t, J = 7,2 Hz); 7,95 δ (1H,
t, J = 7,9 Hz); 8,21 δ (1H,
d, J = 5,4 Hz); 8,27 δ (1H,
d, J = 5,2 Hz)
13C NMR: δ 1,03, 7,58,
30,23, 51,7, 65,23, 72,36, 96,43, 96,43, 118,88, 127,51, 128,31,
128,70, 129,69, 130,48, 131,44, 135,95, 143,46, 145,42, 147,20,
150,15, 156,74, 172,58
FAB-MS: 421 (M + 1)
-
BEISPIEL 23
-
20-O-Acetyl-7-[(β-trimethylsilyl)ethynyl]camptothecin
-
Das 20-O-Acetyl-7-triflate (100 mg,
0,1855 mmol) wurde in wasserfreiem und entgastem wasserfreiem Dimethylformamid
(5 ml) gelöst
und Zinkchlorid (50,5 mg, 0,371 mmol) zugegeben. Dazu wurde dann
Tris(dibenzylidenacetonyl)bispalladium(0) (17 mg, 0,371 mmol) zugegeben,
gefolgt von Tri(2-furyl)phosphin (20 mg, 0,074 mmol). Die resultierende
Lösung
wurde dann für
etwa 30 Minuten bei Raumtemperatur gerührt. Dann wurde acetylenisches
Trimethylsilan (0,1 ml) zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde dann
bei Raumtemperatur für
48 Stunden gerührt.
Die resultierende dunkelbraun gefärbte Reaktionsmischung wurde
dann mit Methylenchlorid (25 ml) verdünnt, gefiltert und mit Wasser
gewaschen (15 ml). Das rohe Produkt, das nach der Konzentration
erhalten wurde, wurde dann durch ein säulenartiges Bett aus „Florisil" laufen gelassen,
die Fraktionen vereinigt, konzentriert, unter Vakuum getrocknet
und analysiert.
1H NMR (300 MHz; CDCl3): 0,45 δ (9H,
s); 0,87 δ (3H,
t, J = 5,4 Hz); 1,85 δ (2H,
q, J = 7,2 Hz); 2,31 δ (3H,
s); 5,42 δ (2H,
ABq, J1 = 17,5 Hz; J2 =
6,1 Hz); 5,61 δ (2H,
m); 7,07 δ (1H,
s); 7,87 δ (1H,
t, J = 7,2 Hz); 7,95 δ (1H,
t, J = 7,9 Hz); 8,21 δ (1H,
d, J = 8,4 Hz); 8,27 δ (1H,
d, J = 6,2 Hz)
FAB-MS (M + 1): 501
-
BEISPIEL 24
-
20-O-Acetyl-7-ethynylcamptothecin
-
Es wurde 20-O-Acetyl-7-(trimethylsilyl)camptothecin
(100 mg, 0,21 mmol) in Reinheitsgrad-Methanol (20 ml) gelöst und wässeriges
Kaliumcarbonat (25 mg in 0,1 ml Wasser) zugegeben und die Mischung
für etwa 15
Minuten bei niedriger Temperatur gerührt. Die resultierende Reaktionsmischung
wurde dann auf 5°C
abgekühlt
und mit 1 N HCl angesäuert,
um die Laktonform der Verbindung zu präzipitieren. Das präzipitierte
Produkt wurde dann gefiltert, mit Wasser (10 ml × 4) und mit Ether (10 ml)
gewaschen und unter Vakuum getrocknet. Das blaßgelbe Pulver wurde dann als
das gewünschte
Produkt (40 mg; 53%) analysiert.
1H
NMR (300 MHz; CDCl3): 0,90 δ (3H, t,
J = 5,4 Hz); 2,12 δ (2H,
q, J = 7,2 Hz); 2,23 δ (3H,
s); 3,6 δ (1H,
s); 4,06 δ (1H,
s); 5,42 d (2H, ABq, J1 = 17,5 Hz; J2 = 6,1 Hz); 5,49 δ (2H, q, J = 2, 5 Hz); 7,12 δ (1H, s);
7,87 δ (1H,
t, J = 7,2 Hz); 7,95 δ (1H,
t, J = 7,9 Hz); 8,21 δ (1H,
d, J = 5,4 Hz); 8,47 δ (1H,
d, J = 5,2 Hz)
-
BEISPIEL 25
-
7-Ethynylcamptothecin
-
Es wurde 20-O-Acetyl-7-ethynylcamptothecin
(50 mg, 0,11 mmol) in Reinheitsgrad-Methanol (5 ml) gelöst und wässeriges
Kaliumcarbonat (25 mg in 0,1 ml Wasser) zugegeben und die Mischung
für etwa
2 Stunden bei niedriger Temperatur gerührt. Die resultierende Reaktionsmischung
wurde dann auf 5°C
abgekühlt
und mit 1 N HCl angesäuert,
um die Laktonform der Verbindung zu präzipitieren. Das präzipitierte
Produkt wurde dann gefiltert, mit Wasser (10 ml × 4) und mit Ether (10 ml)
gewaschen und unter Vakuum getrocknet. Das blaßgelbe Pulver wurde dann als
das gewünschte
Produkt (60 mg; 63%) analysiert.
1H
NMR (300 MHz; CDCl3): 0,90 δ (3H, t,
J = 5,4 Hz); 2,12 δ (2H,
q, J = 7,2 Hz); 3,6 δ (1H,
s); 4,06 δ (1H,
s); 5,42 δ (2H,
ABq, J1 = 17,5 Hz; J2 =
6,1 Hz); 5,49 δ (2H,
q, J = 2,5 Hz); 7,12 δ (1H,
s); 7,87 δ (1H,
t, J = 7,2 Hz); 7,95 δ (1H,
t, J = 7,9 Hz); 8,21 δ (1H,
d, J = 5,4 Hz); 8,47 δ (1H,
d, J = 5,2 Hz)
-
BEISPIEL 26
-
7-[(β-Trimethylsilyl)ethyl]camptothecin
-
Es wurde Camptothecin (500 mg, 1,44
mmol) in deionisiertem Wasser (10 ml) und frisch destilliertem 3-Trimethylsilyl-1-propanal
(3,0 ml; Überschuß) suspendiert,
gefolgt von der tropfenweisen Zugabe von konzentrierter Schwefelsäure (5,5
ml) bei 0°C
unter Verwendung eines Bads über
eine Zeitraum von 15 min. In das oben genannte gerührte Reaktionsmedium
wurde dann eine 30% wässerige
Lösung
aus Wasserstoffperoxid (2 ml) eingeführt, gefolgt von Eisensulfatheptahydrat
(156 mg) in 1 ml Wasser. Die Reaktionsmischung wurde dann bei 25°C für weitere
24 Stunden gerührt.
Die Reaktionsmischung wurde dann mit eiskaltem Wasser verdünnt und
mit Chloroform (50 ml × 3)
extrahiert. Der kombinierte organische Anteil wurde dann über wasserfreiem
Natriumsulfat getrocknet, gefiltert und konzentriert, um das rohe
Produkt mit einer Ausbeute von 65% zu erhalten. Das rohe Produkt
wurde dann über
einer Silikagelsäule
unter Verwendung von einer 90% Chloroform-Methanol-Mischung aufgereinigt,
um 0,46 g von der in der Überschrift
genannten Verbindung zu liefern (54% Ausbeute).
1H
NMR (300 MHz; CDCl3): 0,01 δ (9H, s);
0,48 δ (2H,
q, J = 4,8 Hz); 0,90 δ (3H,
t, J = 5,4 Hz); 1,53 δ (2H,
q, J = 6,6 Hz); 2,12 δ (2H,
q, J = 7,2 Hz); 3,6 d (1H, s); 5,42 δ (2H, ABq, J1 =
17,5 Hz; J2 = 6,1 Hz); 5,49 δ (2H, q, J
= 2,5 Hz); 7,12 δ (1H,
s); 7,87 δ (1H,
t, J = 7,2 Hz); 7,95 δ (1H,
t, J = 7,9 Hz); 8,21 δ (1H,
d, J = 5,4 Hz); 8,27 δ (1H,
d, J = 5,2 Hz)
13C NMR: δ 1,03, 7,58,
9,62, 23,48, 30,23, 51,7, 65,23, 72,36, 96,43, 96,43, 118,88, 127,51,
128,31, 128,70, 129,69, 130,48, 131,44, 135,95, 143,46, 145,42,
147,20, 150,15, 156,74, 172,58
FAB-MS: 449 (M + 1)
-
BEISPIEL 27
-
20-O-Acetyl-7-[(β-trimethylsilyl)ethylthio]camptothecin
-
Das Intermediat-Triflat (100 mg,
0,186 mmol) wurde in wasserfreiem 1,4-Dioxan gelöst und unter einem Argonstrom
auf 0°C
abgekühlt.
Dazu wurden dann Diisopropylethylamin (0,1 ml; 0,557 mmol) und Trimethylsilylethanthiol
(0,25 ml) langsam zugegeben und die Reaktionsmischung dann unter
einem Ballondruck aus Argon in einem gut durchlüfteten Abzug für 15 Stunden
gerührt.
Nach 15 Stunden wurde die Reaktionsmischung mit Methylenchlorid
(25 ml) verdünnt
und mit Wasser (20 ml × 4)
gewaschen, über
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet, gefiltert und konzentriert,
um das rohe Produkt von der in der Überschrift genannten Verbindung
mit einer Ausbeute von etwa 80% zu erhalten.
1H
NMR (300 MHz; CDCl3): 0,01 δ (9H, s);
0,87 δ (3H,
t, J = 5,4 Hz); 0,98 δ (2H,
q, J = 4,8 Hz); 1,89 δ (2H,
q, J = 7,2 Hz); 2,28 δ (3H,
s); 3,05 δ (2H,
q, J = 5 Hz); 5,42 δ (2H,
ABq, J1 = 17,5 Hz; J2 =
6,1 Hz); 5,61 δ (2H,
s); 7,07 δ (1H,
s); 7,65 δ (1H,
t, J = 7,2 Hz); 7,75 δ (1H,
t, J = 7,9 Hz); 8,1 δ (1H,
d, J = 8,4 Hz); 8,58 δ (1H,
d, J = 6,2 Hz)
FAB-MS: 523 (M + 1)
-
BEISPIEL 28
-
7-[(β-Trimethylsilyl)ethylthio]camptothecin
-
Es wurde 20-O-Acetyl-7-(ethylthio)camptothecin
(100 mg, 0,21 mmol) in Reinheitsgrad-Methanol (20 ml) gelöst und wässeriges
Kaliumcarbonat (25 mg in 0,1 ml Wasser) zugegeben und die Mischung
für etwa
3 Stunden bei niedriger Temperatur gerührt. Die resultierende Reaktionsmischung
wurde mit 1 N HCl angesäuert,
um die Laktonform der Verbindung zu präzipitieren. Das präzipitierte
Produkt wurde dann gefiltert, mit Wasser (10 ml × 4) und mit Ether (10 ml)
gewaschen und unter Vakuum getrocknet. Das blaßgelbe Pulver wurde dann als
das gewünschte
Produkt (69 mg; 76%) analysiert.
1H
NMR (300 MHz; CDCl3): 0,01 δ (9H, s);
0,87 δ (3H,
t, J = 5,4 Hz); 0,98 δ (2H,
q, J = 4,8 Hz); 1,89 δ (2H,
q, J = 7,2 Hz); 2,28 δ (3H,
s); 3,05 δ (2H,
q, J = 5 Hz); 3,6 δ (1H,
s); 5,42 δ (2H,
ABq, J1 = 17,5 Hz; J 2 =
6,1 Hz); 5,61 δ (2H,
s); 7,07 δ (1H,
s); 7,65 δ (1H,
t, J = 7,2 Hz); 7,75 δ (1H,
t, J = 7,9 Hz); 8,1 δ (1H,
d, J = 8,4 Hz); 8,58 δ (1H,
d, J = 6,2 Hz)
FAB-MS: 481 (M + 1)
-
BEISPIEL 29
-
20-O-Acetyl-7-[(trimethylsilyl)methylthiol]camptothecin
-
Das Intermediat-Triflat (100 mg,
0,186 mmol) wurde in wasserfreiem 1,4-Dioxan (2 ml) gelöst und unter einem Argonstrom
auf 0°C
abgekühlt.
Dazu wurden dann Düsopropylethylamin
(0,1 ml; 0,557 mmol) und (Trimethylsilyl)methanthiol (0,2 ml) langsam
zugegeben und die Reaktionsmischung dann unter einem Ballondruck
aus Argon in einem gut durchlüfteten
Abzug für
15 Stunden gerührt.
Nach 48 Stunden wurde die Reaktionsmischung mit Methylenchlorid
(25 ml) verdünnt
und mit Wasser (20 ml × 4)
gewaschen, über
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet, gefiltert und konzentriert,
um das rohe Produkt von der in der Überschrift genannten Verbindung
mit einer Ausbeute von etwa 70% zu erhalten.
1H
NMR (300 MHz; CDCl3): 0,15 δ (9H, s);
0,87 δ (3H,
t, J = 5,4 Hz); 2,19 δ (2H,
q, J = 7,2 Hz); 2,31 δ (2H,
s); 5,42 δ (2H,
ABq, J1 = 17,5 Hz; J2 =
6,1 Hz); 5,61 δ (2H,
s); 7,07 δ (1H,
s); 7,65 δ (1H,
t, J = 7,2 Hz); 7,75 δ (1H, t,
J = 7,9 Hz); 8,22 δ (1H,
d, J = 8,4 Hz); 8,55 δ (1H,
d, J = 6,2 Hz)
FAB-MS: 509 (M + 1)
-
BEISPIEL 30
-
7-[(Trimethylsilyl)methylthio]camptothecin
-
Es wurde 20-O-Acetyl-7-(methylthio)camptothecin
(100 mg, 0,21 mmol) in Reinheitsgrad-Methanol (20 ml) gelöst und wässeriges
Kaliumcarbonat (25 mg in 0,1 ml Wasser) zugegeben und die Mischung
für etwa 3
Stunden bei niedriger Temperatur gerührt. Die resultierende Reaktionsmischung
wurde mit 1 N HCl angesäuert,
um die Laktonform der Verbindung zu präzipitieren. Das präzipitierte
Produkt wurde dann gefiltert, mit Wasser (10 ml × 4) und mit Ether (10 ml)
gewaschen und unter Vakuum getrocknet. Das blaßgelbe Pulver wurde dann als
das gewünschte
Produkt (59 mg; 67%) analysiert.
1H
NMR (300 MHz; CDCl3): 0,15 δ (9H, s);
0,87 δ (3H,
t, J = 5,4 Hz); 2,19 δ (2H,
q, J = 7,2 Hz); 2,28 δ (2H,
s); 3,6 δ (1H,
s); 5,42 δ (2H,
ABq, J1 = 17,5 Hz; J2 =
6,1 Hz); 5,61 δ (2H,
s); 7,07 δ (1H,
s); 7,65 δ (1H,
t, J = 7,2 Hz); 7,75 δ (1H,
t, J = 7,9 Hz); 8,1 δ (1H,
d, J = 8,4 Hz); 8,58 δ (1H,
d, J = 6,2 Hz)
FAB-MS: 467 (M + 1)
-
BEISPIEL 31
-
20-Deoxycamptothecin (verwendet
in Beispiel 37)
-
Es wurde Camptothecin (500 mg, 1,44
mmol) in 1,4-Dioxane (10 ml) suspendiert und Lawsson-Reagenz (290,5
mg, 0,72 mmol) zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde dann für 10 Stunden
in einer inerten Atmosphäre
auf 90°C
erhitzt. Die resultierende homogene Mischung wurde dann konzentriert,
der organische Anteil in Chloroform (25 ml) aufgenommen und die
wässerige
Fraktion wurde mehrmals mit Chloroform (25 ml × 3) extrahiert. Der kombinierte
organische Anteil wurde dann konzentriert, um die rohe Form von
der in der Überschrift
genannten Verbindung. Das rohe Produkt wurde dann über einem
Bett aus „Florisil" unter Verwendung
von 10% in Methanol flash-chromatographiert, um das gewünschte Produkt
mit einer Ausbeute von 40% in einer diastereomeren Mischung zu liefern.
1H NMR (300 MHz; CDCl3):
1,07 δ (3H,
t, J = 5,4 Hz); 2,12 δ (2H,
q, J = 7,2 Hz); 3,69 δ (1H,
t, J = 6,6 Hz); 5,42 δ (2H,
ABq, J1 = 17,5 Hz; J2 =
6,1 Hz); 5,59 δ (2H,
q, J = 2,5 Hz); 7,62 δ (1H,
s); 7,71 δ (1H,
t, J = 7,2 Hz); 7,85 δ (1H,
t, J = 7,9 Hz); 8,01 δ (1H,
d, J = 5,4 Hz); 8,23 δ (1H,
d, J = 5,2 Hz); 8,47 δ (1H,
s)
13C NMR: δ 11,1, 25,25, 29,6, 45,81, 49,93,
66,04, 99,76, 120,79, 128,10, 128,24, 128,72, 129,8, 130,73, 131,2,
146,12, 147,27, 149,06, 158,01 und 171,01
FAB-MS (M + 1): 361,2
-
BEISPIEL 32
-
20-(Methansulfonyl)camptothecin
(verwendet in Beispiel 33)
-
Zu einer Suspension aus Camptothecin
(2,0 g, 5,7 mmol) in 100 ml Dichlormethan wurden 20 ml Pyridin und
6,5 ml Methansulfonylchlorid zugegeben. Die Mischung wurde bei Raumtemperatur
unter Stickstoffatmosphäre
für 3 Tage
gerührt.
Sie wandelte sich zu einer homogenen Lösung um. Die Lösungsmittel
wurden durch Hockvakuum entfernt. Der Rest wurde mit flash-Säulenchromatographie
aufgereinigt und mit Ethylacetat eluiert. Es wurden 1,135 g 20-Mesylcamptothecin
mit einer Ausbeute von 46% erhalten.
1H
NMR (CDCl3) 8,38 δ (1H, s), 8,23 δ (1H, d,
J = 8,7 Hz), 7,91 δ (1H,
d, J = 8,1 Hz), 7,82 δ (1H,
t, J = 8,4 Hz), 7,66 δ (1H,
t, J = 7,8 Hz), 7,62 δ (1H,
s), 5,64 δ (1H,
d, J = 17,7 Hz), 5,36 δ (1H,
d, J = 17,7 Hz), 5,29 δ (2H, s),
3,32 δ (3H,
s), 2,29 δ (2H,
m), 0,97 δ (3H,
t, J = 7,5 Hz)
-
BEISPIEL 33
-
20-Deoxycamptothecin
-
Zu einer Lösung aus 20-Mesylcamptothecin
(0,59 g, 1,38 mmol) in 30 Dioxan wurden 0,30 g Natriumiodid und
Tributylstannylhydrid (0,90 ml, 2,5 äquiv.) zugegeben. Die Mischung
wurde unter Rückfluß für 4 Stunden
erhitzt. Nach dem Abkühlen
auf Raumtemperatur wurde die Reaktionsmischung mit 50 ml Diethylether verdünnt. Das
Präzipitat
wurde abgefiltert. Die Mutterlauge wurde dann mit 50 ml Hexan verdünnt. Das
Präzipitat
wurde dann mit dem gesammelten Rest kombiniert und in Chloroform
gelöst,
mit Lauge gewaschen und über
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Das Lösungsmittel wurde entfernt,
um 0,386 g 20-Deoxycamptothecin mit einer Ausbeute von 69% zu erhalten.
1H NMR (CDCl3) 8,39 δ (1H, s),
8,22 δ (1H,
d, J = 8,7 Hz), 7,91 δ (1H,
d, J = 8,1 Hz), 7,83 δ (1H,
t, J = 8,4 Hz), 7,66 δ (1H,
t, J = 7, 8 Hz), 7,18 δ (1H,
s), 5,64 δ (1H,
d, J = 16,5 Hz), 5,36 δ (1H,
d, J = 16,5 Hz), 5,29 δ (2H, s),
3,62 δ (1H,
t, J = 6,6 Hz), 2,09 δ (2H,
m), 1,09 δ (3H,
t, J = 7,5 Hz)
-
BEISPIEL 34
-
20-O-Acetyl-7-[(γ-trimethylsilyl)-α-propenyl]camptothecin
-
Das 20-O-Acetyl-7-triflat (100 mg,
0,1855 mmol) wurde in wasserfreiem und entgastem wasserfreiem Dimethylformamid
(5 ml) gelöst
und Zinkchlorid (50,5 mg, 0,371 mmol) zugegeben. Dazu wurde dann
Tris(dibenzylidenacetonyl)bispalladium(0) (17 mg, 0,371 mmol) zugegeben,
gefolgt von Tri(2-furyl)phosphin (20 mg, 0,074 mmol). Die resultierende
Lösung
wurde dann für
etwa 30 Minuten bei Raumtemperatur gerührt. Dann wurde propenylisches
Trimethylsilan[(3-trimethylsilyl)-1-propen] (0,1 ml) zugegeben.
Die Reaktionsmischung wurde dann bei Raumtemperatur zur 48 Stunden
gerührt.
Die resultierende dunkelbraun gefärbte Reaktionsmischung wurde
dann mit Methylenchlorid (25 ml) verdünnt, gefiltert und mit Wasser
(15 ml) gewaschen. Das rohe Produkt, das nach der Konzentration
erhalten wurde, wurde dann durch ein säulenartiges Bett aus „Florisil" laufen gelassen,
die Fraktionen vereinigt, konzentriert, unter Vakuum getrocknet
und analysiert.
1H NMR (300 MHz; CDCl3): 0,26 δ (9H,
s); 0,97 δ (3H,
t, J = 5,4 Hz); 2,02 δ (2H,
s); 2,24 δ (2H,
q, J = 7,2 Hz); 2,21 δ (3H,
s); 5,42 δ (2H,
ABq, J1 = 17,5 Hz; J2 =
6,1 Hz); 5,61 δ (2H,
m); 7,2 δ (1H,
s); 7,77 δ (1H,
t, J = 7,2 Hz); 7,85 δ (1H,
t, J = 7,9 Hz); 8,21 δ (1H,
d, J = 8,4 Hz); 8,32 δ (1H,
d, J = 6,2 Hz)
FAB-MS (M + 1): 501
-
BEISPIEL 35
-
20-O-Acetyl-7-(α-propenyl)camptothecin
-
Es wurde 20-O-Acetyl-7-[(γ-trimethylsilyl)propen-α-yl]camptothecin
(100 mg, 0,21 mmol) in Reinheitsgrad-Methanol (20 ml) gelöst und wässeriges
Kaliumcarbonat (25 mg in 0,1 ml Wasser) zugegeben und die Mischung
für etwa
15 Minuten bei niedriger Temperatur gerührt. Die resultierende Reaktionsmischung
wurde dann auf 5°C
abgekühlt
und mit 1 N HCl angesäuert,
um die Laktonform der Verbindung zu präzipitieren. Das präzipitierte
Produkt wurde dann gefiltert, mit Wasser (10 ml × 4) und mit Ether (10 ml)
gewaschen und unter Vakuum getrocknet. Das blaßgelbe Pulver wurde dann als
das gewünschte
Produkt (40 mg; 53%) analysiert.
1H
NMR (300 MHz; CDCl3): 0,97 δ (3H, t,
J = 5,4 Hz); 2,02 δ (2H,
s); 2,24 δ (2H,
q, J = 7,2 Hz); 2,21 δ (3H,
s); 5,42 δ (2H,
ABq, J1 = 17,5 Hz; J2 =
6,1 Hz); 5,61 δ (2H,
m); 7,2 δ (1H,
s); 7,77 δ (1H,
t, J = 7,2 Hz); 7,85 δ (1H, t,
J = 7,9 Hz); 8,21 δ (1H,
d, J = 8,4 Hz); 8,32 δ (1H,
d, J = 6,2 Hz)
-
BEISPIEL 36
-
7-[(γ-Trimethylsilyl)-α-propenyl]camptothecin
-
Es wurde 20-O-Acetyl-7-[(γ-trimethylsilyl)-α-propenyl]camptothecin
(50 mg, 0,11 mmol) in Reinheitsgrad-Methanol (5 ml) gelöst und wässeriges
Kaliumcarbonat (25 mg in 0,1 ml Wasser) zugegeben und die Mischung
für etwa
2 Stunden bei niedriger Temperatur gerührt. Die resultierende Reaktionsmischung
wurde dann auf 5°C
abgekühlt
und mit 1 N HCl angesäuert,
um die Laktonform der Verbindung zu präzipitieren. Das präzipitierte
Produkt wurde dann gefiltert, mit Wasser (10 ml × 4) und mit Ether (10 ml)
gewaschen und unter Vakuum getrocknet. Das blaßgelbe Pulver wurde dann als
das gewünschte
Produkt (60 mg; 63%) analysiert, daß heißt CPT-7-CH=CH-CH2-TMS
und 10% des isomerisierten Kongeners, das entsprechende 7-allenische
Derivat, 7-[(γ-Trimethylsilyl)-α,β-propadienyl]camptothecin,
daß heißt CPT-7-CH=C=CH-TMS.
-
Das NMR-Spektrum für das Hauptprodukt
war wie folgt:
1H NMR (300 MHz; CDCl3): 0,26 δ (9H,
s); 0,97 δ (3H,
t, J = 5,4 Hz); 2,02 δ (2H,
s, entspricht dem acetylenischen Gegenstück); 2,24 δ (2H, q, J = 7,2 Hz); 5,42 δ (2H, ABq,
J1 = 17,5 Hz; J2 =
6,1 Hz); 5,61 δ (2H,
m); 7,2 δ (1H,
s); 7,77 δ (1H,
t, J = 7,2 Hz); 7,85 δ (1H,
t, J = 7,9 Hz); 8,21 δ (1H,
d, J = 8,4 Hz); 8,32 δ (1H,
d, J = 6,2 Hz)
-
BEISPIEL 37
-
7-[(β-Trimethylsilyl)ethyl]-20-deoxycamptothecin
-
Es wurde 20-Deoxycamptothecin (200
mg) in 10 ml Wasser suspendiert und dazu Ferrosulfatheptahydrat
(400 mg) zugegeben, gefolgt von Eisessig (5 ml). Die oben genannte
Reaktionsmischung wurde für
15 Minuten gerührt
und dann konzentrierte Schwefelsäure
(4 ml) tropfenweise zugegeben, wobei die Reaktionstemperatur um
15°C gehalten
wurde. Schließlich
wurden 30% Wasserstoffperoxid (0,2 ml) zu der oben genannten Reaktionsmischung
zugegeben und die Mischung bei Raumtemperatur für 3 Stunden gerührt. Der
organische Anteil wurde in Chloroform aufgenommen. Der wässerige
Anteil wurde dann mehrmals mit Chloroform (50 ml × 5) extrahiert.
Die kombinierte organische Fraktion wurde dann mit Wasser und Lauge
gewaschen und dann über
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Der Anteil, der das Produkt
enthielt, wurde dann gefiltert und evaporiert, um 120 mg des gewünschten
Produkts in seiner rohen Form zu erhalten. Das rohe Produkt wurde
dann über
Silikagel unter Verwendung einer Ethylacetat-Chloroform-Mischung
chromatographiert, um die in der Überschrift genannte Verbindung
(85 mg) zu liefern.
1H NMR (CDCl3) 8,39 δ (1H,
s), 8,22 δ (1H,
d, J = 8,7 Hz), 7,91 δ (1H,
d, J = 8,1 Hz), 7,83 δ (1H,
t, J = 8,4 Hz), 7,66 δ (1H,
t, J = 7, 8 Hz), 7,18 δ(1H,
s), 5,64 δ (1H,
d, J = 16,5 Hz), 5,36 δ (1H,
d, J = 16,5 Hz), 5,29 δ (2H, s),
3,62 δ (1H,
t, J = 6,6 Hz), 2,09 δ (2H,
m), 1,09 δ (3H,
t, J = 7,5 Hz) und 0,12 δ (9H,
s)
-
BEISPIEL 38
-
20-O-Acetylocamptothecin
-
Es wurde Camptothecin (2 g, 5,7 mmol)
in wasserfreiem Pyridin (30 ml) gelöst und Essigsäureanhydrid (15
ml) langsam zugegeben, wobei die Exothermität der Reaktion aufrechterhalten
wurde. Die Reaktion wurde dann für
30 Minuten gerührt
und dann katalytische Mengen Dimethylaminopyridin (etwa 70 mg) zugegeben und
dann die Reaktion bis zum Abschluß während 12 –15 Stunden bei Raumtemperatur
fortgesetzt. Das Produkt dann ausgefällt, indem die Reaktionsmischung
in zerstoßenes
Eis gegossen wurde. Das Präzipitat
wurde dann gefiltert und mit kaltem Wasser gewaschen, gefolgt von
kaltem Ether. Die Endaufreinigung wurden am besten mittels einer
flash-Chromatographie
des oben genannten Produkts über
einer Silikagelmatrix unter Verwendung von Chloroform als das Elutionsmittel
gemacht, um die in der Überschrift
genannte Verbindung mit einer Ausbeute von 85% zu erhalten.
1H NMR (300 MHz; d6-DMSO): 0,87 δ (3H, t,
J = 5,4 Hz); 2,12 δ (2H,
q, J = 7,2 Hz); 2,21 δ (3H,
s); 5,42 δ (2H, ABq,
J1 = 17,5 Hz; J2 =
6,1 Hz); 5,49 δ (2H,
q, J = 2,5 Hz); 7,14 δ (1H,
s); 7,97 δ (1H,
t, J = 7,2 Hz); 8,05 δ (1H, t,
J = 7,9 Hz); 8,12 δ (1H,
d, J = 8,4 Hz); 8,35 δ (1H,
d, J = 6,2 Hz) und 8,45 δ (1H,
s)
FAB-MS; 391(M + 1)
-
Das oben genannte Verfahren wurde
verwendet, um 20-O-Acetylcamptothecinon
aus Camptothecinon und 20-O-Acetylcamptothecin-1-oxide aus Camptothecin-1-oxid herzustellen.
Diese Verbindungen wurden in den Beispielen 4 und 5 verwendet.