DE69711571T2 - Verfahren zum Mischen von Kieselsäure in Polymerlatices - Google Patents

Verfahren zum Mischen von Kieselsäure in Polymerlatices

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Description

  • Die Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren für die Herstellung von mit Siliciumdioxid gefüllten Masterbatches von natürlichem und synthetischem Kautschuk und thermoplastischen Polymeren, insbesondere jenen Polymeren, welche durch Emulsions- Polymerisationsverfahren hergestellt werden, und ein verbessertes Verfahren für den gleichförmigen Einschluss einer kompatibilisierten Siliciumdioxid-Aufschlämmung in solche Polymere beim Latex-Stadium.
  • Siliciumdioxid und Ruß sind üblicherweise als Verstärkungsstoffe und/oder Füllstoffe in Kautschuk und thermoplastischen Polymeren verwendet worden. Eine Anzahl an Techniken ist entwickelt worden, um solche Verstärkungsstoffe und Füllstoffe in die Polymerzusammensetzungen einzuschließen, einschließlich sowohl Nass-, als auch Trockenmischverfahren. Der Einschluss von solchem Siliciumdioxid und Ruß als Verstärkungsstoffe und/oder Füllstoffe ist weitaus komplexer, als es ansonsten scheinen mag. Ein Problem beim Nassmischen von Siliciumdioxid mit Latizes solcher Polymere entsteht aus der Tatsache, dass das hydrophile-Siliciumdioxid dazu neigt, sich der wässerigen Phase anzuschließen und nicht gleichförmig mit dem hydrophoben Polymer zu mischen. Von den hydrophoben Quarzstäuben kann kein Gebrauch gemacht werden, weil diese behandelt worden sind, um die meisten der hydrophilen, reaktiven Stellen zu eliminieren und können demzufolge nicht in Wasser dispergierbar sein. Die relativ hohen Kosten der hydrophoben Quarzstäube untersagen ebenfalls ihre Verwendung in vielen Trockenmischanwendungen.
  • Um die mit der hydrophilen Natur des Siliciumdioxid verbundenen Probleme zu überwinden, schlägt US-Patent Nr. 3317458 ein Verfahren vor, durch welches eine wässerige Lösung aus Kieselsäure behandelt wurde, um so Siliciumdioxid direkt auf die Oberfläche eines wässerigen Rußes in Pastenform ausfällen zu lassen. Eine deutliche Einschränkung dieser Technik ist, dass die Oberfläche des Rußes verändert und so der Nutzen der vielen Oberflächenstrukturmerkmale von Spezial-Rußen beseitigt wird, welche dem erfahrenen Mischungshersteller beim Entwerfen von gefüllten, verstärkten Polymeren für spezielle Endverwendungen zur Verfügung stehen.
  • Es sind Versuche unternommen worden, kationische Emulgatoren in einem Bemühen zu verwenden, solche Füllstoffe und/oder Verstärkungsstoffe in polymeren Latizes zu dispergieren; davon sind quaternäre alkylierte Ammoniumhalogenide, Deutsches Patent Nr. 1188797, erwähnenswert. Es wurde jedoch befunden, dass solche quaternären Ammoniumverbindungen eine Neigung dazu haben, sich mit dem Ruß umzusetzen und ihn in der wässerigen Phase zu dispergieren; das schränkt die Fähigkeit ein, Ruß mit den polymeren Bestanteilen in dem Latex zu mischen. In US-Patent Nr. 3686113 wird nie trockenes Siliciumdioxid mit oleophilen quaternären Ammoniumverbindungen behandelt, um sich mit einer wässerigen Dispersion aus einem Elastomer zu mischen, welche ein anionisches Dispersionsmittel enthält. Zusätzlich zu dem Problem, auf welches oben mit Ruß-Dispersion hingewiesen wurde, erfordern solche Techniken unglücklicherweise spezifische Koagulationsmittel.
  • Vielleicht die am gebräuchlichsten eingesetzte Praxis, welche kommerziell verwendet wird, ist die Technik des Trockenmischens von entweder Siliciumdioxid, Ruß oder beidem in Kautschuk und thermoplastischen Polymeren in einem Hoch-Scher-Mahlvorgang. Diese Praxis hat viele Einschränkungen. Die erwähnenswerten darunter schließen die Neigung der Füllstoffpartikel ein, aneinander zu klumpen, was eine nicht gleichförmige Dispersion des Füllstoffes überall in dem Polymer ergibt, welches die kontinuierliche Phase bildet. Ein weiteres Problem, auf welches man gewöhnlich in solchen Hoch-Scher-Mahlvorgängen stößt, ist die Neigung der Polymere, sich während des Mahlens zu zersetzen. Das macht die Verwendung von Polymeren mit höherem Molekulargewicht erforderlich, welche manchmal den Einschluss verschiedener Arten von Verarbeitungshilfsstoffen erfordern, um das Mischen und die Dispersion der Füllstoffpartikel in das Polymer zu erleichtern, welches die kontinuierliche Phase bildet. Die mit der Verwendung solcher Verarbeitungshilfsstoffe verbundenen Kosten erhöhen auch die Herstellungskosten der polymeren Verbindung oder des Artikels. Die Verwendung von Verarbeitungshilfsstoffen hat den weiteren Nachteil, dass solche Verarbeitungshilfsstoffe eine negative Wirkung auf die Heizung oder Endverwendung des Polymers haben können. Und zusätzlich tragen Trockenmischtechniken zu zusätzlichen Verfahrenskosten bei, teilweise aufgrund des begleitenden übermäßigen Ausrüstungsverschleißes durch die scheuernden Füllstoffe.
  • Um die Dispersion des Siliciumdioxid während des Trockenmischens zu verbessern, ist vorgeschlagen worden, dass solche mischungsherstellenden Arbeitgänge ein Siliciumdioxid einsetzen, welches mit einem Organosilan-Kopplungsmittel mit dualer Funktionalität behandelt worden ist. Repräsentativ für solche Kopplungsmittel sind jene gut bekannten Verbindungen, die sowohl eine organische Gruppe, wie eine Aminoalkyl- oder eine Mercaptoalkyl-Gruppe einschließen, welche direkt an das Silicon-Atom gebunden ist, zusammen mit einer leicht hydrolysierbaren Gruppe, wie einer Alkoxy-Gruppe, wie durch eine Methoxy-Gruppe oder eine Ethoxy-Gruppe repräsentiert, welche gleichermaßen direkt an das Silicon-Atom gebunden ist. In jenen Systemen wird im Allgemeinen erkannt, dass die Alkoxy-Gruppe in Gegenwart von Feuchtigkeit hydrolysiert, welche typischerweise an der Oberfläche des Siliciumdioxid gefunden wird, um das entsprechende Silanol zu bilden, welches sich in Gegenwart der Siliciumdioxid-Oberfläche damit umsetzt oder kondensiert, um das Silicon-Atom an die Siliciumdioxid-Oberfläche zu binden. Die organischen Gruppen, welche gleichermaßen an das Silicon-Atom gebunden sind, sind somit für chemische Umsetzung mit der Polymermatrix während der Vulkanisation verfügbar. Als Ergebnis kann die Polymermatrix mittels des Kopplungsmittels während der Heizung oder Vulkanisation des Polymers chemisch an die Siliciumdioxid-Oberfläche gebunden werden. Probleme in Verbindung mit der Verwendung solcher Silane während der Mischungsherstellung sind unangenehme Gerüche, vorzeitiges Heizen und/oder Anvulkanisation.
  • In einem Bemühen, die Probleme in Verbindung mit der Verwendung von Silan-Kopplungsmitteln zu überwinden, ist in US- Patent Nr. 5405897 vorgeschlagen worden, Phenoxy-saure Säure zusammen mit einem Methylen-Spender anstelle der herkömmlichen Organosilane einzusetzen. Das vorhergehende Patent schlägt vor, dass die Verwendung von solch einem System verbesserte physikalische Eigenschaften und verringerte Viskosität der Schmelze während der Mischungsherstellung vorsieht.
  • Verschiedene andere Anstrengungen sind unternommen worden, um die Probleme in Verbindung mit Nassmischen solcher Füllstoffe und/oder Verstärkungsstoffe mit Polymerlatizes zu überwinden. Zum Beispiel ist vorgeschlagen worden, wie in US-Patent Nr. 3055956 und 3767605 beschrieben, Ruß in Form einer Aufschlämmung direkt zu einem Emulsions-Polymerisationsverfahren von Kautschukpolymer bei dem Latexstadium zuzugeben, gefolgt von Koagulation und Gewinnung eines Kautschuk-Ruß-Masterbatches. Solche Verfahren funktionieren gut mit Ruß aber versagen beim Einschließen von wesentlichen Mengen an Feinpartikel-Siliciumdioxid. US-Patent Nr. 4481329 schlägt ein Verfahren zum Dispergieren von Ruß und ähnlichen Füllstoffen in konzentrierte Kautschuklatizes durch die Verwendung eines konjugierten Dien- /Carbonsäurepolymers mit geringem Molekulargewicht in Form eines Alkalimetallsalzes, welches in Wasser gelöst ist, als Dispersionshilfe oder dispergierendem Latex vor.
  • US-Patent Nr. 4482657 beschreibt Gemische aus Siliciumdioxid und synthetischen Polymeren, hergestellt durch Behandeln eines Polymerlatex mit einer Dispersion aus Siliciumdioxid und einem Alkyltrimethyl-ammoniumhalogenid in Wasser. Nicht nur unterbricht das quaternäre Ammoniumhalogenid das Mischen von Ruß, das Verfahren erfordert die langsame Zugabe der Siliciumdioxid- Dispersion, um vorzeitige Koagulation zu verhindern. Andere ausgearbeitete Techniken, wie in US-Patent Nr. 3907734 beschrieben, wo ein Trennmittel in Form einer Mischung aus ausgefälltem Siliciumdioxid und hydrophobem Quarzstaub in einen konzentrierten Polymerlatex eingeschlossen werden, sind vorgeschlagen worden. Das Siliciumdioxid absorbiert das Wasser und das sich ergebende feste Gemisch wird unter Entfernung des hydrophoben Quarzstaubs getrocknet, um eine frei fließende Mischung aus Polymerpartikeln, überzogen mit ausgefälltem Siliciumdioxid zu bilden. Das Verfahren ist auf Chargensysteme in relativ kleinem Maßstab beschränkt und erfordert Rückgewinnung und Recyceln des hydrophoben Quarzstaubs. Das Verfahren versagt dabei, den wünschenswerteren hydrophoben Quarzstaub in das Polymer einzuschließen.
  • Solche Verfahren mit konzentriertem Latex beziehen, wie die Fachleute leicht einschätzen können, komplexe Verfahren ein, welche nicht nur das Siliciumdioxid mit dem Polymerlatex mischen, sondern auch beim Bewirken seiner Rückgewinnung, wenn überschüssiges Siliciumdioxid oder Ruß eingesetzt werden müssen. Eine weitere Einschränkung solcher Verfahren ist, dass die Gewinnung des gefüllten Polymers direkt aus dem Latexstadium ohne Filtration und ähnliche Behandlungsschritte, welche verwendet werden, um Nebenprodukte aus der Emulsionspolymerisation zu entfernen, schädliche Wirkungen auf die Endverwendungseigenschaften des so gewonnenen Polymers haben kann. Solche Probleme sind in den französischen Patenten Nr. 2558008 und 255874 ersichtlich. In dem ersten bewirkt die Zugabe von ausgefälltem Siliciumdioxid zu einem Kautschuklatex Koagulation des Kautschukpolymers. In dem zweiten wird ein stabiler Latex aus derivatisiertem Siliciumdioxid und einem Carboxyl-Butadien-Kautschuk hergestellt, um zu natürlichen oder synthetischen Elastomer-Latizes zugegeben zu werden. Die Derivatisierung des Siliciumdioxid wird durch Behandlung mit Polyaminen, Polyethylenaminen oder nicht ionischem Polyoxyethylen erreicht. Solche freien Wirkstoffe sind mit typischen Koagulationstechniken, welche bei der Gewinnung des Emulsionsprozess-Polymers verwendet werden, völlig inkompatibel.
  • Somit gibt es einen Bedarf, eine einfache und weniger teuere Technik für den gleichförmigen Einschluss von Siliciumdioxid- Füllstoffen allein, oder mit anderen Verstärkungsstoffen, insbesondere Rußen, in natürliche und synthetische Polymere vorzusehen, welche nicht die Verwendung komplexer Verarbeitungshilfsstoffe erfordert.
  • Es ist entsprechend ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren für den Einschluss von Siliciumdioxid in ein natürliches oder synthetisches Polymer beim Latexstadium vorzusehen, welches die vorhergehenden Nachteile überwindet.
  • Es ist ein spezielleres Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren für den Einschluss von Siliciumdioxid allein oder mit Rußen in natürliche oder synthetische Polymere beim Latexstadium vorzusehen, welches einfach und kostengünstig ist und verwendet werden kann, um das Siliciumdioxid ohne Verursachen von vorzeitiger Koagulation des Latex einzuschließen.
  • Es ist noch ein weiteres Ziel der Erfindung, ein Verfahren für den Einschluss von Siliciumdioxid-Verstärkungsstoff allein oder mit anderen Füllstoffen, insbesondere Rußen, in natürliche und synthetische Polymere vorzusehen, in welchen das Siliciumdioxid im Wesentlichen gleichförmig dispergiert werden kann und sich mit der Polymermatrix während der Verarbeitung für den Endverbrauch kompatibilisieren oder umsetzen kann..
  • Diese und andere Ziele und Vorteile der Erfindung werden hiernach aus der folgenden Beschreibung der Erfindung vollständiger erscheinen.
  • Die Konzepte der vorliegenden Erfindung beruhen auf einem Verfahren zum Einschluss eines kompatibilisierten Siliciumdioxid als Verstärkungsstoff und/oder Füllstoff in natürliche und synthetische Polymere, einschließlich Kautschuke und thermoplastische Polymere, in welchem ein ausgefälltes Siliciumdioxid oder Quarzpulver zuerst in einer wässerigen Suspension mit einem Kopplungsmittel und vorzugsweise einen Silicon-enthaltenden Kopplungsmittel behandelt wird, um eine kompatibilisierte Siliciumdioxid-Aufschlämmung zu bilden. Danach wird die kompatibilisierte Siliciumdioxid-Aufschlämmung dann mit dem natürlichen oder synthetischen Polymerlatex gemischt, wodurch das Siliciumdioxid im Wesentlichen gleichförmig überall in dem Polymerlatex verteilt wird und nicht den physikalischen Zustand der Polymerpartikel in solch einem Latex verändert und somit den Einschluss von anderen Verarbeitungschemikalien in besagten Latex erlaubt, wie Füllstoffe wie Ruß, Weichmacher, Verarbeitungsöle und Antioxidantien. Somit wird das Siliciumdioxid eingeschlossen in und heftet an dem Polymer nach Koagulieren des Latex gemäß herkömmlichen Techniken, wodurch das Siliciumdioxid im Wesentlichen gleichförmig überall in den Polymerpartikeln verteilt wird, als Füllstoffe und/oder Verstärkung dafür, ohne Verändern der Leistung von anderen Verarbeitungschemikalien.
  • Das Verfahren dieser Erfindung ist zur Verwendung mit jedem natürlichen oder synthetischen Polymer geeignet, welches in Latexform gebracht wurde. Das Verfahren dieser Erfindung ist besonders für natürliche und synthetische Kautschuklatizes geeignet, und für den Einschluss in ein kontinuierliches oder Chargen-Emulsionspolymerisationsverfahren beim Latex-Stadium. Ein bevorzugtes kontinuierliches Emulsionspolymerisationsverfahren ist eines, welches für den Einschluss von Ruß-Aufschlämmung in den Latex modifiziert worden ist.
  • Der Begriff "kompatibilisierte Siliciumdioxid-Aufschlämmung" betrifft eine wässerige Suspension aus Siliciumdioxid, wobei einige seiner reaktiven Stellen durch eine Umsetzung mit einem Kopplungsmittel hydrophob gemacht wurden, wobei der hydrophobe Anteil von gesagtem Kopplungsmittel mit dem natürlichen oder synthetischen Polymer kompatibel ist, zu welchem das Siliciumdioxid gemischt wird. In der Praxis der Erfindung ist das eingesetzte Kopplungsmittel ein Kopplungsmittel, welches in Wasser direkt löslich ist oder mit Hilfe eines Co-Lösungsmittels in Wasser löslich ist, eine funktionelle Gruppe mit der Fähigkeit aufweist, sich chemisch mit der Oberfläche des Siliciumdioxids umzusetzen, um das Kopplungsmittel an das Siliciumdioxid zu binden, und zusätzliche eine Gruppe aufweist, welche in der Lage ist, mit dem natürlichen oder synthetischen Polymer zu kompatibilisieren, zu welchen das Siliciumdioxid gemischt werden wird. In einer bevorzugten Ausführung hat das Kopplungsmittel gegebenenfalls auch eine funktionelle Gruppe mit der Fähigkeit, sich mit einem kautschukelastischen oder thermoplastischen Polymer während dessen Heizung oder Mischungsherstellung umzusetzen, um das Kopplungsmittel chemisch an das Polymer zu binden. Als Folge dient das Kopplungsmittel dazu, ein chemisches Bindungsverhältnis zwischen der Siliciumdioxid-Oberfläche und Kompatibilisation von natürlichen oder synthetischen Polymeren zu fördern. Im Falle von vernetzbaren, heizbaren Polymeren kann das Kopplungsmittel dazu dienen, ein chemisches Bindungsverhältnis zwischen sowohl der Siliciumdioxid-Oberfläche, als auch dem geheizten Polymer zu fördern.
  • Es ist herausgefunden worden, dass die Konzepte der vorliegenden Erfindung dazu dienen, das kompatibilisierte Siliciumdioxid im Wesentlichen gleichförmig überall in dem Polymerlatex zu dispergieren, wodurch das Siliciumdioxid gleichförmig und fast quantitativ in dem Polymer dispergiert wird, sobald das Latex koaguliert worden ist, und leicht verfügbar ist, um als Verstärkungsstoff und/oder Füllstoff zu dienen. Die Zugabe der kompatibilisierten Siliciumdioxid-Aufschlämmung hat keine wesentliche Wirkung auf die Stabilität des Latex und zeigt keine Neigung, dessen Koagulation zu beeinflussen. Die Konzepte der vorliegenden Erfindung vermeiden vollständig die Notwendigkeit, die komplexen Verarbeitungshilfsstoffe einzusetzen, welche häufig nach Stand der Technik eingesetzt werden, um Dispersion des Siliciumdioxid innerhalb des natürlichen oder synthetischen Polymers zu bewirken.
  • Fig. 1 ist ein ²&sup9;Si CPMAS NMR Spektrum des kompatibilisierten Siliciumdioxids dieser Erfindung.
  • Fig. 2 ist ein ²&sup9;Si CPMAS NMR Spektrum eines mit Organosilan behandelten Siliciumdioxids in Handelsqualität, Ciptane® I PPG Industries Inc.
  • Die Konzepte der vorliegenden Erfindung sind auf eine Vielzahl an natürlichen und synthetischen Polymeren anwendbar, einschließlich insbesondere Kautschuk und thermoplastische Polymere, welche in Latexform aufbereitet wurden. Typisch für die synthetischen Polymere, welche in der Praxis der vorliegenden Erfindung brauchbar sind, sind jene, welche durch Polymerisieren oder Copolymerisisieren von konjugierten Dien-Monomeren hergestellt wurden, wie Butadien, Isopren, Chlorpren, Pentadien, Dimethylbutadien und ähnliches. Es ist ebenfalls möglich, die Konzepte der vorliegenden Erfindung auf andere in Latexform aufbereitete Polymere anzuwenden, einschließlich nicht nur konjugierten, auf Dien basierenden Polymeren, sondern auch Polymeren, welche auf Vinyl-Monomeren basieren und Kombinationen aus konjugierten Dienen mit Vinylmonomeren. Geeignete Vinyl-Monomere schließen ein, aber sind nicht begrenzt auf Styrol, α-Methylstyrol, Alkyl-substituierte Styrole, Vinyltoluol, Divenylbenzol, Acrylonitril, Vinylchlorid, Methacrylonitril, Isobutylen, Maleinsäureanhydrid, Acrylsäureester und Säuren, Methylacrylsäureester, Vinylether, Vinylpyridine und ähnliches. Spezifische Polymere werden durch natürlichen Kautschuk, Styrol-Butadien- Kautschuk oder SBR, Acrylonitril-Butadien-Kautschuk oder NBR, Acrylonitil-Butadien-Styrol-Polymer oder ABS, Polybutadiene, Polyvinylchlorid oder PVC, Polystyrol, Polyvinylacetat, Butadienvinylpyridin-Polymere, Polyisoprene, Polychloropren, Neopren, Styrol-Acrylonitril-Copolymer (SAN), Mischungen aus Acrylonitril-Butadien-Kautschuk mit Polyvinylchlorid usw. beispielhaft erläutert.
  • Das Verfahren der vorliegenden Erfindung wird mit diesen Polymeren in ihrer Latexform durchgeführt und ist für die Anwendung an natürlichen Kautschuk-Latizes und als polymerisierte Latizes besonders geeignet. Wie dem Fachmann der Emulsionspolymerisation offensichtlich betrifft, als polymerisierte Latizes, das Umsetzungsgemisch vor dem Koagulationsstadium in einem Emulsionsverfahren. Das Verfahren dieser Erfindung kann mit Polymerlatizes durchgeführt werden, zu welchen andere Füllstoffe zugegeben wurden, wie Ruß, so dass Siliciumdioxid-Ruß-Masterbatches mit gleichförmig hohen Ladungen an Gesamtfüllstoff und quantitativem Einschluss der Füllstoffe erreichbar sind.
  • Das kompatibilisierte Siliciumdioxid kann mit jedem natürlichen oder synthetischen Polymer trocken- oder nassgemischt werden. Zusätzlich zu den bereits angeführten Polymeren kann das kompatibilisierte Siliciumdioxid mit Polyolefinen und Poly-α- olefinen, Polyestern, Polyamiden, Polycarbonaten, Polyphenylenoxiden, Polyepoxiden, Polyacrylaten und Copolymeren von Acrylaten und Vinylmonomeren gemischt werden. Synthetische Polyolefine schließen Homopolymere, Copolymere und andere Comonomer-Kombinationen ein, herstellt aus gradkettigen, verzweigten oder cyclischen α-Mono-Olefinen, Vinylidenolefinen und unkonjugierten Di- und Triolefinen, einschließlich 1,4-Pentadienen, 1,4- Hexadienen, 1,5-Hexadienen, Dicyclopentadienen, 1,5- Cyclooctadienen, Octatrienen, Norbornadienen, Alkylidennorbornenen, Vinyl-norbornenen usw. Beispiele für solche Polymere schließen Polyethylene, Polypropylene, Ethylen-propylencopolymere, Ethylen-α-olefin-unkonjugierte Dien-terpolymere (EPDMs), chlorinierte Polyethylene, Polybutylen, Polybutene, Polynorbornene und Poly-α-olefinharze ein.
  • In der Praxis der Erfindung wird ein Siliciumdioxid zuerst mit einem Kopplungsmittel in einer wässerigen Lösung behandelt, um eine kompatibilisierte Siliciumdioxid-Aufschlämmung zu bilden. Als bei der Praxis der Erfindung eingesetztes Siliciumdioxid kann von einer Anzahl an kommerziell erhältlichen amorphen Siliciumdioxiden von entweder dem ausgefällten oder Quarzstaub- Typ mit fein geteilten Partikelgrößen und hohem Oberflächenbereich gebrauch gemacht werden. Wie den Fachleuten bewusst sein wird, kann die Größe der Siliciumdioxid-Partikel innerhalb relativ großer Bandbreiten variiert werden, und ist etwa von dem Endgebrauch des mit Siliciumdioxid gefüllten oder Siliciumdioxid verstärkten Polymer abhängig. Im Allgemeinen wird von Siliciumdioxid mit durchschnittlichen Partikelgrößen im Bereich von 1 bis 120 nm und vorzugsweise 7 bis 60 nm und entsprechenden Oberflächenbereichen von 15-700 m²/g Gebrauch gemacht.
  • Aus dem fein geteilten Siliciumdioxid wird somit eine wässerige Aufschlämmung gebildet und mit einer Lösung aus einem Kopplungsmittel behandelt, welches sich chemisch an die Siliciumdioxid-Oberfläche binden kann. Als Kopplungsmittel kann von einer Vielzahl an Verbindungen Gebrauch gemacht werden, welche nach Stand der Technik zur Verwendung beim Koppeln von hydrophilen Füllstoffen wie Glasfasern, Siliciumdioxid und ähnlichem an hydrophobe Materialien wie natürliche und synthetische Polymere bekannt sind, welche als Kautschuke oder thermoplastische Materialien brauchbar sind. Zur Verwendung als Kopplungsmittel in der Praxis der vorliegenden Erfindung werden Organosiliconverbindungen bevorzugt, welche den Fachleuten gut bekannt sind, welche nach Stand der Technik verwendet worden sind, um Siliciumdioxid an natürliche und synthetische Polymere zu binden. Im Allgemeinen enthalten solche Siliconverbindungen mindestens eine, aber nicht mehr als drei leicht hydrolysierbare Gruppen, welche direkt an das Siliconatom gebunden sind. Repräsentativ für die hydrolysierbaren Gruppen, welche üblicherweise in solchen Kopplungsmitteln eingesetzt werden, sind typischerweise Halogene, Wasserstoff, Hydroxyl, nied.-Alkoxy-Gruppen wie Methoxy, Ethoxy, Propoxy und ähnliche Gruppen. Auch sind direkt an des Siliconatom eine bis drei organische Gruppen gebunden, welche mit dem natürlichen oder synthetischen Polymer kompatibel sind, zu welchem das Siliciumdioxid hinzugefügt werden soll, und vorzugsweise wird für bestimmte Ausführungsformen das Kopplungsmittel mindestens eine organische Gruppe aufweisen, welche eine funktionelle Gruppe enthält, welche zu chemischer Umsetzung mit dem natürlichen oder synthetischen Polymer in der Lage ist, an welches das Siliciumdioxid hinzuzufügen ist. Solche funktionellen Gruppen schließen ein, aber sind nicht begrenzt auf: Amin- Gruppen, Polyaminoalkyl-Gruppen, Mercapto-Gruppen, Carbonyl- Gruppen, Hydroxy-Gruppen, Epoxy-Gruppen, Halogene und ethylenisch ungesättigte Gruppen. Die Wahl der funktionellen Gruppe wird durch das spezielle Polymer und das spezielle Herstellungsverfahren für die Polymer-Siliciumdioxid-Masterbatch bestimmt werden. Zum Beispiel, falls diese Erfindung auf einen Styrol- Butadien-Kautschuk angewendet wird, um eine Siliciumdioxid- Masterbatch vorzusehen, welche durch Vernetzungsumsetzungen geheizt werden wird, welche Schwefelverbindungen einbeziehen, wird es bevorzugt, als Kopplungsmittel eine Organosilicon-Verbindung zu verwenden, worin mindestens eine organische Gruppe Mercapto-, Polysulfid-, Thiocyanato- (-SCH), eine Halogen- und/oder Aminofunktionalität aufweist. Entsprechend ist es wünschenswert, falls das mit Siliciumdioxid gefüllte Polymer einer Peroxyartigen Heizumsetzung unterzogen werden soll, als Organosilicon- Verbindung eine zu haben, worin mindestens eine organische Gruppe ethylenische Nichtsättigung oder Epoxy-Gruppen aufweist.
  • Repräsentative Kopplungsmittel, welche den natürlichen und synthetischen Polymeren Kompatibilisation verleihen, sind jene aus den Gruppen bestehend aus: Trialkylsilanen, Dialkylsilanen, Trialkylalkoxysilanen, Trialkylhalogensilanen, Dialkylalkoxysilanen, Dialkyldialkoxysilanen, Dialkylalkoxyhalogensilanen, Trialkylsilanolen, Alkyltrialkoxysilanen, Alkyldialkoxysilanen, Alkyldialkoxyhalogensilanen und Monoalkylsilanen, worin die Alkyl- Gruppe ein C&sub1; bis C&sub1;&sub8; linearer, cyclischer oder verzweigter Kohlenwasserstoff ist, oder Kombinationen daraus, und worin für einige besondere Ausführungsformen eine oder zwei Alkyl-Gruppen durch eine Phenyl- oder Benzyl-Gruppe ersetzt werden können oder eine oder zwei Alkyl-Gruppen durch eine Phenyl-, Benzyl- oder Alkoxy-substituierte Alkyl-Gruppe ersetzt werden können.
  • In der bevorzugten Praxis der Erfindung sind eine besondere Form der eingesetzten Kopplungsmittel jene mit der allgemeinen Struktur:
  • worin X eine funktionelle Gruppe darstellt, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus einer Amino-Gruppe, Polyaminoalkly-Gruppe, einer Mercapto-Gruppe, einer Polysulfid-Gruppe, einer Epoxy- Gruppe, einer Hydroxy-Gruppe, einer Vinyl-Gruppe, einem Halogen, einer Acryloxy-Gruppe, einer Thiocyanato- und einer Methacryloxy-Gruppe; y für eine ganze Zahl gleich oder größer als 0 steht und vorzugsweise im Bereich von 2 bis 8; und Z&sub1;, Z&sub2; und Z&sub3; jeweils unabhängig ausgewählt werden aus der Gruppe bestehend aus Wasserstoff, Halogen, C&sub1; bis C&sub1;&sub8; Alkyl, Alkoxy, Aryl wie Phenyl, Benzyl und ähnliches, Aryloxy, Cycloalkyl wie Cyclopentyl, Cyclohexyl usw. oder Aryl-, Alkoxy- oder Halogensubstituierten Alkylen und C&sub1; bis C&sub8; Alkoxy-Gruppen, unter der Voraussetzung, dass mindestens eines von Z&sub1;, Z&sub2; und Z&sub3; eines von Wasserstoff, Halogen oder eine Alkoxy- oder Aryloxy-Gruppe sein muss. In einer bevorzugten Ausführungsform müssen Z&sub1;, Z&sub2; und Z&sub3; alle hydrolysierbar sein; bevorzugte hydrolysierbare Gruppen schließen Halogen, Hydroxyl, Alkoxy oder Wasserstoff ein.
  • Eine etwas verwandte Gruppe von Kopplungsmitteln, welche gleichermaßen in der Praxis der Erfindung verwendet werden kann, sind die Bispolysulfide. Diese Organosiliconverbindungen können als Bis(trialkoxysilylalkyl)polysufide beschreiben werden, welche 2 bis 8 Schwefelatome enthalten, in welchen die Alkyl- Gruppen C&sub1;-C&sub1;&sub8;-Alkyl-Gruppen sind und die Alkoxy-Gruppen C&sub1;-C&sub8;- Alkoxy-Gruppen sind.
  • Repräsentanten solcher Kopplungsmittel, welche im Handel erhältlich sind, schließen ein: (Gamma-aminopropyl)-trimethoxysilan, (Gamma-aminopropyl)-triethoxysilan, (Gammahydroxypropyl)-tripropoxysilan, (Gamma-mercaptopropyl)-triethoxysilan, (Gamma-aminopropyl)-dimethylethoxysilan, (Gammaaminopropyl)-dihydroxymethoxy-silan, (Glycidylpropyl-trimethoxysilan, [(N-Aminoethyl)-gamma-aminopropyl]-triethoxysilan, (Gamma-methacryloxypropyl)-triethoxysilan, (Gamma-methacryloxypropyl)-trimethoxysilan, (Beta-mercaptoethyl)-triethoxysilan, [Gamma-(N-aminoethyl)-propyl]-trimethoxysilan, N-Methylaminopropyltrimethoxysilan, (Gamma-thiocyanatopropyl)-triethoxysilan, Bis-(3-triethoxythiopropyl)-tetrasulfid, Vinyltriethoxysilan, Vinylphenylmethylsilan, Vinyldimethylmethoxysilan, Divinyldimethoxysilan, Divinylethyldimethoxysilan, Dimethylvinylchlorosilan und ähnliches.
  • Beim Durchführen der Umsetzung zwischen Kopplungsmitteln wie Organosilanen und dem Siliciumdioxid kann das Kopplungsmittel in einem nied.-Alkanol, wie Propanol oder Ethanol bei einem pH unter 9 und vorzugsweise innerhalb der Bandbreite von 3 bis 9 gelöst werden, zu welchem Wasser langsam entweder kontinuierlich oder sich steigernd zugegeben wird, um Hydrolyse der hydrolysierbaren Gruppen zu beginnen, welche in dem Kopplungsmittel enthalten sind, um das entsprechende Silanol zu bilden. Um die Hydrolyse einer Alkoxy-Gruppe zu unterstützen, ist ein pH im Bereich von 3,5-5,0 wünschenswert, um Nebenreaktionen wie Oligomerisation des Organosilans zu minimieren, und kann durch Verwendung von verdünnter Mineralsäure wie Chlorwasserstoff- oder schwacher organischer Säuren wie Essigsäure gehalten werden. Um die Hydrolyse einer Hydrid-Gruppe zu unterstützen, werden alkalischere Bedingungen bevorzugt und Basen wie KOH, NaOH, NH&sub4;OH, Triethylamin oder Pyridin können eingesetzt werden, um einen pH von 8-9 zu halten. Die Wahl der Base wird von der chemischen Natur des speziellen Latex abhängen, zu welchem die Siliciumdioxid-Aufschlämmung zugegeben wird. Wenn die hydrolysierbare Gruppe Halogen ist, wird es bevorzugt, das Organohalogen-silan direkt mit der wässerigen Siliciumdioxid-Dispersion zu mischen, statt einen getrennten Hydrolyseschritt durchzuführen. Das hydrolysierte Kopplungsmittel wird dann mit einer wässerigen Aufschlämmung des fein geteilten Siliciumdioxids gemischt, wodurch sich die in dem Kopplungsmittel vorhandenen Silanol-Gruppen mit der Oberfläche des Siliciumdioxids chemisch umsetzen, um eine Siloxanbindung (Si-O-Si) zwischen dem Kopplungsmittel und der Siliciumdioxid-Oberfläche zu bilden. In einer bevorzugten Ausführungsform wird der pH bei diesem Schritt bei etwa 5,5-6,5 gehalten, um Umsetzung mit der Siliciumdioxid-Oberfläche zu fördern, während etwas Kondensationsumsetzung zwischen den Silan- Molekülen, welche an die Oberfläche des Siliciumdioxids binden, erlaubt wird. Je nach speziellem Siliciumdioxid und dem anfänglichen pH des Wasser wird dieser pH ohne Zugabe von weiteren Reagenzien erlangt.
  • Die Konzentration des Siliciumdioxids in der Aufschlämmung mit welcher das hydrolysierte Kopplungsmittel gemischt wird, kann innerhalb relativ weiter Grenzen variiert werden. Im Allgemeinen kann von Siliciumdioxid-Aufschlämmungen Gebrauch gemacht werden, welche 1% bis 30% nach Gewicht an Siliciumdioxid, basierend auf dem Gewicht der Aufschlämmung enthalten. In einigen bevorzugten Ausführungsformen reicht die Aufschlämmungskonzentration von 10 bis 20 Gew.-% Siliciumdioxid, basierend auf dem Gewicht der Aufschlämmung. Die Temperatur und Umsetzungszeit kann innerhalb weiter Grenzen variiert werden. Im Allgemeinen können Temperaturen im Bereich von Umgebungstemperatur bis zu etwa 93ºC (200ºF) verwendet werden, wobei die bevorzugte Temperatur von 27ºC (80º) bis 82ºC (180ºF) reicht. Ähnlich kann die Zeit für das Bewirken der Umsetzung zwischen dem hydrolysierten Kopplungsmittel und dem Siliciumdioxid innerhalb relativ weiter Grenzen variiert werden, im Allgemeinen im Bereich von 4 bis 48 Stunden und etwas abhängig von der eingesetzten Temperatur.
  • Die Menge an eingesetzten Kopplungsmittel kann ähnlich innerhalb relativ weiter Grenzen variiert werden, abhängig teilweise von der Menge an mit dem natürlichen oder synthetischen Polymer zu mischenden Siliciumdioxid und dem Molekulargewicht des Kopplungsmittels. Es kann von einem Kopplungsmittel im Bereich von 1 bis 25 Teilen Kopplungsmittel pro 100 Gewichtsanteile Siliciumdioxid Gebrauch gemacht werden, vorzugsweise von 1 bis 15 Gewichtsanteilen Kopplungsmittel pro 100 Gewichtsanteile Siliciumdioxid, und bevorzugterweise von 3-10 Teilen Kopplungsmittel pro 100 Gewichtsanteile Siliciumdioxid.
  • Die bevorzugte Menge an zu verwendendem Kopplungsmittel kann nach dem tatsächlichen Gewichtsprozent von Organosilicon definiert werden, welcher auf der Siliciumdioxid-Oberfläche ruht. Viel von dem Gewicht des Kopplungsmittels ist Verlust während der Umsetzung mit der Siliciumdioxid-Oberfläche und Kondensation mit sich selbst; daher wird sich Organosilicon hierin auf den Teil des Organosilans beziehen, welcher nach Hydrolysekondensation und Bindung auf dem Siliciumdioxid verbleibt. Es ist befunden worden, dass um einen Einschluss von mehr als 90 Gew.-% Siliciumdioxid in ein Polymer zu erreichen, das Gewichtsprozent von Organosilicon auf der Oberfläche des Siliciumdioxids sich im Bereich von mindestens 1,0-2,5 befinden muss, also ein Minimum von 1,0-2,5 Gramm Organosilicon aus dem Silan wird an 100 Gramm Siliciumdioxid gebunden, mit welchem die Aufschlämmung beladen wurde. Für verbesserte Kompatibilität in Trockengemisch oder für zusätzliche chemische Umsetzung mit den natürlichen oder synthetischen Polymeren kann es wünschenswert sein, mehr als 2 Gew.-%, zum Beispiel 2-10 Gew.-% Organosilicon-Rückstand pro Siliciumdioxid-Gewicht, vorzugsweise 2-6 Gew.-% Organosiliconrückstand pro Siliciumdioxid-Gewicht zu binden.
  • Nachdem das Siliciumdioxid mit dem Kopplungsmittel behandelt worden ist, wird die behandelte Siliciumdioxid-Aufschlämmung dann mit den natürlichen oder synthetischen Polymerlatex unter ausreichender Bewegung gemischt, um das behandelte Siliciumdioxid gleichförmig in dem Latex zu verteilen. Der mit Siliciumdioxid behandelte Latex ist stabil und kann zur späteren Verwendung gelagert werden oder direkt in ein Koagulationsverfahren eingespeist werden, wo Koagulationshilfsstoffe, welche für diese Art des natürlichen oder synthetischen Polymers üblich sind, eingesetzt werden. Die Stabilität des Latex wird jedoch vom Beibehalten eines richtigen pH-Bereichs abhängen, welcher mit dem speziellen Emulsionsverfahren variabel ist. Wenn das Emulsionsverfahren ein kaltes SBR- oder NBR-Verfahren unter Verwendung anionischer Surfactanten ist, wird es zum Beispiel bevorzugt, den pH bei 8,0-9,5 zu halten. Jedoch falls das Verfahren eine heiße carboxylierte SBR- oder NBR-Emulsion mit der Verwendung von kationischen Surfactanten ist, hält man den pH bei 3,5-5,5, um Stabilität des Latex sicherzustellen.
  • Die Menge des zu dem Latex zugegebenen Siliciumdioxids kann innerhalb weiter Bandbreiten variiert werden, teilweise in Abhängigkeit von dem eingesetzten Kopplungsmittel, der Art des Polymers, der Verwendung von anderen Füllstoffen wie Ruß und der Endverwendung, unter welcher das Polymer unterworfen wird. Im Allgemeinen werden gute Ergebnisse erhalten, wenn das zugegebene Siliciumdioxid in einer Menge im Bereich von 5 bis etwa 80 Gew.- %, basierend auf dem Gewicht der Feststoffe in dem Latex, zugegeben wird.
  • Die Koagulation des Latex ist im allgemeinen konventionell und bildet keinen Teil der vorliegenden Erfindung. Es ist bequem Ausrüstung und Koagulationschemikalien zu verwenden, welche üblicherweise bei der Gewinnung von natürlichen und synthetischen Polymeren aus Latizes eingesetzt werden. Während der Koagulation bleibt das kompatibilisierte Siliciumdioxid dispergiert und bleiben eng mit den Polymerpartikeln gemischt und daran haften, um eine im Wesentlichen gleichförmige Verteilung der Siliciumdioxid-Partikel innerhalb der Polymerpartikel zu ergeben. Andere zu den Polymerlatizes typischerweise zugegebene Verarbeitungshilfsstoffe wie Weichmacher, Extenderöle und Antioxidantien, können beim Latexstadium gemeinsam mit der kompatibilisierten Siliciumdioxid-Aufschlämmung zugegeben werden, ohne Ausrüstungs- und Verfahrensbedingungen zu modifizieren oder die Dispersion des Siliciumdioxids während der Koagulation und Entwässerung nachteilig zu beeinflussen.
  • Es ist in der Praxis der Erfindung befunden worden, dass das Verfahren der Erfindung im Vergleich zu Techniken zum Einschließen von Siliciumdioxid, welche nach Stand der Technik bekannt sind, den Einschluss von deutlich größeren Mengen das kompatibilisierten Siliciumdioxids in das Polymer erlaubt. Es ist befunden worden, dass von 90 bis 100% des zu dem Latex zugegebenen Siliciumdioxid in das Polymer eingeschlossen wird und tatsächlich befindet sich in vielen Fällen die in das Polymer eingeschlossene Menge an Siliciumdioxid im Wesentlichen quantitativ bei 97% oder höher. Das stellt einen deutlichen wirtschaftlichen Vorteil dadurch dar, dass sobald das Latex koaguliert ist, um das Polymer zu gewinnen, welches das kompatibilisierte Siliciumdioxid enthält, die Restflüssigkeitsphase nur geringe Mengen des kompatibilisierten Siliciumdioxids enthält, welche nicht in das Polymer eingeschlossen wurden.
  • Das kompatibilisierte Siliciumdioxid, das teilweise hydrophobe Siliciumdioxid, isoliert aus der kompatibilisierten Siliciumdioxid-Aufschlämmung durch Dekantieren und Trocken, ist mit Anhäufungen von Organosilicon-Oligomeren an der Oberfläche des Siliciumdioxids gekennzeichnet. Dieses Anhäufen ist das Ergebnis von Bindung der Organosilane an die Siliciumdioxid-Oberflächenoligomere, also das Organosilan unterläuft etwas Kondensationsumsetzung mit sich selbst, um eine oligomere Struktur zu bilden, welche an die Siliciumdioxid-Oberfläche durch die Si-O-Si- Bindungen chemisch bindet.
  • Die Anhäufungen von Organosilan-Oligomeren werden durch ²&sup9;Si CPMAS NMR gemäß den Resonanzzuweisungen von M. Pursch et al. identifiziert, wie in Anal. Chem. 68, 386 und 4107, 1996 offenbart. Das Spektrum wurde mit einer 7minütigen Kontaktzeit, 5,0 kHz Spinngeschwindigkeit und einem 33 kHz r.f. Feld an sowohl 1H, als auch ²&sup9;Si erhalten. Die chemische Verschiebungsskala ist relativ zu der Resonanz für Tetramethylsilan (TMS) bei 0,0 ppm. Die Zuweisung der Resonanzen wurde durch Vergleich mit vorherigen spektralen Zuweisungen von an Siliciumdioxid-Oberflächen gebundenen Silanen durchgeführt, wie bei Pursch beschrieben. Die beiden Hauptresonanzgruppen werden gesehen. Die Resonanzen der Silicon-Atome an der Oberfläche des Siliciumdioxids werden durch die Q-Stellen Q², Q³ und Q&sup4; bei jeweils -93,7 ppm, -102,5 ppm und -112,0 ppm dargestellt. Die T-Stellen T² und T³ bei jeweils -57,5 und -67,9 ppm entsprechen Silicon-Atomen des Silan, die chemisch an die Siliciumdioxid-Oberfläche gebunden sind.
  • Die unterschiedlichen T-Stellen sind entsprechend dem Grad der Oligomerisation oder Vernetzung der Silane an den angrenzenden Silicon-Atomen miteinander gekennzeichnet. Also, eine T¹- Stelle steht für ein Silan-Molekül, welches nur an die Siliciundioxid-Oberfläche chemisch gebunden ist. Eine T²-Stelle steht für ein Silan-Molekül, welches an ein Si-Atom an der Siliciumdioxid-Oberfläche und an ein angrenzendes Silan oder ein Silan gebunden ist, welches an zwei angrenzenden Oberflächen-Si-Atomen chemisch gebunden ist, also teilweise vernetzte Strukturen; während eine T³-Stelle für ein Silan-Molekül steht, welches an ein Si-Atom in der Siliciumdioxid-Oberfläche und an 2 angrenzende Silane oder ein Silan gebunden ist, welches an drei Oberflächen- Si-Atomen gebunden ist, also vollständig vernetzte Strukturen. Pursch et al. haben das Verhältnis der Intensität der T-Stellen verwendet, um ein Ausmaß an Oligomerisation oder Vernetzungsparameter zu definieren, was als Parameter Q bezeichnet und wie unten definiert wird:
  • Q(%) = 1/2/T¹(%) + 2/3T²(%) + T³(%).
  • Das kompatibilisierte Siliciumdioxid hat einen Parameter Q Wert von größer als 80% (wie in Fig. 1 veranschaulicht), während Siliciumdioxide nach Stand der Technik und kommerzielle Silanbehandelte Siliciumdioxide eine Q-Wert von weniger als 75% messen. Der höhere Q-Wert für das kompatibilisierte Siliciumdioxid ist eine Folge des größeren Anteils an T³-Stellen, also eine höhere Konzentration an oligomerisiertem oder vollständig vernetztem Silan ist vorhanden. Das kompatibilisierte Siliciumdioxid kann so beschrieben werden, dass es ein T³/T²-Verhältnis von 0,75 oder größer hat, vorzugsweise 0,9 oder größer. Kommerzielles mit Silan überzogenes Siliciumdioxid (wie in Fig. 2 veranschaulicht) und in Veröffentlichungen nach Stand der Technik beschriebenes Siliciumdioxid haben T³/T²-Verhältnisse von 0,5 oder weniger. Der höhere Grad der Vernetzung in dem Siliciumdioxid kann damit erklärt werden, dass es eine durchschnittlich tetramere Struktur von Silan an der Oberfläche gibt, im Gegensatz zu kommerziellem Silan, wo die durchschnittliche Struktur von monomer zu trimer reicht.
  • Während es nicht gewünscht wird, durch eine Theorie gebunden zu werden, wird angenommen, dass die durchschnittlich tetramere Struktur des an die Siliciumdioxid-Oberfläche des kompatibilisierten Siliciumdioxids gebundenen Silans eine Folge von bei seiner Herstellung verwendetem wässerigen Umsetzungsmedium ist. Durch Kontrollieren des pH der wässerigen Phase können Hydrolyse- und Oligomerisationsumsetzungen mit Adsorption und chemischer Umsetzung der Silanol-Gruppen an der Siliciumdioxid- Oberfläche konkurrieren. Somit bindet sich mehr Organosilan an die Oberfläche in oligomerer Form.
  • Man wird verstehen, dass verschiedene Veränderungen und Modifikationen in den Details der Formulierung, des Verfahrens und der Verwendung vorgenommen werden können. Die folgenden Beispiele werden zu Zwecken der Veranschaulichung vorgesehen und nicht zum Zweck der Einschränkung der Praxis der vorliegenden Erfindung.
  • Verwendete Chemikalien, um die Konzepte dieser Erfindung zu demonstrieren, sind wie folgt:
  • Silquest® A-189 (Osi Specialties) ist (Gamma-mercapto)- Propyltrimethoxysilan.
  • HiSil® 233 (PPG) ist ein ausgefälltes, hydratisiertes, amorphes Siliciumdioxid in Pulverform mit einer ultimativen Partikelgröße von 0,019 Mikron.
  • Ciptane® I (PPG) ist HiSil® 210, ausgefälltes, hydratisiertes, amorphes, körniges Siliciumdioxid, überzogen mit 3 Gew.-% Silquest A-189.
  • Beispiel 1: Herstellung eines SBR-Siliciumdioxid-Ruß-Masterbatch A. Herstellung von kompatibilisierter Siliciumdioxid- Aufschlämmung
  • Eine wässerige Lösung aus Silan wurde durch beschicken eines Gefäßes mit 55,1 g Silquest® A-189 (OSi Specialties), 27 g Isopropanol, 1,1 g kristallisierter Essigsäure und 27 g Wasser hergestellt. Das anfänglich trübe Gemisch wurde bei hoher Geschwindigkeit und Raumtemperatur gerührt, bis es klar war, und zwar etwa 10-20 Minuten, wonach zusätzliche 28 g Wasser zugegeben wurden, welche das Gemisch trüb machten. Das Rühren wurde für etwa 15-20 Minuten fortgesetzt, bis sich die Lösung klärte.
  • Zu einem separaten Gefäß, ausgestattet mit einem Rührer, wurden 7,258 kg (16 lb) Wasser und 1,837 kg (4,05 lb) Feinpartikel, trockenes Siliciumdioxid, HiSil® 233 zugegeben und für etwa 15 min gerührt, um das Siliciumdioxid zu befeuchten und dispergieren. Die wässerige Lösung aus Silan wurde dann unter fortgesetztem Rühren zugegeben, der pH wurde auf 7,5-8,0 mit 25% Natriumhydroxid erhöht und die Mischung wurde auf 77ºC (170ºF) erhitzt. Die Temperatur wurde für etwa vier Stunden bei 77ºC (170ºF) gehalten und durfte sich dann auf 60ºC (140ºF) abkühlen. An diesem Punkt kann die kompatibilisierte Siliciumdioxid- Aufschlämmung zu dem Latex-Stadium eines kontinuierlichen Emulsionsverfahrens zugegeben oder chargenweise in einen konzentrierten Polymerlatex eingespeist werden.
  • B. Mischen von kompatibilisierter Siliciumdioxid-Aufschlämmung mit SBR-Latex
  • Wie in Schritt A oben hergestellte Aufschlämmung wurde in ein gerührtes Gefäß gegeben, welches ein Gemisch aus 13,643 kg (41,1 lb) SBR-Latex, enthaltend 21,9 Gew.-% 1502-artigen Kautschuk, und 183 g Antioxidanz-Emulsion, enthaltend 13,4 Gew.-% Santoflex® 134, gehalten bei 60ºC (140ºF) enthält. Zu diesem Anfangsgemisch wurden ebenfalls 9,888 kg (21,8 lb) heiße Ruß- Aufschlämmung, enthaltend 6,2 Gew.-% N234-artigen Ruß und 1,243 kg (2,74 lb) heiße Ölemulsion, enthaltend 65,6 Gew.-% Sundex® 8125 zugegeben. Das Endgemisch wurde für 30 min bei 60ºC (140ºF) gerührt.
  • Die obige Latexmischung wurde langsam zu einem größeren, gerührten Gefäß zugegeben, welches anfänglich 18,144-20,412 kg (40-45 lb) Wasser enthielt und ausreichend Schwefelsäure, um einen pH von 4 zu ergeben. Die Geschwindigkeiten der Zugabe des Latexgemisches und der Schwefelsäure wurden variiert, um den pH des sich ergebenden Koagulations-Dispersionsmittels im Bereich von 4-5 über die 30-40 Minuten zu halten, in denen das Latexgemisch zugegeben wurde. Es wurden zusätzliche 30-40 Minuten Mischzeit und zusätzliche Säure wie notwendig verwendet, um Wachsen der Produktpartikelgröße zu erlauben und das Dispersionsmittel von freiem Latex zu klären, wie es häufig durch jene durchgeführt wird, die mit der Technik vertraut sind. Die durch diese Koagulation erreichte nasse Masterbatch-Partikel oder Krumengröße war ähnlich jener, welche aus Koagulation ohne Siliciumdioxid erhalten wird. Visuelle Inspektion und chemische Analyse des getrockneten Masterbatch zeigte, dass im wesentlichen alle festen und flüssigen Bestandteile, welche zu dem Latexgemisch zugegeben worden waren, absorbiert und gleichförmig verteilt waren. Die Siliciumdioxid-Absorption betrug 97-98% der Charge, wie durch Ascheanalyse beurteilt.
  • Beispiel 2: Herstellung eines SBR-Siliciumdioxid-Ruß-Masterbatch A. Herstellung von kompatibilisierter Siliciumdioxid- Aufschlämmung
  • Eine wässerige Lösung aus Silan wurde durch beschicken eines Gefäßes mit 110,2 g Silquest® A-189, 55 g Isopropanol, 2,2 g kristallisierter Essigsäure und 55 g Wasser hergestellt. Das anfänglich trübe Gemisch wurde bei hoher Geschwindigkeit und Raumtemperatur gerührt, bis es klar war, und zwar etwa 10-20 Minuten, wonach zusätzliche 55 g Wasser zugegeben wurden, welche das Gemisch trüb machten. Das Rühren wurde für etwa 15-20 Minuten fortgesetzt, bis sich die Lösung klärte.
  • Zu einem separaten Gefäß, ausgestattet mit einem Rührer, wurden 7,258 kg (16 lb) Wasser und 1,837 kg (4,05 lb) Feinpartikel, trockenes Siliciumdioxid, HiSil 233 zugegeben und für etwa 15 min gerührt, um das Siliciumdioxid zu befeuchten und dispergieren. Die wässerige Lösung aus Silan wurde dann unter fortgesetztem Rühren zugegeben, der pH wurde auf 7,5-8,0 mit 25% Natriumhydroxid erhöht und die Mischung wurde auf 77ºC (170ºF) erhitzt. Die Temperatur wurde für etwa vier Stunden bei 77ºC (170ºF) gehalten und durfte sich dann auf 60ºC (140ºF) abkühlen.
  • An diesem Punkt kann die kompatibilisierte Siliciumdioxid- Aufschlämmung zu dem Latex-Stadium eines kontinuierlichen Emulsionsverfahrens zugegeben oder chargenweise in einen konzentrierten Polymerlatex eingespeist werden.
  • B. - Mischen von kompatibilisierter Siliciumdioxid-Aufschlämmung mit SBR-Latex
  • Wie in Schritt 2A oben hergestellte Aufschlämmung wurde zu einem gerührten Gefäß zugegeben, welches ein wie in Beispiel 1 beschriebenes Latexgemisch enthielt. Das Endmasterbatch-Gemisch wurde für 30 min bei 60ºC (140%') gerührt.
  • Die obige Latexmischung wurde wie in Beispiel 1 koaguliert. Die durch diese Koagulation erreichte Größe der nassen Masterbatch-Partikel oder Krumen war ähnlich oder geringfügig größer als jene, welche aus Koagulationen ohne Siliciumdioxid erhalten wurde. Visuelle Inspektion und chemische Analyse des getrockneten Masterbatch zeigte, dass im wesentlichen alle festen und flüssigen Bestandteile, welche zu dem Latexgemisch zugegeben worden waren, absorbiert und gleichförmig verteilt waren. Die Siliciumdioxid-Absorption betrug 99% der Charge, wie durch Ascheanalyse beurteilt.
  • Beispiel 3: Herstellung eines SBR-Siliciumdioxid-Masterbatch
  • Wie in Beispiel 2 Schritt A oben hergestellte kompatibilisierte Siliciumdioxid-Aufschlämmung wurde zu einem gerührten Gefäß gegeben, welches ein Latexgemisch enthielt, hergestellt aus 18,643 kg (41,1 lb) SBR-Latex, enthaltend 21,9 Gew.-% 1502-SBR und 193 g Santoflex® 134 Lösung 1 (13,4 Gew.-%), gehalten bei 60ºC (140%Fº). Zu diesem Gemisch wurden ebenfalls 1,243 kg (2,74 1b) heiße Ölemulsion zugegeben, welche 65,6 Gew.-% Sundex 8125 enthielt. Das Gemisch wurde für zusätzliche 35 Minuten gerührt und bei 60ºC (140%) gehalten, wonach das heiße Latex zur Koagulation durch das Verfahren von Beispiel 1B langsam auf eine anderes Gefäß übertragen wurde. Der entwässerte Krumen war in der Partikelgröße ähnlich dem von SBR ohne Siliciumdioxid. Visuelle Inspektion und chemische Analyse der trockenen Krumen zeigt, dass im Wesentlichen das gesamte zu dem Latex zugegebene Öl und Siliciumdioxid absorbiert und gleichförmig verteilt worden war. Die Siliciumdioxid-Absorption betrug 98-99% der Charge, wie durch Ascheanalyse beurteilt.
  • Beispiel 4: Herstellung eines NBR-Siliciumdioxid-Masterbatch A. Herstellung von kompatibilisierter Siliciumdioxid- Aufschlämmung
  • Eine wässerige Lösung aus Silan wurde durch beschicken eines Gefäßes mit 25,4 g Silquest® A-189, 13 g Isopropanol, 0,5 g kristallisierter Essigsäure und 13 g Wasser hergestellt. Das anfänglich trübe Gemisch wurde bei hoher Geschwindigkeit und Raumtemperatur gerührt, bis es klar war, und zwar etwa 10-20 Minuten, wonach zusätzliche 13 g Wasser zugegeben wurden, welche das Gemisch trüb machten. Das Rühren wurde für etwa 15-20 Minuten fortgesetzt, bis sich die Lösung klärte.
  • Zu einem separaten Gefäß, ausgestattet mit einem Rührer, wurden 2,903 kg (6,4 lb) Wasser und 0,635 kg (1,4 lb) Feinpartikel, trockenes Siliciumdioxid, HiSil® 233 zugegeben und für etwa 15 min gerührt, um das Siliciumdioxid zu befeuchten und dispergieren. Die wässerige Lösung aus Silan wurde dann unter fortgesetztem Rühren zugegeben, der pH wurde auf 7,5-8,0 mit 25% Natriumhydroxid erhöht und die Mischung wurde auf 77ºC (170ºF) erhitzt. Die Temperatur wurde für etwa vier Stunden bei 77ºC (170ºF) gehalten und durfte sich dann auf 60ºC (140ºF) abkühlen. An diesem Punkt kann die kompatibilisierte Siliciumdioxid- Aufschlämmung zu dem Latex-Stadium eines kontinuierlichen Emulsionsverfahrens zugegeben oder chargenweise in einen konzentrierten Polymerlatex eingespeist werden.
  • B. Mischen von kompatibilisierter Siliciumdioxid-Aufschlämmung mit NBR-Latex
  • Wie in Schritt A oben hergestellte Aufschlämmung wurde in ein gerührte Gefäß gegeben, welches ein Gemisch aus 13,245 kg (2'9, 2 lb) NBR-Latex, enthaltend 24,0 Gew.-% NYsyn® 40-5 Kautschuk, und 216 g Antioxidanz-Emulsion, enthaltend 14,7 Gew.-% Agerite Geltrol® (Vanderbilt Chemical), gehalten bei 60ºC (140ºF) enthält. Zu diesem Anfangsgemisch wurden ebenfalls 15,604 kg (34,4 lb) heiße Ruß-Aufschlämmung, enthaltend 6,1 Gew.-% N234-artigen Ruß zugegeben. Das Endgemisch wurde für 30 min bei 50ºC (140ºF) gerührt.
  • Die obige Latexmischung wurde langsam zu einem größeren Gefäß zugegeben, welches anfänglich 13,34 kg (25 lb) Wasser enthielt und ausreichend Schwefelsäure, um einen pH von 4 zu ergeben. Die Koagulation wurde wie in vorherigen Beispielen vollendet. Die durch diese Koagulation erreicht nasse Masterbatch- Krumengröße war ähnlicher derer, welche aus NBR-Koagulationen ohne Siliciumdioxid erhalten wird. Visuelle Inspektion und chemische Analyse des getrockneten Masterbatch zeigten, dass im Wesentlichen alle zu dem Latexgemisch zugegebenen festen und flüssigen Bestandteile absorbiert und gleichförmig verteilt waren. Die Siliciumdioxid-Absorption betrug 97-98% der Charge, wie durch Ascheanalyse beurteilt.
  • Vergleichsversuch 1: Herstellung einer SBR-Siliciumdioxid-Ruß- Masterbatch ohne das Silquest-Kopplungsmittel A. Herstellung von Siliciumdioxid-Aufschlämmung
  • Ein mit einem Rührer ausgestattetes Gefäß wurde mit 2,449 kg (5,4 Tb) Wasser und 0,612 kg (1,35 lb) Feinpartikeln, trockenes Siliciumdioxid, HiSil® 233 beschickt, für etwa 15 Minuten gerührt und auf 60ºC (140ºF) erhitzt.
  • B. Mischen von Siliciumdioxid-Aufschlämmung mit SBR-Latex
  • Wie in Schritt A oben hergestellte Aufschlämmung wurde in ein gerührtes Gefäß gegeben, welches ein Gemisch aus 18,643 kg (41,1 lb) SBR-Latex, enthaltend 21,9 Gew.-% 1502-artigen Kautschuk, und 183 g Antioxidanz-Emulsion, enthaltend 13,4 Gew.-% Santoflex® 134, gehalten bei 50ºC (140ºF) enthielt. Zu diesem Anfangsgemisch wurden ebenfalls 29,620 kg (65,3 lb) heiße Ruß- Aufschlämmung, enthaltend 6,2 Gew.-% N234-artigen Ruß und 1,243 kg (2, T4 lb) heiße Ölemulsion, enthaltend 65,6 Gew.-% Sundex® 8125 zugegeben. Das Endgemisch wurde für 30 min bei 60ºC (140ºF) gerührt.
  • Das obige Latexgemisch wurde wie in Beispiel 1 koaguliert. Jedoch ergaben zusätzliche Rührzeit und Säure nicht das übliche Ergebnis. Die durchschnittliche Größe der Masterbatch-Krumenpartikel war im Vergleich zu einer Koagulation ohne Siliciumdioxid stark reduziert, diese Feinpartikelkrumen würden in den meisten kommerziellen Entwässerungsanlagen nicht gewinnbar sein. Die wässerige Phase oder das Koagulations-Dispersionsmittel wurde bei niedrigem pH nicht klar, wie es normalerweise ohne Siliciumdioxid passiert, aufgrund von einem Rest von in dem Wasser dispergiertem, freiem Siliciumdioxid. Ohne Rühren setzte sich das freie Siliciumdioxid am Boden des Gefäßes ab.
  • Visuelle Inspektion und chemische Analyse des getrockneten Masterbatch zeigten, dass das zu dem Latexgemisch zugegebene Ruß und Öl absorbiert und gleichförmig verteilt waren. Die Siliciumdioxid-Absorption betrug etwa 40% der Charge, wie durch Ascheanalyse beurteilt, und die Siliciumdioxid-Verteilung war aufgrund von Bildung eines Niederschlags und Einschluss von freiem Siliciumdioxid an der Oberfläche von Masterbatch-Krumenpartikeln sehr ungleichmäßig.
  • Vergleichsversuch 2: Herstellung eines SBR-Siliciumdioxid-Ruß- Materbatch mit einem kommerziellen Organosilan-behandelten Siliciumdioxid A. Herstellung von kompatibilisierter Siliciumdioxid- Aufschlämmung
  • Ein mit einem Rührer ausgestattetes Gefäß wurde mit 10,886 kg (24,0 lb) Wasser und 2,722 kg (6,0 lb) Grobpartikel, trockenes Siliciumdioxid, Ciptane® I (PPG) beschickt und für etwa 15 min gerührt. Es wurde keine wässerige Lösung aus Silan zugegeben, weil Ciptane T aus mit 3 Gew.-% Silquest A-189 in einem nicht wässerigen Verfahren vorüberzogenem HiSil 210 besteht. Die Aufschlämmung wurde auf 60ºC (140ºF) erhitzt und an diesem Punkt kann die Siliciumdioxid-Aufschlämmung zu dem Latex-Stadium eines kontinuierlichen Emulsionsverfahrens zugegeben oder chargenweise in einen konzentrierten Polymerlatex eingespeist werden.
  • B. Mischen von kompatibilisierter Siliciumdioxid-Aufschlämmung mit SBR-Latex
  • Ein Teil der in Schritt A hergestellten Aufschlämmung, 4,863 kg (10,5 lb), wurde in ein gerührte Gefäß gegeben, welches ein Gemisch aus 24,041 kg (53 lb) SBR-Latex, enthaltend 13,2 Gew.-% 1502-artigen Kautschuk, und 142 g Antioxidanz-Emulsion, enthaltend 13,4 Gew.-% Santoflex® 134, gehalten bei 60ºC (140ºF) enthielt. Zu diesem Anfangsgemisch wurden ebenfalls 15,604 kg (34,4 lb) heiße Ruß-Aufschlämmung, enthaltend 6,1 Gew.-% N234- artigen Ruß und 0,735 kg (1,62 lb) heiße Ölemulsion, enthaltend 65,0 Gew.-% Sundex® 8125 zugegeben. Das Endgemisch wurde für 30 min bei 60ºC (140ºF) gerührt.
  • Die obige Latexmischung wurde langsam zu einem größeren, gerührten Gefäß zugegeben, welches anfänglich 11,34 kg (25 lb) Wasser enthielt und ausreichend Schwefelsäure, um einen pH von 4 zu ergeben. Koagulation wurde wie in den obigen Beispielen beschrieben fortgesetzt. Die durch diese Koagulation erreichte nasse Masterbatch-Krumengröße war ähnlich jener, welche aus Koagulationen ohne Siliciumdioxid erhalten wird. Visuelle Inspektion und chemische Analyse des getrockneten Masterbatch zeigten, dass zu dem Latexgemisch zugegebener Ruß und Öl absorbiert und gleichförmig verteilt waren. Die Siliciumdioxid-Absorption mit groben Partikeln war variabel, etwa 10-15% der Charge, wie durch Ascheanalyse beurteilt, und die Siliciumdioxid-Verteilung war aufgrund von Bildung eines Niederschlags und Einschluss von großen Siliziumdioxid-Körnern zwischen und an der Oberfläche der Kautschuk-Masterbatch-Partikeln sehr ungleichförmig.
  • Vergleichsversuch 3: Herstellung eines SBR-Siliciumdioxid-Ruß- Masterbatch mit mikronisiertem, kommerziellem, Organosilanbehandeltem Siliciumdioxid A. Herstellung von kompatibilisierter Siliciumdioxid- Aufschlämmung
  • Ein mit einem Rührer ausgestattetes Gefäß wurde mit 3,810 kg (8,4 lb) Wasser und 0,953 kg (2,1 lb) mikronisiertem Ciptane® T (PPG, oben) beschickt und für etwa 15 min gerührt. Die Aufschlämmung wurde auf 60ºC (140ºF) erhitzt, und an diesem Punkt kann die kompatibilisierte Siliciumdioxid-Aufschlämmung zu dem Latex-Stadium eines kontinuierlichen Emulsionsverfahrens zugegeben oder chargenweise in einen konzentrierten Polymerlatex eingespeist werden.
  • B. Mischen von kompatibilisierter Siliciumdioxid-Aufschlämmung mit SBR-Latex
  • Die in Schritt A oben hergestellte Aufschlämmung wurde in ein gerührte Gefäß gegeben, welches ein Gemisch aus 24,041 kg (53 lb) SBR-Latex, enthaltend 13,2 Gew.-% 1502-artigen Kautschuk, und 142 g Antioxidanz-Emulsion, enthaltend 13,4 Gew.-% Santoflex® 134, gehalten bei 60ºC (140ºF) enthält. Zu diesem Anfangsgemisch wurden ebenfalls 15,604 kg (34,4 lb) heiße Ruß- Aufschlämmung, enthaltend 6,1 Gew.-% N234-artigen Ruß und 0,735 kg (1,62 lb) heiße Ölemulsion, enthaltend 65,0 Gew.-% Sundex® 8125 zugegeben. Das Endgemisch wurde für 30 min bei 60ºC (140ºF) gerührt.
  • Die obige Latexmischung wurde langsam zu einem größeren, gerührten Gefäß zugegeben, welches anfänglich 11,34 kg (25 ib) Wasser enthielt und ausreichend Schwefelsäure, um einen pH von 4 zu ergeben. Koagulation wurde wie in den obigen Beispielen beschrieben fortgesetzt mit ähnlichen Ergebnissen wie Beispiel 3. Die nasse Masterbatch-Krumengröße war deutlich kleiner, als die aus Koagulationen ohne Siliciumdioxid erhaltene. Nicht eingeschlossenes Siliciumdioxid war, wie in Vergleichsbeispiel 1 beobachtet, in dem Dispersionsmittel dispergiert.
  • Visuelle Inspektion und chemische Analyse des getrockneten Masterbatch zeigten, dass zu dem Latexgemisch zugegebener Ruß und Öl absorbiert und gleichförmig verteilt waren. Die Siliciumdioxid-Absorption betrug etwa 80-85% der Charge, wie durch Ascheanalyse beurteilt, und die Siliciumdioxid-Verteilung war aufgrund von Bildung eines Niederschlags und Einschluss an der Oberfläche der Kautschuk-Masterbatch-Partikel sehr ungleichförmig.
  • Beispiel 5: Herstellung einer Natürlicher Kautschuk- Siliciumdioxid Masterbatch-Mischung kompatibilisierten Siliciumdioxid-Aufschlämmung mit NBR Latex
  • Wie in Schritt A von Beispiel 4 oben hergestellte kompatibilisierte Siliciumdioxid-Aufschlämmung wurde bei 1,51 kg (3,33 1b) zu einem gerührten Gefäß zugegeben, welches ein Gemisch aus 2,345 kg (5,17 lb) Latex, enthaltend 58,0 Gew.-% natürlichen Kautschuk und 93 g Antioxidanz-Emulsion, enthaltend 14,7 Gew.-% Agerite Geltrol® (Vanderbilt Chemical) enthielt. Dieses Gemisch wurde für 30 Minuten bei 60ºC (140ºF) gerührt.
  • Die obige Latexmischung wurde langsam zu einem größeren Gefäß zugegeben, welche anfänglich 3,629 kg (8 lb) Wasser und ausreichend Schwefelsäure enthielt, um eine pH von 4 zu ergeben. Die Koagulation wurde wie in vorherigen Beispielen vollendet. Die durch diese Koagulation erreicht nasse Masterbatch- Krumengröße war ähnlich zu jener, welche aus SBR und NBR- Koagulationen ohne Siliciumdioxid erhalten wird. Visuelle Inspektion und chemische Analyse des getrockneten Masterbatch zeigten, dass im Wesentlichen das gesamte zu dem Latexgemisch zugegebene Siliciumdioxid absorbiert und gleichförmig verteilt war. Die Siliciumdioxid-Absorption betrug 98-99% der Charge, wie durch Ascheanalyse beurteilt.
  • Beispiel 6: Herstellung einer NBR/PVC-Siliciumdioxid Masterbatch-Mischung kompatibilisierten Siliciumdioxid-Aufschlämmung mit Latizes aus NBR und PVC
  • Wie in Schritt A von Beispiel 4 oben hergestellt kompatibilisierte Siliciumdioxid-Aufschlämmung wurde bei 3,152 kg (6,95 1b) zu einem gerührten Gefäß zugegeben, welches ein Gemisch aus 7,983 kg (17,6 lb) Latex, enthaltend ein 70/30 NBR/PVC-Gemisch und 154 g Antioxidanz-Emulsion, enthaltend 14,7 Gew.-% Agerite Geltrol® (Vanderbilt Chemical) enthielt. Die NBR/PVC-Latexmischung enthielt 6,623 kg (14,6 lb) Nysyn® 40-5 bei 24,0 Gew.-% Kautschuk-Feststoffen und 1,361 kg (3,0 lb) Geon 151® bei 50 Gew.-% Kunststoff-Feststoffen. Dieses Gemisch wurde für 30 Minuten bei 60ºC (140ºF) gerührt.
  • Die obige Latexmischung wurde langsam zu einem größeren Gefäß zugegeben, welches anfänglich 6,804 kg (15 lb) Wasser und ausreichend Schwefelsäure enthielt, um einen pH von 4 zu ergeben. Die Koagulation wurde wie in vorhergehenden Beispielen vervollständigt. Die durch diese Koagulation erreichte nasse Masterbatch-Krumengröße war typisch für NBR/PVC-Koagulationen ohne Siliciumdioxid. Visuelle Inspektion und chemische Analyse des getrockneten Masterbatch zeigten, dass im Wesentlichen das gesamte zu dem Latexgemisch zugegebene Siliciumdioxid absorbiert und gleichförmig verteilt war. Die Siliciundioxid-Absorption betrug 98-99% der Charge, wie durch Ascheanalyse beurteilt.
  • Beispiel 7: Herstellung einer SBR-Siliciumdioxid-Ruß-Masterbatch A. Herstellung einer kompatibilisierten Siliciumdioxid- Auf Schlämmung
  • Eine wässerige Lösung aus Silan wurde durch beschicken eines Gefäßes mit 55,1 g Silquest® A-189 (OSi Specialties), 27 g Isopropanol, 1,1 g kristallisierter Essigsäure und 27 g Wasser hergestellt. Das anfänglich trübe Gemisch wurde bei hoher Geschwindigkeit und Raumtemperatur gerührt, bis es klar war, und zwar etwa 10-20 Minuten, wonach zusätzliche 28 g Wasser zugegeben wurden, welche das Gemisch trüb machten. Das Rühren wurde für etwa 15-20 Minuten fortgesetzt, bis sich die Lösung fast klärte. Der pH der Lösung betrug 3,5.
  • Zu einem separaten Gefäß, ausgestattet mit einem Rührer, wurden 7,258 kg (16 lb) Wasser und 1,837 kg (4,05 lb) Feinpartikel, trockenes Siliciumdioxid, HiSil® 233 zugegeben und für etwa 15 min gerührt, um das Siliciumdioxid zu befeuchten und dispergieren. Die wässerige Lösung aus Silan wurde dann unter fortgesetztem Rühren zugegeben, der pH wurde mit 6,0-6,5 gemessen. Die Mischung wurde auf 77ºC (170ºF) erhitzt. Die Temperatur wurde für etwa vier Stunden bei 77ºC (170ºF) gehalten und durfte sich dann auf 60ºC (140ºF) abkühlen. An diesem Punkt kann die kompatibilisierte Siliciumdioxid-Aufschlämmung zu dem Latex-Stadium eines kontinuierlichen Emulsionsverfahrens zugegeben oder chargenweise in einen konzentrierten Polymerlatex eingespeist werden.
  • B. Mischen von kompatibilisierter Siliciumdioxid-Aufschlämmung mit SBR-Latex
  • Wie in Schritt A oben hergestellte Aufschlämmung wurde in ein gerührte Gefäß gegeben, welches ein Gemisch aus 18,643 kg (41,1 lb) SBR-Latex, enthaltend 21,9 Gew.-% 1502-artigen Kautschuk, und 183 g Antioxidanz-Emulsion, enthaltend 13,4 Gew.-% Santoflex®, gehalten bei 60ºC (140ºF) enthält. Zu diesem Anfangsgemisch wurden ebenfalls 9,888 kg (21,8 lb) heiße Ruß- Aufschlämmung, enthaltend 6,2 Gew.-% N234-artigen Ruß und 1,243 kg (2,74 lb) heiße Ölemulsion, enthaltend 65,5 Gew.-% Sundex® 8125 zugegeben. Das Endgemisch wurde für 30 min bei 60ºC (140ºF) gerührt.
  • Die obige Latexmischung wurde langsam zu einem größeren, gerührten Gefäß zugegeben, welches anfänglich 18,144-20,412 kg (40-45 lb) Wasser enthielt und ausreichend Schwefelsäure, um einen pH von 4 zu ergeben. Die Geschwindigkeiten der Zugabe des Latexgemisches und der Schwefelsäure wurden variiert, um den pH des sich ergebenden Koagulations-Dispersionsmittels im Bereich von 4-5 über die 30-40 Minuten zu halten, in denen das Latexgemisch zugegeben wurde. Es wurden zusätzliche 30-40 Minuten Mischzeit und zusätzliche Säure wie notwendig verwendet, um Wachsen der Produktpartikelgröße zu erlauben und das Dispersionsmittel von freiem Latex zu klären, wie es häufig durch jene durchgeführt wird, die mit der Technik vertraut sind. Die durch diese Koagulation erreichte nasse Masterbatch-Partikel oder Krumengröße war ähnlich jener, welche aus Koagulation ohne Siliciumdioxid erhalten wird. Visuelle Inspektion und chemische Analyse des getrockneten Masterbatch zeigte, dass im wesentlichen alle festen und flüssigen Bestandteile, welche zu dem Latexgemisch zugegeben worden waren, absorbiert und gleichförmig verteilt waren. Die Siliciumdioxid-Absorption betrug 98% der Charge, wie durch Ascheanalyse beurteilt.

Claims (6)

1. Verfahren zum Einschluss von Siliciumdioxid in ein Polymer, welches Verfahren die Schritte umfasst:
(a) Behandeln eines Siliciumdioxids in einer wässerigen Suspension mit einer Organosilicon-Verbindung und Erlauben der Organosilicon-Verbindung sich chemisch mit der Oberfläche des Siliciumdioxid umzusetzen und daran zu binden, um ein kompatibilisiertes Siliciumdioxid zu bilden; und
(b) Kontaktieren der kompatibilisierten Siliciumdioxid- Aufschlämmung mit einem natürlichen oder synthetischen Polymerlatex und im Wesentlichen gleichförmig Verteilen des kompatibilisierten Siliciumdioxid überall in dem Latex.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, welches den weiteren Schritt des Koagulierens der Polymerlatex/kompatibilisierten Siliciumdioxid-Aufschlämmung einschließt, um das Polymer zu gewinnen.
3. Verfahren gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens 90% des zu dem Latex zugegebenen kompatibilisierten Siliciumdioxid im Wesentlichen gleichförmig überall in dem so gewonnenen Polymer verteilt ist.
4. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das natürliche oder synthetische Polymer ausgewählt wird aus Polymeren eines konjugierten Diens, eines Vinylmonomers und Kombinationen daraus.
5. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das synthetische Polymer ausgewählt wird aus Styrol-Butadien-Kautschuk, Acrylonitril-Butadien-Kautschuk, Polyvinylchlorid, Acrylonitril-Butadien-Styrol-Polymer, carboxyliertem Styrol-Butadien-Polymer, carboxyliertem Acrylonitril- Butadien-Polymer, Styrol-Acrylonitril-Copolymer, Polybutadien, Polyisopren, Polychloropren, Neopren, Polybutadien-Isopren und Gemischen daraus.
6. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Organosilicon-Verbindung die allgemeine Struktur:
aufweist, worin X eine Amino-, Polyaminoalkly-, Mercapto-, Polysulfid-, Epoxy-, Vinyl-, Acryloxy-, oder Methacryloxy-Gruppe darstellt; y für Null oder eine ganze Zahl steht; und jedes von 21, 22 und 23 Wasserstoff, Halogen oder eine C&sub1;-C&sub1;&sub8;-Alkyl, Alkoxy-, Aryl-, Aryloxy-, Cycloalkyl-, Aryl-alkoxy- oder Halogensubstituierte Alkyl-Gruppe darstellt, unter der Voraussetzung, dass mindestens eines von 21, 22 und 23 Wasserstoff, Halogen oder eine Alkoxy- oder Aryloxy-Gruppe darstellen muss.
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