DE69708355T2 - Radiale Reifen mit mindestens zwei mit Stahleinzeldrähten verstärkten Gürtellagen - Google Patents

Radiale Reifen mit mindestens zwei mit Stahleinzeldrähten verstärkten Gürtellagen

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DE69708355T2
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

    Technisches Gebiet
  • Die vorliegende Erindung betrifft einen Radialreifen, der Stahlmonofilamente in mindestens zwei Gürtellagenschichten des Reifens umfaßt.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Das U.S.-Patent 4,371,025 offenbart einen Radialreifen mit einem ringförmigen Verstärkungsaufbau, der mindestens zwei Schichten Stahlfilamente umfaßt, die auf einer Karkasse angeordnet sind, die einen Krümmungsradius auf der Meridianebene in einem Kronenpunkt aufweist, der gleich oder größer als 400 mm ist. Die Monofilamente weisen vorzugsweise eine spezifische Zugfestigkeit von mindestens 2000 N/mm², einen Elastizitätsmodul von 205 000 N/mm², und eine Dehnung von 1,4 Prozent für eine Spannung von 100 Prozent der Zugfestigkeit auf. Dieses Patent spricht nicht die Ermüdungseigenschaften des Monofilaments an. Während Reifen mit Gürtellagen hergestellt worden sind, die Stahlmonofilamente umfassen, die die in diesem Patent aufgelisteten Werte übersteigen, fielen diejenigen Reifen, die Stahlmonofilamente verwendeten, die unter die hierin beschriebenen, geforderten Ermüdungseigenschaften fallen, auf miserable Weise durch die Praxistestbedingungen.
  • Die Druckschrift EP-A-0 679 543 wird als der nächstliegende Stand der Technik angesehen und offenbart einen Radialluftreifen mit einer radialen Karkasse, die einen Kronenbereich aufweist, einem Laufstreifen, der radial außen in bezug auf den Kronenbereich angeordnet ist, und mindestens zwei Gürtellagenschichten, die zwischen dem Laufstreifen am Kronenbereich der Karkasse angeordnet sind, wobei jede Gürtellage aus einer Gummiverstärkungsschicht besteht, in der eine Vielzahl von voneinander beabstandeten, parallelen Stahlmonofilamenten eingebettet ist, die unter einem Winkel zwischen 18º-28º in bezug auf die Äquatorialebene geneigt sind, wobei die Monofilamente mit einem Zählwert gelegt sind, der in einem Bereich von weniger als 16,5 pro Zoll liegt, wobei jedes Monofilament einen Durchmesser zwischen 0,35 und 0,6 mm und eine Zugfestigkeit zwischen 2700 und 4000 MPa aufweist.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung betrifft einen Radialluftreifen mit mindestens zwei Gürtellagen, die jeweils eine Schicht aus Stahlmonofilamenten umfassen. Die Vorteile der vorliegenden Erfindung umfassen einen Reifen, der nicht nur ausgezeichnete Handhabungseigenschaften beibehält, sondern dies auch ohne den inakzeptablen Drahtbruch in den Gürtellagen tut.
  • Kurzbeschreibung der Zeichnungen
  • Fig. 1 zeigt einen Luftreifen in einer Teilschnittansicht.
  • Detaillierte Beschreibung der Erfindung
  • Wie hierin und in den Ansprüchen verwendet:
  • "Axial" und "in Axialrichtung" werden hierin verwendet, um Linien oder Richtungen zu bezeichnen, die parallel zur Drehachse des Reifens verlaufen.
  • "Wulst" bezeichnet denjenigen Teil des Reifens, der ein ringförmiges Zugelement umfaßt, das durch Lagenkorde umwickelt und das mit oder ohne andere Verstärkungselemente, wie Wulstfahnen, Chipper, Wulstkernreiter, Zehenschützer und Wulstbänder, so gestaltet ist, daß er zur Form der Reifenfelge paßt.
  • "Gürtelaufbau" bezeichnet mindestens zwei gummiverstärkte, ringförmige Schichten aus Lagen aus parallelen Monofilamenten, die dem Laufstreifen unterlegt sind, nicht am Wulst verankert sind und sowohl linke als auch rechte Kordwinkel im Bereich zwischen ungefähr 10 und ungefähr 30 Grad in bezug auf die Äquatorialebene (EP) des Reifens aufweisen.
  • "Karkasse" bezeichnet den Reifenaufbau abgesehen vom Gürtelaufbau, dem Laufstreifen und dem Unterprotektor, jedoch einschließlich der Wülste. Die Karkasslage umfaßt Verstärkungskorde, die in einer Elastomersubstanz eingebettet sind, so daß diese Komponenten als eine einzige Einheit anzusehen sind. Der "Hauptabschnitt der Karkasslage" bezeichnet den Abschnitt der Karkasslage, der sich zwischen den Wulstkernen erstreckt.
  • "Kord" bezeichnet ein oder mehrere der Verstärkungselemente, die aus einem oder mehreren Filamenten/Drähten gebildet sind, die verdreht sein können oder nicht oder auf andere Weise gebildet sein können und die ferner Stränge umfassen können, die ebenfalls so gebildet sein können oder nicht.
  • "Krone" bezeichnet denjenigen Abschnitt des Reifens innerhalb der Grenzen der Breite des Reifenlaufstreifens
  • "Äquatorialebene (EP)" bezeichnet die Ebene, die senkrecht zur Drehachse des Reifens steht und durch die Mitte des Reifenlaufstreifens verläuft.
  • "Ermüdungswiderstand" wird durch ein Drei-Rollen-Ermüdungstestgerät und -verfahren bestimmt, das in A Prakash et al. Fatigue Behavior of Wire and Cable, American Society for Metals, Seiten 405-408 (1985), beschrieben ist. Das Verfahren ist modifiziert, um sich an ein Monofilament anzupassen, indem das Monofilament in einem Tygon®-Kunststoffrohr angeordnet wird, anstatt daß es in Kautschuk eingebettet wird. Der Durchmesser der Rolle beträgt ein Zoll (2,54 cm) mit einer Spannung von 10 Prozent der Bruchfestigkeit des Monofilaments.
  • "Lastbereich" bezeichnet Last- und Füllungsgrenzen für einen gegebenen Reifen, der in einer besonderen Betriebsart verwendet wird, wie durch Tabellen in The Tire and Rim Association, Inc. 1995 Year Book definiert.
  • "Lage" bezeichnet eine kontinuierliche Schicht aus gummibeschichteten, parallelen Filamenten.
  • "Luftreifen" bezeichnet eine laminierte mechanische Einrichtung mit im allgemeinen torusförmiger Gestalt (gewöhnlich ein offener Torus), die Wülste, eine Karkasslage und einen Laufstreifen aufweist.
  • "Kiessimulationsradtest" bezeichnet einen Labortest, bei dem die Dauerleistung eines Gürtelpakets eines Reifens bewertet wird. Der Reifen wird auf 26 psi aufgepumpt und bei 100ºF (38ºC) getestet. Der Reifen wird gegen ein Schwungrad mit einem Durchmesser von 67,23 Zoll (1,72 m) getestet, das eine Reihe aus abgerundeten Metallknöpfen an sechs Stellen (alle 60º) um den Außenumfang herum aufweist. Jede Knopfreihe erstreckt sich über die gesamte Breite des Schwungrades und ist annähernd 2 Zoll breit und weist eine Höhe von 1 1/4 Zoll auf. Der Reifen wird mit 35 mph mit einer Last von 1 031 Pfund getestet.
  • "Laufstreifen" bezeichnet eine in einer Form hergestellte Kautschukkomponente, die, wenn sie mit einem Reifenmantel verbunden ist, denjenigen Abschnitt des Reifens umfaßt, der in Kontakt mit der Straße gelangt, wenn der Reifen normal aufgepumpt und normal belastet ist.
  • "Präfix-Buchstaben" bezeichnet jene Kennzeichnungen, die in The Tire and Rim Association. Inc. 1995 Year Book verwendet werden und definiert sind.
  • "Radial" und "in Radialrichtung" werden dazu verwendet, Richtungen radial rechtwinklig zur Drehachse durch den Reifen zu bezeichnen.
  • "Radialreifen" bezeichnet einen mit einem Gürtel versehenen oder in Umfangsrichtung festgelegten Luftreifen, bei dem die Karkasslagenverstärkungen, die sich von Wulst zu Wulst erstrecken, unter Winkeln zwischen 75º und 105º in bezug auf die Äquatorialebene des Reifens gelegt sind.
  • "Intervall (Rivet)" bezeichnet den offenen Zwischenraum zwischen Korden in einer Schicht.
  • "Querschnittsbreite" bezeichnet den maximalen geradlinigen Abstand parallel zur Achse des Reifens und zwischen dem Äußeren seiner Seitenwände, wenn und nachdem er auf einen Normaldruck für 24 Stunden aufgepumpt worden aber unbelastet ist, wobei Erhöhungen der Seitenwände aufgrund von Kennzeichnung, Dekoration oder Schutzbändern ausgeschlossen sind.
  • "Zugfestigkeit" wird durch ASTM E8M-93, wie auf ein Stahlddrahtprodukt angewandt, bestimmt.
  • Es ist ein Radialluftreifen offenbart, umfassend:
  • (a) eine radiale Karkasse mit einem Kronenbereich,
  • (b) einen Laufstreifen, der radial außen in bezug auf den Kronenbereich angeordnet ist, und
  • (c) mindestens zwei Gürtellagenschichten, die zwischen dem Laufstreifen und dem Kronenbereich der Karkasse angeordnet sind, wobei jede Gürtellage aus einer Gummiverstärkungsschicht gebildet ist, in der eine Vielzahl von voneinander beabstandeten, parallelen Stahlmonofilamenten eingebettet ist, die unter einem Winkel zwischen 10º und 30º in bezug auf die Äquatorialebene geneigt sind,
  • wobei die Monofilamente mit einem Zählwert gelegt sind, der im Bereich zwischen 30 und 50 Enden pro Zoll (25,4 mm) liegt, wobei jedes Monofilament einen Durchmesser zwischen 0,30 und 0,40 mm, eine Zugfestigkeit von mindestens 4080 MPa - (2000 · D) · 95 Prozent, wobei D der Filamentdurchmesser in Millimetern ist, und einen Ermüdungswiderstand von mindestens 3500 Zyklen, wie durch den Drei-Rollen-Biegeermüdungstest gemessen, aufweist.
  • Nach Fig. 1 betrifft die vorliegende Erfindung einen Luftreifen 10. Der Luftreifen 10 weist eine Karkasslage 12 auf, in die eine Vielzahl von gummibeschichteten, parallelen Korden 13 eingebaut ist. Während nur eine Karkasslage 12 gezeigt ist, kann mehr als eine Karkasslage verwendet werden, beispielsweise können 2, 4, 6 oder 8 Lagen verwendet werden.
  • Es gibt eine Anzahl von besonderen Konstruktionen aus organischer Faser oder Metallkord zur Verwendung in der Karkasslage 12. Die Korde 13 zur Verwendung in der Karkasslage 12 können ein Einzelfilament (Monofilament) bis hin zu Mehrfachfilamenten umfassen. Die Anzahl von gesamten Filamenten in dem Kord kann im Bereich zwischen 1 und 13 liegen. Der individuelle Durchmesser jedes Filaments liegt im allgemeinen im Bereich zwischen 0,15 und 0,30 mm für jedes Filament. Der Durchmesser jedes Filaments liegt vorzugsweise im Bereich zwischen 0,17 mm und 0,22 mm. Repräsentative Beispiele von besonderen Kordkonstruktionen umfassen 1 x, 2 x, 3 x, 4 x, 5 x, 6 x, 7 x, 8 x, 11 x, 12 x, 1 + 2, 1 + 4, 1 + 5, 1 + 6, 1 + 7, 1 + 8, 2 + 1, 3 + 1, 5 + 1, 6 + 1, 11 + 1, 12 + 1, 2 + 7, 2 + 7 + 1,3 + 9, 1 + 5 + 1 und 1 + 6 + 1 oder 3 + 9 + 1. Die am stärksten bevorzugten Kordkonstruktionen, die Filamentdurchmesser (als Millimeter ausgedrückt) umfassen, sind 3 x 0,18, 1 + 5 x 0,18, 1 + 6 x 0,18, 2 + 7 x 0,18, 2 + 7 x 0,18 x 1 x 0,15, 3 + 9 x 0,18 + 1 x 0,15, 3 + 9 x 0,18, 3 x 0,20 + 9 x 0,18 und 3 · 0,20 + 9 x 0,18 + 1 x 0,15. Die obigen Kordbezeichnungen sind für Fachleute verständlich. Beispielsweise bedeuten Bezeichnungen, wie beispielsweise 2 x, 3 x und 4 x, ein Bündel aus Filamenten; d. h. zwei Filamente, drei Filamente, vier Filamente und dergleichen. Bezeichnungen, wie beispielsweise 1 + 2 und 1 + 4, geben beispielsweise ein einzelnes Filament an, das mit zwei oder vier Filamenten umwickelt ist.
  • Die obigen Kordkonstruktionen können aus organischer Faser oder Stahl zusammengesetzt sein. Die Kordkonstruktion für die Karkasse ist vorzugsweise Stahl.
  • Die Karkasslage 12 weist eine Schicht aus den oben beschriebenen Korden 13 auf, die derart eingerichtet ist, daß sie zwischen ungefähr 5 und ungefähr 70 Enden pro Zoll ( 2 bis 28 Enden pro cm) besitzt, wenn an der Äquatorialebene des Reifens gemessen wird. Vorzugsweise ist die Schicht aus Korden derart angeordnet, daß sie ungefähr 7 bis ungefähr 20 Enden pro Zoll ( 2,7 bis 8 Enden pro cm) an der Äquatorialebene besitzt. Die obigen Berechnungen für Enden pro Zoll beruhen auf dem Bereich von Durchmessern für den Kord, der Festigkeit des Kords und den Festigkeitsanforderungen in der Praxis für die Karkasslage. Beispielsweise würde die hohe Anzahl von Enden pro Zoll die Verwendung eines Kords mit kleinerem Durchmesser für eine gegebene Festigkeit gegenüber einer geringeren Anzahl von Enden pro Zoll für einen Draht mit größerem Durchmesser für die gleiche Festigkeit umfassen. Wenn man alternativ wählt, einen Kord mit einem gegebenen Durchmesser zu verwenden, kann es abhängig von der Festigkeit des Kords sein, daß man mehr oder weniger Enden pro Zoll verwenden muß.
  • Der Stahlkord 13 der Karkasslage 12 schneidet die Äquatorialebene (EP) des Reifens unter einem Winkel im Bereich zwischen 75º und 105º. Vorzugsweise schneiden die Stahlkorde unter einem Winkel zwischen 82º und 98º. Der bevorzugte Bereich ist zwischen 89º und 91º.
  • Ein Reifen 10 gemäß der vorliegenden Erfindung weist zwei axial voneinander beabstandete Wulstkerne 14, 16 auf, die jeweils eine Vielzahl von Wicklungen aus einem einzelnen metallischen Filament umfassen. Die Karkasslage 12 erstreckt sich zwischen den Wülsten 14, 16 und ist um diese herum gefaltet. Jeder der Wulstkerne 14, 16 besitzt eine Form im radialen Querschnitt, die im wesentlichen fünfeckig, sechseckig, rechteckig oder kreisförmig sein kann. In dem Fall, wo der Wulst eine Form im radialen Querschnitt aufweist, die im wesentlichen fünfeckig ist, befindet sich die größte axiale Breite des Wulstkerns radial außen in bezug auf die radial innerste Kante des Wulstkerns. Wie hierin verwendet, ist ein "radialer Querschnitt" ein Querschnitt, der in einer Ebene genommen wird, die die Drehachse eines Reifens oder einer Reifen- und Felgenanordnung enthält. Wie hierin verwendet, ist "im wesentlichen fünfeckig" so zu verstehen, daß dies einen fünfseitigen Querschnitt bedeutet, obwohl einige oder alle Seiten eher krummlinig denn geradlinig, wie in einem regelmäßigen Fünfeck, sein können. Die radial äußerste Ausdehnung des Wulstkerns ist ein Scheitel von zweien der Seiten des Fünfecks, und die größte axiale Breite des Wulstkerns befindet sich radial außen in bezug auf die radial innerste Kante des Wulstkerns.
  • Der Luftreifen 10 weist einen herkömmlichen Laufstreifen 18 auf, der auf der Krone der Karkasse 12 angeordnet ist.
  • Der Luftreifen 10 weist einen Gürtelaufbau auf, der mindestens zwei Gürtellagenschichten 20, 22 umfaßt. Ein entscheidender Aspekt der Erfindung ist ein Gürtelaufbau, der mindestens zwei Gürtellagenschichten 20, 22 umfaßt, die mit parallelen, metallischen Monofilamentkorden 19 verstärkt sind. Es gibt eine Anzahl von metallurgischen Ausführungsformen, die zu der oben definierten Zugfestigkeit führen. Ein Weg zur Erlangung einer derartigen Festigkeit ist, das richtige Verfahren und die richtigen Legierungen, wie in sie U.S.-Patent 4 960 473 und 5 066 455 offenbart sind, mit einem Stahlstab zu verschmelzen, der mit einem oder mehreren der folgenden Elemente mikrolegiert ist: Ni, Cr, Nb, Si, Mo, Mn, Cu, Co, V und B. Die bevorzugte Chemie ist unten in Gewichtsprozenten aufgelistet:
  • C 0,82 bis 1,0
  • Mn 0,30 bis 0,50
  • Si 0,10 bis 0,3
  • Cr 0 bis 0,4
  • V 0 bis 0,1
  • Cu 0 bis 0,5
  • Ni 0 bis 0,5
  • Go 0 bis 0,1
  • wobei der Rest Eisen und Rückstände sind.
  • Der resultierende Stab wird dann auf die geeignete Zugfestigkeit gezogen. Für gleiche Filamentdurchmesser weisen die in dem Gürtelaufbau der vorliegenden Erfindung verwendeten Monofilamentkorde eine höhere Festigkeit und eine höhere Ermüdungslebensdauer gegenüber Monofilamentkorden nach dem Stand der Technik auf, die in Gürtelaufbauten verwendet werden. Diese Vorteile führen zu Luftreifen, die weniger Verstärkungsmaterial und somit ein geringeres Gewicht aufweisen und kostengünstiger sind. Außerdem kann die Lebensdauer des Reifens mit der Zunahme des Ermüdungswiderstandes des Monofilaments erhöht werden. Wenn die Gürtelaufbauten Monofilamentkorde enthalten, gibt es eine daraus resultierende Reduktion der Materialstärke und der Kosten im Vergleich mit der Verwendung von Korden, die mehr als ein Filament enthalten, wodurch die Reifen leichter und weniger kostspielig gemacht werden.
  • Der einzelne Durchmesser (D) jedes Monofilamentkords liegt im allgemeinen im Bereich zwischen 0,25 und 0,40 mm und besitzt eine Zugfestigkeit von mindestens 4080 MPa - (2000 x D) x 95 Prozent, wobei D der Filamentdurchmesser in mm ist. Vorzugsweise beträgt die Zugfestigkeit jedes Monofilamentkords mindestens 4400 MPa - (2000 x D) x 95 Prozent. Der Durchmesser jedes Monofilamentkords liegt vorzugsweise im Bereich zwischen 0,30 und 0,35 mm.
  • Eine andere entscheidende Eigenschaft des Monofilamentkords ist, daß die Gesamtdehnung mindestens 2 Prozent über eine Maßlänge von 25 Zentimetern betragen sollte. Die Gesamtdehnung wird gemäß ASTM A370- 92 gemessen. Die Gesamtdehnung des Monofilamentkords liegt vorzugsweise im Bereich zwischen ungefähr 2 Prozent und 4 Prozent. Eine besonders bevorzugte Gesamtdehnung liegt im Bereich zwischen ungefähr 2, 2 und ungefähr 3,0 Prozent.
  • Die Torsionswerte für den Monofilamentkord sollten mindestens 20 Windungen mit einer Maßlänge vom 200fachen des Durchmessers des Drahtes betragen. Im allgemeinen liegt der Torsionswert im Bereich zwischen ungefähr 20 und ungefähr 100 Windungen. Vorzugsweise liegen die Torsionswerte in einem Bereich zwischen ungefähr 30 und ungefähr 80 Windungen, wobei ein Bereich von mindestens 50 Windungen besonders bevorzugt ist. Die Torsionswerte werden gemäß dem ASTM-Testverfahren E 558-83 mit Prüflängen vom 200fachen des Durchmessers des Drahtes bestimmt.
  • Die Monofilamente zur Verwendung in den Gürtellagenschichten 20, 22 müssen einen Ermüdungswiderstand von mindestens 3500 Zyklen aufweisen, wie durch den 3-Rollen-Biegeermüdungstest gemessen. Das Monofilaments weist vorzugsweise einen Ermüdungswiderstand auf, der im Bereich zwischen 3500 und 6000 liegt, wobei ein Bereich von mindestens 4000 Zyklen besonders bevorzugt ist.
  • Jede Gürtellagenschicht 20, 22 weist eine Schicht aus Stahlmonofilamenten auf, die derart eingerichtet ist, daß sie ungefähr 25 bis 60 Enden pro Zoll (25,4 cm) aufweist. Vorzugsweise ist die Schicht aus Stahlmonofilamentkorden derart eingerichtet, daß sie ungefähr 30 bis 50 Enden pro Zoll (25,4 cm) aufweist.
  • Ein Gummistück in flacher oder Keilform 23 ist zwischen axial äußeren Gürtelkanten 25, 27 der beiden Gürtellagenschichten 20, 22 angeordnet. Wenn der Reifen von der schlauchlosen Art ist, ist eine im wesentlichen luftundurchlässige Schicht 24 innen in bezug auf die Karkasslage 12 und angrenzend an die Füllkammer angeordnet, die durch das Volumen definiert ist, das durch den Reifen 10 und die Felgenanordnung (nicht gezeigt) begrenzt ist. Am stärksten bevorzugt ist eine Sperrschicht (nicht gezeigt) zwischen der luftundurchlässigen Schicht 24 und der Karkasslage 12 angeordnet. Die Sperrlage bewirkt, daß die luftundurchlässige Schicht von der elastomeren Schicht, in der die Stahlmonofilamente der Karkasslage 12 eingebettet sind, getrennt ist. Elastomerseitenwände 26, 28 sind axial außen in bezug auf den Karkassaufbau angeordnet.
  • Die Verwendung von Stahlmonoiilamentkorden in den Gürtellagenschichten, wie sie hierin offenbart ist, kann auf allgemeine Personenwagenradialreifen, sowie Rennreifen, Landwirtschaftsreifen, Reifen für Motorräder, LKW kleiner oder mittlerer Größe und Reifen für Freizeitfahrzeuge angewandt werden. Die Luftreifen der vorliegenden Erindung sind vorzugsweise auf Personenwagenreifen und Reifen für mittlere bis leichte LKW gerichtet.
  • Die Luftreifen der vorliegenden Erindung können für verschiedene Lastbereiche entworfen werden. Beispielsweise können die Lastbereiche A, B, C, D oder E sein. Vorzugsweise ist der Lastbereich E.
  • Die Luftreifen der vorliegenden Erindung können auch mit verschiedenen Präfix-Buchstaben gekennzeichnet sein, abhängig von den entworfenen Betriebsbedingungen, die unterschiedliche Lasten und Füllungen erfordern. Beispielsweise kann der Reifen mit AT, LT, P und ST bezeichnet sein. Vorzugsweise ist der Luftreifen LT.
  • Beispiel
  • Es wurden drei unterschiedliche P195/75R14 aufgebaut und auf ihre Haltbarkeit getestet. Zwei Reifen waren gemäß der vorliegenden Erfindung und der andere Kontrollreifen verwendete einen unterschiedliches Monofilament. Die vulkanisierten drei Reifen waren identisch, mit der Ausnahme derjenigen Punkte, die Tabelle I unten aufgelistet sind. Tabelle I
  • ¹Durchschnitt von zwei Reifen (5000 und 2900 Meilen)
  • ²Durchschnitt von zwei Reifen (5000 und 3200 Meilen)
  • ³Durchschnitt von zwei Reifen (4010 und 4000 Meilen)

Claims (10)

1. Radialluftreifen (10), umfassend:
(a) eine radiale Karkasslage (12) mit einem Kronenbereich,
(b) einen Laufstreifen (18), der radial außen in bezug auf den Kronenbereich angeordnet ist, und
(c) mindestens zwei Gürtellagenschichten (20, 22), die zwischen dem Laufstreifen (18) und dem Kronenbereich der Karkasslage (12) angeordnet sind, wobei jede Gürtellagenschicht (20, 22) aus einer gummiverstärkten Schicht besteht, in der eine Vielzahl von voneinander beabstandeten, parallelen Stahlmonofilamentkorden (19) eingebettet ist, die unter einem Winkel zwischen 10º und 30º in bezug auf die Äquatorialebene (EP) geneigt sind,
(d) ein Gummistück (23) in einer flachen oder Keilform, das zwischen axial äußeren Gürtelkanten der beiden Gürtellagenschichten (20, 22) angeordnet ist,
wobei die Monofilamentkorde (19) mit einem Zählwert gelegt sind, der im Bereich zwischen 25 und 60 Enden pro Zoll (25,4 cm) liegt, wobei jeder Monofilamentkord (19) einen Durchmesser zwischen 0,25 und 0,40 mm, eine Zugfestigkeit von mindestens 4080 MPa - (2000 x D) x 95%, wobei D der Filamentdurchmesser in mm ist, und einen Ermüdungswiderstand von mindestens 3500 Zyklen aufweist, wie durch den Drei-Rollen-Biegermüdungstest gemessen, der in A. Prakash et al. Fatigue Behaviour of Wire and Cable, American Society for Metals, 1985 beschrieben ist.
2. Luftreifen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugfestigkeit mindestens 4400 MPa - (2000 x D) x 95% beträgt.
3. Luftreifen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser (D) des Monofilamentkords (19) im Bereich zwischen 0,30 und 0,35 mm liegt.
4. Luftreifen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Monofilamentkord (19) einen Ermüdungswiderstand zwischen 3500 bis 6000 Zyklen aufweist.
5. Luftreifen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Monofilamentkord (19) einen Ermüdungswiderstand von mindestens 4000 Zyklen aufweist.
6. Luftreifen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Monofilamentkord (19) eine Gesamtdehnung zwischen 2 Prozent und 3 Prozent aufweist.
7. Luftreifen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Monofilamentkord (19) einen Torsionswert von mindestens 20 Windungen mit einem Längenmaß vom 200fachen Durchmesser des Monofilaments aufweist.
8. Luftreifen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Monofilamentkorde (19) unter einem Endenzählwert gelegt sind, der im Bereich zwischen 30 und 50 Enden pro Zoll (25,4 cm) liegt.
9. Luftreifen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Reifen ein Personenfahrzeugreifen (10) ist.
10. Luftreifen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Reifen einen Lastbereich aufweist, der aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus A, B, C, D und E besteht, wie sie durch die Tabellen in the Tire and Rim Association, Inc. 1995 Year Book, definiert sind.
DE69708355T 1996-03-06 1997-02-26 Radiale Reifen mit mindestens zwei mit Stahleinzeldrähten verstärkten Gürtellagen Expired - Fee Related DE69708355T2 (de)

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DE69708355D1 DE69708355D1 (de) 2002-01-03
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